Ich habe keine Pudel, die besonders sensibel, leicht hochgedreht oder drüber sind. Meine Pudel sind selbstbewusst und resilient, meine ältere in sich ruhend, mein jüngerer dazu mit der ordentlichen Portion Action. Die sind bei Stimmungschwankungen auch nicht durcheinander (wobei ich jetzt keine Person bin, die Stimmungschwankungen hat, dafür bin auch ich keine sanfte leise Person)..
Besuchshund ist ein Job für den Hund. Da erfährt man vorher eine (je nach Organisation unterschiedlich aussehende) Ausbildung. Dieser Job wird nur wenige Stunden im Monat ausgeführt. Der Anker ist dabei der Hundeführer.
Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einem Menschen zusammen zu leben, der Autismus hat. Und Autismus ist ebenfalls nur ein Spektrum.. Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten. Ich kann nicht herauslesen (und das geht auch im Internet einfach nicht), wie genau das tägliche Zusammenleben aussehen soll und auf welche Stellschrauben man achten muss. Da würde ich einen Züchter kontaktieren, bei dem man sich gut aufgehoben fühlt und wo man im Wurf einfach den passenden Hund sucht. Und dann viel reden und suchen.
Ich bin auch wirklich nicht das beste Beispiel für gute Erfahrungen mit fremden Hunden. Im Dezember ist ein fremder Hund so in meine reingeknallt, dass einer einen Kreuzbandriss hatte und dem anderen seitdem ständig der ISG blockiert. Diese Person ist auch noch weggerannt. Ich habe seit Dezember Tierarztkosten über 6000Euro gehabt für etwaige Behandlungen. Vor 13 Jahren wurde mein Hund von einem anderen fast getötet, das zog einen Gerichtsprozess nach sich und über 1 Jahr Sozialtraining.
Selbst wenn das nur alle 10 Jahre passiert, reicht so ein Schock für die nächsten 20 Jahre aus. Ich mache keine Kompromisse bei Begegnungen mit anderen Hunden. Dabei bin ich eigentlich ein entspannter Mensch.