Beiträge von gscholz

    Ich kenne mich nicht wirklich mit Computertechnik aus und weiß nicht wie ich das hier rein setzen kann.

    Geht doch bitte mal im Internet auf die Seite - http://www.herdenschutzhundhilfe.de -

    Der Verein nennt sich - Hilfe für Herdenschutzhunde e.V. und dort mal hauptsächlich auf die Unterseite - Leben mit HSH -

    Da könnt Ihr mal nachlesen wie die Realität jetzt schon in Deutschland teilweise aussieht und was führende HSH-Experten von der Entwicklung halten .

    Vielleicht können ja dann mal einige hier meine Einstellung und Bedenken verstehen.

    Das mit den Eseln kann natürlich so sein , wie ich auch geschrieben habe da hab ich mich noch nicht wirklich mit beschäftigt .

    Ich habe aber seit gut 20 Jahren ausschließlich HSH und ich weiß wie diese Tiere ticken . Es gibt einfach Dinge welchen man diesen Tieren nicht zumuten sollte . Es gibt natürlich immer Ausnahmen und Hunde die sich mit vielen Missständen abfinden . Es wird aber auch Hunde geben die sich nicht alles gefallen lassen . Diese Hunde landen dann entweder im Tierheim oder werden eingeschläfert und das nur weil sie unter Bedingungen leben müssen wo sie nicht für geschaffen sind . ( allein in Urlaubshochburgen ) Da hab ich einfach kein Verständnis für . In Halbwegs ruhigen Gegen bin ich immer dafür .

    Ich gebe Dir ja in vielen Dingen Recht und die Hunde gewöhnen sich auch an viele Dinge und haben auch eine sehr hohe Toleranzgrenze .

    Aber zum Beispiel auf einem Pferdehof wird Niemand die Hunde absichtlich bedrängen und sie irgendwie reizen.

    Und wenn die allein hinter einem Zaun sind gibt es immer Irgendwelche Menschen die testen müssen wie sie reagieren oder sie einfach nur provozieren . Das hab ich selbst schon mehrmals erlebt obwohl ich relativ abgelegen wohne . Das kann man einfach nicht vermeiden . Und wenn das mehrmals passiert wird es immer schweren die Tiere wieder in den Griff zu bekommen . Bei mir ist aber fast immer Jemand da und die Hunde stehen nicht allein vor dem Problem . Und das ist sehr wichtig für die Bindung das Vertrauen zwischen Mensch und HSH . Wenn ich die Tiere immer ihrem Schicksal überlassen würde dann hätte ich irgendwann nichts mehr zu sagen und das wäre nicht gut . Ich wohne in der Nähe der Nordsee und hier gibt es sehr viele Schafherden . Wölfe sind bisher Ausnahmen aber es gab auch schon ein Paar Verluste und die Herdenschutzhunde sind auch hier im Gespräch . Mit ein Paar Schafen kann man aber nicht viel Geld verdienen und das wird nur etwas rentabel weil es mit relativ wenig Aufwand verbunden ist . Die meißten Schafe sind Tag und Nacht das ganze Jahr über auf der Weide oder dem Deich . Die Eigentümer der Schafe sieht man aber so gut wie nie .Jetzt müßten sie Zäune bauen und auch viel Geld und Zeit in die Hunde stecken . Die Zeit haben sie aber nicht weil sie auch noch andere Arbeiten haben oder davon ausgehen das die Hunde das auch allein hinkriegen . Das wird bis zu einem gewissen Maße funktionieren aber irgendwann werden einige Hunde damit nicht mehr zurechtkommen und für einige Hundehalter wird es auch Probleme geben weil sie die Tiere nicht mehr unter Kontrolle haben.

    Wenn die Hunde immer alles allein regeln müssen dann brauchen sie keine Menschen mehr . Sie machen viele Dinge selbstständig und das müssen sie auch machen dürfen aber man darf nicht die ganze Verantwortung den Hunden überlassen . das wird sich irgendwann rächen . Sicherlich wird es einige Halter geben welche sich vorbildlich verhalten aber es wird auch andere geben , es geht nunmal hauptsächlich um wirtschaftliche Interessen und nicht um Tierschutz . Dann kommt noch hinzu das HSH sehr Schmerzunempfindlich sind und wenn die wirklich mal richtig wütend werden dann interessiert sie kein Elektrozaun . Man muß in unseren Breitengraden immer mit der Dummheit oder Frechheit einiger Menschen rechnen und dann ist kein Mensch bei den Hunden und hilft ihnen. Unsere Gesetze kann man in solchen Fällen vergessen , Wenn was passiert ist letztendlich der Hund schuld und ein klein wenig der Halter . Der Halter wird es dann allerdings überleben . Bisher ist der Einsatz von HSH noch eine Ausnahme aber der Trend geht in diese Richtung und das wird nicht allen Menschen gefallen . Ich bin mir da jetzt nicht ganz sicher ob es Esel oder Maultiere waren aber eine der Rassen soll auch sehr gut für den Herdenschutz geeignet sein ,Ich glaube Esel waren das . Da hab ich mich allerdings noch nicht intensiver mit beschäftigt. Vielleicht wäre das ja eine Alternative , zumindest in übervölkerten Gebieten .

    Alle paar Minuten ist wahrscheinlich etwas übertrieben Der Zeitabstand kann aber auch gern etwas grösser sein . Wölfe gehen meißtens in der Nacht auf die Jagd , zumindest in diesen Übervölkerten Gegenden wie in Deutschland . Es wurde ausserdem geschrieben das in einigen Urlaubsgebieten Herdis schon Problemlos eingesetzt werden. Dann war der Stock bei Chris wahrscheinlich ein Einzelfall in Deutschland , kann natürlich so sein

    Sag mal, suchst Du absichtlich Ärger?

    Anders kann ich mir Dein Benehmen hier im Thread nicht erklären. :ka:

    Ich suche keinen Ärger und werde mal meinen Standpunkt etwas genauer erläutern.

    Ich habe absolut nichts gegen Herdenschutz mit Hunden , eher trifft das Gegenteil zu.

    Allerdings bin ich der festen Überzeugung das es nicht überall ohne Probleme funktionieren wird .

    HSH kann man sehr schnell zu Problemhunden machen , Das geht z. B. durch Unterforderung , oftmals durch falsche Haltungsbedingungen welche sie daran hindern ihren Job zu machen. ( reine Wohnungshaltung ,blickdichte Zäune )

    Falscher Umgang mit den Tieren und ein Nichtakzeptieren ihrer Eigenheiten , damit meine ich ihnen ihre Selbstständigkeit zu nehmen oder zu versuchen aus ihnen reine Kommandohunde zu machen .

    Man kann sie aber auch Überfordern . Das wird passieren wenn sie in einem Urlaubsgebiet mit Rad und Wanderwegen eine Herde bewachen sollen . Wenn dort alle paar Minuten Wanderer , Radfahrer , die verschiedensten Hunde , Randalierer , Betrunkene usw. vorbei kommen . Alle verhalten sich anders und egal was die Hunde machen , sie können das Problem nicht lösen .

    Bei Chris hat ein Stock schon gereicht für 6 Wochen zusätzlichem Training ( hat Er oder Sie selbst geschrieben ) Wie soll das dann auf Dauer funktionieren

    Dann schickt doch mal ein Paar Ahnungslose fremde Kinder oder Großstadtbewohner welche solche Hunde noch nie gesehen haben und nicht wissen wie sie sich verhalten müssen in den Toleranzbereich . Aber dann bitte ohne vorherige Schulung und ohne das von Euch einer in der Nähe ist . Dürfte ja kein Problem darstellen , die Hunde haben ja ein Zertifikat Viel Spass

    Da muß ich jetzt nochmal einen letzten kleinen Kommentar zu geben .

    Herdenschutzhunde sind Spätentwickler . Mit zwei Jahren sind sie zwar ausgewachsen aber erwachsen und Charakterlich gefestigt sind sie frühestens mit drei Jahren . Da kann ich nicht ganz nachvollziehen wie man diesen Tieren schon mit zwei Jahren die Prüfung abnehmen darf .

    Meine Kollegin mit ihrer Schäferei bildet ja regelmässig HSH für andere Betriebe aus. Sie haben im Durchschnitt 8 Hunde in der Herde, wenn sie auf der Alp ist. Dann sind da bis 1‘000 Tiere, inklusive 200 Geissen.

    Dazu aber immer 2 gut ausgebildete Hirten plus 2 Border.

    Ihre Alp liegt mitten im Revier eines Wolfsrudels. Sie hatten noch nie Ausfälle, weil HSH und Mensch zusammen arbeiten. So funktioniert der Herdenschutz. Ist aber viel Arbeit. Sie geben ihr Wissen in Seminaren weiter. Damit sich das verbreitet.

    Da kann ich nur sagen , so kann Herdenschutz mit Hunden funktionieren . Die meißte Zeit müssen Hirten dabei sein.

    Es sind immer noch Hunde und keine Roboter denen man ein Programm eingibt und dann wird das abgespielt bis zum Ende.