Ich finde ein Hund sollte die BH machen, wenn er soweit ist. Egal wie alt er dann ist. Meine Hündin ist 18 Monate alt und wir wollen bald auch laufen. Ich denke zwar, dass 2-3 Monate mehr uns gut tun würden (unser Wackelzahn ist und bleibt die Ablage. Die kann ganz schön in die Hose gehen. Der Rest klappt aber gut), aber ich versuch es trotzdem einfach mal mit ihr. Sollte es nix geben, weil es dem LR doch nicht reicht, oder sie in der Ablage aufsteht, probieren wir es eben im Frühjahr noch mal. Da sie gerade sowieso erst am Anfang ihrer Agiausbildung steht und ich in den nächsten 1,5 Jahren erstmal keine Turniere laufen möchte, stresse ich mich da auch nicht.
Nicht jeder Hund ist mit 15 Monaten so weit, seis vom Kopf her oder vom Ausbildungsstand, dass man die BH laufen kann. Warum auch? Das ist doch nur der blöde Druck, den der HF sich selbst macht.
Ich kenne ganz viele Teams, die erst ganz spät starten, weil sie sich die BH nochmal als kleines "Leistungsziel" gesetzt haben. Einfach so. Ohne Absicht auf weitere sportliche Prüfungen. Und ich kenne auch einige Leute, die mit ihrem 5-jährigen dann doch mal Lust haben, an einem Turnier teilzunehmen, obwohl das vorher nie zur Debatte stand.
Natürlich finde auch ich die BH absolut nicht Alltagskonform. Aber muss sie ja auch nicht sein. Es ist eben ein Sporteinstieg. Irgendwo muss man ein Maß setzen und ich finde es vollkommen egal, in welchem Sport man später laufen möchte: Unterordnung macht doch eigentlich immer Sinn und dort ist eben auch gut erkennbar, ob der Hund freudig mit dem Menschen arbeitet, händelbar ist etc. Es ist gut, wenn man den Hund ablegen kann, es ist gut, wenn man den Hund absetzen kann und es ist gut, wenn der Hund Fußlaufen kann. Wenn man später kein IPO oder Obi laufen möchte, kann man das ja auch abgespeckt im Alltag verwenden. Es ist eben auch gut, wenn der Hund gelernt hat, im Training bei einem zu bleiben und sich zu konzentrieren. So völlig sinnfrei finde ich das also nicht.
Was ich nicht gut finde, ist , dass man bei Richter A bestehen, bei Richter B durchfallen und bei Richter C mit Biegen und Brechen durchkommen würde. Das ist eben auch alles ein wenig Glückssache und abhängig vom LR. Da es eben nur eine einheitliche Prüfung ist, finde ich es eben eigentlich nicht richtig, wenn manche Richter von einem Agihund, dessen Traingsprioritäten einfach woanders liegen, zum Beispiel IPO-Fuß erwarten. Da sollte es doch für den Sporteinstieg reichen, wenn der Hund in der Position bleibt, zwischendurch Blickkontakt sucht und aufmerksam bleibt (übrigens bei allen Hunden...auch beim Mali, der IPO machen soll).