Also ich habe mich vorher schon gründlich informiert und mir schon im Kurs zuvor angesehen, wie gearbeitet wird. Allerdings bin ich auch kein Hundesportneuling. Ich mache seit meiner Jugend Hundesport und interessiere mich sehr für Ausbildungsmethoden, lese mir einiges an, besuche Seminare und mache grad meinen Übungsleiter im DVG. Deshalb weiß ich auch meinen Hund einzuschätzen.
Kann also sein, dass man da als blutiger Anfänger ohne diesen Background eine unbedarftere Herangehensweise hat. Aber das liegt auch wieder an jedem selbst. Ich weiß halt generell ganz gerne, worauf ich mich einlasse und arbeite so weit vor, dass ich mitreden kann und mir nix erzählen lassen muss.
Beiträge von DiemitdenAussies
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Smilla läuft entspannt leinenlos durch Dresden, lässt sich von meiner Hyper-Nervosität bei der BH-Prüfung nicht anstecken und Leinenpöbler betrachtet sie ob mit oder ohne Leine beim vorbei trippeln leicht erstaunt... Aber: sie fährt schnell hoch. Wenn du Smilla beim Slalom-üben oder beim Spiel mit mir sehen würdest oder wenn wir aufbrechen zum spazieren gehen oder Lucy ihr (!!!) Quietschie hat, dann hast du durchaus einen explodierten, sehr lauten Flummi vor dir (stört mich aber auch nicht genug, um daran zu arbeiten
) . Smilla lebt jedes Gefühl sehr intensiv und neigt auch einen Ticken zum reinsteigern... Aber im Restaurant, in der Umkleidekabine, im Stadtpark, mitten auf einer Kaninchenwiese... ist sie einfach nur der extrem einfachste Hund, den man sich vorstellen kann. Sie ist immer ansprechbar, immer findet sie mich interessanter als alles andere und etwas anderes als "Familie" ist eh erst mal uninteressant. Sie liebt Zusammenarbeit und ist sehr ein "Yipieh!!"-Hund. Sie ist wirklich komplett Baustellenfrei (sofern man den Typ Hund an sich mag und mit einer gewissen Bellfreudigkeit leben kann, also für mich ist sie es
)Bei uns leben ja nun auch schon seit gut 20 Jahren Shelties im engen Familienkreis. Und so wie oben von Sara beschrieben kenne ich diese Hunde auch: extrem anpassungsfähig und unauffällig im Alltag, aber trotzdem sehr begeisterungsfähig und eher pazifistisch eingestellt. Wenn sie mir nicht zu klein wären, hätte ich wohl selbst welche. Mit der Bellfreudigkeit muss man leben können. Aber das ist mMn auch der einzige Negativpunkt.
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Schon ne Wissenschaft für sich Agility, oder?
Weiß nicht. Vielleicht ja. Ich finde es jedenfalls schade, wenn eine draus gemacht wird. Ist alles kein Hexenwerk.
Letztendlich verlasse ich mich eh auf das, was meine Trainerinnen sagen. Die sehen mich und meinen Hunde, sind zufrieden mit uns und ich stehe voll hinter ihren Methoden.Ich mag halt Verallgemeinerungen grundsätzlich nicht. Also schnell=schlecht ausgebildet und überdreht oder langsam=korrekt ausgebildet und gelassen. Dass sowas sauer aufstößt, muss doch klar sein. Ich hab auch schon gestresste Zockelhunde gesehen, die permanent gekläfft haben. Oder schnelle Hunde (der Dad von meiner Kurzen zB), die super gechillt sind, aber schnell und korrekt arbeiten. Wenn sich alle einfach mal ihren Hund anschauen, ihn realistisch bewerten und danach ausbilden würden, müssten wir sone komische Diskussion gar nicht führen. Gut oder schlecht ausbilden kann man letztendlich jeden Hund. Egal ob der schnell oder langsam ist.
Ich glaube auch, dass generell einfach zu fix ausgebildet wird. Man nimmt sich vlt oft nicht die Zeit, die der Hund bräuchte, weil man ratz fatz durchstarten will. Kann man natürlich machen. Man muss sich aber dann nicht wundern, wenn die Hunde rappelig werden und total überfordert sind/schlampig arbeiten. Auch hier ist es einfach oft die Einstellung und die Prioritäten am anderen Ende der leine, die es verbocken.
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Ich formuliere es mal kurz.
mein Rüde, von Rasse Engl. SPRINGER Spaniel.....:Springt nicht.
Habt ihr ne Idee? Futter, Spielzeug, Quietschspielzeug, rufen, klatschen, rennen, auf den Kopf stellen, bringt nichts. Er steht vorm Sprung und schaut wie nen Auto.
Tunnel liebt er, Wand kann er, Steg ist auch ok, Slalom macht er ganz gut, aber springen?! Findet er unnötig. Bin am verzweifeln.....
War das bei euch auch so?
Nee. Also mein rüde ist schon sehr schwer motivierbar, aber gesprungen ist er immer ohne Probleme. Und auch die skeptischsten Hunde haben wir bisher im THS immer irgendwann über die Hürden bekommen.
Springt er im Alltag auch nicht (Baumstämme oder so)? Ist dein Hund gesund? -
Nun es gibt aber eben Hunde mit hoher Grundgeschwindigkeit. So wie meinen. Die werde ich sicherlich nicht ausbremsen. Heißt für mich eben, dass ich sehr penibel in der Ausbildung sein muss. Aber dann ist das eben so. Letztendlich hängt eh alles davon ab, wie gewissenhaft man den Hund ausbildet (das ist ja in jedem Sport so). Aber mein Anspruch ist zB eben nicht "hauptsache schnell". Es soll bitte schnell und korrekt sein und obendrauf dem Hund Spaß machen und ihn nicht stressen. Und da vertraue ich auch meinen Trainerinnen, die unser Potenzial erkennen und uns dabei helfen, dass wir uns finden und so miteinander arbeiten, dass wir beide Spaß haben, aber trotzdem alles korrekt ausführen. Vermutlich wird unsere Ausbildung dann länger dauern und ich werde nicht in den nächsten Monaten schon Turniere laufen können. macht aber nix. Wenn die Grundlagen gut sitzen, ist der Rest ja nur noch feinschliff...
Ne Statistik kann ich nicht liefern, weil mein Hund sich in der Ausbildung befindet, erst am Sonntag seine BH bestanden hat und Turniere noch in den Sternen stehen. Wir sind ja auch im Anfänger-Faden.

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Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass ich den Idealfall nämlich schnell plus sehr gut ausgebildet noch nicht soooo oft gesehen habe.
...was ziemlich schade ist...
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ich hab gerade so das Gefühl, hier wird schnell mit unkontrolliert und überdreht gleichgesetzt. Finde ich nicht gut. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich bin nämlich schon auch der Meinung, dass da noch Einiges dazwischen ist. Bei Hunden, die so heftig überdrehen, würde ich mich ganz klar fragen, ob sie im richtigen Sport gelandet sind...
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Bliss muss in der Läufigkeit auch doppelt so oft Pinkeln wie sonst. Und sie markiert halt wie ne Blöde. da achte ich auch sehr darauf, dass sie mindestens ein paar Mal gemacht hat, bis es wieder rein geht.
Macht sie auch ohne die Hose rein? -
Futter als Belohnung für "positionierte" Übungen und Spiele für "bewegte" Übungen. Hat aber nicht unbedingt was mit Stressabbau zu tun…
So halte ich das auch. Stress hat sie meines Erachtens überhaupt nicht. Die ist zwischen den Übungen unheimlich gechillt und kommt auch danach sehr schnell wieder runter. Es geht an den Rand und dann ist das Thema durch, Mag aber auch daran liegen, dass wir von Beginn an Ruheübungen machen, während die anderen laufen. Ich hasse überdrehte Hunde und möchte sowas nicht haben.
Ich denke sowieso, dass jeder für sich das Passende finden muss - ob schnell oder langsam. Hängt eben individuell vom Team ab. Verheizt wird in unserem Training jedenfalls kein Hund. Aber es werden auch keine Perlen vor die Säue geworfen. Es wird eben angepasst trainiert und sich auf jeden eingestellt. Das finde ich unheimlich gut.
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Also bisher wird hier noch nicht rumgedoodelt...