Beiträge von DiemitdenAussies

    @Nocte: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :gott:

    Noch was zu den Rassekrankheiten: Die gibt es, aber als überzüchtet würde ich sie nicht bezeichnen. Und es ist mindestens genauso wichtig beim Aussiekauf auf die Wesensfestigkeit der Verwandtschaft zu achten, wie auf die Gesundheit.

    Wenn du einen willst und ihn dir zutraust: Hol dir einen!
    Ob du vom Regen in die Traufe kommst? Ich weiß nicht.
    Es ist einfach auch Geschmackssache und ne Typfrage , ob man so einen Hund in seinem Leben haben möchte. Die laufen nicht einfach irgenwie nebenbei. Son Aussie ist schon ne Aufgabe, auf jeden Fall. Aber eine Schöne =)

    Meine Aussies sind schon intensive Hunde. Beide auf ihre eigene Weise. Ein bisschen Aussie gibt es nicht. Aber ich möchte nicht ohne sie sein. Ich brauche ihre Intensität, ihre Nähe, ihre Kumpelhaftigkeit einfach zum Glücklichsein. =) Überdreht sind sie allerdings beide nicht, sondern sehr entspannt im Haus und konzentriert beim Arbeiten. Auch sind sie keine Kläffer. gewusst wie.... ;)

    Gaaanz viele umfassende Infos gibt es übrigens hier: *klick*

    Hatte ich mir gedacht, die Probleme die Du hattest sind in der Sozialisierungsphase an (8-12 Wochen) entstanden, Ohne zu wisssen, wann er gebissen hat. würde ich sagen war es zwischen dem 18-24 Monat.

    Nein. Das Beißen fing mit dem vierten Monat an und war mit etwas über nem Jahr etwa ausgestanden. Dafür geriet er dann in eine Phase, wo er bei Frust das "Schreien" begann und nicht mehr ansprechbar war. Als er zwei wurde, wurde alles schon deutlich besser. Er hatte zwar immer noch vereinzelt ein paar Schwierigkeiten, mit Reizen umzugehen, aber es wurde merklich von Monat zu Monat besser.
    Ich wüsste auch nicht, wo es in der Sozialisierungsphase gehakt haben könnte. Ich bin da sehr penibel. Negative kontakte hatte er nicht und er war immer schon ein sehr selbstständiger, starker Typ. Er wurde jetzt auch nicht in eine reizarme Umgebung geboren und hat dort viel kennen gelernt.
    Ich schiebe das eher auf die sehr unglückliche Verpaarung. Das ist so die Art Wesensschwäche, die ich bei vielen Aussies erlebe, die aus reinen Showlinien kommen. Die brauchen zum Teil ewig, um klar in der Birne zu werden. Arbeiter sind das meistens schon von Natur aus. Dazu kommt noch die Rasse an sich. Aussiewelpen,-und Junghunde können einfach echt der Horror sein, wenn man sehr starke, durchsetzungsfähige Exemplare erwischt.

    Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass Willi auch derjenige ist, der in der Hundeschule bellt und bellt...wir üben stets und ständig Ruhe, mit dem Ergebnis, dass er jetzt nicht mehr wie anfangs 60 min durchgehend Terror macht. Also euch heute viel Erfolg!
    Die anderen Hunde in dem Kurs (etwa gleich alt die meisten) sind alle wesentlich ruhiger, und zwar, ohne das man das mit denen üben müsste...als Ersthundehalter frag ich mich da schon mal, ob ich was falsch mache, oder ob ich ihn zu wenig auslaste. Ihr habt aber Recht, mit Alltagstauglichkeit sind wir schon genug beschäftigt!

    Ich würde bei sowas den Platz verlassen. Der Hund ist in so einem hohen Erregungslevel nicht mehr konzentrationsfähig und kommt offensichtlich mit der Situation nicht zurecht. dann auch noch Übungen zu verlangen (ich weiß ja nun nicht, was genau ihr tut), finde ich sehr schwierig für den Hund. das hat auch mit der Auslastung nichts zu tun, sondern mit den (zu vielen) reizen, die auf den Hund einprasseln und mit denen er in dem Moment nicht zurechtkommt.

    Ich möchte @Streichelmonster bitte als Trainer engagieren, damit aus Holly mit 3 Jahren auch ein ruhiger Hund wird :hust: :D

    Dann musst du zu uns in den Verein kommen :p

    Wichtig ist eben, dass man Geduld hat und nicht kleinbei gibt. Tex hat schon versucht, mich einzuschüchtern und ab einem gewissen Punkt ist man auch soweit, dass man eigentlich keine Auseinandersetzung mehr möchte. Aber dann dran zu bleiben ist wichtig und Strategien zu entwickeln, wie man in so einer Situation reagieren möchte. Und man darf das auch nicht persönlich nehmen. Der Hund kann nichts für dieses Verhalten. Wir sind als Hundehalter dafür zuständig, dass der Hund mit gewissen fiesen Dingen umzugehen lernt. So wie eben Tex mit seinem Frust.
    Da kommt auch ganz viel einfach mit dem Alter. Aber man kann dem Hund schon sehr viel auch durch Training durch diese schweren Zeit helfen. Für den Hund ist so ein Dauerstress ja auch nicht schön.

    Edit: Ich habe übrigens von diesem Hund sehr sehr viel gelernt. Mehr als aus Büchern von Seminaren oder aus dem Training. Auch über mich. Deshalb bin ich durchaus dankbar, auch mal einen solchen schwierigen Hund dazwischen gehabt zu haben. Meine drei Mädels waren bisher nämlich immer alle richtige Engel. ;)

    Zur Auslastung im Junghundealter:
    Ich mache sowas vom Hund abhängig.

    Mein Rüde als Junghund : Sehr spät erwachsen (mit dreieinhalb Jahren etwa), sehr niedrige Reizschwelle, viele bunte Kügelchen im Kopf, die zwischendurch sortiert werden mussten, Probleme mit Frustrationstoleranz, gesteigerte Aggressionspotenzial, sehr selbstständig, starker Schutz und Wachtrieb, sehr sensibel, wenig Arbeitsfreude. Da habe ich ich in den ersten Jahren überhaupt noch nicht an Sport gedacht. Wäre auch nicht gegangen bei seiner Frustproblematik. Der hing einem auch sofort im Ärmel, wenn man losgerannt ist. Bei Überforderung hat er zugebissen.

    Im Junghundealter gab es tägliche ruhige Spaziergänge von bis zu ner Stunde (mehr ging nicht, da er sonst anfing hochzupitschen) hauptsächlich an der 15 Meter Schlepp und ein bisschen ruhiges Tricksen in der Wohnung. Wir sind auch irgendwann nicht mehr in den Hundeverein gegangen. Hat ihn gestresst. Also hab ich es sein lassen. Hauptaugenmerk lag darauf, den Hund alltagstauglich zu bekommen. Dafür habe ich viel an der Frustrationstoleranz gearbeitet, der Hund musste sich viel "erarbeiten" (durch Apportieren oder Tricksen zB), damit er kooperativer wurde.

    Hat gut funktioniert und mit etwa drei Jahren konnten wir dann auch mit Sport anfangen. Da waren die ganzen Baustellen abgearbeitet. Mittlerweile ist er ein ruhiger, alltagstauglicher Hund. Er ist sehr sanft, aber immer noch nur sehr begrenzt im Sport führbar. Macht auch nix. Dafür ist er eben nicht der Typ.

    Meine Hündin: Sehr früh sehr klar im Kopf, mittlere Reizschwelle, keine nennenswerten Probleme mit Frust oder Ablenkung, nicht besonders sensibel, Nervenstark, eine große Konzentrationsfähigkeit schon im jungen alter, großer Arbeitswille, sehr abhängig von mir, voll alltagstauglich. Mit diesem Hund konnte ich schon ab dem sechsten Monat ganz problemlos erste Vorübungen für den Sport machen und regelmäßig im Verein mittrainieren, weil einfach keine anderen, wichtigeren Baustellen vorhanden waren. Auch lange Spaziergänge, aufregende Stadtbesuche etc...alles kein Thema. Begleithundeprüfung mit 1 1/2 Jahren. Jetzt (20 Monate alt) Ausbildung im Agi und im THS. Der geborene Sporthund.

    Das wäre mit meinem Rüden überhaupt nicht möglich gewesen. Ganz andere Typen eben. Ich würde meine Prioritäten ganz klar danach richten, was ein Hund mitbringt und leisten kann. An anderen orientieren bringt da nichts. Das ist eine Sache des eigenen Bauchgefühls. Überdreht mein Hund, mache ich zu viel oder eben Dinge mit zu viel Input, die der Hund nicht verarbeiten kann.

    Das ist sehr richtig.
    Meine Hunde und ich haben ne gute Basis miteinander und unser Umgang ist wirklich meistens sehr sehr entspannt. Aber WENN ich mal eine Ansage mache, meine ich das jedes einzelne Mal zu 100% ernst. Meine Hunde wissen ziemlich genau, dass ich nicht wegen jedem Mist an die Decke gehe, aber auch, dass wenn ich mal den Stinkstiefel raushängen lasse, vorher ne echte Regelverletzung/Grenzüberschreitung stattgefunden hat.
    Ich muss deshalb auch nicht überreagieren. Meist reicht es, wenn ich tatsächlich einfach nur "stinkstiefelig" werde. Allerdings gab es schon Momente, wo ich meinen Hund auch mal gepackt habe. Zum Beispiel, als Tex mir gegenüber in der Junghundezeit während seiner Frustphasen extrem körperlich wurde, sodass Blut floss.
    Aber bis es soweit kommt, dauert es bei mir. Das wissen die beiden ganz genau. Deshalb reicht meist eine sehr ernsthafte Ansprache schon aus.

    Edit: Das ist übrigens das Interessante daran, wenn man zwei Hunde hat. Mein Rüde hat meiner Hündin gegenüber ähnlich reagiert, als sie ihre Grenzen ausgetestet hat. Viele Dinge waren durch Knurren und Zähnezeigen zu regeln. Andere, grobere Verstöße jedoch nicht. Da hat Madame dann auch mal die volle Breitseite bekommen, ohne dass sie dabei jedoch verletzt wurde. Das waren auch die Dinge, die sie exakt nur einmal versucht hat (zB aus seinem Napf zu klauen). Das kam nach dieser Grenzensetzung nicht mehr vor.

    Die Trainerin hat uns auch eine Box empfohlen ,ich empfande dies nur immer wie ne Art Knast für den Welpen,weil wenn mein Kind mal rum zickt oder ,,nervt`` schick ich es ja auch nicht ins Zimmer um meine Ruhe zu haben.

    Hunde sind keine Kinder und wenn man einen überreizten Welpen/Junghund räumlich begrenzt und damit die Reize eindämmt, kann ihm das sehr gut tun und ihm helfen, herunterzufahren. Boxen sind besonders bei Hütehundehaltern ein gängiges Erziehungsmittel in der Junghundezeit.


    Hundebox muss man dem Hund beibringen in kleinen Trainingsschritten, damit es als Ruheritual überhaupt funktionieren kann. Einfach reinstopfen ist nicht Sinn und Zwecke.

    Das ist es. Man muss es langsam aufbauen, damit der Hund das auch richtig verknüpft.

    Meinen Hunden traue ich beiden zu, dass sie mir im Ernstfall beistehen würde. Vielleicht nicht als "treibende Kraft", sondern erst, wenn ich klar signalisiere, dass etwas wirklich nicht stimmt oder ich attackiert werden und mich wehren würde, aber einschreiten würden sie mit Sicherheit. Die Tendenz nach vorne ist bei dieser Rasse einfach gegeben. Wie genau das aussehen würde, kann ich nicht sagen. Ich möchte auch nie in die Lage kommen... :fear: