Ich denke jeder findet einen netten Hund super...
Mein netter Rüde rennt aber auch in keinen rein oder belästigt andere HH. Also keine Tut-Nix-Manier.
Beiträge von DiemitdenAussies
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Ich habe auch einen sehr entspannten Hund aber dazu auch einen mit dem ich aktuell wieder darauf hintrainieren muss.
Mein Rüde ist souverän, freundlich und eher aufgeschlossen gegenüber Fremdhunden. Deshalb kann ich ihn eigentlich sehr entspannt mit jeder Sorte Hund zusammenschmeißen. Am Sonntag war er noch mit im Café und wurde ununterbrochen fixiert und angeknurrt von einem weiteren Hund, der zwei Tische weiter neben dem Halter saß. Tex dreht sich dann einfach weg und will damit nicht zu tun haben. Auch die stürmischen Junghunde in meinem Kurs sind kein Problem und er ist immer nett, wenn einer zu ihm an den Zaun kommt. Ist alles sehr sehr entspannt mit ihm. Er ist ja unkastriert und kommt in der Regel auch mit anderen Rüden gut zu recht. Die finden sich nicht immer super, aber Tex reagiert nie unangemessen.
Allerdings ist Verträglichkeit für mich kein Kriterium. Es ist schon ganz schön, aber ich brauche es nicht, da ich ländlich wohne und je nach Tageszeit mittlerweile nur eher wenigen Fremdhunden begegne (zu Stoßzeiten ist hier auch viel los). Mir reicht es, wenn meine Hunde kein Theater machen und andere Hunde ignorieren. Und daran kann man ja gut arbeiten. Ein Hund, der zu jedem Hund hin will und dann super überschwänglich ist, wäre nichts für mich. Ich habe es lieber zurückhaltend.
Bliss hat ein gutes Sozialverhalten, kann fremde Hunde aber erstmal nicht richtig einschätzen und ist unsicher. War sie immer schon, aber mehrere blöde Erlebnisse haben ihr die Kobtaktaufnahme mit anderen Hunden verleidet, was ich auch ziemlich schade finde. Kennt sie einen Hund, ist die eher zurückhaltend und nett. Sie muss nur einmal merken, dass nichts passiert. Sie lässt sich allerdings noch leicht provozieren und fühlt sich schnell bedrängt und wird dann ungemütlich. Deshalb würde ich die eher nicht mit Hunden laufe lassen, die ähnlich gelagert sind. Am Rest arbeiten wir.
Da ich zwei verschiedene Hunde habe, mag ich mich eigentlich nicht auf eine Seite stellen und ich finde es schade, dass man jetzt hier wieder von "den Entspannten" und "den Unentspannten" redet. Ich reagiere so, wie es für meinen jeweiligen Hund angemessen ist. Deshalb gehe ich auch viel getrennt und verhalte mich dementsprechend anders, je nachdem welcher Hund mich begleitet.
Der klassische Tut-Nix-Halter ist für mich übrigens keiner mit einem verträglichen, netten und erzogenen Hund, sondern einer, der sich rücksichtslos verhält, weil seiner eh nichts macht. Nach mir die Sintflut. Diese Hunde sind dann in der Regel auch gar nicht oder nur schlecht erzogen.
Mir ist ein Tut-Was unter Kontrolle auch deutlich lieber als ein Tut-Nix Out of order.
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Die Grundstellung mit Rumlaufen kommt im RO auch vor und ist eigentlich auch sonst on der UO völlig legitim. Gerade bei größeren Hunden klappt das oft besser :).
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In dieser und anderen Diskussionen dreht sich für mich immer alles darum, ob der Hund mit den Begegnungen umgehen kann oder nicht, aber niemals, daß sie ihn freuen, er sie sucht.
Ich hatte bisher 5 Hunde. Keiner davon war so.

Die legten irgendwie alle keinen Wert auf fremde Hunde. Und das, obwohl keiner von denen wirklich unverträglich war oder wir da irgendwie keine Kontakte zugelassen hätten. Bis auf Bliss, die wirklich unsicher ist, haben die sich einfach nicht für andere interessiert. Allerdings hatten wir auch immer mindestens zwei Hunde. -
Ruhe bewahren ist tatsächlich die beste Methode. Bliss merkt schon, wenn ich die Leine annehme oder mich verspanne. Das hat auch viel Training für mich bedeutet, als ich das Problem angepackt habe. Mittlerweile verschaffe ich uns den Platz, den sie braucht (so 5-6 Meter), stehe ruhig da und lasse sie schauen, bzw fordere sie freundlich dazu auf. Meist tut sie das lautlos, orientiert sich um, kassiert nen Keks und setzt sich dann neben mich. Alles gut. Das geht aber eben nur, wenn der andere Hund angeleint ist oder beim Besitzer bleibt. Neulich trafen wir beim Canicrossen eine unangeleinte Hündin im Wald. Die kam schnuppern und Bliss war sogar recht nett. Dann fing die Hündin an zu zicken und fletschen und dann hat Bliss zurückgestänkert. Da wäre es mir einfach lieber gewesen, der Besitzer hätte seinen Hund rangerufen und wäre einfach vorbeigelaufen.
Ich schicke ja auch schonmal Tex los, wenn ich mit beiden unterwegs bin und einer im Freilauf angebrettert kommt. Als Hundeabfangjäger quasi. Der macht den Job als Puffer zwar ganz großartig, aber es nervt mich schon, dass ich das überhaupt machen muss. Ist halt auch immer irgendwo ein Risiko. Wenn es ein anderer Rüde ist, geht es um etwas ...nämlich um sein Mädel. Kann gut gehen, muss aber nicht. Eine Kebbelei gab es deshalb schon. Aber ich weiß halt auch, dass Tex keine Löcher macht.
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Hunde sind Nasentiere.
Und da denkst du, dass die so nah ranmüssen, um sich zu riechen?
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Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mir diese schöne erarbeitete Basis dadurch kaputt machen lassen will, dass jeder dahergelaufene Hund ausgerechnet meinen als Sozialkontakt haben muss, weil die dazugehörigen Menschen mich sonst für Helikoptermutti und hysterisch halten.
Danke. Das lag mir irgendwie auch auf der Zunge.
Ich bin da eh sehr empfindlich, weil ich bis vor nem Jahr mit Bliss einen sehr coolen Hund hatte, wenn es um andere Hunde ging. Seitdem Bliss mehrere Bombenangriffe von Fremdhunden miterleben musste, die wirklich auch weh getan haben müssen, ist das vorbei. Und nur weil ich diesen Schaden durch vorausschauendes Handeln möglichst stressfrei für den Hund wieder ausbügeln möchte und deshalb eben keinen direkten Kontakt will, mag ich mich nur sehr ungern als "Helikopterwasauchimmer" bezeichnen lassen. Zumal ich sonst ziemlich gelassen bin, was meine Hunde betrifft und der letzte, die die irgendwie verzärtelt. Mein Rüde wurde schon so oft in die Mangel genommen...einfach so. Weil "die machen das unter sich aus" usw. Er ist ein tougher Kerl...zum Glück. Keine Schäden, keinen Sprung in der Schüssel davon behalten. Alles gut. Kann so oder so laufen. bei Bliss lief es leider anders. Pech gehabt. -
Viele Hunde haben aber Spaß an Kontakten zu Fremdhunden. Warum man da dann unbedingt eingreifen will, ist mir nicht klar.
Es verbietet wohl kaum jemand den Kontakt, wenn sich Hunde grün sind. Mir ist es ehrlich gesagt vollkommen wurscht, ob wir Hunden begegnen, wenn ich mit meinem Rüden unterwegs bin. Der lässt sich anpöbeln, anspielen, beschnuppern, bezirzen...alles. Also bitte. Was er aber auch echt ätzend findet ist, wenn aus 50 oder mehr Metern Entfernung einer angebrettert kommt wie ein Gaskranker und völlig infantil um ihn herumhoppelt. Mit so einem Verhalten kann der nullkommanix anfangen. Und für meine unsichere Hündin ist das der Supergau. Alles andere läuft da (mittlerweile) auch friedlich ab.
Warum nicht einfach den ersten Satz? Wozu schnuppern? Die sehen sich vermutlich nie wieder, aber Hauptsache erst mal abgecheckt haben, wer stärker ist. Ich möchte mich auch nicht mit Fremden auf der Straße messen.
Sehe ich auch so. Hunde müssen nicht so dicht aneinander ran, um sich zu riechen. Und welchen Effekt das haben soll weiß ich auch nicht. Mir reicht tatsächlich ruhiges Vorbeilaufen.
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Und warum nicht einfach mal die Hunde machen lassen?
Hier klare Antwort: weil ich eigentlich nicht möchte, dass in meinem oder auch im anderen Hund nachher Löcher sind. Ich habe schon zu viel Mist dadurch erlebt, dass HH der Meinung waren, sie könnten einfach mal machen lassen...
Danke, nein.Ansprache braucht kein Hund von fremden Leuten, harmonische Hundekontakte aber schon, wenn man nicht gerade den totalen Eigenbrödler-Hund hat.
Was hat denn ein Hund von solchen Kontakten? Verstehe ich nicht.
Ich vertrete generell die Meinung, dass ein Hund lediglich maximal 2-3 "Kumpels" braucht, die er regelmäßig sieht. Was hat ein Hund davon, sich dauernd für jeweils ein paar Minuten und am "besten" auch noch angeleint mit völlig fremden Artgenossen auseinandersetzen zu müssen?Ich habe einen wirklich netten Rüden...spielen tut der aber nur mit meinen Hündinnen oder mit seinem Kumpel aus dem Hundeverein. Fremdhunde werden kurz abgecheckt und dann meist komplett wegignoriert, wenn es sich nicht gerade um eine gut riechende Hündin handelt. Was das für einen Mehrwert haben soll, frage ich mich da ernsthaft...
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Mein garstiges Stinktier hat heute mit einer fremden Hündin Rücken an Rücken geschlafen...es wird langsam.
@Anju&co: Glückwunsch zum Neuzugang.