Beiträge von Juliaundbalou

    Wenn das hier schon oft diskutiert wurde, tut es mir leid. Ich habe dazu nichts mitbekommen.

    Hat mich nur interessiert, wie das bei anderen aussieht. Weil immer gesagt wird: Dann korrigiere ich einmal so, dass der Hund es versteht und dann hat sich das Thema erledigt.

    Aber wie korrigiert wird, wird halt nie gesagt.

    Und dann entstand hier eine Begriffsdiskussion :ka:
    Und Spekulationen. Vorwürfe.

    Wenn es nichts zum austauschen gibt, dann ist das wohl so.

    @Gandorf sehe ich genau so wie du.

    Aber ich sehe es nicht als Strafe, wenn ich meinen Hund in die Leine rennen lasse (tut er selbst), stehen bleibe, er guckt, ich gehe rückwärts und er kommt mit und wir gehen dann gemeinsam anständig weiter.

    Da sehe ich den Bezug nicht. Bei einem Leinenruck - klar. Wenn ich den Hund einfach herum reiße und hinter mir her schleife - klar. Aber so? :ka:

    @anfängerinAlina Nur weil man keine Wälzer über Theorie liest, heißt es doch nicht, dass einem etwas unbewusst ist oder man sich nicht interessiert.

    Ich habe nur die Retrieverschule gelesen, Das andere Ende der Leine, Wege zur Freundschaft und ein Buch zur Dummyarbeit. Deswegen ist mir aber nicht nicht bewusst, wenn ich strafe.

    Ich kann nur nicht, wenn hier über etwas diskutiert wird, zuordnen, wer welche Theorie aufgestellt hat. Gedanken machen kann man sich doch trotzdem.

    @Gandorf ob ich stehen bleibe und warte, bis der Hund wieder neben mir ist und dann gehen wir gemeinsam weiter (ausprobiert über Monate, klappt nicht) oder ob ich stehen bleibe und dann in die andere Richtung gehe, ab und zu Haken schlage etc. - nein, das sehe ich nicht als Strafe an.

    Ich tu mich schwer damit, dass alles, was man so im Alltag mal braucht, während man noch erzieht, als Strafe bezeichnet wird.

    Normaler Spaziergang bei uns:

    Wir gehen aus der Haustür. Balou sitzt und wartet, bis ich abgeschlossen habe. Wir gehen zusammen los, er direkt auf Anspannung. Ich bleibe stehen, gehe rückwärts, drehe dann und wir gehen zusammen weiter (Strafe Nr 1).

    Er stürmt wieder in die Leine. Selbe Reaktion (Strafe 2).

    Und wieder. Und wieder und wieder. Nach dem siebten Mal wird es ihm vielleicht doch zu doof (7 Strafen???)

    Wir gehen weiter. Er schnüffelt, läuft gut an der Leine.

    Wir sehen einen Menschen auf der anderen Straßenseite. Balou dreht die Ohren nach vorn, Schweif geht runter, er beobachtet den Menschen. Ich flöte "weiiiiter", Balou schnüffelt. Loooob.

    Wir wollen eine Straße überqueren. Lou muss sich an Straßen immer setzen. Will er heute aber nicht, er latscht mit einer Pfote auf die Straße. Ich: "Mh Mh". (Korrektur?) Er kommt neben mich und sitzt. Loooob.

    Wir sind am Wald angekommen und gehen das unübersichtliche Stück angeleint weiter.

    Danach soll er sich setzen. Die Leine kommt ab. Er springt ohne Freigabe auf. Ich: "Nein. Zurück." (Abbruch und Kommando)

    Er sitzt wieder neben mir. "Fuß". Loooob. Nach ein paar Metern gebe ich ihn frei.

    Wir laufen eine halbe Stunde so vor uns hin. Kommentarlos.

    Kurve. Ich: stopppfiff. Balou bleibt stehen. Looob. Hole ihn ein und gucke um die Kurve. Ein angeleinter Hund. Ich leine ihn an und wir gehen an dem Hund vorbei. Er versucht immer wieder, schräg nach vorne Richtung Hund zu ziehen. Ich: "Mh Mh. Fuß" (Abbruch und Kommando?). Sobald er sich reguliert, Lob.

    Und so weiter und so weiter.

    Strafe ich da wirklich unfair irgendwo?

    @Wasser mein Richtungswechsel ist eine Strafe? Interessant, dass so auch Wattebäuschler die Leinenführigkeit trainieren. So oder durch Stehenbleiben. Mh.

    Das Beispiel mit der Dose ist ein Beispiel. Habe ich nie gemacht. Ich dachte, wir reden jetzt alle theoretisch. Ich wollte die Begrifflichkeiten klären, weil anscheinend nicht nur ich damit Schwierigkeiten habe.

    Und dass du dich seit meinem ersten Beitrag aufregst, hilft doch nicht. Ich strafe nicht ständig. Das scheinst du aber zu denken und wirfst es mir in jedem zweiten Beitrag vor.

    Also entweder muss das hier in geregelte Bahnen laufen oder der Thread muss doch ruhen.

    Aber ist das nicht immer noch etwas weich formuliert @wiejetztich und @flying-paws?

    Einwirkung ohne Ankündigung, um ein Verhalten abzubrechen:
    1. Hund will Mist fressen, ich schmeiße eine Rütteldose vor die Nase.
    2.Hund zieht an der Leine, ich gehe kreuz und quer? :ka:
    Wird beides nicht angekündigt und ich wirke auf meinen Hund ein, oder?

    Nennt man dann alles an Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten Abbruch, was keine Korrektur ist?

    Genialer Thread :dafuer:
    An Balou nervt mich, dass er sich von meinem Mann ein einziges "Kommando" hat beibringen lassen:
    "Mama uäh"
    Steht Lou irgendwo in der Nähe und ich liege am besten gerade auf dem Sofa und mein Mann sagt das überaus nützliche Kommando, gerne auch anstachelnd:"Mama uäh bäh bäh uäh ih bäh" - werde ich sehr grob durch das ganze Gesicht, den Hals, Nacken geleckt und eine kostenlose Haarwäsche kriege ich auch noch dazu :ugly:
    Wieso Nützliches lernen, wenn man mit Quatsch so viel mehr Freude erzeugen kann |)

    Gleiches Verhalten zeigt Lou, wenn ich ein Video anschaue, wo er, Herrchen oder ich zu hören ist. Er springt dann auf das Sofa und stürzt sich auf mich. Ich kann dann nur noch abwehren und vor Lachen auf den Boden fallen - wo es dann weiter geht :hust:

    @Wasser
    Danke für deinen letzten Post auf der vorigen Seite. Der war nett.
    Ich fühle mich nicht angegriffen, nur mag ich nicht, wenn Dinge unterstellt werden. Und teilweise wurde ja gesagt, ich würde einfach meinen Hund nicht erziehen und nur und ständig korrigieren.
    Dass von einem zweijährigen Hund so viel verlangt wird - wow. Wenn ich so im Junghundeforum querlese - da hört kaum ein Hund 100%ig. Alle haben ihre eigenen Baustellen :ka:

    Zur Korrektur: auf den ersten Seiten haben die meisten gesagt, sie würden ein "ähäh" oder "nein" oder "ey" verwenden.
    Zählt das dann auch zur Korrektur? Wir werden ja jetzt anscheinend alle eher theoretisch :smile:
    @anfängerinAlina tut mir leid, dass ich dachte, man könnte hier einen Austausch starten. Dann muss ich mir wohl, bis ich in jedem Fachgebiet ein Vollprofi bin, die Literatur zulegen, um hier Threads erstellen zu dürfen und mich austauschen zu dürfen? Dir Einstellung finde ich schade. Und die vier Likes für deinen Beitrag auch.

    @kamikazeherz ich bestätige nichts, wenn er falsch sitzt. Grundstellung heißt "dicht neben mir". Da sitzt er manchmal schräg mit dem Dummy im Maul neben mir. Ich sage "noch ein Stück", er rückt ran, ich sage "genauuu", nehme den Dummy ab, er darf nicht daraus fressen.
    Beim nächsten Apport sitzt er wieder richtig, "suuuper", aus, Futter frei. :ka:
    Meiner Meinung nach kann ein Junghund noch nicht verlässlich sein. Wir haben zumindest kein einziges Kommando, das bei jeder Ablenkung 100%ig klappen würde. Stopp auf Pfiff klappt zu 99%, egal was er sieht oder tun möchte. In dem einen Prozent der Fälle kommt beim Weitergehen ein "Heyyy", er bleibt stehen. Sitz klappt auch in 97% der Fälle. manchmal hat er aber einfach keine Lust, da tippe ich ihn an der Schulter an oder räuspere mich (Korrektur) und er führt es aus. Ich denke schon, dass wir damit langfristig zum Ziel kommen.

    @Wasser das sind alles Beispiele. Natürlich reagiere ich nicht immer gleich. Natürlich sind die Gegebenheiten nicht immer gleich. Habe ich keinen Platz neben und hinter mir und vor uns sind gleich Menschen und Balou meint rumblödeln zu müssen, dann reagiere ich nach dreimaligem netten Korrigieren natürlich auch mal anders.
    Ich kann nun wirklich nicht alle meine Korrekturen der vergangenen zwei Jahre hier darlegen. V.a. weil meiner Meinung nach jeder Abbruch auch eine Korrektur ist, jede Hilfestellung genauso. Ich nehme das Wort Korrektur nicht negativ, sondern als das, was es bedeutet: Falsches korrigieren und den richtigen Weg zeigen.
    Aber ich habe mich auch nicht mit Hunderziehungstheorien beschäftigt und weiß nicht, ob Korrektur so eng als Begriff abgesteckt ist oder so weit wie ich ihn sehe.