Es muss ja nicht beim Ausrasten sein. Ich denke, dass wir alle vorausschauend arbeiten und bereits frühzeitig den Hund umlenken.
Ein Klaps und ein Stupser oder ein Antippen sind ja alle dicht beieinander.
Geht der Hund anständig neben einem her, stakst dann plötzlich und fixiert einen anderen Hund - dann kann ein Anstupsen helfen, um ihn wieder umzulenken. Danach wird belohnt, wenn die Aufmerksamkeit beim Menschen bleibt.
Beiträge von Juliaundbalou
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@Belial ja, die zwei HuSchus kenne ich. Wir wollen aber vorerst gar nicht mit einem Trainer arbeiten.
Balou ist im Alltag kaum auffällig.
Und ob die Leinenführigkeit noch zwei weitere Jahre dauert, ist mir egal
Er hat das Prinzip ja durchaus verstanden. Oft geht er auch sehr gut und zieht nur selten mal, wenn etwas ganz toll riecht.
Und dann gibt es Tage wie gestern, da ist die ehemalige Sitterin mit ihrer Hündin kurz vor uns denselben Weg wie wir gegangen. Da war es vorbei.
Er ist dann halt nicht ansprechbar, zieht, fiept, läuft wie ein aufgeregtes Pony usw. Da nehme ich mir dann viel Zeit. Die Leinenführigkeit ist bei uns keine separate Baustelle. Da hängt ein Rattenschwanz dran.Trotzdem danke

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@Lucy_Lou
Ja, das ist bei uns auch so. Balou fängt nie eine Schlägerei an, aber wenn der andere unsicher ist, mobbt er den. Er ist ja selbst so unsicher.
Ich vermeide an sich auch Fremdhundkontakt, aber da wir kaum Hundekontakt haben (es ist echt bitter und er tut mir richtig leid), nehme ich freundlich aussehende frei laufende Hunde doch ganz gerne mal mit. Vor allem, wenn diese sowieso zu uns kommen.
Na ja dumm gelaufen
Konnte ich ja nicht wissen, dass die Hündin davonlaufendes Reh spielen wollte 
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Danke @Wasser
Ich bereue, dass Balou diese zwei Situationen überhaupt erleben musste.Das Erschreckende ist, dass der selbe Trainer gerne vom Zwangsapport erzählte und wie schrecklich der sei.
Dabei hat er selbst ziemlich fiese Methoden im Repertoire gehabt.
Seine Hunde kuschten auch total. -
Hast du dafür was geübt? @FairytaleFenja
Lou hatte es vorhin wieder sehr schwer. Direkt vor uns ist die damalige Sitterin mit ihren zwei Hündinnen den selben Weg lang gelaufen wie wir. Ich hatte sie noch weggehen sehen. Der Geruch reichte für Lou.
Er ist dann so aufgeregt, dass er nichts kann. Völlig durch. Wir haben fünfmal so lange wie normal für den Weg gebraucht. So ist er bei bekannten Hunden (obwohl er die Hündinnen seit einem Jahr nicht mehr getroffen hat).Bei fremden Hunden ist er auch total gaga. Puh.
Vorhin lief im Feld eine kleine Münsterländerin und irgendwo rief ein Frauchen. Ganz weit weg.
Die Hündin kam irgendwann zu uns. Ich leinte Balou ab und gab ihn frei. Und sie rannte weg. Er hinterher. Richtig schön am Hetzen (er dachte bestimmt, das wäre ein Spiel. Oder war er doch im Jagdmodus???). Gott sei dank klappte der Superrückruf, den ich gerade erst aufbaue. Darauf bin ich echt stolz. Und dabei war er genauso schnell wie sie.Aber der Rest

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Gute Trainer gibt es wenig.
Wir waren ja auch mal in einer HuSchu. Der Trainer hat viel erzählt und vieles Klang plausibel. Bis wir im Welpenkurs das "aus" durchnahmen.
Ich habe Balou immer alles so beigebracht: zeigen, versuchen lassen, Positives bestärken, Negatives ignorieren. Als Welpe kannte er bloß "nein" als Korrektur.
Der Trainer gab jedem ein Stück Pansen. Welpe sollte kauen, man sagt "aus" - Welpi weiß natürlich nicht, was das ist und frisst weiter - wir sollten in die Beinfalte kneifen und gleichzeitig vorne so den Welpen halten, dass er nicht schnappen kann. Ich saß da also und alle machten es. Lou knabberte auf seinem Pansen... ich sagte "aus", er wusste natürlich nicht, was das ist... dann kniff ich ihn widerwillig und ließ mir die ganze Hand blutig beißen - zu recht. Der Trainer kam und motzte mich an, ich hätte ihn nicht richtig gehalten. Ich sagte, dass wir diese Übung auslassen würden.Ansonsten wurde sehr viel bestärkt. Alle Übungen, bei denen ich mich wohl fühlte, machten wir mit.
Im Junghundekurs lernten wir das Wegtreiben. Fand ich super - für Notsituationen eine Klasse Korrekturmöglichkeit.
Gegen Ende des Kurses dann der Grund, wieso wir keine weiteren Kurse belegt haben:
Der Trainer wollte, dass wir unseren Hunden einen kleinen Radius beibringen. Er nahm zur Demonstration Balou. Tat er sonst nie.
Er ging weg, lobte Lou bei sich und streichelte ihn. Balou lief ständig ein Stück weg (anfassen mag er ja nicht), zur Strafe gab es eine Ermahnung.
Dann sollte ich Balou rufen. Er guckte und wollte glücklich zu mir flitzen und der Trainer kniff ihn. Lou beschwichtigte stark und blieb skeptisch bei ihm.
Ich stand fassungslos da. Eine andere Hundehalterin (im gleichen Alter wie ich) fragte schockiert, ob Balou dabei nicht das Falsche lernen würde.
Nein, er würde immer gerne zu mir kommen. Das würde er unterscheiden können.Für uns war's das. Wir sind nie wieder hin.
Beim Social Walk waren wir noch manchmal, das war's.Ich trainiere alles positiv. Aber wenn Balou etwas bereits kann, es aber nicht ausführt, dann gibt es auch mal ein Wegdrängen o.ä. Das ist ein großer Unterschied, als über Schmerz beizubringen.
Es ist erschreckend, wie viele schlechte Trainer es gibt.
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Ich muss einmal etwas angeben:
Vorhin kam uns in einiger Entfernung auf einer geraden Straße (darauf muss man laufen, weil es keinen Bürgersteig gibt) ein älteres Paar entgegen.
Zunächst sah Lou sie gar nicht und ging einfach mit mir an der Straße entlang. Dann schaute er kurz und fand einen Grashalm neben sich spannender. Das Paar kam näher - vielleicht noch 20m Abstand. Lou schnüffelte intensiv und ging dann an lockerer Leine einfach mit mir an dem Paar vorbei - ohne zu fixieren, ohne zu zerren oder hibbelig zu werden
Der Mann lächelte und ich stopfte Lou ein riesiges Stück Ente in die Schnute
Wir haben es bisher auf so engem Raum noch nie geschafft, dass er so entspannt an Leuten vorbei geht
Kurz vorher waren auf der anderen Straßenseite drei Leute mit kleinem Kind - da tänzelte er und fixierte - also war ich doppelt überrascht, wie super er sich benommen hat
Und das ganz ohne Kommandos und Umorientierung 
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@Angel21 das ist eine gute Einstellung
In Hundchens Welt regnet es Kekse, die Welt ist rosa und glitzernd und voller Einhörner.
Aber bei manchen Dingen kann man nicht den Weg mit Keksen säumen, da muss es dann auch anders gehen. -
@Anne2016 das kommt dazu.
Balou ist auch so. Schnüffeln und gut ist. Wer ihn anfasst, hat verloren, den mag er dann 0,0. -
@Angel21 wow, das hat geklappt?
Waren das dann immer bekannte Hunde?
Wenn Balou angeleint ist (egal, was für eine Leine), gehen uns alle weiträumig aus dem Weg.Wir haben an sich auch das Kommando "ruhig". An der Leine klappt das oft gut, beim zu Hunden Düsen nicht so. Deswegen leine ich immer erst relativ spät ab, damit er gar nicht so auf Speed kommt und sich höflicher nähert
