Beiträge von Juliaundbalou

    Poah.

    Der Plan: bin zwei Stunden früher von der Arbeit gekommen, weil gleich Handwerker das Haus stürmen. Wollte vorher noch mit Lou eine ruhige Runde um den Block drehen - je nach Tempo 20-30 Minuten.
    Verschlafen kam er mir beim Heimkommen entgegen.
    Mh. Dann vorm Rausgehen: Fiep, Hops, Gähn, Streck, Kratz.
    Gewartet.
    Raus: Zerr, Hüpf, Spring.
    Ruhig geblieben. Immer wieder auf seine Konzentration gewartet.
    Bis hierhin kennen wir das alles.
    Über die Straße. Er schnüffelt sehr intensiv und ruhig im Schnee. Fand ich gut. Leckt hier ein bisschen und dort ein bisschen. Aber nicht übermäßig. Markiert an einen Busch.
    Und. Dann. Kam. Der. Terror.
    Er wurde hibbelig, ich zeigte ihm, wie er gehen soll. Blieb stehen und zeigte es nochmal. Und das Geschrei ging los.
    FIIIIIIEEEEP!
    Also warten.
    Er steigerte sich rein. Habe den Spaziergang abgebrochen und versuche es in drei Stunden nochmal. Selbst schuld |)

    Dann stelle ich als TE auch mal Balou vor.

    Zu Hause ist Balou (mittlerweile) ein absoluter Schatz. Er kuschelt viel, schläft und ist relativ entspannt. Er ist jedoch immer in Habachtbereitschaft - es könnte ja etwas spannendes passieren und sofort voll da, wenn denn etwas passiert.

    Gehen wir raus, fiept er, schüttelt sich, streckt sich.

    Draußen hat er oft einen leeren Blick, anders kann ich es nicht beschreiben. Dann kommt nichts bei ihm an, er zieht wie irre an der Leine und kann nichts umsetzen. Da mange ich dann nur und halte den Spaziergang kurz.
    Wir wohnen sehr reizarm, oft treffen wir gar keine Menschen oder Hunde.
    Dann gibt es wieder Momente, wo er konzentrierter ist und WTP zeigt - dabei steht er sich aber auch im Weg, weil er so schnell ist, immer voran möchte. Bei der kleinsten Ablenkung kann er kaum etwas umsetzen.

    Balou lernt Tricks wahnsinnig schnell. Aber alles, was im Alltag passiert, unter Ablenkung auch laufen muss - nein. Das ist dann zu viel.

    Er ist immer auf 180 und muss immer rennen. Er ist sehr schwer lenkbar, weil ich immer vorausschauend sein muss, stoppen muss, eingrenzen muss.
    Außerdem stresst ihn wahnsinnig viel, unsicher ist er auch, wir müssen auf sehr vieles achten, weil er sonst gesundheitlich reagiert (Magendarm, aber sehr ausgeprägt).

    Ich habe wirklich ganz lange geglaubt, dass Balou einfach sehr aufgeweckt ist. Aber schon länger weiß ich, dass er anders ist. Eigentlich habe ich es von Anfang an vermutet.
    Als Welpe haben ihn Berührungen gestresst und er konnte nicht in die Augen schauen. Deswegen haben wir auch ein großes Problem mit Menschen - mit uns ist er seit über einem Jahr stetig immer kuschliger geworden, er schläft seit einem halben Jahr die ganze Nacht im Bett und sucht öfter Kontakt zu uns.

    Nun ja. In der nächsten Zeit werde ich mich an eine Trainerin wenden, um sie mal drauf schauen zu lassen. Wir kommen leider nicht weiter und das Problem ist seine Aufregung. Ich bin gespannt, wie sie ihn einschätzt :bindafür:

    Ps: es ist wahnsinnig interessant, eure Beiträge zu lesen. Und diese geben Hoffnung :dafuer:

    Wir haben auch, um den Knoten zum Platzen zu kriegen, eine Kiste fertig gemacht. Da drin waren Spielsachen, Futter, in Decken eingewickeltes Futter usw.
    Er hat sich dann richtig über die Kiste gefreut und darüber vergessen, dass wir gehen und das doof ist.
    Vielleicht hilft das bei euch ja auch?

    Lou findet gerade auch, dass Alleinesein doof ist. Er hat heute morgen ernsthaft minutenlang gefiept, als ich ins OG gegangen bin und ihm verboten habe, mich zu verfolgen.
    Fing schleichend an. Die letzten Tage hat er immer in meiner Nähe geschlafen und nicht wie sonst auch mal im Flur oder so. Monsterchen.