Beiträge von Juliaundbalou

    @Enski bei vielen von uns steckt da auch sehr viel Training hinter. An der Schlepp oder Flexi oder anders.
    Ich kann Balou weiß Gott auch nicht überall laufen lassen. Im Nirgendwo, wo ich sehr viel einsehen kann, keine Hunde und Menschen zu sehen sind - ja.
    Kleinere Vögel sind bei uns mittlerweile kein Problem mehr. Fasane etc. wären schon sehr spannend. Meinem Mann ist er vor ein paar Tagen abgehauen, einem Reh in 100m Entfernung hinterher. Mein Mann hatte sich dusslig verhalten und war selbst schuld.

    Also Kopf hoch: Freilauf kann gelernt werden.

    Ah das Herumkugeln.
    Der Schrei nach einem Video wird ja immer größer xD Ich werde heute mal meinen Mann fragen, ob er es filmt.

    Balou macht das schon sehr sehr lange. Irgendwann als Welpe ging das los. Es fing mit Spielzeugebringen an. Ich saß auf dem Boden und freute mich, er brachte es ganz ganz nah an mein Gesicht (Siehst du? Siehst du es?) und dann kam der Purzelbaum.
    Er packt den Kopf an meine Beine und lässt sich dann vorwärts plumpsen. Wenn ich seine Hinterbeine nicht hinterherziehe, sodass es ein richtiger Purzelbaum wird, brummtknurrt er und man sieht richtig, wie es ihm nicht passt. Dann kugelt er sich immer wieder auf mich drauf.

    Sonst macht er das auch gerne tagsüber im Bett und am Wochenende morgens. Da dann deutlich krasser xD

    Meiner Meinung nach ist das eine Art Spiel und Nähesuchen. Kann man aber schlecht aus der Entfernung sagen. Wir finden es lustig und haben es noch nie(?) abgebrochen. Vielleicht, wenn es mal zu heftig wird und wehtut.

    Video kommt noch! :winken:

    Also ich bin sehr emotional. Dicht am Wasser gebaut und neige dazu, mir viele Gedanken zu machen. Im Umgang mit Balou war ich in der Anfangszeit reaktiv - wegen mangelnder Erfahrung mit Welpen. Er machte was, ich stand ratlos da, versuchte irgendwas, Fail. xD

    Ich habe mich in der Anfangszeit mit einem Welpenbuch beschäftigt, weil ich meinen Hund gut sozialisieren wollte. Als er 4-5 Monate alt war, habe ich mich hier angemeldet.
    Außerdem waren wir in der Welpengruppe (nie nie wieder!) und in zwei Junghundekursen.
    Das war es.

    Wir haben bestimmt - als er noch klein war - viel draußen "gemacht" und nicht viel gesessen und geschaut, Winterwelpe halt. Aber wir waren nie zu lange draußen, haben nicht viele Ausflüge gemacht.
    Seit Sommer 2015 machen wir nichts mehr, außer hobbymäßig Dummy. Da möchte ich aber gern in eine Dummygruppe, einmal pro Woche.

    Ich schreibe gerne viel auf, eben weil ich nicht weiß, was normal ist und was nicht.
    Um ihn stubenrein zu kriegen, habe ich aus lauter Verzweiflung auch irgendwann die genauen Uhrzeiten und die Art des Geschäfts aufgeschrieben, um abschätzen zu können, wann er wieder muss. Nach ein paar Tagen hatte ich endlich ein grobes Muster, an dem ich mich orientieren konnte |)

    Ist ein Welpe normal, der einen nicht ansehen kann? Ein Welpe, der bei Berührungen total stark beschwichtigt und dann rennt? Ein Welpe, der nichts Böses erlebt hat, sich draußen vor vielen Dingen erschreckt, im Umgang mit Fremden unsicher ist und beschwichtigt?
    Tjoah. Der Rest war normales Welpendings.
    Ist ein Junghund normal, der Menschen fixiert? Der total ausklinkt, wenn ein minimaler Reiz da ist?
    Der nicht berührt werden will?

    Ich habe solche Dinge hier nachgefragt. Es hieß fast immer, dass ich ihn von einem Vermehrer haben muss oder dass ich ihn total verhunzt habe und dringend einen Trainer brauche. :ka:

    Mittlerweile sehe ich das mit dem Trainer auch so, weil wir sehr sehr langsam Fortschritte im Alltag machen. Eben weil seine Hibbeligkeit ihm im Wege steht und er dann nix lernen kann. Seine Probleme im Alltag wären alle wunderbar wegtrainierbar, wenn denn etwas bei ihm ankommen würde. Aus der Entfernung zu trainieren ist immer schön gesagt. Wenn ich aber nun mal in Situationen komme, wo ein Mensch in 2m Entfernung entlangläuft und ich nicht ausweichen kann, dann muss das halt auch mal funktionieren. Oder wenn ich vor der Arbeit spazieren muss und er völlig ausklinkt und nix geht. :ka:

    Ich denke schon, dass diejenigen, die hier schreiben, keine normal etwas überforderten Hunde habe. Sondern dass diese Hunde alle durch irgendwelche Umstände und durch ihre Veranlagung hibbelig sind.
    Und wir alle erwarten keinen Kadavergehorsam und einen locker trabenden uns anhimmelden Hund in jeder Lebenslage. Es gibt aber auch noch ein Dazwischen.

    @Enski klar macht das Spaß.
    Glaubst du etwa, unsere Monster nehmen Rücksicht auf uns?
    Als Lou mich an der 20m SL umgerissen hat und ich nach Luft japsend auf dem Feld lag, völlig zerschürft, nicht fähig zu atmen, in Todesangst - da kugelte der sich überfordert fiddelnd auf mir herum :ugly:

    Ps: das machte meine Atemprobleme nicht besser! Und nicht reden zu können, den Hund aber auch nicht wegschieben zu können, war echt...nicht hilfreich :ugly:

    Noch 1,40x2,00m - bald 1,80x2,00m :ugly:
    Wir schlafen zu dritt im Bett. Zwei Menschen und mein 61cm, 32kg Monster. Es ist so eng!!!

    Entweder liegt er mit dem Kopf Richtung Füße, drückt sich dicht an mich, steht auch öfter auf, um noch enger ranzurücken, sodass ich Richtung Mann wegrücke und total eingequetscht da liege
    - oder Herr Hund liegt mit auf meinem Kopfkissen, Ähm. Und ich so auf 2cm Kopfkissen
    - oder er legt sich auf meine Beine, sodass diese einschlafen
    - oder er liegt in der Mitte, auf dem Rücken, voll breit ausgestreckt und schläft selig, während wir ohne Decke links und rechts von ihm frieren |)