Beiträge von Juliaundbalou

    Also eher Gewöhnung? :smile:

    Bei uns ist es auch so. In der Pampa sind mittlerweile Asphaltwege ok, da gehen wir ganz gut an Menschen vorbei. Auf Feldwegen und im Wald geht es manchmal gut und manchmal nicht so gut.

    Gestern z.B. haben wir einen Ausflug gemacht und dort ein paar Menschen, teilweise auch mit Hund getroffen. Balou hat sich gut geschlagen und ganz zum Schluss hat er Leute angewufft, die er sonst ignoriert hätte. Da konnte er einfach nicht mehr und war fertig xD

    Es ist trotzdem sehr eindeutig, dass viel mit seinem Territorialverhalten zu tun hat. In naher Umgebung um unser Haus herum ist es schlimm, Nachbarn und deren Gäste sind alle schlimm xD Aber oft klappt es trotzdem ganz gut.

    Insgesamt wird es hier einfach immer normaler für uns, Balou wird ja auch bald schon drei.

    Uns wurde von der TÄ eine Kastration empfohlen wegen Balous chronischem Vorhautkatarrh. Da ist keine Entzündung, sie schaut jedes Mal nach. Aber er eitert immer. Ich spüle ständig und er eitert. Mit dem Chip ist das nun weg. Na ja aus so einem Grund wird er aber nicht kastriert, würde die TÄ aber durchaus machen.

    Ich bin übrigens wegen dem ganzen Sozialisationskram mal in mich gegangen. Balou hatte in der HuSchu Kontakt mit läufigen Hündinnen in seiner Junghundezeit. Dann war er in Betreuung für 1,5 Jahre, mehrere Tage pro Woche. Beide Sitterinnen haben intakte Hündinnen, die natürlich läufig wurden, oft auch läufige Gasthündinnen. Balou hat sich gut geschlagen, ist aber immer um die Zeit der Läufigkeiten herum (meist so zwei Wochen später) sehr krank geworden.
    Er kennt läufigen Hündinnen und trotzdem stresst ihn das alles sehr. Aber irgendwie nicht in dem Maße, dass ich ihn kastrieren lasse. Seit über einem Jahr ist er gesund (lustigerweise wird er seit der Zeit auch nicht mehr betreut) und wir gehen läufigen Hündinnen aus dem Weg, sind nicht mehr in der HuSchu oder auf Social Walks. Bei uns hat die Gewöhnung nichts gebracht, ganz im Gegenteil.

    Ich lebe nun damit, dass er ein paar Wochen im Jahr und auch mal einfach für zwei Tage nichts gebacken kriegt, hänge ihn an die Flexi oder SL und verlange nix. Fahre auch mal woanders hin und hoffe, dort keine Gerüche zu finden. Zu Hause ist er dann etwas kuschliger und frisst wenig bis nix. Ist halt so.

    Manch anderer hätte ihn schon lange kastriert. Alle TÄ haben unabhängig voneinander wegen seiner Krankheitsgeschichte zur Kastration geraten, um ihm einen Stressfaktor zu nehmen. Ich habe unser Leben lieber so verändert, dass er weniger Stress hat. Daneben höre ich von fast allen HH, dass der dich kastriert gehört, weil er Hunde doof findet und auch Menschen blöd findet. Dass das damit so rein gar nichts zu tun hat - na ja. Ich denke, dass ein HH, der einfach einen Hund hält und sich wenig Gedanken macht, in meiner Situation schon sehr früh kastriert hätte. Weil man das von allen scheinbar kompetenten Seiten hört.

    Es gibt da kein Patentrezept und jeder muss schauen, womit er und der Hund glücklich wird.

    Na ja zur Pension:
    Als ich meine Ausbildung anfing, brauchte ich entweder für ganze Tage (eher ungern, aber hätten wir gemacht) oder für ein paar Stunden viermal pro Woche eine Betreuung für Balou.
    Wir haben uns eine Pension angesehen, da war er sechs Monate alt. Haben uns auf die Warteliste setzen lassen. Balou wird in einem Monat drei und ich wurde immer noch nicht angerufen xD
    Ich habe dann halt privat jemanden gesucht und auch gefunden. Selbst mit eigener läufiger Hündin durfte er immer hin - war bei beiden Sitterinnen der Fall.
    Wenn ich mit all meinen Ansprüchen, die ich an eine Betreuung habe, gesucht hätte, hätte ich aber niemanden gefunden. Da musste ich drauf vertrauen, dass nix passiert, auch wenn die Sitterinnen lockerer drauf sind als ich (andere Menschen, Hunde).

    Optisch sind Hunde in dem Alter ja immer etwas lustig anzuschauen. Ich wäre in ein paar Wochen und Monaten auf Bilder gespannt, wenn du Lust hast.
    Das Verhalten schließt sich mit dem Wesen eines Labradors aber überhaupt nicht aus. Sie ist doch noch so klein, Labradore haben im Jugendalter genauso wie fast alle Rassen richtig Pfeffer im Hintern.

    Zum Chip zurück, auch wenn ich die Diskussion total spannend finde:

    Balou ist seit 10 Wochen oder so gechippt. Vielleicht auch 1, 2 Wochen länger. Jetzt sind hier Hündinnen läufig und er ist wie ohne Chip. Finde ich äußerst interessant. Bei uns bringt der gar nichts xD
    Ich würde mal behaupten, dass er 10-20% weniger gaga ist, aber das war's auch. Wenn niemand läufig ist, ist er deutlich anders, schnüffelt kaum, aber bei Läufigkeiten scheint ihm der Chip nicht zu helfen.
    Ich habe ja sowieso schon entschieden, dass ich ihn nicht kastrieren lasse und den Chip auslaufen lasse, aber finde sowas doch immer interessant :ka: