Smilla legt sich (noch) hin, wenn ihr andere Hunde große Angst machen und ist dann - außer durch Wegtragen - nicht dazu zu bewegen, aufzustehen. Es ist bei ihr eine Methode sich klein zu machen und wenn dann der andere Hund passiert ohne sie zu belästigen, ist die Welt für sie wieder gut. Wir arbeiten daran, aber es geht nur in kleinen Schritten voran. Mir ist nicht wichtig, dass jeder Hund auf dieser Welt perfekt erzogen und verträglich ist, sondern dass man in Begegnungen Rücksicht aufeinander nimmt.
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Gerade am WE hatte ich eine Begegnung mit HH von 2 Leinenpöblern, die "aber ohne Leine total brav" sind und ich bin auf Irritation gestoßen, als ich dennoch darauf bestanden habe, das Abstand gewahrt wird und ich dann aktiv die eine (ach so brave, aber leider auch nach 5x Rufen nicht abrufbare) Hündin geblockt habe, als sie zu meiner Hündin wollte. Smilla wäre am liebsten IN den Boden gekrochen vor Angst. Ich habe mich geärgert. Gestern traf ich beim Einkaufen die HH und sprach sie an. Ich sagte kurz, wer ich bin und erklärte ihr, warum es im Moment noch so wichtig ist, dass andere Hunde nicht zu meiner Hündin gehen, dass wir mit einem Therapiehund daran arbeiten und die Erfolge aber kleinschrittig sind und jeder Überschritt ihrer Sicherheitsdistanz Smilla noch zurück wirft. Die HH hat nicht nur verstanden, sie hatte empathisches Verständnis und ich sehe unserer nächsten Begegnung nicht mehr mit einem Grummeln entgegen
Reden hilft, denke ich - nur ist es eben in der akuten Situation oft nicht möglich, daher wünsche ich mir eine unhinterfragte Rücksichtnahme.
Ich kann unterschreiben, was hier schon ein paar Mal geschrieben wurde: meine zusammengefasste Benimmregel ist Rücksichtnahme auf die Umwelt und insbesondere auf die in der jeweiligen Situationen Schwächeren. Das beinhaltet auch ohne zu diskutieren den eigenen Hund anzuleinen oder abzurufen, wenn man darum gebeten wird - auch dann, wenn es für einen selbst anstrengend ist, dass der eigene Hund an der Leine stresst.
Hundekot wird entfernt, auch abseits von Wegen (wenn man es finden kann).
Ungebeten geht mein Hund weder zu anderen Menschen, noch Tieren.
Das ist schade, wenn deine Hündin Angst hat. Hat meiner auch, nur mit anderer Konsequenz. Dennoch, dann trage deine Hündin bitte vom Weg runter, wenn dieser nur zwei Meter breit ist und du darauf wartest, dass ich mit meinem Kalb da entspannt dran vorbei gehe. Das kriegen wir hin. Gib uns ne halbe Stunde Zeit. Darum geht es mir. Gegenseitige Rücksichtnahme. Nicht nur: mein Hund kann aber nicht. Pech, Abstand rein bringen. Meiner kann auch nicht. Und ich drehe so oft um und gehe Extrawege, weil meiner nicht kann. Da können die anderen auch mal in ihren Seitenweg reingehen, anstatt ihren Hund auf dem Hauptweg mittig starren zu lassen. Sorry, dafür habe ich kein Verständnis.
Wenn ich meinen machen lassen würde, was er aus Angst und Unsicherheit gerne tun würde, hätte dafür auch niemand Verständnis. Hinlegen gehörte da auch mal dazu. Hat er zwei, dreimal als Jungspund versucht, Ende im Gelände. Gibt’s bei mir nicht.
Ohne Hund kann ich das ja voll verstehen und handhabe das manchmal ähnlich. Aber mit- no way!Hättest du einen skeptischen Hund mit großem Schutzinstikt würdest du das vielleicht anders sehen.
Mein Lebensgefährte hat eine ähnliche Einstellung und der Hund verbellt alles, was kommt, weil Herrchen so abweisend und verkrampft ist- nicht benennt usw. Das ist richtig Stress für Hundi, das macht er sonst bei keinem, der mit ihm geht- liegt also an der Person.
Ich wäre dann wohl der Typus, den du hasst.Jemand der sich freut, andere Hunde zu sehen, etwas Nettes herüberwirft, wenn man aneinander vorbeigeht etc....schon allein weil der Hund davon profitiert - deshab gehe ich ja mit dem nach draußen.
Vielleicht macht es das für dich nachvollziehbarer, warum Leute mit Hunden sich kommunikativ zeigen- es bringt dem Hund u.U. Vorteile - natürlich nicht, wenn es bedeutet , sich eine Viertelstunde festzuquatschen und die Hunde daneben warten müssen.
Und deswegen müssen andere da mit einbezogen werden?
Wir machen auch Z und B. Und ich rede säuselnd auf mein Kalb ein, weil er alles scheiße findet. Aber denn werfe ich ihm Lecker zu und doch nicht den anderen? Oder missverstehe ich dich?