Beiträge von Juliaundbalou

    Also für eine stundenweise Betreuung finde ich das ganz schön teuer.
    Meine Sitterin hat damals 10€ pro Tag genommen. Eine Nachbarin hat für 5€ für 3-4 Stunden meinen Rüden zu sich genommen.

    Da findest du bestimmt eine Lösung, die du dir auch leisten kannst.

    Zur Arbeit kannst du deinen Hund nicht mitnehmen?

    Ich denke nicht, dass es bei irgendjemandem optimal ist.
    Ich persönlich lasse meinen Hund täglich 6-6,5 Stunden allein. Davor gibt’s einen 30 Minuten Spaziergang und danach mal Dummytraining, mal 45 Minuten Spaziergang, mal 2 Stunden Spaziergang. Je nachdem. Nach Lust und Wetter und Verfassung meines Hundes. Er bleibt auch bei mir danach im Regelfall nicht noch einmal allein. Allerhöchstens ganz selten mal für eine halbe Stunde, wenn ich gegen Abend zum Arzt muss. Da hatte er mich dann aber auch schon seit drei Stunden schon wieder um sich und die Schnauze voll :D
    Freunde kommen unter der Woche zu mir. Sport mache ich zuhause. Einkaufen gehe ich, wenn mein Mann zuhause ist, ohne ihn würde ich das samstags machen :ka:

    Mein Balou frisst seit bald drei Jahren das Royal Canin Hypoallergenic. Ihm geht’s bestens.
    Ausschlussdiät ist eine Option. Bei uns ging das völlig in die Hose, weil Balou gesundheitlich so instabil wurde, dass gar nichts mehr ging. Er verträgt kein tierisches Protein, da hätten wir ewig an der ASD gesessen, um das rauszufinden.

    Ps: manchmal muss man halt das füttern, was vertragen wird und nicht das, was einem besser gefallen würde. Ich hatte auch meine Zweifel - aber ich werde einen Teufel tun und da jemals wieder irgendwas an Balous Ernährung umstellen.

    vllt sollten wir mal @Juliaundbalou auf den Plan rufen. Zum schlicht gestrickten Goldie |)

    Was genau wollt ihr denn wissen? :mrgreen-dance:

    Hier wurde ja viel geschrieben seit diesem Kommentar. Ich antworte aber trotzdem mal.

    Ich lese hier jetzt nicht alles nach, habe aber gesehen, dass der Goldie als „nicht manipulativ“ genug gesehen wird?

    Hm. Kleines Beispiel von gestern:
    Mein Mann, der schlichte Goldie-Bär und ich sind gestern unterwegs gewesen. Ich war vorher für sechs Tage im Urlaub. Der Bär wusste sofort, dass ich wieder Ansprechpartner bin und benahm sich zunächst sehr rücksichtsvoll und anständig. Im Freilauf täuschte er aber nach einiger Zeit an, er würde jetzt abhauen (sofortige Angst bei mir: Hund oder Mensch in der Nähe - denn Balou ist alles andere als freundlich). Auf meinen normalen „langweiligen“ Pfiff reagierte er nicht. Also Notfallpfiff mit Superbelohnung - sofort kam er angedüst. Tja. Als ich um die Ecke guckte, war da: nix.
    Der Hund fraß glücklich seine Superbelohnung.

    So etwas erlebt man auch mit schlichtem Goldie. Täglich manipuliert mich meine geliebte Arschkrampe, trickst mich aus und fordert mich. Testet die Grenzen und hinterfragt - und das seit über vier Jahren. Interessant ist das sicherlich, gewollt hätte ich es aber in dem Ausmaß nicht.
    Die Erziehung ist nämlich niemals abgeschlossen. Ständig bilden sich neue Verhaltensketten, die man erst durchschauen muss. Dagegen arbeitet man viele Wochen, vielleicht sogar Monate an. Kaum hat man diese Verhaltenskreativität beackert, erfindet der Hund nach wenigen Wochen etwas Neues. Also geht der Spaß von Vorne los.
    Das muss bei weitem nicht mit jedem Goldie sein. Aber prinzipiell bringt jede Hunderasse ihre eigenen Anlagen mit, die einen fordern, eigene Charaktere - es muss nicht immer eine spezielle Rasse sein, jeder Hund ist auf seine eigene Art und Weise ein Charakter und eine Herausforderung.

    Ich finde, das hat mit souverän so überhaupt nichts zu tun. Sondern mit Eigenschaften und damit sicherlich auch Rasse.

    Pudel sind unglaublich stark auf ihre Menschen bezogen. Das mag man gut finden oder auch nicht. Meine Hunde sind mein Spiegel. Bin ich gestresst sind sie es auch etc.

    Trotzdem ist mein Großer sehr souverän (und trotzdem derjenige, der noch stärker auf mich bezogen ist) und mein Kleiner sehr wenig souverän.

    Finde ich schon. Ein souveräner Hund macht sich nicht sofort in die Hose, weil ich mich erschrecke :ka:

    Ich wollte gerade sagen: das ist doch nicht merkwürdig, wenn ein Hund dann geht.
    Meiner vertraut darauf, dass ich mich um mich selbst kümmere, der muss mich nicht trösten. Ihn verunsichert es eher, wenn ich schluchzend zusammenbreche, da kommt er einmal gucken und legt sich dann irgendwo ab.
    Bin ich krank mit Fieber, wärmt er meine Füße. Das war es aber auch.

    Nichtsdestotrotz ist er wahnsinnig sensibel und kriegt alles mit. Ist immer die Frage, ob man das dann wirklich so toll findet. Balou nutzt Schwäche meinerseits auch mal aus, lässt sich stressen, wenn ich Stress habe, wird unsicher, wenn ich es bin usw.
    Ein souveräner Hund tut das nicht.

    Eine Rasse will ich hier irgendwie gar nicht empfehlen. Das wirkt alles so befremdlich auf mich.