Beiträge von Juliaundbalou

    Wirklich? Das finde ich interessant!

    Soweit ich weiß, habe ich nur im Zero-Waste Thema mal über mein Einkaufsverhalten geschrieben. Eventuell noch im Vegan-/Vegetarischen-Thread.

    In meinem Thread habe ich erwähnt, dass unser Auto ein Totalschaden ist und wir keins mehr besitzen. Dass ich wenig konsumiere kam im Wichtelthema auf. Moralisiert oder missioniert habe ich meines Wissens nach da nicht. Wenn doch, tut es mir leid.

    Weißt du noch, wo du sonst so etwas von mir gelesen hast?

    In normalen Hundethemen macht das ja nicht wirklich Sinn :ka:

    Ich bin im echten Leben ein sehr zurückhaltender Mensch. Nur im Freundes- und Familienkreis spreche ich über mehr als Smalltalk und trage bestimmt keine Meinung offen vor mir her. Am 21.09 haben in meinem Büro zwei Leute immer wieder über den globalen Klimastreik gelästert. Ich habe einfach gearbeitet und bin dann um kurz vor zwölf los, habe gesagt, dass ich Feierabend mache und streiken gehe. So jemand bin ich.

    Phonhaus du moralisierst auch nicht..... den Austausch fand ich prima und konstruktiv.

    Ich moralisiere normalerweise auch nicht (offen, innerlich tun wir das alle). Für mein Beispiel musste ich das aber leider. Wenn es da Parallelen zu anderen hier gab, tut mir das leid.

    Es weiß aber jeder selbst, dass man eine Strecke von 2 km auch anders zurück legen kann, als mit dem Auto (mal abgesehen von wenigen Ausnahmen wie eventuell Leute mit Einschränkungen). Das sind ja keine neuen News.

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass das Äquivalent zu Fleisch kein Gemüse wie eine Gurke ist, sondern Hülsenfrüchte, die deutlich mehr Energie liefern und dadurch mit Fleisch vergleichbar sind.

    Ich gehe mal davon aus das Wissenschaftler die solche Studien betreiben das wissen. Ich habe bewusst den Begriff Gemüse gewählt weil ich nicht auswendig weiß was im Detail verglichen wurde, ob Kopfsalat gegen Hähnchen oder Erbsen gegen Rind.

    Wenn sie das getan hätten, hätten sie aber bestimmt nicht 1kg Hülsenfrüchte/Gemüse mit 1kg Fleisch verglichen.

    Dann sollte es eher um Energie gehen, die verglichen wird. Und auch da ist es schwierig, da Fleisch nicht gleich Fleisch ist. Ein Huhn schädigt die Umwelt beispielsweise deutlich weniger als eine Kuh.

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass das Äquivalent zu Fleisch kein Gemüse wie eine Gurke ist, sondern Hülsenfrüchte, die deutlich mehr Energie liefern und dadurch mit Fleisch vergleichbar sind.

    Ich gehe mal davon aus, dass auch Omnivore Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Samen, Fette zu sich nehmen.

    Die Frage ist.. Wie kann man das denn möglichst vermeiden? Ich möchte natürlich nicht mit meinem eigenen Verhalten unbewusst die Moralkeule anderen Menschen gegenüber schwingen.

    Ganz ehrlich, ich glaube gar nicht. Du kannst ja die Gefühle anderer nicht beeinflussen. Ich denke vielen Menschen ist bewusst, dass die eigene Lebensweise nicht optimal ist und da noch viel Luft nach oben ist. (bei mir ist das definitiv so).

    Aber dann steht doch die eigene Bequemlichkeit im Weg, das Auseinandersetzen mit der Materie ist anstrengend und tut weh (ich kann mir die einschlägigen Reportagen nicht anschauen, obwohl man es eigentlich müsste um wach zu werden). Finanzielle Aspekte spielen sicher auch eine Rolle usw. usw.

    Und letztendlich gerät man dann in eine Verteidigungshaltung (selbstgewählt), weil andere ihre Lebensweise ändern und man selbst aber die Kurve nicht bekommt oder nicht in dem Maß, wie es möglich wäre.

    Toll, dass du so ehrlich bist!!!

    Dass die Beweggründe für solche Vorwürfe ( @pinkelpinscher: Ja, tatsächlich, einfach so, ohne Zusammenhang, nur weil bemerkt wird, DASS ich Veganerin bin) oft in einem schlechten Gewissen begründet liegen, kann sein.

    Was ich alles für mich persönlich tu, wissen meine Kollegen usw. ja aber gar nicht. Sie erfahren nur, dass ich Veganerin bin und sehen, dass ich mit den Öffis und meinem selbstgemachte Essen auf der Arbeit erscheine.

    Aus diesem Grund wundert es mich ja so, dass dann Anschuldigen kommen.

    Ich erzähle ja absichtlich nichts. Ich möchte mich nicht streiten, möchte nicht, dass sich jemand durch mich schlecht fühlt. Ja, ich denke tatsächlich, dass vieles unnötig ist, was andere so tun. Aber das sage ich ihnen nicht. Es ist ihr Bier. Und ich fordere für mich ja nur das gleiche Recht. Wahrscheinlich muss ich das zukünftig einfach verbalisieren.

    Zu spät zum Editieren:

    Ich bekomme sogar tatsächlich vorgeworfen, dass ich für den Einkauf mit dem Auto fahre. Aber nur von Omnis.

    Ja, das sind 10 km circa pro Weg. Ich könnte mir auch ein Schwerlastfahrrad kaufen und dann die zwei riesigen Kisten im Anhänger und im Rad transportieren. Schaffe ich aber körperlich nicht. Mit den Öffis würde ich 1,5 Stunden oder so pro Weg unterwegs sein, weil ein Biohof natürlich außerhalb liegt. Keine Option. Und zwei schwere Kisten kann ich gar nicht tragen, zum Bus und vom Bus nach Hause. Ach und im Bus würde ich bestimmt angepampt werden, weil meine Einkäufe so viel Platz weg nehmen :-D

    Der nächste Laden wäre ein Netto bei mir im Ort. Gleiches Thema. Keine Radwege, zu schwere Einkäufe, zu Fuß zu weit mit den Einkäufen. Außerdem ist es ein Discounter - kommt für mich also alleine aus Menschenliebe nicht infrage. Und es gäbe nicht alles, wenig Bio, wenig Regionales...

    Aber klar. Als Veganerin muss ich natürlich perfekt sein.

    Und wieso muss ich mir, nur weil ich Veganerin bin, überhaupt anhören, was die breite Masse angeblich tut? Und das direkt vorgeworfen bekommen?

    Ich gehe doch auch nicht ins Büro, sehe, dass 4 Leute Omnis sind, eine eine Pescetarierin (nennst sich aber Vegetarierin) und werfe denen einfach vor, dass sie Kombis und SUVs zur Arbeit fahren, obwohl sie mit dem Rad nur fünf Minuten brauchen würden, dass sie ständig Tierisches essen, fast ausschließlich aus konventioneller Haltung, dass sie den Müll nicht richtig trennen, mehrmals im Jahr Fernreise unternehmen usw usw.

    Und das wären nicht mal unberechtigte Vorwürfe. Da sehe ich ja wenigstens, dass die Leute wirklich so sind.

    Hui, also wenn einen selbst das Missionieren durch Veganer so sehr stört, sollte man selbst aber auch nicht missionieren. Die omnivoren Aussagen finde ich hier teils sehr befremdlich.

    Kleine Randbemerkung am Rande: ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Leder usw. kann man trotzdem nutzen und nur pflanzenbasiert leben. Sich also vegan ernähren, aber ansonsten nicht vegan leben. Es muss also nicht so „schwierig“ sein.

    Ich selbst lebe vegan, mein Mann auch. Wir tragen unsere Lederschuhe, -gürtel, -jacken, die wir in omnivoren und vegetarischen Zeiten gekauft haben, selbstverständlich weiterhin, bis sie das Zeitliche segnen. Genauso stehen hier auch weiterhin unsere fünfjährigen Ledersofas.

    Wir fahren beide mit den Öffis zur Arbeit, leihen uns ein Auto für den wöchentlichen Einkauf und einen Weg zur Uni. Wir fahren also circa 50km pro Woche. Alles andere wird per Rad, Bus, Bahn, Zug erledigt.

    Ich kaufe fast alles unverpackt und in Bioqualität ein, vieles direkt beim Erzeuger (Biohof mit Unverpacktladen), kaufe möglichst regional und sehr saisonal ein. Klar, 1-2 Bananen sind pro Woche dabei. Und auch ab und zu eine Dose Kokosmilch. Dafür stammt der Reis aus Italien, die Hirse, Quinoa und der Buchweizen (usw) aus Deutschland. Selbst Tempeh kaufe ich aus einer deutschen Produktion, wo auch das Soja im Allgäu angebaut wird. Soja essen wir generell aber selten, ich koche und backe alles selbst und werfe nie etwas weg. Wir haben kaum Müll und meine Tonnen könnten auch nur dreimal im Jahr geleert werden.

    Generell kaufen wir nichts Unnötiges, Kleidung und Möbel gerne gebraucht, aus langlebigen Materialien (Baumwolle, Leinen, gebrauchte Wolle, regionales Holz usw).

    Ich bekehre niemanden zum Veganertun. Dennoch muss ich mir öfter Rechtfertigungen und auch Vorwürfe von Omnivoren anhören. Tja. Ich bin aber gesund und ohne Mängel (meine chronischen Erkrankungen habe ich in der omnivoren Zeit entwickelt), werfe nicht die unveganen Dinge aus meinem Leben weg, vermeide auch menschliches Leid so gut wie möglich, besitze kein Auto und schon gar keinen SUV, esse sehr selten Soja und wenn aus deutschem Anbau, kaufe regional und saisonal ein, konsumiere generell extrem wenig und versuche, auf dieser Welt so sanft wie möglich zu leben.

    Ich möchte mir die Standardvorwürfe nicht anhören. Ich selbst antworte dann meist nicht darauf, da es sonst heißt, ich würde missionieren wollen. „Ja, aber“ kommt nämlich, sobald ich irgendetwas sage.

    Ja, aber der Regenwald.

    Ja, aber Avocados.

    Ja, aber alles vegane ist in Plastik.

    Ja, aber dann darfst du auch nicht Auto fahren.

    Ja, aber Soja.

    Ja, aber.

    Ja, aber.

    Ja, aber.

    Mein Mann ist da anders. Er klärt dann auf, fühlt sich angegriffen, sich immer rechtfertigen zu müssen. Weil er immer sein eigenes Selbstgekochtes Essen dabei hat. Weil er keine Süßigkeiten usw. auf der Arbeit mitisst. Aber oh, der vegane Kuchen ist aber lecker! Können wir das Rezept haben?

    Weil er seine Anzüge und Hemden und generell Kleidung aus fairer Herstellung kauft. Weil er mit den Öffis fährt. Weil wir eigenes Gemüse anbauen. Weil unser Hund Hypoallergenic frisst und kein Fleisch usw. haben darf und deswegen die Möhre zum Knabbern bekommt. Weil er so sportlich ist und nie krank. Weil wir selten und meist in Deutschland Urlaub machen. Und die Liste geht unendlich weiter.

    Auch Veganer wollen nicht missioniert werden. Man muss in unserer Gegenwart nicht immer darüber reden, dass man gerne Fleisch isst, wo man es kauft. Ich rede auch nicht darüber, wie lecker meine Falafel ist. Ich genieße sie einfach.

    Total OT:

    Was sind für dich die Unterschiede zwischen den beiden Rassen? Was genau passt an den Flats besser als beim Golden? Ich kenne keine Flats näher und bin da sehr unwissend.

    Würde mich total interessieren! Gerne auch per PN =)