Beiträge von Juliaundbalou

    Winkehund deswegen habe ich auch geschrieben, dass eine ausgewogene vegane Ernährung alles außer B12 abdecken KANN ;-)

    Ich denke nicht, dass irgendjemand möchte, dass man sich auf Brechen und Biegen vegan ernährt. Wenn es einem damit schlecht geht, ist das so.

    Ich kenne einige Leute mit extrem viele Unverträglichkeiten (Histamin, irgendwelche Säuren, Fruktose, usw usw) und da habe ich vollstes Verständnis, wenn diese omnivor leben.

    Ich selbst bin auch eine einzige gesundheitliche Großbaustelle. Wenn ich mal Schilddrüsenhormone vom Schwein brauchen sollte, dann ist das leider so. Wenn ich plötzlich unbedingt Fleisch essen müsste, würde ich wohl auch medizinische Mengen Wild zu mir nehmen :-D

    Und weil es mir gleich bevorsteht: Warten beim Tierarzt ist auch die Hölle. Hat allerdings den Vorteil, dass wir meistens schnell drankommen:ugly:

    Oh, da ist Balou dafür Profi drin! Für irgendwas müssen ja die Tausende von Euros gut gewesen sein, die wir für seine ständigen Magendarmgeschichten ausgegeben haben :-D

    Ich kann ihn sogar unter der Bank im Wartezimmer ablegen und nochmal die paar Schritte zur Tür gehen, um sie zu schließen - und das, wenn andere Hunde mit im Zimmer sind!

    Ich versuche gerade mal den Zusammenhang zwischen Bildung und veganismus zu sortieren.... der klang ja schon mal an

    Ist es denn so, wie behauptet dass sich Menschen vegan ernähren, weil sie eine höhere Bildung haben?

    Oder ist es so, dass vegane Ernährung anspruchsvoller ist, weil der Körper nicht vegan gedacht ist? Man ohne Mängel also nur schafft, wenn man sich mit der Thematik stark beschäftigt, zeitlich und finanziell den Zugang zu Informationen und teuren Nahrungsmitteln hat?

    Versteht man, was ich sagen will?

    Glaube ich beides eigentlich nicht.

    Man muss nur ein offener Mensch sein in dem Sinne, dass man sich traut, sich anders als Eltern und Familie zu ernähren. Ich hatte am Anfang auch eine Urangst, zu sterben, wenn ich mich vegan ernähre. Schließlich weicht die Ernährung vollständig von dem ab, womit man aufgewachsen ist.

    Das Gleiche gilt für die eventuelle Mangelernährung: wir sind so gewohnt, Fertigessen zu essen, alles voller Zusatzstoffe usw - lässt man nur das Tierische weg und ändert sonst nichts, ernährt man sich natürlich noch unausgewogener als vorher. Schließlich fallen Lebensmittel weg und es kommen keine neuen dazu.

    Erweitert man aber seinen Speiseplan und isst möglichst vollwertig und bunt, kann da eigentlich nichts passieren.

    Wie viele meiner Freunde essen nur Tiefkühlpizza, Nudeln mit Fertigsoße und Toast mit Wurst? Da ist eine Mangelernährung garantiert auch vorprogrammiert.

    Nur B12, aber auch die meisten Fleischesser bekommen B12 eigentlich nur ausreichend, weil es dem Mastvieh ins Futter zugesetzt wird. Da kriegt also schon das Tier die Nahrungsergänzung, damit der Mensch es nicht machen muss.

    Auf die Gefahr hin, dass die Frage sehr blöde ist... wie hat die Menschheit denn überlebt, bevor Masttieren B12 zugesetzt wurde? Wie haben die Leute es geschafft, nicht alle von B12-Mangel dahingerafft zu werden? Hat man B12 vor paar 100 / 1000 Jahren noch nicht benötigt?

    Wie gesagt, sorry, falls sehr dämlich, aber das frage ich mich immer. :headbash:

    Die Böden waren nicht so ausgedorrt und überansprucht wie heute (mir fällt das richtige Wort nicht ein). Es war alles nicht so steril und die Erde war fruchtbar, sodass man als Mensch und Tier über pflanzliche Nahrung Dreck und damit die Mikroorganismen mitgegessen hat (also B12).

    Wie sieht es eigentlich mittlerweile bei euch allen so aus?

    Balou ist kein Hibbelhund mehr. Die Kastration vor einem Jahr hat ihm sehr sehr gut getan. Natürlich ist er mal aufgeregt, zieht mal etwas an der Leine, will mehr Abstand zu Hunden oder ähnliches und hibbelt dann etwas, aber das würde ich alles als normales Verhalten betrachten.

    Lediglich andere Umgebungen schießen ihm noch das Hirn raus. Das tun wir ihm aber nur noch zum Apport alle zwei Wochen an. Ansonsten spazieren und trainieren wir nur bei uns und damit fahren wir gut.

    Außerdem musste ich seine tägliche Bewegung weiter einschränken. Wir gehen unter der Woche morgens 30 Minuten und dreimal pro Woche nachmittags 1,5 h, einmal pro Woche nur 45 Minuten und einmal gibt’s nachmittags Dummytraining.

    Am Wochenende gehen wir einen Tag nur einmal 1,5 h mit kurzer Busfahrt und am anderen 45 Minuten und machen einmal Dummytraining. Das wirkt in meinen Augen immer sehr wenig, aber es passt exakt für Balou. Er ist ausgeglichen, schläft viel und wirkt zufrieden.

    Da hilft aber nur Zeit:

    Mehr Abstand zu den Reizen reinbringen (Bögen laufen, den Hund auf die abgewandte Seite nehmen, zur Not richtig weit ausweichen) und üben.

    Den Hund belohnen, wenn er sich minimal zu dir orientiert und wenn es nur ein Zucken des Ohres ist.

    Von alleine verwächst sich sowas nicht.

    Hat sie denn mal Erfolg mit diesem Verhalten? Also darf sie dann Kontakt aufnehmen?

    Das ist aber wirklich krass.

    Sie hat doch höchstwahrscheinlich selbst mal Fleisch gegessen.