Beiträge von Juliaundbalou
-
-
Na, da lese ich doch auch mit.
Ich möchte aber auch Hoffnung geben mit unserer Geschichte.
Balou hat schon als Welpe bei uns immer wieder breiigen Kot gehabt, Durchfall, er war oft überfordert mit den kleinsten Dingen. Er hatte so oft Kokzidien und Giardien, dass ich aufgehört habe zu zählen. Es war wirklich schlimm.
Mit der Zeit wurde er älter, aber es wurde nicht besser. Immer wieder war er sehr krank, schlapp, trottete nur neben mir her, schmatzte den halben Tag, erbrach mehrfach pro Nacht, über Wochen und Monate, war apathisch, verlor sehr viel Gewicht... Es schlauchte uns beide sehr.
Ich war ständig mit ihm beim Arzt. In verschiedenen Kliniken. Eigentlich gurkte ich ständig nur durch die Gegend. Übermüdet und sorgenvoll.
Ich gab mein gesamtes Azubigehalt für Balou aus und will gar nicht wissen, was ich ingesamt bezahlt habe.
Es gab immer wieder etwas bessere Phasen. Und dann ging alles wieder von vorne los.
Ich versuchte mehrere Futter, Nass und Trocken, er vertrug nichts. Ich kochte für ihn, es ging ihm schlechter. Wir machten eine Ausschlussdiät - es wurde untragbar.
Nach einem weiteren niederschmetternden Tierklinikbesuch mit unzähligen Untersuchungen bestellte ich einfach ein Hypoallergenfutter. Ich konnte nicht mehr. Das ist jetzt etwas über 4 Jahre her. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Seitdem ist überwiegend Ruhe. Balou wurde endlich trainierbar, mit fast 2 Jahren. Wir hatten mehrere Rückschläge, stressbedingt (Silvester, Urlaub, Einzug des ersten Zweithundes, läufige Hündinnen) und auch futterbedingt (außer der Reihe was Tierisches gefressen).
Balou wurde dann vor zwei Jahren kastriert und er hatte nur kurz danach noch einen Rückfall über Silvester. Die Kastration war das letzte Puzzleteil für seine Genesung. Noch einmal hatte ich sehr große Angst um ihn, aber wir hatten nach einem weiteren Marathon endlich die Auschluss-Diagnose, die durch die Medikamentation bestätigt wurde: IBD.
Endlich hatte der Feind einen Namen.
Mittlerweile geht’s uns gut. Seit fast zwei Jahren. Balou frisst weiterhin sein Hypoallergenfutter, kann aber auch mal Leckerlis von Nell haben.
Er braucht viel Ruhe. VIEL RUHE. Ich durchdenke jeden Tag für ihn, plane alles um ihn herum und minimiere jeden Stress. Gestern waren mehrere Freunde da? Ok, heute gibt’s nur Wohlfühlrunden, keine Gäste. Aber das geht ins Blut über, ich denke da gar nicht mehr drüber nach.
Ich bin einfach nur glücklich, dass es ihm gut geht. Er hält sein Gewicht und ist fit. Und immer noch kommen mir oft die Tränen, wenn ich ihn anschaue. Weil er so toll ist und es ihm endlich gut geht. Es ist ein fragiles Glück und die Angst schwelt immer im Untergrund. Er darf nie einfach ins Unterholz machen, ich krieche durch die Dornen, um nachzusehen, ob alles ok ist. Die Alarmglocken sind immer in Bereitschaft. Aber das ist ok. So werde ich nicht nachlässig

-
Ich muss ranrufen. An Menschen vorbei geht’s auch frei bei Fuß, aber an Hunden riskiere ich das nicht. Mit Nell schon mal gar nicht, die durfte bei ihren Vorbesitzern zu allem und jedem einfach Kontakt aufnehmen und Balou ist eine Arschkrampe, dem vertraue ich nicht.
-
Wir dümpeln weiterhin so vor und hin, Charlie ist ja seit Monaten draußen wie drinnen zeitweise echt anstrengend. Drinnen nur phasenweise, draußen eigentlich durchgehend
. Dummytraining ist z.B. schon seit zwei Monaten nur noch in der Wohnung möglich, draußen kann er sich dafür nicht konzentrieren (genauso wie am Hundeplatz, schon gar nicht wenn eine Hündin dabei ist). Aus diesem Grund bekommt er am Freitag den Kastrationschip für ein Jahr. Ich möchte wieder meinen alten Hund zurück, der geil darauf ist zu arbeiten, mit dem ich Spaß habe und trainieren kann. Das ist einfach nicht möglich. Er hat auch echt mächtig große Hoden, ist draußen ausschließlich am schnüffeln, Pipi lecken und auf der Suche nach Hündinnen. Kann auch im Freilauf überhaupt nicht normal mit Hündinnen (egal ob läufig oder nicht) interagieren, er ist sofort in der sexuellen Schiene drinnen. Wir waren bis vor 4 Monaten BH-reif, davon sind wir jetzt meilenweit entfernt und auch die Trainerin meinte, Prüfungen werden wir erst machen können, wenn der sich eingependelt hat und zuverlässig wird. Nachdem ich aber nicht die ersten 3 oder 4 Jahre seines Lebens vor mich hin dümpeln möchte bis ich dann irgendwann vielleicht Mal anfangen kann, mit nem Ziel einer Prüfung konsequent zu trainieren, gibt's jetzt den Chip. Bin schon sehr gespannt ob/wie/wann er wirkt und wie er sich damit verändert
.Dein Hund ist 1,5 Jahre alt. Da ist es ziemlich normal, dass er hormonell zu tun hat. Erst recht als Labrador.
Sicher, dass du jetzt schon den Chip setzen willst?
Er lernt dann in der Zeit nicht wirklich, sich damit auseinanderzusetzen und wird in einem Jahr einen Rückfall haben.
-
Ich habe mal eine Frage:
Ich habe einen Frauenhaarfarn im Bad stehen, der schon immer mein Sorgenkind ist. Leider ist er von irgendwelchen Mücken/Fliegen befallen.
Um ihn herum klebt dann alles voll mit diesen hellen Viechern. Hat da jemand von euch Erfahrung mit?
Bisher sprühe ich ihn täglich in der Wanne ab und habe Backpulver auf die Erde getan. Evtl. ist es minimal besser, aber gut ist es nicht. Von alleine werden die Viecher mich wohl nicht verlassen.
-
Also ich hatte im Speziellen nur zwei Hündinnen im Kopf, mit denen Balou halt als junger Hund oft Kontakt hatte. Die wohnen hier in der Gegend und man traf sich zufällig. Als er jung war ging das so, dass man einfach anleinte und die Hunde sich wegballerten und dann ging man zusammen ein Stück oder eine ganze Runde.
War immer schön, zusammen zu gehen.
Leider sind beide Besitzer nicht dazu bereit, am Anfang für 2 Minuten ohne Kontakt nebeneinander her zu gehen. Und Balou benimmt sich halt wie offene Hose, seit er erwachsen ist, wenn man einfach so seinen Hund in uns knallen lässt, selbst wenn er den Hund eigentlich mag. Finde ich halt schade. Aber wie gesagt: ist nicht deren Problem und denen ist es auch nicht wichtig, dass der eigene Hund Kontakt hat.
-
Über mangelnde Hundekontakte kann ich mich so gar nicht beschweren. Einzig und allein dass das größtenteils bestimmte Hundetypen sind, ist manchmal etwas nervig. Weil meine Hunde alles was nicht Hütitüti-Benehmen zeigt erstmal seltsam finden.
Was ich allerdings definitiv verstehen kann, ist es dass die Leute keine Lust auf wir gehen angeleint nebeneinander her haben. Hätte ich auch ehrlich gesagt einfach überhaupt keinen Bock drauf
und wäre es mir dann, weil es hier halt an Kontakten auch nicht mangelt, auch einfach nicht wert.Ich glaube, die Meisten hier wollen auch keinen ganzen Spaziergang angeleint, sondern nur die erste Aufregung raushaben

So mache ich das zumindest immer. Sobald alle runtergefahren sind, kommen die Leinen ab.
Ich hatte eine Zeit lang auch keine Probleme mit regelmäßigen Kontakten. Da hat es 1-2 mal pro Woche super geklappt. Und dann bekamen die Leute Kinder oder fingen nach dem Studium an zu arbeiten. Tjoah... Und nun klappt es nicht mehr, obwohl wir alle maximal 30 Minuten auseinander wohnen und man ja eh mit den Hunden raus muss.
Bin echt froh, zwei zu haben. Balou reicht es mit Nell, der ist zufrieden und ja eh nicht Everybody‘s Darling. Aber für Nell wäre es nicht verkehrt, nicht nur Golden Retriever zu kennen...
-
Irgendwie mag ich Walderdbeeren gar nicht. Die schmecken irgendwie pelzig und wenig erdbeerig für mich

Wachsen dürfen sie hier natürlich trotzdem, wo sie wollen.
-
Immer wenn ich dann mal über meinen Schatten gesprungen bin hab ich mir hinterher gedacht "Neee, machste nich nochmal"...

Genau das, war schon beim Dackelmix so, meiner Chi-Hündin und dann mit beiden und tatsächlich find ich seit dem Border die meisten Menschen noch "unnötiger".. mag wohl daran liegen, das ich mit der Empfindlichkeit der Hunde immer empfindlicher wurde.
Wird es dann noch lästerlich, bin ich sofort ganz draussen. Ätzende Eigenart vieler Menschen
Also wird auf Kontakte eben verzichtet, schont im Zweifel nur die Nerven

Wir können es gerne mal mit Nell probieren, falls du Lust hast

Weit weg wohnst du ja nicht. Nach 1-2 Spaziergängen kann ich auch einschätzen, ob sogar Balou mal mitkommen könnte. Der ist ja der perfekte ignorante Hund zum gemeinsamen Schnüffeln ohne Spiel.
-
Den meisten scheint das auch einfach zu anstrengend zu sein, weil der eigene Hund vielleicht total an der Leine zieht. Die haben keine Lust, zu üben.
Ich habe auch unterwegs schon mal Leute angesprochen, ob sie 2 Minuten Zeit haben, mich mit Balou vorbei zu lassen, als er noch ein Riesenproblem mit anderen Hunden hatte. Einfach, um mal in Ruhe zu üben, anständig vorbei zu gehen. Nö, die haben es alle eilig

Mit Nell frage ich das gar nicht erst. Stehen wir halt am Rand und lassen die anderen vorbei. Sie müsste das Vorbeilaufen auch üben, weil sie durchgängig den anderen Hund anstarrt, mir vor den Füßen tanzt und auch gerne mal bellt, aber aktuell machen wir das nur auf größere Distanz und arbeiten uns halt ran, bis wir auch näher vorbei kommen.
Ich finde es traurig, aber im Endeffekt ist ja nicht deren Problem.