Beiträge von Juliaundbalou

    Hallo zusammen,

    mein Che wird Sonntag 20 Wochen. Damit ist er dann wohl schon etwas länger ein Junghund. Weil es mein erster Hund ist und jetzt der Winter ansteht (leider), mal ne Frage in die Runde: Wie haltet ihr eure Hunde an den langen Abenden bei Laune?

    Und noch was etwas spezielleres: Ich habe gelesen, dass Hunde ne Erwartungshaltung bzgl. des Fressens entwickeln und das zu übermässiger Magensäureproduktion führen kann und das evtl. Sodbrennen auslöst. Wie überbrückt ihr die Zeit zwischen Abendessen und Frühstück? Gebt ihr spätabends nochmal was zu kauen, damit die Zeit nicht so lange ist? Bei mir sind es ca. 12h.

    Grüßle (hoffe das ist der richtige Thread^^)

    Andy

    Meine Hunde sind es gewohnt, morgens und nachmittags spazieren zu gehen und müssen abends nicht bei Laune gehalten werden. Da ist Ruhezeit.

    Einen Nachtsnack gibt’s hier nicht. Aber wenn dein Hund mit Übersäuerung zu kämpfen hat, hilft ein Zwieback o.ä. vorm Schlafen.

    Danke, ich habe es heute früh mal gefilmt:

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    Nell hat da so 2-3 mal ein Loch gefunden. Das ist so unsere übliche Stimmung.

    Balou wartet irgendwie die ganze Zeit auf mich, keine Ahnung, wieso. Kaum war die Kamera aus, ist er an einer üblichen schwierigen Stelle abgedampft, Nell hinterher und er kam nicht auf den Superpfiff, sie schon. Nach nem Anschiss kam er dann doch... Na ja er hat ein Riesenhotspot und gestern Abend ABs bekommen, da kann ich ein Auge zudrücken und führe ihn nun mehr an der Leine. Da wirkt so ein Stimmungswechsel aber schon sehr im Vergleich zur Friede-Freude-Eierkuchen-Welt, in der wir sonst leben :sweet:

    Da ich mit dem Jagdtrieb arbeite und nicht gegen ihn, mache ich es wie mit dem Wachtrieb bei meinen beiden:

    Sie kennen das Wort „Danke“ vom Wachen. Also Hund bellt - Danke - ich gehe nachschauen, sage alles ist gut. Irgendwann bildet sich von allein die Kette: Hund hört was - schaut mich an - bellt - schaut mich an etc.

    Für mich ist Orientierung zu mir immer das Ziel.

    Auf den Jagdtrieb bezogen:

    Nell findet ein Mäuseloch und ich sage Danke. Sie schaut mich an, ich belohne ruhig, sie kommt mit mir weiter, kriegt eine Belohnung.

    Balou zeigt mir Mäuselocher selbstständig an, wenn da wirklich was ist. Alle leeren Gänge ignoriert er. Das Ziel habe ich für Nell auch.

    Wenn sie mit Buddeln anfängt, kommt der Abbruch und wir gehen weiter.

    Meine Hunde kennen das aber wie gesagt aus anderen Situationen und können es dementsprechend gut übertragen (Hundesichtung etc. läuft hier auch so).

    Gar kein Jagdtrieb wird schon eher selten sein. Der Hund meiner Eltern ist so einer (Tibet Terrier-Westie-X-X-Mix), der kam aber eh mit allem als Nebenherlaufhund fertig programmiert aus seinem Ups-Wurf und konnte als Welpe bereits an der Leine laufen usw :ka:

    Ihr könnt ja gerne mal meinen Balou ausleihen. Meine Mutter ist seit Sonntag geschockt, als wir zusammen spazieren waren. Balou geht halt auf Sicht (da lässt er sich wunderbar umlenken und auch aus vollem Lauf abrufen) und auf Spur. Der hat sein Näschen immer an und hofft richtig auf Wild (und Menschen, die wittert er auch gerne und träumt davon, sie zu vertreiben :roll:). Als ich ihn in kurzer Zeit dreimal abbrechen musste, kam er dann an die Leine. Da ist er dann sofort runtergefahren, aber abgeleint hätte ich ihn nicht noch mal. Und er ist kooperativ und ausgelastet, so ein Vollblutjäger wäre mir zu viel...

    Da meinte sie dann auch, dass ihr das zu viel wäre und sie gar nicht gemerkt hat, wie er in den Jagdmodus geswitcht ist (mal abgesehen von der Energie und Aktivität meiner Hunde).

    Nell ist da bisher recht unausgegoren. Vögel sind spannend, da orientiert sie sich aber zu mir um. Rehe wittert sie mal und schaut mich fragend an, Mäuselöcher findet sie super, da arbeiten wir dran. Bewegungsreize sind aber schon hart für sie, sie jagt im Haus alle Insekten und auch im Garten haben schon diverse dran glauben müssen, wenn sie nur mal kurz pinkeln war und mal eben aus der Hocke 2 m hoch sprang, um im Dunkeln eine Motte zu erlegen |)

    Mittelspitz und Zwergschnauzer

    Am Stall ist das eine aber freilaufend in einem Geschäft? :denker:

    Auch sehe ich da eher ein Problem, dass es ja vermutlich nicht immer der gleiche Stall ist sondern verschiedene Reitanlagen. Da würde ich persönlich schon eher den Begleithund sehen als einen Hund mit Wachtrieb.

    Die wechselnden Ställe spielen doch eher in die Karten, dass der Wachtrieb dort zumindest nicht ausgepackt wird. Ist ja dann immer wieder eine neue Umgebung.

    Im Laden kommt es echt drauf an, wie es da gehandhabt wird.

    Also wenn dir die Malteser gefallen, lerne mal welche kennen!

    Das sind sooo tolle Hunde, ich kenne mehrere und finde sie super. Alles geht, nichts muss. Sie sind freundliche, aufgeweckte und lustige Hunde, einfach nur sympathisch.

    Schnauzer hatte ich auch noch im Kopf, bin mir aber nicht sicher, wie die Artgenossenverträglchkeit und Jagdtrieb da aussieht. Vielleicht mag @Syrus was zu den Schnauzern erzählen?

    Pudel gehen eh immer, aber Jagdtrieb ist da vermutlich schon Thema.

    Spitze könnten super passen, wenn da das Wachen in richtige Bahnen gelenkt wird. Im Zweifamilienhaus sollte das eher weniger ein Problem sein. Am Stall usw. müsste man natürlich erziehen.

    Bevor Nell hier eingezogen ist, gab es morgens nach dem Spaziergang Futter und abends um 18 Uhr. Ich füttere Trockenfutter und pimpe das ab und zu etwas auf.

    Leckerlis (Trockenfutter) gibt’s unterwegs, aber Balou braucht nicht viele, muss da also nicht viel rumrechnen. Mal ne Möhre oder ein Kaustick gibt’s auch mal.

    Jetzt gibt’s morgens direkt nach dem Pipi Futter, weil Nell sonst zu hungrig ist und unterwegs mehr Mist aufnimmt. Danach warte ich mindestens 30 Minuten und wir gehen spazieren.

    Sie kriegt recht viel Belohnung draußen, das ziehe ich vom Futter ab.

    Der Rest ist gleich geblieben. Passt so, keiner hat Bauchweh, alles top.

    Hey nein sie darf selbstverständlich auch frei flitzen. Das Problem ist, dass mein Freund das Auto hat und wir dementsprechend erst abends in den Wald fahren können. Aber auch im Freilauf ist sie oft so aufgeregt, dass sie bellend an uns hochspringt. Ich denke das ist Welpentypisch völlig normal und wird von uns einfach ignoriert. ?

    ich hatte es bei der Fragestellerin so verstanden, dass nie Freilauf stattfindet.

    Und das finde ich halt nicht optimal. Aber gut, ich bin überstimmt.

    Ich glaube, dann haben wir alle aneinander vorbei geredet. Niemals Freilauf findet hier bestimmt niemand toll, wenn es anders geht.

    Finde ich auch nicht.

    Balou liebt sogar reine Leinenspaziergänge. Die beruhigen ihn und es gibt fast nix Tolleres als eine nächtliche Schnüffel-Runde um die Kirche.

    Ich habe ihn als Junghund auch daran gewöhnt, auf den Standardfreilaufstellen halt mal angeleint zu bleiben, damit er nicht in bestimmten Gegenden zieht, weil er freilaufen will.

    Nell kennt es auch, abends mal 10-15 Minuten angeleint mitzulaufen, wenn sie tagsüber ihr Geschäft noch nicht erledigt hat.