Beiträge von Juliaundbalou

    Das gucken clickern macht hier auch eine Trainerin für Jagdhunde mit ihren Kunden (hat sie mir erzählt). Sie möchte damit die Impulskontrolle verlängern, so dass sie mehr Zeit hat einzugreifen. In wie fern das funktioniert können wohl eher die Halter mit Jagdhunden beantworten. Im Grunde also Marker für Blick um den Hund erstmal aus seinem Tunnel zu holen und eine Umorientierung zu bezwecken.

    Schleppleine finde ich besser, weil man sich da geräuschlos draufstellen kann. Die Flexileine gibt ja immer so ein markantes "Feststellsignal" von sich. Auf die Schleppe kann man sich eben unauffällig draufstellen.

    Schleppleine hab ich ein paar mal verschiedene ausprobiert, die geht leider gar nicht bei uns. Die Verletzungsgefahr ist da viel zu hoch, bei unserem Kamikaze-Highspeed Windhund mit zarten Knochen. Deshalb Flexi.

    Ich bin ja schon irgendwie halbzufrieden, dass sie sich aus dem Lauf meistens bei Vögeln abpfeifen lässt. Aber das ist ja keine Dauerlösung, weil sie gleich wieder abzischen würde, weil die Viecher ja immer noch da sind und weil sie sich gerne auch das nächste Würstchen verdienen will.

    Ob Flexi oder Schleppe ist ja auch letztendlich egal.

    Mit Nell habe ich auch an der Flexi geübt die erste Zeit, als sie neu bei mir war. Hatte keine Lust auf schlammige Leinen xD

    Bei Vögeln finde ich das Training an der langen Leine auch am besten, wenn der Hund ständig durchstartet. Hund sieht Vögel - Markerwort (bei uns „Danke“), Hund orientiert sich um, Belohnung, weitergehen. Klar, am Anfang muss man vielleicht ständig markern und braucht ewig, um an den Vögeln vorbei zu kommen.

    Der Pfiff sollte sich außerdem nicht durch zu häufige Nutzung abnutzen. Und jedes Durchstarten gräbt sich ins Hirn ein, das Verhalten willst du aber gerade nicht festigen. Der Hund soll sich den Kick ja eben nicht holen.

    Zum AJT kann ich nur den Tipp geben:

    Absichtlich in Gebiete gehen, wo es stark nach Wild riecht/wo viele Vögel sind usw. und dort Zeit verbringen. Hund gesichert. Und am besten so lange dort bleiben, bis der Hund komplett runtergefahren ist/schläft.

    Im Winter schwieriger als im Sommer, ich weiß.

    Mit Balou habe ich das damals viel gemacht und er ist wirklich gut geworden mit Wild. Und er hat ordentlich Jagdtrieb mitgebracht, nicht nur auf Sicht usw. Mit 12 Wochen hat er mir schon einen lebenden Vogel apportiert |)

    Vögel guckt er mit dem A**** nicht an, außer Fasane. Rehe, Fasane und Hasen zeigt er mir an. Gehen diese direkt vor ihm hoch, orientiert er sich dennoch meist zu mir um. Manchmal setzt er erst an, kommt aber sofort zu mir, wenn ich pfeife. Wildschweine zeigt er an und dann rennen wir weg :ugly:

    Ach Ps: es ist keine Schande, den Hund an der langen Leine zu haben. Balou lief von 1,5-2 Jahre circa durchgängig an der Schleppe. Da war seine Hochzeit, was den Jagdtrieb anging. Davor war alles Pipifax.

    So habe ich die Pfeife auch aufgebaut. Zumindest bei Balou. Nell hat es abgeschaut.

    Zusätzlich habe ich die Ablenkung immer weiter gesteigert:

    Schnüffelstelle, fliegendes Blatt, weit entfernter Vogel, weit entfernter Mensch, weit entfernter Mensch mit Hund, ab dann Notfall: plötzlich auftauchender Mensch/Hund/Wild in direkter Nähe.

    Balou lässt sich selbst aus dem Hetzen von Hasen und Rehen abpfeifen, wenn diese direkt vor ihm hochgehen.

    Was für eine Rasse ist das Frechvieh eigentlich?

    Ausgemessen und gewogen habe ich sie schon länger nicht mehr. Würde aber im Vergleich zu Balou sagen:

    55 cm locker und 27 kg vielleicht? Keine Ahnung, wo die hinwachsen will. Das Gewicht pendelt sich noch etwas ein. Sie ist gerade ein wenig speckig (echt nicht doll), weil sie weniger wächst und ich reduziere das Futter, bin da noch am rumprobieren.


    Im Vergleich zu Balou ist es trotzdem krass. Der hat 60 cm und 29-30 kg. Klar, andere Linie und so, aber trotzdem :shocked:

    60 cm schafft sie dann ja bestimmt locker, oder? Ist doch toll, wenn die beiden ungefähr gleichgroß werden. Wenn Du einen großen Hund zum Spielen brauchst, weil die Kleinen nicht mehr mit ihr spielen wollen, weißt Du ja Bescheid:bindafür:. Fiete ist auch echt schon ruhiger geworden und nicht mehr so distanzlos. Vielleicht probieren wir es ja im Frühjahr/Sommer nochmal:roll:

    Eigentlich sind die Retriever von der Größe her in dem Alter so langsam fertig. Ich denke, dass da nur noch Masse kommen wird =)

    Und eiiigentlich hatte ich ursprünglich ja mal nach was kleinerem, leichteren zu Balou gesucht. Hat nicht so gut geklappt :-D

    Da Nell eh nur mit einer Handvoll bekannten Hunden Kontakt hat und die alle ähnlich groß sind, ist das zum Glück kein Thema, dass sie kleine Hunde platt machen könnte :-D

    Aber wir können sehr gerne später im Jahr nochmal zusammen gehen =)

    An die, die das schon so handhaben: Wie genau macht ihr das denn, wenn ihr mit anderen Hunden unterwegs seid? Haltet ihr soviel Abstand, dass die Hunde noch entspannt bleiben können, und dann verringert ihr von Mal zu Mal den Abstand, oder geht ihr auch näher mit einander, mit aufgeregten Hunden, und wartet bis sie runterfahren? Wisst ihr was ich meine?

    Ich halte auch keinen Abstand aufgrund von Aufregung

    Das kommt halt auf den Hund an. Mein Großer braucht gerade dann Abstand, sonst wäre er ungemütlich. Auch zu seinen Hundefreundinnen. Er ist aber auch ein sehr stressiger Hund und braucht diese Hilfe. Aktive Hilfe beim Runterfahren bekommen meine Hunde auch.

    Mit einem Hund mit normaler Aufregung kann man sicherlich auch mit weniger Abstand arbeiten. Die Hündin aus dem Beispiel scheint aber ein großes Problem zu haben, wenn sie auch mit 30 m Entfernung nicht vorbei kann und da würde ich tatsächlich in ihrem Wohlfühlbereich trainieren. Und wenn das 70 m Abstand sind.

    An die, die das schon so handhaben: Wie genau macht ihr das denn, wenn ihr mit anderen Hunden unterwegs seid? Haltet ihr soviel Abstand, dass die Hunde noch entspannt bleiben können, und dann verringert ihr von Mal zu Mal den Abstand, oder geht ihr auch näher mit einander, mit aufgeregten Hunden, und wartet bis sie runterfahren? Wisst ihr was ich meine?

    Mein Großer braucht bis heute diese langsame Annäherung, weil er ein Stresskeks ist. Wir gehen tatsächlich mit recht viel Abstand meistens vor (Vorgehen fällt meinen Hunden leichter, als hinterherzugehen) und dann schließen die anderen langsam auf, wir gehen irgendwann nebeneinander und dann ist es auch ok.

    Mit Nell mache ich es prinzipiell auch so, aber mit ihr kann ich auch hinterhergehen. Ich erwarte keine Perfektion, aber dass das Hirn an bleibt und bei mir bleibt und dass der Hund runter fährt.

    Das müssen bei uns auch gar nicht neue Hunde sein. Selbst langjährige Hundefreunde werden jedes Mal auf diese Weise herangeführt und damit fahren wir sehr gut. Das Stressgerenne nach dem Ableinen gibt es damit oft sogar gar nicht.

    Achso: ich habe das tatsächlich, als es dem Großen noch seeeehr schwer fiel, so lange geübt, wie er halt Zeit brauchte. Er durfte bei mir nicht aus der Aufregung heraus mit 50 m Abstand losbrettern. Aber klar, wenn man nicht ganz nebeneinander herlaufen kann, muss man auch nicht stundenlang trainieren. Wobei es vielleicht mit einem Bogen und etwas mehr Abstand klappt und dann leint man ab? Da gibt’s ja mehrere Möglichkeiten.

    Haha Sitz und dann Leine ab meinte ich eher nicht.

    Sondern wirklich runterkommen.

    Ich mache das noch mit meinem 6-jährigen Balou so und auch mit Nell, wenn wir verabredet sind. Wir gehen so lange nebeneinander her, bis die Hunde sichtlich entspannen und erst dann wird abgeleint. Je nach Hund auch erst mal nur einer, Kontakt wird verboten und dann folgen die anderen usw.

    Ah ok, das klingt auf jeden Fall sinnvoll. Mache ich tatsächlich mit meiner inzwischen auch so, wenn wir mal mit neuen Hunden Gassi gehen, da sie zu der pöbeligen Fraktion gehört.

    Dann läuft das Training der Hündin in dem Punkt noch schief, da sie an der Leine nicht runterkommt bevor sie los darf. Wenn ich es mal gesehen habe oder dabei war, wurde zwar erst nebeneinander mit den Hunden außen gegangen, aber nicht abgewartet, bis sie nicht mehr zum anderen Hund springt. Da lernt sie dann, wenn man's genau nimmt ja eigentlich, dass sie nur genug Sperenzchen machen muss, um irgendwann los zu dürfen, oder?

    Japp. Und halt, dass man in Gegenwart anderer Hunde nicht runterkommen kann und muss.

    Dabei ist das so wichtig!

    Erst recht bei so einem großen Hund wie dem Hovawart... Und wer weiß, ob sie langfristig verträglich mit alles und jedem bleibt, da sollte die Besitzerin auf jeden Fall dran arbeiten, wenn sie dafür offen ist.

    Haha Sitz und dann Leine ab meinte ich eher nicht.

    Sondern wirklich runterkommen.

    Ich mache das noch mit meinem 6-jährigen Balou so und auch mit Nell, wenn wir verabredet sind. Wir gehen so lange nebeneinander her, bis die Hunde sichtlich entspannen und erst dann wird abgeleint. Je nach Hund auch erst mal nur einer, Kontakt wird verboten und dann folgen die anderen usw.

    Nell ist übrigens wahnsinnig groß für ihre 11 Monate:

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    Ausgemessen und gewogen habe ich sie schon länger nicht mehr. Würde aber im Vergleich zu Balou sagen:

    55 cm locker und 27 kg vielleicht? Keine Ahnung, wo die hinwachsen will. Das Gewicht pendelt sich noch etwas ein. Sie ist gerade ein wenig speckig (echt nicht doll), weil sie weniger wächst und ich reduziere das Futter, bin da noch am rumprobieren.

    Im Vergleich zu Balou ist es trotzdem krass. Der hat 60 cm und 29-30 kg. Klar, andere Linie und so, aber trotzdem :shocked: