Beiträge von Juliaundbalou

    Anspringen kann man durch wegdrehen gut umgehen und abtrainieren. Ist den meisten Hunden zu langweilig, nur den Rücken anspringen zu können.

    Ansonsten:

    Platztraining ausbauen, ggf. dort anleinen.

    Bei mir dürfen die Leute die Hunde nicht begrüßen und die Hunde sind sogar oft durch ein Türgitter getrennt in einem anderen Raum. Die Hunde dürfen nur dabei sein, wenn ich Gäste da habe, die sie wirklich ignorieren. Ich bestärke dann jedes Abwenden des Hundes usw. und schicke die Hunde auch mal weg/auf den Platz usw. Schlafen die Hunde dann und nehmen später Kontakt auf, ist das erlaubt. Solange sie sich benehmen.

    In fremden Häusern ist das Ganze schwieriger, finde ich. Ich lasse meine Hunde ohne Leine reingehen und packe sie dann sofort weg/Leine sie an usw. Auch da werden sie nicht begrüßt. Alles andere pusht unnötig hoch und ist unfair, wenn man vom Hund Ruhe erwartet.

    Ich habe zwei und möchte auf keinen Fall mehr.

    Ob nach Balou wieder ein zweiter einzieht, hängt davon ab, wie Nell als Einzelhund klarkommt. An sich präferiere ich nach fast 1,5 Jahren Mehrhundehaltung einen Einzelhund.

    Meine beiden mögen sich, geben sich aber nichts. Sie leben eher nebeneinander her und ich merke ihnen an, wie happy sie über Einzelzeit sind. Altersunterschied liegt bei bei 5 Jahren, an sich super. Es ist dieselbe Rasse, alles prima. Aber mein Gefühl ist nun mal so, dass ich gern den vollen Fokus auf einem Hund habe.

    Mein Umfeld ist aber auch so, dass zwei große Hunde nicht gern gesehen sind, was es ja nicht leichter macht.

    Zum Glück kann man sich bei Hunden alle paar Jahre umentscheiden. Zieht ein weiterer ein oder nicht? Bei Kindern geht das nicht so leicht :-D

    Oh, Verletzungen durch die Hunde...

    Golden Rüde:

    Mehrere Verbrennungen durch die damalige Nylon-Leine, als er noch jung war.

    Hat mich an der Schlepp umgerissen, um eine Taube zu jagen. Ich lag im Feld und bekam keine Luft. Rippenprellung gab’s oben drauf.

    Kratzer, blaue Flecken usw. gab’s und gibt’s natürlich auch.

    Mein linkes Bein habe ich mir gebrochen, weil ich ihn im Spiel gerufen habe und er mit seinem Spielkumpel mich ungebremst über den Haufen rannte.

    Golden Hündin:

    Kratzer, blaue Flecken etc.

    Mehrere Stürze, weil sie hektisch wurde und zwischen den Beinen tanzte, wenn man sie schnell unterwegs zur Seite nehmen musste.

    Dabei war ich übrigens schwanger.

    Fuß umgeknickt, weil sie meine Korrektur sch***** fand und Frust an mir ausließ. Auch schwanger.

    Beide zusammen:

    Ich habe mir Anfang des Jahres die Schulter gebrochen. Die zwei tobten über eine Wiese und wir kürzten darüber unseren Weg ab. Ich sage zwar immer, ich sei ausgerutscht, aber die zwei waren viel zu dicht an mir dran im Spiel und waren schon mindestens mitschuld. Da war ich auch schwanger |)

    Das sind Körperkläuse! Dessen muss man sich einfach bewusst sein.

    Ich denke, solange man nicht denkt, dass ein Golden sich von selbst erzieht, ist das schon mal eine gute Basis, wenn einen die Rassebeschreibung anspricht.

    Es sind optisch wunderschöne Hunde. Sie haaren aber wie Sau und damit muss man leben können (oder wie ich feststellen, dass man das nicht nochmal will, deswegen habe ich gleich zwei davon :-D ).

    Sie veranstalten beim Trinken Überschwemmungen und sind auch sonst Wasser und Schlamm gegenüber meist nicht abgeneigt. Und Dreck ist toll, davon kann man nie genug nach Hause bringen.

    Sie sind sehr verfressen. Leider auch was Unrat usw. angeht.

    Meine Nell ist eine diebische Elster. Hier darf nix Essbares rumstehen und man geht mal kurz zum Klo. Danach steht da nix mehr rum, außer einer satten Nell |)

    Ich habe hier den schönen Vergleich eines gesetzten Golden und einer Junghündin.

    Mein Balou ist recht gemütlich mittlerweile. Zügig unterwegs, hat Bock zu arbeiten, schnüffelt gern. Schläft zuhause und bewacht ein bisschen.

    Nell ist immer auf Achse. Draußen nur Quatsch im Kopf. Spazieren ist nämlich langweilig. Zuhause oft rastlos. Alles betrifft schließlich sie! Irrsinnig schnell, kriegt nie genug von Spiel und Spaß und nimmt auch kein Ende durch den anderen Hund an. Da muss doch noch was gehen!

    Körperkläuse sind sie. Tun mir weh (habe mal wieder einen zerkratzten halboffenen Fußrücken von Balous Krallen), würden sich einfach auf meinen fünf Monate alten Sohn rollen und auch nicht verstehen, wieso das schlimm ist.

    Und hartnäckig sind sie. Mein Balou lässt sich noch recht gut von meiner Meinung überzeugen. Aber Nell bspw. findet immer noch mit ihren fast zwei Jahren, dass Gäste nur für sie da sind und dass jeder Mensch gern ihre Nase dauerhaft im Gesicht hat. Schiebt man sie weg, drückt sie sich noch enger an einen. Sie binden sich stark an ihre Besitzer und kommen mit einem schiefen Haussegen nicht gut klar. Ist man genervt, machen sie dicht und werden „stur“.

    Jagdtrieb ist oft nicht zu unterschätzen.

    Alles in allem sind es gute Familienhunde. Aber die Erziehung sollte sehr straight sein, nicht zu hart, nicht zu weich. Sie brauchen Bewegung und Beschäftigung. Und viel Zeit und Geduld, um erwachsen zu werden.

    Ich empfinde sie übrigens als viel ernsthafter und höflicher als Labbis. Die Grundfreundlichkeit und gute Laune haben sie aber gemeinsam.

    Ich war heute beim neuen Haus und unser Vorgarten ist da echt riesig. Puh. Da muss ich mir was Gutes überlegen. Ganz wild will mein Mann da nicht, kann ich auch verstehen und er hat natürlich Mitspracherecht.

    Das Grundstück ist ja groß genug, diverse Gehölze sind vorhanden, Streuobstwiese mit Wildblumenwiese ist geplant, Teich gibt’s bereits, Brennnesselecken usw. entstehen eh mit der Zeit. Hm. Also fällt eine wilde Wiesenmischung raus.

    Hat hier eigentlich jemand Erfahrung mit Rehen?

    Da kommen wohl die Rehe aufs Grundstück und fressen die Rosen an. Ich plane einen Gemüsegarten und da sollen sie auf keinen Fall hin. Sonst bleibt für uns ja nix :-D Wie hoch muss denn ein Zaun an den Hecken sein, damit die Rehe nicht mehr reinhüpfen? |)