Beiträge von charly2802

    Will nur kurz anmerken: in dem Alter kommen die zweiten Zähne ... das macht unruhig, weils auch weh tut. Also viel geeignetes Kaumaterial zur Verfügung stellen, zB einen Berg rohe Karotten, Kauholz usw. Und alles wegtun, was einem teuer ist ... Fernbedienungen und ähnliches. Auf Stromkabel achten ...

    Zahnwechsel ist so mit fünf sechs Monaten abgeschlossen.

    Stimmt ... ein Labrador gehört zu den Rassen, von denen viele hoch erfreut jede (freundliche) Aufmerksamkeit annehmen. Fast egal wie alt sie sind. Sie lassen sich gerne streicheln - ja, die wollen das dann wirklich und ertragen es nicht nur.

    Wenn wir ihn lassen, liegt unser Charly laut grunzend auf dem Rücken inmitten einer Kneipe und lässt sich von wildfremden Menschen beknuddeln ... WENN wir ihn lassen. Tun wir selten ... wir unterbinden solche Kontakte meistens, und er akzeptiert das dann auch problemlos.

    Der kleine Winston zeigt ähnliche Tendenzen ... den Schmusebacke, die gerne Aufmerksamkeit erntet.

    Genau so gibt es eben Rassen bzw. Hundepersönlichkeiten, die ignorieren Fremde total und sind eindeutig distanziert. Wenn einer zu nahe ran kommt, reagieren sie schon mal recht ungnädig. Vor kurzem in der Kneipe durfte die Bedienung nicht mal ein Glas Bier auf den Tisch stellen ... Und genau da liegt ein großes Risiko ... mit seinen dreieinhalb Jahren hat unser Hund noch den ersten Menschen anzuknurren oder Hund zu beißen, trotz vielfältiger Kontakte ... wir können entspannt sein. Mit einem dt. Schäferhund beispielsweise wären wir es nicht. Den würden wir wahrscheinlich gar nicht erst mitnehmen, in eine Umgebung, wo Leute nun mal auch gerne auf die Idee kommen, einen fremden Hund anzufassen oder Hunde unterwegs sind, die gerne mal "gucken" und begrüßen kommen. Das gleiche gilt aber auch noch für einige Rassen mehr.

    Beide Extreme sollten vom Halter so geführt und erzogen werden, dass es nicht zu unangenehmen Zwischenfällen kommt. Wobei mir ein Anspringen samt Nasenkuss immer noch lieber ist, als ein ernsthafter Biss ...

    Kenne einige Halter unverträglicher Hunde, die sehr unglücklich darüber sind ... es schränkt ein, gemeinsame entspannte Gassigänge sind undenkbar, schon gar nicht im Freilauf. Die sind nur alleine unterwegs. Auch wenn manche das gar nicht anders wollen sollte man einen Anfänger schon darauf aufmerksam machen dürfen, wie einsam man sich fühlen kann, wenn Leute und andere Halter unberechtigt oder berechtigt auf Begegnungen keinen Wert legen. Wir gehen erwachsenen Schäferhunden ganz klar aus dem Weg - genau so wie bestimmten anderen Rassen. Denn auch wenn unser Rüde sich total uninteressiert benimmt, wurde er schon mehrfach angegriffen und gebissen. Brauchen wir nicht ...

    (Irgendwann reißt sogar dem geduldigsten Schäfi der geduldsfaden wenn er jedem zweiten labbi mit mehr als Nachdruck erklären muss er möge sich dorthin scheren wo er herkommt)

    War ja klar das so was kommt ... erwachsene Labradore, ordentlich erzogen, benehmen sich nicht anders als jeder durchschnittliche Hund. Dass sie von Haus aus freundlich und friedfertig sind, hat nichts damit zu tun, dass sie in jeden fremden Hund "reinkugeln" und ihn belästigen ...

    Das machen sie als Welpe und Junghund gerne ... aber das beobachte ich aber auch bei vielen anderen Rassen.

    Was eben schön ist, wenn auch ein erwachsener Hund einen Welpen/Junghund oder Hunden jeglichen Alters nicht gleich wegbeißt bzw. runterbügelt, wenn der angesaust kommt und "lästig" Kontakt sucht - aber auch solche Belästiger verlieren die Lust, wenn der Althund ordentlich kommuniziert.

    Es sind Kinder ... ein erwachsener Mensch schlägt ja auch einem fremden Kind nicht gleich in die Fresse, wenn es einem belagert.

    Die Webseiten sind leider z.T. das letzte mal 2014 aktualisiert und bei jedem einzelnd an zu rufen finde ich etwas sehr unglücklich.

    Als wir unsere beiden Labradore über die VDH-Züchterdatenbank suchten, waren 80% der Züchter nicht (mehr) aktiv. In dem Sinne, dass sie keinen Wurf planten und auch keine aktuellen Welpen mehr hatten.

    Normalerweise steht rechtzeitig auf einer Homepage, wann ein Wurf geplant ist und mit welcher Verpaarung. Sind noch (bereits geborene) Welpen frei, bzw. noch nicht reserviert, ist das ebenso vermerkt.

    Nicht jeder Züchter hat jedes Jahr einen Wurf - viele machen auch mal Pausen oder hören irgendwann auf aktiv zu züchten - zB aus gesundheitlichen oder Altersgründen.

    Zum Thema SChäferhund und Sozialisierung und Verträglichkeit mit anderen Hunden kann ich nur beitragen, dass in unserer gemischten Freilaufgruppe (überwiegend Labbis und Mixe) bereits der dritte Schäferhund von der Gruppe nach dem "Ersttest" bzw, VOrfällen abgelehnt wurde, weil er einfach zu "ernst" ist ... da gehts schnell zur Sache, wenns mal "Unstimmigkeiten" zwischen den Hunden gibt, was ja immer wieder mal vorkommt. Labradore beispielsweise sind in der Regel konfliktvermeidend, die kommen mit jedem Hund klar, auch wenn der mal dumm macht. Zumindest können sie gut ignorieren, wenn sie mit der anderen Seite nichts anfangen können. Aber ernsthafte Beißereien gehen in einer Gruppe nunmal nicht, zumal alle frei laufen.

    Ging anfänglich alles gut bis die Schäfer so 8-13 Monate jung waren und dann, wurden sie einfach zu krass - alle drei bissen recht schnell zu, wenn ihnen was schräg kam. Und alle drei wurden recht gut gehalten, die Halter bemühten sich sehr um Sozialisierung auch Artgenossen gegenüber ... Es liegt vielleicht nicht in der Natur des deutschen Schäferhundes sich mit einer Gruppe friedlich zu arrangieren, geschweige denn an gemeinsamen Spielen sogar Freude zu haben? Gibt ja viele Rassen bzw. Hundepersönlichkeiten, die keinerlei Wert auf Artgenossen legen und dies auch recht deutlich machen.

    Und all die, die sich hier so "nett" austauschen, die trifft man auch auf dem Hundeplatz in live - da muss man auch erstmal mit leben können ...

    Wir probieren mit unserem Junior demnächst Verein Nummer 4 - mal gespannt wie lange wir es diesmal "aushalten" ... ein Jahr müssen wir mindestens durch, bis Hund einigermaßen funzt ...

    Hundetraining auf dem Platz ... ist fast wie unter Außerirdischen ... jedenfalls für uns.

    Wahrscheinlich zu viel Magensäure, weil das Rohfleisch nicht so schnell reinkommt, wie wenn Hund es direkt aus dem Napf fressen würde - das dauert ja kurz, bis das runter geschlungen ist. Bei unseren verschwindet ein halbes Kilo Fleisch in wenigen Sekunden ... würden wir es fürs Training nehmen, zieht sich das über viel längere Zeit. Halbe Stunde oder so ... also gimmelt Hund die ganze Zeit und sein Magen produziert Säure ohne Ende.

    Nehmt für die "Arbeit" gekochtes Hühnchen/Putenfleisch und lasst dem seinen Napf mit Rohfleisch in Ruhe fressen. Zu einem anderen Zeitpunkt.

    Riskierst ernsthafte Magenprobleme, wenn das nicht aufhört. Schieb ruhig zwischendurch einen Zwieback ein bis es wieder besser ist ... vor allem vor der Nachtruhe. Wirkt beruhigend.

    Ich finde, man darf auch niemals vergessen, dass man auch in diesem Thread ANFÄNGERN Tipps gibt ...

    Klar ist alles einfach(er), wenn man schon jahrelang oder gar Jahrzehnte Hunde großgezogen hat - da weiß man genau, was wann wie notwendig ist ... wie lange was dauert usw. Da muss man einem Anfänger doch nicht suggerieren, alles nul Problemo wenn Du ein bisschen auf dies und das achtest ... Hallo?!

    Meine Meinung ist: beide voll berufstätig und null Plan? Kein Hund! Und schon erst recht keinen Welpen.

    Ich zieh nun gerade den zweiten groß ... ich arbeite nicht, teile vieles mit meinem Mann, der aber 10 Stunden die Woche über nicht da ist, auch mal über nacht - ich bin abends oft fix und alle, bis ich die Bedürfnisse von Alt- und Junghund und vor allem den Haushalt erledigt habe - ein Hund macht viel Schmutz, da darf die Hausfrau nciht pingelig sein, sonst bekommt sie mehrmals täglich den Herzkasper. Die Gassigänge sind mit einem Hund fast die wenigste "Arbeit" ... Fütterung, Schmusen, Spielen, Körperpflege, Erziehung ... klar kann man das auch mal "nebenbei" machen, aber nicht ständig.

    Gerade ein Welpe ist so was von abhängig von seinem Halter - der braucht ganz viel Aufmerksamkeit - wenigstens in Form von einem wachen Auge. Gute zwei Jahre lernt er ab Welpe täglich täglich täglich ... ihn oft alleine zu lassen oder regelmäßig in fremde Hände zu geben, kann schnell dazu führen, dass er zum Problemhund wird - bei einer großen starken und dazu noch sehr wachsamen Rasse ist das echt nicht witzig und der Spaß an der Haltung vergeht schneller als man denkt. Nicht umsonst sind die TIerheime voll von großen Hunden - auch jeder Menge schäferhundartiger ...

    Bitte, man sollte sich die ANschaffung tausend Mal überlegen, bevor man das Leben eines unschuldigen Hundes versaut ... und besuche unbedingt Haushalte mit großem Hund, begleite Gassigänge, Besuch der Hundeschule usw. bevor man eine Entscheidung trifft.

    Es gibt hier noch einen aktuellen Thread, wo Familie sich einen Landseer wünscht - auch Anfänger. Der Thread ist voll mit Beiträgen, die sich rein mit der praktischen Seite (Haushalt/Auto/unterwegs usw) beschäftigen. Der geneigte Leser mag da mal reinschauen - man muss ja nicht alles überall wiederholen.

    Wir haben auch einen Hund (um die 20 kg) in unserer Freilaufgruppe, der meistens an der Leine bleiben muss, wegen Jagdtrieb ... es ist eine Flexi, scheinbar eine besondere, das Band ist breit, weich und bissle gummiartig, also auch noch exttra flexibel, neonfarben gelb. So kann der angeleinte Wuff auch bis zu einem gewissen Grad mitspielen und die anderen freilaufenden Hunde haben gelernt, diese Leine zu umgehen ... aber der FLexihalter muss total aufmerksam sein ... damit es keine Verwicklungen gibt. Spielerisches Raufen ist nur bedingt möglich ...

    Generell finde ich es schade bei Spaziergängen zu zweit, wenn einer an der Leine bleiben muss ... da entsteht Frust der Hunde auf beiden Seiten.

    Von daher habe ich keine Tipp ... leider. Hätte der "Flexihalter" nicht noch zwei weitere Hunde ohne Jagdtrieb, die frei mitlaufen können, wäre er wohl nicht bei einer Freilaufgruppe ...