Aber was kann ich tun das die Kleine ihn in Ruhe lässt?
Du schreibst ja selbst, das ist normal ... Welpen suchen die Nähe eines erwachsenen Hundes, sie möchten Kontakt haben, natürlich auch ein bissle spielen, maulspielen, auf ihm rumkluntschen usw.
Weiß ja nicht wie Dein Senior so drauf ist ... unser Welpe Winston kam mit acht Wochen zu uns und hat sich sofort auf Charly, der war damals drei Jahre, gestürzt ... der ist auch erst mal mehr oder weniger geflüchtet, vor dem quirligen Ding, dass auch noch versuchte bei ihm zu trinken. Wir haben das ein paar Minuten zugelassen und dann mit einem SCHLUSS den Welpen zu uns umgelenkt, bzw. ihn abgelenkt mit einem schönen Spielzeug. Zigmal am Tag, wenns nötig war.
Es hat nicht lange gedauert, da hat Charly selbst geregelt, wenn er jetzt keinen Kontakt wollte. Durch knurren und eindeutigem Abwenden und Ignoranz. Der KLeine hat das schnell verstanden und wendet sich von alleine ab. Ich muss dazu aber sagen, dass unser Charly auch oft sehr gerne mit ihm gespielt hat und bis heute spielt. Heute ist Winston fünf Monate alt.
Sie haben kleine Zerrspielzeuge, mit denen sie sich schön beschäftigen - Charly bleibt gelassen und hält das Ding meist einfach nur fest und Winston versucht es ihm abzunehmen. Beide liegen irgendwann auf dem Rücken Seite an Seite und knatschen auf dem Spielie rum ... ein schönes Bild. Gespielt wird aber nur außerhalb des Hauses - also meist im Garten.
Charly wird aber nie wirklich grob, aber je älter Winston wird, desto eindeutiger wehrt er sich, wenn er wirklich jetzt GAR KEINEN Bock hat. Als Winston noch Welpe war, war er wesentlich großzügiger, hat schon mal einen hilflosen Blick in unsere Richtung gesendet ... da haben wir versucht, den Kleinen wegzulotsen und sein Interesse auf was anderes zu lenken.
Auch wenn beide schön spielen, unterbrechen wir das nach einiger Zeit mit einem SCHLUSS, was auch inzwischen funzt, da muss man einfach hartnäckig sein und den verspielten Junghund, der kein Ende finden will, immer wieder wegnehmen, bis er das Kommando auch befolgt.
Im Haus selbst haben wir die Hunde insofern oft getrennt, das der Kleine stundenweise in eines seiner Welpengehege kommt. Der soll ja auch genug Schlaf kriegen und nicht laufend rumhampeln. Das wird auch gut akzeptiert. Ruhe lernen inklusive. Und Charly ist auch recht froh darüber, merkt man. Der pennt nämlich auch drinnen überwiegend - wir sind ja oft draußen im Garten. Für Drinnen haben wir Charly von Anfang an Ruhe beigebracht - auch er war dann in einem seiner Gehege, mit einem Langkauartikel um runterzukommen und dann entspannt einzupennen.
Wichtig finden wir Sozialkontakte zu gleichaltrigen Hunden - da geben wir ein- zweimal die Woche Gelegenheit, die sprechen eine gemeinsame Sprache. Aber auch regelmäßig zu souveränen Althunden die wirklich KEINERLEI Interesse an Welpen/Junghunden haben, Spielversuche quasi ins Nichts laufen. So lernt Hundchen, nicht jeder ist mein Spielkamerad. Und das SCHLUSS JETZT auch im Kontakt mit anderen Hunden verwenden.
Im Haus wird nur gekuschelt und nicht gerangelt.
Was ich sagen will: lass den Kontakt zeitweise bewusst unter Aufsicht zu, vielleicht regelt der Althund das von ganz alleine. Natürlich nur dann, wenn er das kleine Ding nicht beißt oder durch die Gegend schleudert ... Man muss sich eben auch spannend mit dem Welpen beschäftigen, damit er seiner natürlichen Bewegungs- und Spielfreude nachgehen kann ... auch mal einen Karton zerrupfen oder mit einem Stofftier rangeln ...
Mit der Zeit werden die KLeinen eh ruhiger ...