Beiträge von charly2802

    Eine Wurfabnahme wie es sie bei einem richtigem Züchter gibt findet auch erst statt wenn die 8 Woche voll ist.

    Ach? Die Wurfabnahme vom VDH-Zuchtwart fand bei Winston donnerstags statt - er wurde sonntags danach 8 Wochen alt.

    Zufällig war der Zuchtwart VDH-Züchter von unserem Ersthund Charly. Ich denke also schon, dass der Zeitpunkt seine Richtigkeit hatte. Haben am Abend noch miteinander telefoniert, weil ich wissen wollte, ob von VDH-Seite alles okay ist, insbesondere mit dem von uns ausgesuchten Welpen.

    Logisch, dass Welpe erst nach der Zuchtabnahme abgegeben werden kann. Wir hätten Winston auch schon donnerstagsabend abholen können. Wir haben aber erst sonntags Zeit gehabt - also als er exakt 8 Wochen alt war. Seine Wurfgeschwister wurden teils schon freitags abgeholt, weil die neuen Halter das Wochenende mit dem Welpen zeitlich mitnehmen wollten.

    Wenn es wirklich weh tat, hab ich automatisch "au" gerufen, Hand angeguckt, lieb gebeten, sie möge aufpassen und weiter ging es.

    Süß ... "lieb gebeten" ... grins.

    Dein Althund ist überfordert, du hilfst ihm nicht und er muss zu solchen Methoden greifen weil er auch nichts anderes gelernt hat.

    Ach Gottchen ... mein großes Labbibaby ist ein "Schläger" geworden, der den armen Welpen verbeißt, weil ich ihm nicht helfe ... looool

    Ich finde es total erschreckend, dass dieser Nackengriff immer noch angewendet wird.

    Ach, und wo soll man einen Hund Deiner Meinung nach packen, wenn er gerade was tut, was er nicht soll? Wie hältst Du ihn ab, am Schwanz, an der Pfote ...? Lächerlich - ich weiß ja nicht, was manche sich hier denken, aber ein Labbi hat am Hals Fellüberschuss ohne Ende, das tut ihm nicht weh. Ist kein Kurzhaar-Chi oder ein zarter Windhund ...

    Ich amüsiere mich gerade köstlich was einige sonst noch hier aufführen, von wegen Nackenschütteln, Gewalt-Paragraphen, Tierschutzgesetz ...

    Echt lächerlich.

    Ich frag mal meinen Junghund, der hier gerade auf dem Sofa an meiner Seite zwischen meinen Kuscheldecken quetscht und seine Kaustange schnaggelt, ob er das Vertrauen in mich verloren hat ...

    Aber ich verstehe schon, dass die Gesamtsituation zu zB meiner Hundehaltung niemals rüberkommen kann, wenn man nur ein paar wenige Beiträge liest.

    Aber wisst Ihr was, ist mir doch egal, was einige hier "annehmen" - wissen können sie es nämlich nicht.

    Man müsste erstmal "Gewalt" definieren ...

    Für mich sieht die Sache so aus: Hund macht was, was mir/einem anderen weh tut oder für ihn schädlich ist, also reagiere ich SOFORT so, dass er versteht, dass dies nicht läuft. Dafür wende ich eine Handlung an, die er auch verstehen kann. Ich nehme ihn zB am Nackenfell (davon hat ein Labbi genug - weiter Fellpulli) und stoppe ihn - dazu gibts ein verbales verärgertes Kommando.

    Ich denke, dass ist eine ganz normale Reaktion von Wesen zu Wesen. Beißt Welpe unserem Althund in die Eier, bekommt er von ihm eine gewischt - aber mit Schmackes und mit den Zähnen. Das quietscht dann schon mal das kleine freche Ding.

    Das machte unser Welpe/Junghund vier fünfmal und dann nie wieder. So einfach war das zumindest bei uns. Gibt noch ein zwei andere Dinge, wo wir so reagieren - zB Scheiße fressen oder uns oder andere mit Anlauf anspringen ... das läuft nicht. Dann gibts sofort einen Anschiss, der sich gewaschen hat und ich scheue mich nicht, den Hund am Nacken zu packen und ihn auch mal auf die Seite zu schmeißen. Eine Rüge die er klasklar versteht.

    Wenn sich jemand die Mühe machen möchte, das Welpen- und Junghundverhalten zu hinterfragen und ihm dann mit "Tidelü" beizubringen, dass er das zu lassen hat, kann er ja gerne machen ... ich hab dafür weder Lust noch Zeit. Denn ich weiß, es ist ein normales Verhalten und er muss noch viel lernen. Aber ich laufe nicht mit Bisswunden an Händen und Waden rum, wie manch einer in der Hundeschule ... da knappt das "Hundchen" in die Wade und dann wird rumgetüdelt ... klar wird man da vom Hund ernst genommen ... sieht man ja, wenn sie das mit sieben acht Monaten immer noch so machen ...

    Wirklich fiese Gewalt am Hund sind für mich ganz andere Dinge ... die manche Halter auch gerne machen, aus Erziehungsgründen. Futter wegnehmen, Futterverweigerung als "Mäkelei" sehen und stur bei zB Trockenfutter bleiben, Hund in eine Box zu sperren, weil er nicht mehr runterkommt, Hund nie laufen zu lassen, immer nur angeleint/an der Schlepp, Hund nie schwimmen/matschen zu lassen, da wird er ja schmutzig und man hat Arbeit, zu enge Halsungen/unpassende Geschirre, Hund lange alleine lassen, Hund auf krasse Diät zu setzen, obwohl man ihn vorher fett gefüttert hat, Sport- und Turnierzwang, Überimpfung usw. .... solches hat für mich eine Willkür, die der Hund nicht begreifen kann - er weiß nicht was er falsch macht. Aber diese Halter finden das "ganz normal" und sehen kein Problem darin.

    Also ... jeder wie er mag. Da ich irgendwann regelmäßig mit zwei 40-Kilo-Rüden alleine und entspannt unterwegs sein will, gibts für mich ganz klare Erziehungsvorgänge - hat beim ersten geklappt, wird beim zweiten auch funzen. Bin ganz zufrieden, wie sich der fünf Monate junge Quirl so macht. Wir verstehen uns immer besser ... ;-)

    Ich habe jetzt Futterspezialisten, mit denen ich eine Diät bzw. Futterumstellung besprechen werde.

    Ich würde mir um eine Futterumstellung wegen der Ohren keine Gedanken machen, bevor die Ohren nicht wenigstens einmal richtig ausgeheilt waren - also: ordentlich reinigen lassen, dann entsprechendes Ohrmittel gegen Hefen und Entzündung ausreichend lang anwenden und dann abwarten ...

    Ohrentzündungen/vermehrte Hefen sind ein Teufelskreis, wenn nicht rechtzeitig und ordentlich behandelt wird.

    Wir müssen uns bei beiden Labbis mittlerweile die paar Minuten am Tag Zeit nehmen und das Außenohr sanft auswischen. Bissle trockenes Kosmetiktuch reindrücken, damit so wenig wie möglich Feuchtigkeit bleibt, insbesondere nach dem Schwimmen oder Regenspaziergängen ... wenn Hund schläft, Ohren aufklappen ... immer wieder mal, damit Luft reinkommt und es besser austrocknen kann. Schlappohren sind nunmal empfindlich - das hat nichts mit dem Futter zu tun.

    Finde ich persönlich überzogen, unabhängig davon gibt es Welpen die man damit noch mehr anstachelt, anstatt sie, wie gewollt, damit zu beeindrucken.

    Mag jeder machen wie er mag - ich habe gute Erfahrungen gemacht mit eindeutigen "Verweisen" ... gibt Dinge, die laufen bei mir nicht und basta.

    Ich halte das für ein komplett normales Verhalten für einen Junghund ... da ist ne Menge Energie, die muss eben raus.

    Bei unserem zweiten Welpen/Junghund ist das auch so, egal ob am Tag viel gelaufen ist oder wenig. Also hat es nicht zwangsläufig was mit Über/Unterforderung zu tun.

    Es ist einfach nur ein Kind, dass spielen und toben will. Und auf jeden noch so kleinen Anreiz sofort anspringt.

    Allerdings darf er das bei uns nicht mit Bissen gegen Menschenhaut ausleben ... da muss man rechtzeitig entsprechend reagieren. Beim zweiten Welpen haben wir viel früher damit angefangen, als beim ersten ... Biss? Am Nackenfell gepackt und mit einem lauten NEIN! weggeschoben ...

    Hats vier fünf Mal probiert und seitdem knabbert er nur zart ... das darf er.

    Zum Thema beruhigen, wenn Junghund am Abend nicht runterkommen will. Gerade eben noch mal gehabt, Zweithund Winston ist jetzt 22 Wochen jung - ne Weile rumblödeln lassen, er schleudert dann sein Spielkissen rum ... so 10 Minuten und dann ab in sein kuschliges größeres Welpengehege - Karotte oder Zwieback mit rein und Ruhe ist. Ihn mit aufs Sofa zu nehmen und ihn zu beruhigen? Keine Chance ...

    Da steht nun Malassezia. Gut, kannte ich nicht, hab ich geoogelt. Lt. Google ein Pilz, der erstmal überall auf der Haut vorkommen kann und meißt sogar jeder Hund schon hat.

    Vermehrte Malassezien hatte Charly auch schon ... das ist eigentlich kein Akt - da gibts spezielle Salben fürs Ohr und Shampoo für den Körper - beim TA. Bei uns war innerhalb von wenigen Tagen alles wieder soweit in Ordnung, die gesamte Behandlung dauerte so zwei, drei Wochen. Allerdings wurden die Ohren gründlich gereinigt, weil Hund eh in Narkose lag, wegen HD/ED-Röntgen.

    Aber was kann ich tun das die Kleine ihn in Ruhe lässt?

    Du schreibst ja selbst, das ist normal ... Welpen suchen die Nähe eines erwachsenen Hundes, sie möchten Kontakt haben, natürlich auch ein bissle spielen, maulspielen, auf ihm rumkluntschen usw.

    Weiß ja nicht wie Dein Senior so drauf ist ... unser Welpe Winston kam mit acht Wochen zu uns und hat sich sofort auf Charly, der war damals drei Jahre, gestürzt ... der ist auch erst mal mehr oder weniger geflüchtet, vor dem quirligen Ding, dass auch noch versuchte bei ihm zu trinken. Wir haben das ein paar Minuten zugelassen und dann mit einem SCHLUSS den Welpen zu uns umgelenkt, bzw. ihn abgelenkt mit einem schönen Spielzeug. Zigmal am Tag, wenns nötig war.

    Es hat nicht lange gedauert, da hat Charly selbst geregelt, wenn er jetzt keinen Kontakt wollte. Durch knurren und eindeutigem Abwenden und Ignoranz. Der KLeine hat das schnell verstanden und wendet sich von alleine ab. Ich muss dazu aber sagen, dass unser Charly auch oft sehr gerne mit ihm gespielt hat und bis heute spielt. Heute ist Winston fünf Monate alt.

    Sie haben kleine Zerrspielzeuge, mit denen sie sich schön beschäftigen - Charly bleibt gelassen und hält das Ding meist einfach nur fest und Winston versucht es ihm abzunehmen. Beide liegen irgendwann auf dem Rücken Seite an Seite und knatschen auf dem Spielie rum ... ein schönes Bild. Gespielt wird aber nur außerhalb des Hauses - also meist im Garten.

    Charly wird aber nie wirklich grob, aber je älter Winston wird, desto eindeutiger wehrt er sich, wenn er wirklich jetzt GAR KEINEN Bock hat. Als Winston noch Welpe war, war er wesentlich großzügiger, hat schon mal einen hilflosen Blick in unsere Richtung gesendet ... da haben wir versucht, den Kleinen wegzulotsen und sein Interesse auf was anderes zu lenken.

    Auch wenn beide schön spielen, unterbrechen wir das nach einiger Zeit mit einem SCHLUSS, was auch inzwischen funzt, da muss man einfach hartnäckig sein und den verspielten Junghund, der kein Ende finden will, immer wieder wegnehmen, bis er das Kommando auch befolgt.

    Im Haus selbst haben wir die Hunde insofern oft getrennt, das der Kleine stundenweise in eines seiner Welpengehege kommt. Der soll ja auch genug Schlaf kriegen und nicht laufend rumhampeln. Das wird auch gut akzeptiert. Ruhe lernen inklusive. Und Charly ist auch recht froh darüber, merkt man. Der pennt nämlich auch drinnen überwiegend - wir sind ja oft draußen im Garten. Für Drinnen haben wir Charly von Anfang an Ruhe beigebracht - auch er war dann in einem seiner Gehege, mit einem Langkauartikel um runterzukommen und dann entspannt einzupennen.

    Wichtig finden wir Sozialkontakte zu gleichaltrigen Hunden - da geben wir ein- zweimal die Woche Gelegenheit, die sprechen eine gemeinsame Sprache. Aber auch regelmäßig zu souveränen Althunden die wirklich KEINERLEI Interesse an Welpen/Junghunden haben, Spielversuche quasi ins Nichts laufen. So lernt Hundchen, nicht jeder ist mein Spielkamerad. Und das SCHLUSS JETZT auch im Kontakt mit anderen Hunden verwenden.

    Im Haus wird nur gekuschelt und nicht gerangelt.

    Was ich sagen will: lass den Kontakt zeitweise bewusst unter Aufsicht zu, vielleicht regelt der Althund das von ganz alleine. Natürlich nur dann, wenn er das kleine Ding nicht beißt oder durch die Gegend schleudert ... Man muss sich eben auch spannend mit dem Welpen beschäftigen, damit er seiner natürlichen Bewegungs- und Spielfreude nachgehen kann ... auch mal einen Karton zerrupfen oder mit einem Stofftier rangeln ...

    Mit der Zeit werden die KLeinen eh ruhiger ...

    Zum Thema schimpfen: wenn wir unsere beiden Welpen dabei erwischen konnten, haben wir ein lautes empörtes NEIN! verlauten lassen und jeweils raus auf seinen Löseplatz gebracht ...

    Wichtig ist natürlich, dass das NEIN schon eine Bedeutung für den Kleinen hat, damit er kapiert, dass das jetzt nicht so gut war.

    Unfälle passieren trotzdem, manchmal sind die Kleinen noch "lahm im Hirn und lassen laufen" bei Entspannung oder Freude scheints besonders leicht zu passieren ... das legt sich mit der Zeit, garantiert. Charly war mit 15 Wochen etwa und Watson mit 20 Wochen stubenrein. Man muss dann aber eben lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig raus gehen ... selbst nach ewigem Gassi ... man spürt es mit der Zeit, wenn da noch was drück.

    Sachen ins Maul nehmen - aber ja ... so lernen Hunde nunmal ihre Welt kennen ... Kommando BÄH! oder PFUI! dann wird das schon mit der Zeit ... junge Hunde muss man eben im Auge behalten ... damit sie nicht was wirklich ungeeignetes aufnehmen ... das meiste ist ja letztendlich harmlos ... bissle Dünnschiss maximal. Auch das gibt sich mit der Zeit - meistens. Mal von chronischen Scheiße- und Tempofressern abgesehen ... weiß auch nicht, manche Hunde haben da einen Tick. Da muss man wohl besonders fleißig trainieren und eventuell sogar einen Fressschutz anlegen, bis sie es lassen.