Beiträge von KasuarFriday

    Unsere Equafleece-Lieferung kam heute endlich und ich bin total enttäuscht. Der Pullover ist gnadenlos zu eng, die Rollkragenjacke zu kurz und das Material von beiden sensationell.

    Aber es ist echt ärgerlich, ich habe Elvis drei Mal gemessen, damit ja die Werte stimmen weil die Website die nicht berechnen konnte und dann tatsächlich eine Mail an Equafleece geschrieben. Empfehlung bei Brustweite 70 cm und Rückenlänge 56 cm war Größe 26.

    Ja, nee.

    Die Rollkragenjacke würde ich jetzt gerne in 28 bestellen, das Material ist echt toll. Aber sie ist in praktisch allen Farben ausverkauft. Frust.

    Na, ich schaue jetzt mal, ob die britische Seite da vielleicht besser bestückt ist. Nicht dass es Elvis an Mänteln mangelt.

    EDIT: Nö, britische Seite hat sie auch nicht mehr. Oh well.

    aber ich wäre sehr dankbar für Input dazu damit ich vielleicht im nächsten Gespräch (hoffentlich morgen) direkt vermitteln kann was man akzeptieren muss und umsetzen kann und nicht nur am Ende "Ja, da muss man noch einen weiteren anders spezialisierten Trainer raussuchen" sagen kann.

    Erstmal: Ich finde es übrigens toll, dass du hier für deine Schwester, ihren Mann und ihren Hund Rat einholst.

    Du kannst ihnen zusätzlich zu deiner Zusammenfassung auch den Link zu diesem Thread geben. Sie brauchen sich nicht einmal im DF anzumelden, das ist ja alles offen im Internet einsehbar. Dann hängt es nicht nur an dir, alles korrekt zu vermitteln.

    Es ist doch recht vielfältiger Input zusammengekommen und das kann ihnen ja helfen, ihr Wissen weiter zu vertiefen. Zum Beispiel hier im DF oder im Internet nach Erfahrungen mit HSH zu stöbern und vor allem auch nach dem wichtigen Thema Stress/Schlafmangel beim Hund.


    Last not least: Die drei - Halter und Hund - haben jetzt 2,5 anstregende, frustierende Jahre hinter sich. Ich muss

    sagen, dass ich da bei den Haltern sehr viel Durchhaltevermögen sehe und verstehen kann, dass sie jetzt mit ihren Nerven am Ende sind. Freaking shit, ich arbeite auch im Homeoffice und wenn Elvis mehrmals am Tag so unruhig werden würde, würde allein das mich schon ganz gewaltig Nerven kosten.

    Ganz besonders, wenn es sich um so engagierte Ersthundehalter handelt, wie du in deinem ersten Post schilderst. Die versucht haben, sich gut zu informieren und von Anfang an mit Trainern zusammengearbeitet haben (und ingesamt mit mindestens 6 Trainern).

    Ob und warum dabei Basics wie Rasseeigenschaften, Schlaf- und Ruhebedrüfnis und rassegerechte/ und -ungeeignete Beschäftigung bisher zu kurz gekommen sind, lässt sich aus der Ferne und über Dritte nicht nachvollziehen. Aber da sehe ich echt Ansatzpunkte mit Potenzial, die Situation für alle drei deutlich zu verbessern.

    Bisher war es den Großteil der Zeit eben ein Hund, der sich so und so verhält, kein typischer Herdenschutzhund der sich in diesem Ausmaß wie ein Herdenschutzhund verhält. Das sorgt natürlich bei den Haltern dann auch für viel Konflikt und Unverständnis weil man dann, wie ihr richtig sagt, versucht den Hund zu verbiegen obwohl das möglicherweise einfach gegen die Natur der Tieres geht.

    Ich denke auch das ein riesiger Teil der Frustration und der Belastung mit dem Hund bisher wahrscheinlich auf genau diesem Konflikt beruht. Die Halter haben immer und immer wieder versucht das Verhalten des Hundes in einen gemäßigten Bereich zu kriegen was vieleicht wie ihr sagt einfach nicht drin ist mit dieser Art Hund. Natürlich führt das auf Dauer zu einer Menge Frust und einem geht die Energie aus.

    Ich glaube, das ist wirklich ein Knackpunkt. So wie es klingt, sind es ja auch Ersthundehalter. Da hat man einfach unrealistische Erwartungen an (die meisten) Hunde, an sich selbst und an die Trainierbarkeit.

    Ich habe vor Elvis wirklich zugesehen, mich bestmöglich zu informieren. Aber trotzdem habe ich irgendwie gedacht, man kann Hunde durch Training recht weitgehend formen. Yo, kann man nicht.

    Vereinfacht gesagt sind Hunde über Jahrhunderte die Bio-Roboter der Menschen gewesen. Das gewünschte Verhalten wurde durch Selektion immer unverrückbar "einprogrammiert", nicht durch Software, sondern durch Gene. Gegen diese über Jahrhunderte eingezüchteten rassespezifischen Eigenschaften kommt man mit Training nicht gegen an. Oft auch mit krasseren Methoden nicht unbedingt, denn die eingezüchteten Eigenschaften sollte ein Hund ja gerade in widrigen Situationen beibehalten, wenn es darauf ankommt. Ein Jagdhund soll sich von der Jagd nicht abhalten lassen, ein HSH soll die Herde auch dann schützen, wenn es gefährlich für ihn selbst wird.

    Man kann aber mit diesen EIgenschaften arbeiten, dazu gab es hier ja schon viele Beispiele (z. B. wachen lassen). Aber als Ersthundehalter weiß man das nicht (und alle Trainer wissen das auch leider nicht).

    Und selbst wenn man es theoretisch weiß, ist es etwas komplett anderes, das wirklich zu erleben. Meistens geht man ja eher davon aus, man wäre zu blöd, macht alles falsch etc. und zerfleischt sich selbst, denn alle anderen Hunde sind ja so brav, lieb, laufen frei usw. usw.

    Genau wie du schreibst, das führt zu Frust, raubt Energie, kostet sehr viel Aufwand, Zeit und oft auch Geld, bringt aber bitterlich wenig Ergebnisse. Das ist hart für Hund und Halter. Wirklich zu realisiseren, dass der Hund ist, wie er ist, ist da schon eine große Erleichterung. Die wünsche ich deiner Schwester und ihrem Mann.

    Wie du auch schreibst, sie werden den Hund ja ohnehin noch längere Zeit haben. Allein schon mit Management, wie es hier beschrieben wurde, ist da wahrscheinlich schon viel gewonnen. Und wer weiß, was sich noch ergibt, wenn der Blick auf den Hund nicht mehr von den eigenen unrealistischen Idealvorstellungen verstellt ist.

    Ich möchte jetzt keinen sündhaft teuren Mantel kaufen, ich glaube für unsere Zwecke taugt auch was einfacheres, oder?

    Einfach Fleece? Der hier zuletzt gezeigte von Amazon kann ich mir auch sehr gut vorstellen?

    Oder doch lieber etwas was auch Regen abhält? Wobei sie es eh hasst im Regen zu laufen und die Runden klein ausfallen. Das hält vermutlich auch Fleece kurz aus...

    Was taugen die Huppsala von Hunter?

    Mit dem von Hunter liebäugele ich auch, kenne ihn aber nicht.

    Falls du aber mal das Konzept Mantel ausprobieren willst, ist mein alter Favorit der Orleans von Trixie. Simpler Mantel, supereinfach anzuziehen, außen verlässlich regendicht (1.000 mal getestet), innen weicher Fleece, nicht zu dünn aber auch nicht zu dick - ist allerdings kein Wintermantel. Und er ist günstig genug, dass man bei Bedarf einfach einen Schlitz fürs Geschirr reinschneiden kann.

    Falls er anfangs etwas knitterig ist, einfach mit in die Waschmaschine stecken, dann wird er weicher.

    Mit dem kannst du auch testen, ob das Regenngassi-Problem sich erledigt, wenn sie nicht so nass wird. Seit einigen Jahren stellt sich Elvis ohne Mantel bei Regen unter Büsche und will heim. Mit wasserfestem Mantel kein Thema (außer der Regen ist richtig stark und pladdert so dolle auf seinen Kopf). Viel Spaß!

    Und bei der Gelegenheit: der Rukka Warm Up Hundemantel ist eher dünn, oder? Wir rüsten hier gerade für den Winter auf und ich suche dicke Mäntel für einen alten, tapferen Hund. Den Hurra Summit und Expedition Dingsda haben wir, ebenso den hellgrauen Ruffwear Quinzee.

    Der Rukka gefällt mir einfach von der Farbe olive her. Ideal wäre aber auch ein heller Mantel (eben wie der Quinzee), aber wasserabweisend (was der Quinzee leider nicht ist).

    Immer her mit den Empfehlungen! Achso: Schnitt kann kann lang oder Westen-Artig sein. Ich finde lang besser, um mehr vom Hund zu bedecken, Elvis findet Westen-artig besser :)

    Ich kenne einen freien Familienbeagle in Ersthalterhand, der sicher bestimmt auch mehr Auslastung mitmachen würde, aber zumindest auf mich soweit happy und ausgeglichen wirkt.

    Hier im Kiez laufen mehrere mit Beagles herum, einige davon laufen sogar frei und wirken ausgeglichen. Einer ist jünger, den sehe ich seit einigen Jahren, einer ist älter, die sind hier glaube ich erst hergezogen. Aber da habe ich null Einblick, wie der Alltag oder die Auslastung laufen.

    Und dann kenne ich noch einen Halter, der seine Beagles auch jagdlich einsetzt und gerne zu Jagden eingeladen wird, weil die Hunde einfach gut sind. Der wird aber bei der Auswahl der Hunde auch auf eine entsprechende Zucht geachtet haben. Aber dennoch sind Beagles immer Jagdhunde und mit dem Erbe wird man in Sachen Auslastung und Jagdtrieb ganz sicher zu tun haben.

    Wie andere schon schrieben, ohne Abstriche wird die Wunschliste nicht realisierbar sein, aber so ist das Leben.

    Was mir noch einfiel - mit einigen Abstrichen – ist der Beagle. Da ich selbst aber nur ein paar sehr oberflächlich kenne, müssten da aber noch mal Beagle-Menschen eine Meinung zu abgeben.

    Nach bestem Wissen und Gewissen von mir sind sie prinzipiell (entspr. Erziehung und umsichtige Haltung mitgedacht) kinderfreundlich, pflegeleicht (Schlappohrenpflege mitdenken!), stabil, wiegen aber so um die 15 Kilo, keine "Frauenhunde" sondern definitiv Unisex-Modelle, nicht "aggressiv", prinzipiell verträglich mit andern Hunden und brauchen keinen Friseur.

    Abstriche: Beagles sind jetzt nicht unbedingt ruhig, aber mein Eindruck ist, sie sind oft recht cool. Bellfreudig weiß ich nicht genau, es sind ja Hunde mit Spurlaut, keine Ahnung, wie sich das insgesamt auswirkt. Besondere Auslastung + Jagdtrieb: es sind ursprünglich Jagdhunde und der Jagdtrieb ist wohl oft knackig, bis hin zu nicht ableinbar. Da muss man dann abwägen, wie schlimm man das findet/ finden würde.