Beiträge von KasuarFriday

    Ertsmal: Es tut mir sehr, sehr leid, dass ihr beide diese schwere Zeit erlebt. Mein Hund Elvis wird im Januar geschätzte 13 Jahre alt und ich kann deine Aussage "ständig kommt was Neues dazu" so nachvollziehen. Das ist hier auch so. Kaum haben wir unsere neuen Routinen gefunden, ändert sich wieder etwas. (Seither bewundere ich alte Menschen dafür, einfach ihren Alltag zu managen)

    Wir sind nicht in der gleichen Situation wie ihr, aber einiges ist ähnlich. Ich schreibe dir daher einfach, was mir beim Lesen einfiel, vielleicht hilft es dir ja. Oder zeigt, wo wir zusammen nicht weiterkommen :)

    Elvis ist 53 cm groß, also vermutlich etwas kleiner als dein Hund. Aber ich bin für ihn auch in eine EG-Wohnung gezogen, nachdem er nach einem Bandscheibenvorfall keine Treppen mehr gehen konnte. Leider hat Elvis auch extrem starke Arthrose in beiden Ellenbögen und bekommt daher einen wahren Cocktail an Medikamenten, Ich gehe weiter unten darauf genauer ein. Er ist ebenfalls fast taub, bei ihm ist das aber u. a. durch eine Ohren-OP bedingt; kastriert ist er schon seit er ca. 3 Jahre alt war (Tierschutzhund). Nach einer Blasenentzündung im Oktober(?) haben wir auch immer mal wieder ein Problem mit Urinverlust. Lange nicht so massiv wie bei euch und ohne Kotverlust, ich kann mir kaum vorstellen, wie belastend das für dich und natürlich auch deinen Hund sein muss.

    Manchmal schaffe ich es noch rechtzeitig ihm eine Windel anzuziehen (über Nacht macht es keinen Sinn, weil sie verrutscht)

    Zum Verrutschen: Wir sind gerade in einem Hotel und für den Aufenthalt hier habe ich Elvis Einwegrüdenbinden gekauft. Die finde ich nahezu nutzlos, denn sie verrutschen oder schnüren ihm erst alles ab und gehen dann auf.

    Zu Hause haben wir Stoffbinden für Hunde, die halten tatschlich die ganze Nacht und zum Glück habe ich nach einem Testlauf mit den Einwegbinden auch welche ins Hotel mitgenommen.

    Zu Hause nutze ich die Stoffbinden meistens mit Stoffinlets (waren bei den Binden dabei), die ich dann bei 60 Grad wasche. Hier im Hotel und für blöde Zeiten zu Hause habe ich Inkontinenzeinlagen, die ich in die Binde reinpacke. Die kann man einfach wegwerfen und die halten m. E. auch deutlich mehr Urin als die Stoffinlets. Vermutlich könnte ich auch zwei Einlagen in eine Binde quetschen, daran denke ich, weil du schriebst, dass dein Hund auch mal die ganze Blase leert.

    Ihr braucht ja Windeln, nicht "bloß" Binden, aber vielleicht ist auch dort ein Versuch mit Stoffwindeln hilfreich. Zumindest die Stoffbinden haben breite, feste Klettverschlüsse, wodurch die gut anzupassen sind und zuverlässiger halten. Ich hab unsere Stoffbinden einfach bei Amazon gekauft, es musste damals vor allem schnell gehen.

    Ich bin ehrlicherweise am Ende meiner Kräfte.

    Mehr als verständlich. Es ist heftig, was du da bisher gewuppt hast.

    Die Situation beeinflusst alles. Ich kann nirgendwo mehr hingehen, weil er nicht gut laufen kann und inkontinent ist.

    Ich bin nicht sicher, ob dein Hund das schaffen kann, schreibe es aber trotzdem: für Elvis habe ich seit Sommer einen Hundewagen in Gebrauch. Das ist eigentlich ein Hundefahrradanhänger, der aber auch einen Griff hat, so dass man ihn als Buggy/Jogger nutzen kann. Und das tun wir ausgiebig. Für uns hat das einen enormen Gewinn an Lebensqualität gebracht. Für Elvis wieder spannendere, neue Gassistrecken und für mich wieder mehr Flexibilität und Bewegung. Man hat ja meistens einen Hund, weil man auch gerne draußen in Bewegung ist.

    Wir haben den Jogger auch gut trainiert bekommen. Die Räder sind leicht abmontierbar, so konnte ich ihn erstmal ebenerdig in die Wohnung stellen und das Reingehen und drin liegen üben. Später Räder dran und Einsteigen auf der tatschlichen Höhe üben. Elvis konnte das lange nicht gut, da der Einstieg für ihn recht hoch war. Ich habe ihm lange eine "Räuberleiter" gemacht (die Pfoten auf halber Höhe mit den Händen aufgefangen) oder bin später draußen an Bordsteine gefahren, so dass er ebenerdig ein- und aussteigen konnte. Inzwischen kann er aber komplett selbst einsteigen. Das Aussteigen habe ich auch ellenbogenschonend geübt.

    Der Jogger, den wir haben, ist, wie sicher die meisten Modelle, mit Reißverschlüssen verschließbar - und öffnebar. Beim normalen Gassi mache ich alles auf und Elvis weht der Wind um die Nase. Hole ich mir eine Kaffee im Café, mache ich rundum alles dicht. Ähnlich, als wir bei einer Trauerfeier im Restraurant waren. Da stand Elvis im geschlossenen Wagen liegend neben mir.

    Morgens lege ich über das Kissen des Wagens eine Inkontinenzunterlage, denn beim ersten Gassi kann Elvis manchmal nicht genug Urin ablassen, bevor er nicht mehr weitergehen und in den Wagen will. Passiert ihm im Wagen dann ein Malheur, kann ich einfach die Unterlage wegwerfen. Im Kissen habe ich zwischen Bezug und Polster auch eine zweite Inkontinenzeinlage eingezogen, eben weil unser Alltag voller Überraschungen ist. (Und Kissen sowie Polster waren auch schon mehrfach in der Waschmaschine)

    Ich habe auch überlegt zu einem weiteren TA zu gehen. Der Hund bekommt im Moment 4 unterschiedliche Medikamente. Für mich fühlt sich das viel an. Im neuen Jahr hole ich mir mal eine weitere Meinung ein.

    Mach das. Zum TA schreibe ich unten gleich noch was.

    Medikamente: Für mich klingt 4 wenig :)

    Elvis bekommt gegen seine Arthroseschmerzen: 3-wöchig Librela, 2-wöchig eine Mikrodosis Ketamin und täglich Cimalgex.

    3 x täglich Novalgin wäre ok, aber ich habe immer wieder den Eindruck, dass er Novalgin nicht gut verträgt (was ätzend ist, es ist ein tolles Schmerzmittel, wir starten im Januar in Ruhe noch mal einen Versuch damit).

    Als NEMs bekommt er Teufelskralle (von Ratiopharm, Höchstdois) und Weihrauch.

    Für die Mikrozirkulation bekommt er Vitofyllin (geht in die Richtung von Karsivan). Gegen die Nerven-Missempfindungen durch seinen BSV bekommt er als NEM Doloctan (ein Generikum zu Keltikan forte).

    Dank der Blasenproblematik haben wir jetzt auch als weitere NEMs Methionin (Urinansäuerung) und Mannose mit im Mix.

    Ich finde das krass viel, aber so ist das eben. Wir haben zum Glück eine tolle TÄ, mit der ich das alles ab- und besprechen kann, auch wenn ich etwas Neues gelesen habe.

    Das wird nicht punktiert, weil a) der Hund sehr alt ist und b) er die letzte Vollnarkose gar nicht gut vertragen hat. Die Farbe ist normal.

    Als Anmerkung dazu: war die letzte Narkose mit der Spitze oder eine Inhalationsnarkose? Ich habe im Kopf, dass die Inhalationsnarkosen deutlich schonender für den Stoffwechsel sind, vielleicht wäre das noch eine Option. Darüber könntest du ggf. auch mit dem Zweitmeinungs-TA sprechen.

    Ich finde das sehr wichtig mit krankem alten Hund jemand fachlich versierten an meiner Seite zu haben bei dem ich mich (den Umständen entsprechend) wohl fühle mit meinem Tier.

    Da kann ich gar nicht genug zustimmen. Wir haben zum Glück jetzt eine sensationelle TÄ, bei der das der Fall ist. Elvis ist dort happy, sie ist fachlich – so weit ich das beurteilen kann – gut informiert und fit und ich fühle mich dort auch menschlich wohl.

    Ich hatte nach unserem Umzug zwei bekanntermaßen richtig gute Praxen in Laufweite und war einfach einmal bei beiden. Die TÄ waren beide super und supertoll mit Elvis. Aber menschlich habe ich mich bei unserer heutigen TÄ einfach viel wohler gefühlt und mich daher für sie entscheiden. Damit bin ich bisher so glücklich und das wünsche ich euch auch.

    Jetzt habe ich bestimmt immer noch was vergessen, aber vielleicht bringt es dir ja auch gar nichts ... und ich muss hier gleich mal mit meinem Senior raus!

    Alles Gute euch!

    Ich stelle mir vor, wie der besorgte Nachbar die Polizei anruft, die es umgehend an die zuständige Bereitschaft weiterleitet, sich das VetAmt morgen um Mitternacht zu mir kämpft,

    ich die Tür öffne, Futternapf und Eierlikör-Flasche in der Hand, hinter mir ein torkelnder Hund – in flagranti ertappt! Und ich nur nonchalant mit den Achseln zuckend den Klingelnden mit einem verschwörerischen Lächeln erkläre: "Na, Silvester halt ...!" *zwinkerzwonker*

    Und nach einem einvernehmlichen geneinsamen "Haha, jaja, Silvester, kann man nix machen!" zieht das VetAmt durch den Raketenregen von dannen. Cheers!


    PS zu Eierlikör: Ich war einst Silvester zu Besuch bei meinem Vater, der nur noch eine uralte, wirklich nicht mehr vertrauenwürdige Flasche Eierlikör hatte. Aber zum Glück eine Flasche Rum, Eier und Zucker, so dass ich das Zeug selbst mixen konnte. Musste es bloß einmal fix mit den geänderten Volumenprozent durchrechnen, um die korrekte Menge Rum zu ermitteln. Also, falls hier jemand Eierlikör hasst, aber Rum mag und gerne auch mal trinkt, wäre das noch eine Option.

    Ich wurde gerade in der Silvester Feuerwerk Debate an anderer Stelle schon gefragt, ob ich eigentlich nichts von Kompromissen halte. Also, doch, ich bin durchaus ein Freund von Kompromissen. Wenn der allerdings so aussieht, ihr nehmt einfach mal hin, dass die Leute so eine kurze Zeitspanne richtig Spaß haben, und solange kann man das dann schon aushalten (Blick auf die Natur, Blick auf panische Tiere in Wald und Flur, Blick auf meinen Hund vorletztes Jahr, der nicht mal so ansprechbar war, als dass er noch gefressen hätte, oder zumindest mal aufgehört hätte zu zittern) - wenn ein Kompromiss beinhaltet, dass andere dann leiden, dann ist für mich "Kompromiss" irgendwie der falsche Begriff, und ein sehr unpassender.

    Ich wollte gerade fast das gleiche schreiben, wie Lysaya – Feuerwerk nur an Silvester ist ja schon der Kompromiss.

    Aber das wird ja jetzt von irgendwelchen Böllercrazies immer weiter ausgedehnt, auf immer mehr Tage vor Silvester. So, dass ich auch schon Tage vor Silvester mit Hund ins Hotel gehe, was ich anderenfalls nicht tun würde. Die Böllerei zu Silvester alleine würden wir aushalten können.

    Und am Rande: In Bezug auf das Feuerwerk betrifft der Kompromiss auch Lebewesen, die ihm nicht zustimmen können, zum Beispiel die Wildtiere. Für die entscheiden wir Menschen einfach mit und nicht in ihrem Sinne. Das ist so üblich im Umgang mit vielen Lebenwesen, aber dennoch unfair.

    hier wurde erwähnt das man das einen anschauen belohnt... das mache ich ganz bewußt nicht,einfach um eine reaktion auf den böller nicht noch zu fördern.ich verhalte mich komplett neutral... einfach so,es interessiert nicht und gut....

    Da gibt es ja einfach unterschiedliche Ansätze. Ich kannte das so ähnlich beim Tierarzt - bei der Untersuchung des Hundes zwar am Kopf vom Hund stehen, aber so tun, als sei nix.

    Irgendwann fiel mir auf, dass das für mich persönlich bei vertauschten Rollen zusätzlich zur seltsamen Situation extrem beunruhigend wäre: etwas passiert, ich werde gedrückt, gepiekst, aber das scheine nur ich zu merken? Und die Person, der ich sonst vertraue, und die mich durchs Leben in einer seltsamen, oft unübersichtlichen Welt führt, bekommt davon gar nichts mit? Seitdem gebe ich Elvis Feedback: ja, das ist komisch, aber es ist wichtig - prima ausgehalten.

    Ähnlich bei komischen Sounds: ja, habe ich auch gehört, das war nur xy oder ja, habe ich auch gehört, weiß auch nicht, was das war, aber ist egal für uns.

    In der Wohnung habe ich das von Anfang an gemacht. Elvis ist da ja auch easy. Bloß das Geräusch vorbeifahrender Lininebusse fand er insbesondere abends oft seltsam bis nahe an gruselig, da hat er auch beim Dösen oft alarmiert den Kopf gehoben. Ich hab dann erklärt "Alles gut, das ist bloß der Bus, kannst weiterschlafen" und das hat er dann auch gemacht. Das Geräusch hat dadurch enorm an Brisanz verloren, er hat dann irgendwann kaum noch drauf reagiert. Aber es gab immer mal wieder Abende, auch Jahre später, an denen es ihm doch wieder auffiel, ich meinen Text aufsagen und mich freuen konnte, dass er dann direkt den Kopf wieder ablegt.

    Will sagen: Ich glaube, man kann es so oder so machen. Ich habe mit der Neutral-Variante angefangen, fühle mich mit der Feedback-Variante aber wohler. ... und wünsche euch, insbesondere Änni, weiterhin viel Ruhe.

    Noch eine ganz schnelle Notlösung wäre ein großes Halsband hinter den Rippen anzulegen, und das dan mittels kurzem Strick am Geschirr zu befestigen. Das sollte bei der Hundegröße eigentlich gehen.

    Das finde ich ja mal cool!

    Wir haben in Elvis' Anfangszeit das normale Geschirr mit einer kleinen Koppel mit seinem Zugstopphalsband am Hals verbunden. Die Koppel hatte uns damals unsere Trainerin gegeben, war einfach ein stabiles, kurzes, dünnes Seil mit zwei Karabinern. Da das Seil rot war, sah es sogar richtig schick aus, wenn Elvis es trug, ein bisschen wie so ein Bändchen von der Ehrenlegion oder so.

    irgendwie trau ich mich ja so gar nicht, dem.Hund was in die Ohren zu stecken 🙈

    Bevor das von mir falsch rüberkommt: musst du ja auch nicht; ich komme mir immer etwas nervig vor, das ständig zu erwähnen. Aber für uns war es eben so hilfreich und ich hatte das vorher noch nie gehört oder davon gelesen und war so froh, als ich darauf kam. Daher erwähne ich das, weil ich es immer ganz cool finde, noch ein paar Handlungsoptionen zu kennen, selbst wenn ich sie nicht oder nur in Mega-Notfällen nutzen würde.

    Falls du etwas mit/um die Ohren veranstalten möchtest, könnest du testen, ob du Theo einen Schal oder ein Stirnband um die Ohren machen kannst. Ich vermute, das dämpft jetzt nicht so stark, aber zumindest schon mal ein bisschen. Hehe, und das seltsam-nervige Gefühl am Kopf lenkt ihn vielleicht dann zusätzlich vom Geböller ab.

    Gerade bei Insta gesehen. Hund bekommt als Geräuschschutz Watte in die Ohren und dann werden Binden um den Kopf gebunden, damit das hält. Aber Watte? Wäre mir glaube zu gefährlich :ka:

    Und so habe ich das als Jugendliche mit meiner AustralianTerrierHündin auch immer gemacht, die Watte vorher gerollt, dann ist sie relativ fest und lässt sich gut rausholen

    Wie gesagt, ich nehme da einfach Ohrstöpsel, diese Schaumgummi-Knautschdinger. Passen Elvis, gibt es aber auch in klein für Kinder bzw. kann man sie einfach zuschneiden.

    Die halten ok. Ich habe sie ihm um Silvster rum immer zum Gassi in die Ohren gepackt. Manchmal fällt unbemerkt eines raus, aber ich hatte dann einfach immer ein paar als Ersatz dabei.

    Hier - ums Flughafenhotel rum - hat man gestern abend auch die Böller vom Stadtrand her gehört. Also ich habe sie gehört, Elvis' Ohren sind ziemlich schlecht, da kam gar nichts bei ihm an. Yesss!

    All die Kohle und die Begeisterung für das BUMM! verstehe ich auch nicht. Mir ist das zu laut und ehrlich gesagt finde ich auch buntes Feuerwerk irgendwie unspannend.

    Aber ich denke, jede/r gibt (manchmal sehr viel) Geld aus für Dinge, die andere komplett sinnlos oder sogar idiotisch finden.

    Von daher dürfen die Leute von mir aus m. E. berechtigterweise meckern, dass alles teurer wurde und dann raushauen, was sie entbehren können, für Dinge, die ihnen Freude bringen. Bei Böllern verstehe ich es nicht, aber muss ich ja auch nicht. Sollen die Leute von mir aus Wagenladungen kaufen.

    An dem Punkt, an dem die Böller allerdings jenseits aller Regeln gezündet werden, mit all den Konsequenzen für alle in der Nähe (Mensch, Tier, Umwelt), endet mein Verständnis komplett. Wie hier schon geschrieben, wird wohl oft nicht einmal versucht, die geltenden Regeln durchzusetzen. Das finde ich unmöglich und denke, kein Wunder, wenn es immer schlimmer wird – ist ja unausgesprochen dann eben auch erlaubt.

    Wäre ich König von Deutschland, wäre Böllerei verboten (über Profi-Pyrotechnik zu Anlässen könnte man verhandeln, auch wenn ich das echt nicht brauche. Aber ich bin eine sehr großzügige Herrscherin).

    Dafür würde es landauf landab große, schallisolierte Hallen geben, in denen das Böllern 365 Tage im Jahr erlaubt ist. Böller werden dort und nur dort verkauft und alles Gekaufte muss dort verböllert werden.

    Die Verkäufe bleiben der Wirtschaft erhalten, die Fans bekommen ihr lauten BummBumm und alle anderen ihre Ruhe das Jahr über und können zu Silvester selbst entscheiden, ob sie dort böllern wollen oder lieber in Ruhe zu Hause bleiben.

    aber das Hundetier ist ja nicht doof und merkt genau, dass das alles nur fake ist und dass wir innerlich kochen.

    Das einzige Mal, als Elvis gut mit Geböllere klarkam war tatsächlich, als ich deshalb stinksauer war. Es war weit im Januar, und es wurde immer noch abends viel geböllert. Ich war echt richtig, richtig genervt. Ständig mussten wir die Abendgassirouten spontan ändern, weil irgendein ein Böllerfredo irgendwo rummachte, so dass wir da nicht langkonnten.

    An dem Tag sind wir tagsüber (es war hell - im Januar!) von der Bushaltestelle gekommen und wollten einfach nur nach Hause gehen. Einfach nur ca. 800 Meter die Straße geradeaus runter, bis zu unserer Haustür. Und nach 50 Metern ging das Geböllere los. Elvis war erst beunruhigt, dann ängstlich. Und ich war SO ANGEPISST. Ich wollte nach Hause, ich wollte nicht noch durch x Straßen Umwege nach Hause machen wegen irgendwelcher Asis.

    Normalerweise lasse ich mich von Elvis' Unbehagen anstecken. Ich mag den Lärm auch nicht, ich spüre Elvis' Angst und habe dann Sorge, dass er noch mehr Angst bekommt und werde selbst eher flatterig. Nicht hilfreich, aber so ist das.

    An dem Tag war das anders. Ich war eben stinksauer und meinte nur zu Elvis, "Komm, die können sich Ihre Böller in den Arm schieben, wir gehen jetzt nach Hause." und dann sind wir stracks auf direktem Wege nach Hause gegangen. Ich hatte das Gefühl, ich sprühe vor Wut und Elvis hat sich verhalten, als wäre meine Wut wie ein Schutzschild um ihn herum.

    Von daher kann man Wut wegen der Böllerei vielleicht sogar gut nutzen, scheint mir außerdem eine angemessene Reaktion zu sein :)

    Achso: Ich habe den Effekt nicht wiederholen können, sonst wäre wir ja jetzt auch nicht im Hotel. Allerdings wäre es glaube ich auch nicht sooooo gesund, die ganzen Tage bis Silvester ständig auf 180 zu sein. :) Dann doch lieber chillen im Hotel!

    Leider haben wir keinen komplett innenliegenden Raum, in den sich Mogli zurückziehen könnte.

    Für Elvis hatte ich draußen notfallmßig Ohrenstöpsel dabei. Die dämpfen auch etwas; fallen aber zumindest beim Gassi auch immer mal wieder aus dem Ohr raus.

    Elvis hat allerdings Schlappohren, da kann man die Stöpsel gut in die Ohren bekommen. Keine Ahnung, ob das auch bei anderen Ohrformen so gut ginge.