Beiträge von RafiLe1985

    Ich kann die Leute schon verstehen, die zwar einen Hund vom Züchter wollen, aber die keine Ahnung von Ahnenforschung haben und deshalb nach dem Preis entscheiden...

    Ich verstehe schon die Vorstellung nicht, dass man beim "Kauf" eines Lebewesens, das einen 10 und mehr Jahre begleiten wird, in das man viel Liebe, Arbeit, Mühe und Geduld stecken wird, das einem ein treuer Freund sein wird, nach dem Preis entscheiden kann...

    Ich staune immer wieder, wie viele hier dem Züchter regelrecht in den Allerwertesten kriechen und sich nicht beim ersten Gespräch trauen zu fragen was der Hund kostet.

    Ich glaube nicht, dass es damit zu tun hat. Man kann doch auch auf anderen Wegen herausfinden, was ein Welpe ungefähr kostet und ob es dann paar hundert Euro rum und num sind, ist doch vollkommen egal.

    Ich wusste zum Beispiel, dass ein Labrador-Welpe so etwa 1.500€ kostet. Manchmal mehr, manchmal weniger. Diese Info reicht doch. Für mich persönlich war der GENAUE Preis dann vollkommen unerheblich.

    Ich wusste, wie viel Newton kostet, als ich gefragt habe, wie viel Geld ich für die Anzahlung mitbringen soll. Und war dann überrascht, dass es sogar nur insgesamt 1.400€ waren.

    Hallo,

    ohne jetzt alle Beiträge gelesen zu haben: Natürlich ist es unverschämt, wenn einfach aufgelegt wird. Das finde ich nicht in Ordnung.

    Allerdings finde ich es schon merkwürdig, dass bei einer solchen "Anschaffung" die Preisfrage so dermaßen im Vordergrund steht, dass man gleich beim ersten Gespräch danach fragen muss.

    Ein Welpe von einem seriösen VdH-Züchter kostet zwischen 1000 und 1700€. Um diese Information zu erhalten, brauchst du keinen Züchter fragen. Du findest sie im Internet oder eben hier im Dogforum.

    Der "Anschaffungspreis" ist ein Bruchteil dessen, was ein Hundeleben kostet. Mal zur Info: Mein Vater hat damals bei unserer ersten Hündin (Yorkshire Terrier, wurde 14 Jahre alt) alle Kosten aufgeschrieben und zusammengerechnet (einfach aus Interesse). Er kam auf rund 14.000€. Bei einem Kleinhund! Jetzt lass das mal einen großen Hund sein, der viel mehr frisst und wo der Verschleiß von Spielzeug, Kauartikeln, etc. höher ist, und lass dann unter Umständen noch eine komplizierte OP dazukommen, dann bist du locker bei 20.000€.

    Und daher kann ich die Züchter schon verstehen, wenn sie jemandem der gleich nach dem Preis fragt, oder direkt sagt, mehr als 1000€ ist nicht drinnen, keinen Welpen geben. Ich als Züchter würde mir da denken, gut, wenn derjenige nicht bereit ist, "lächerliche" 400€ (z.B.) mehr auszugeben, wird er auch sonst versuchen am Hund zu sparen. Und welcher seriöse Züchter möchte das? Die Züchter, die ich kenne, verfolgen häufig ein Leben lang das Leben des Hundes.

    Mal ein Beispiel dazu: Bei Newton steht in Kürze die Umstellung auf Adult-Futter um. Die Züchterin schrieb mir extra eine Mail um mich daran zu erinnern und betonte nochmals, wie wichtig es für Newton sein, weiterhin ein hochwertiges Futter zu bekommen. Ich habe ihr dann geantwortet, dass ich einfach die Adult-Version von seinem Welpenfutter nehmen werde. Das fand sie super.

    Wieso möchtest du denn nicht mehr als 1000€ ausgeben? Ich weiß, die Frage ist etwas sehr indiskret. Aber mich wundert es, dass es an unter Umständen an 200€ Differenz scheitern kann...

    Grüße,
    Rafaela

    Hi,


    ich schreibe später nochmal. Bin zum Gassigehen verabredet. Bis später. ;)

    So, hier bin ich noch mal. Ich habe wie gesagt mit Newton sehr viel über Blickkontakt gearbeitet und anfangs jeden Blickkontakt belohnt. Nicht nur bei der Leinenführigkeit. Irgendwie hat er daher mittlerweile automatisch (fast) immer ein Auge auf mich.

    Eine Übung, die ich mit ihm ganz am Anfang gemacht habe: Ich habe ihm auf der flachen Hand ein Leckerchen präsentiert und er durfte es erst nehmen, wenn er mich angesehen hat.

    Newton bekommt also erst etwas von mir, wenn er mich angesehen hat. In den meisten Situationen erwarte ich mittlerweile einen längeren Blickkontakt. In wenigen Situationen reicht mir ein kurzer Blickkontakt. Diese Übung lässt sich auf nahezu alles ausweiten:

    • Bevor der Ball fliegt: Blickkontakt
    • Bevor das Futter in die Schüssel geschüttet wird: Blickkontakt
    • Bevor er aus der Tür raus darf: Blickkontakt
    • Bevor er aus dem Auto springt: Blickkontakt
    • Bevor die Leine ab kommt: Blickkontakt

    Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

    Das funktioniert übrigens auch anders herum sehr gut. Wenn Newton mich längere Zeit intensiv anschaut, weiß ich zum Beispiel, dass er irgendein Bedürfnis hat. Meistens muss er dann Pipi. Oder, wenn ich zum Beispiel Essen (also für mich) habe, und ihn nicht anschaue, weiß er, ok, das ist wohl nicht für ihn. Und dann legt er sich wieder.

    Probier das doch mal mit dem Blickkontakt. Vielleicht hat er dann draußen auch bald mehr ein Auge auf dich.

    Ich bin auch der Meinung, dass man eine Tierhalterhaftpflicht haben muss! Da können die Schäden im schlimmsten Fall in die Millionen gehen. Stell' dir vor, dein Hund rennt auf eine zweispurig ausgebaute Landstraße und verursacht einen Unfall an dem mehrere Fahrzeug beteiligt sind. Da bist du finanziell ruiniert nach der Geschichte... Also ich finde die Haftpflicht ist das Mindeste, was man haben sollte.

    Hallo,

    wie läuft das denn ab, wenn ihr an der kurzen Leine spazieren geht? Achtet er überhaupt auf dich? Die meisten Hunde, die mit der Leinenführigkeit Probleme haben, achten auf alles andere, nur nicht auf Herrchen/Frauchen.

    Newton ist ja auch gerade mitten in der Pubertät, aber mit der Leinenführigkeit klappt es zu 90% gut.

    Seit Newton Welpe ist, mache ich es wie folgt: Am Anfang durfte Newton seine ganze Leine (damals noch die Welpenleine) ausnutzen. Sobald auch nur der minimalste Zug drauf kam, bin ich wie angewurzelt stehen geblieben und habe gewartet, bis Newton mich anschaut. Dann ging es in die andere Richtung weiter. Am Anfang muss man da recht lange warten (ich stand als 15 min. in den Reben...) und man läuft viel mehr Zickzack als Gassi, aber Hauptsache man läuft und ist draußen. ;)

    Als Newton einigermaßen wusste, in welchen Grenzen er sich mit der Leine bewegen kann, habe ich ihm das Signal "Ordentlich!" antrainiert, d.h. wenn er neben meinem linken Bein hergelaufen ist, gab es das Signal und dann eine Belohnung. Die Übung mit Stehen bleiben sobald Zug auf der Leine war, haben wir natürlich weiter gemacht, wenn Newton sich doch mal verdaddelt hat. ;)

    Nun, da Newton (eigentlich) weiß, wie er sich an der kurzen Leine verhalten soll, mache ich es so, dass ich am Anfang das Signal "Ordentlich!" gebe und dann, falls Zug auf die Leine kommt, stehen bleibe, warte bis er mich anschaut und dann gehen wir in die gleiche Richtung weiter. Bei jedem Weitergehen gibt es erneut das Signal "Ordentlich!" und immer mal wieder ein Lob, solange er in der richtigen Position ist.

    Der Spaziergang ist so schon relativ flüssig geworden, weil Newton ja mittlerweile verstanden hat, dass es erst weiter geht, wenn er mich angeschaut. Je nachdem was es so Interessantes gibt, muss ich mal öfter, mal seltener stehen bleiben. Morgens um halb 6 ist nix los, da laufen wir flüssig durch. Heute um halb 8 (habe Ferien) war schon mehr los und da mussten wir schon als mal stehen bleiben.

    Lg und viel Erfolg beim Training,
    Rafaela

    Hallo,

    was ich auch noch wichtig finde: Unbedingt sofort eine Tierhalterhaftpflicht abschließen. Gerade bei einem Welpen kann (noch) viel kaputt gehen. Newton hat einer Freundin im Auto zum Beispiel in den ersten Wochen direkt vier Kabel unter dem Beifahrersitz durchgebissen.

    Ansonsten würde ich die Kleine noch beim Tierarzt vorstellen.

    Von so WeeWee-Pads halte ich nichts. Der Hund soll lernen, sein Geschäft draußen zu erledigen. Ich würde sie nur auf diese Pads trainieren, wenn es nicht anders geht, z.B. wenn sie gleich von Anfang an längere Zeit alleine sein muss. Welpen halten nicht länger als zwei Stunden ein.

    Liebe Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    ich habe für Newton weder eine OP- noch einen Krankenversicherung abgeschlossen. Ich hatte mich damals auch über das Thema informiert und habe mich dann dagegen entschieden.

    Ich finde es ist wichtig, sich gegen Dinge abzusichern, die einen finanziell ruinieren können. OP- bzw. Behandlungskosten für meinen Hund gehören da mMn eher nicht dazu.

    Damals hatte ich mir ausgerechnet, dass eine Krankenversicherung über das gesamte Hundeleben gerechnet, bis ca. 6000€ kosten kann. Teilweise bleibt man sogar noch auf jeweils 20% der Behandlungskosten sitzen (Selbstbehalt). Normale Vorsorgeuntersuchungen sowie Impfungen, Wurmkuren, Zeckenbehandlungen, etc. werden nicht übernommen.

    Und man hofft ja eigentlich auch, dass man diese Versicherung nicht in Anspruch nehmen muss, d.h. unter Umständen hat man dann 6000€ umsonst bezahlt. Da lege ich mir das Geld lieber so zurück und greife dann auf Bedarf darauf zurück.

    Die Tierhalterhaftpflicht habe ich bei der BGV.

    Liebe Grüße,
    Rafaela

    Also bei uns in der HuSchu kommt die Trainerin sicher nicht auf 300€/Tag. Dafür müsste sie an einem Tag zwei Kurse geben, die voll besetzt sind, plus 4 Einzelstunden geben.
    Kurse gibt es bei uns schon mal nur am WE und die Einzelstunden werden sich auch eher auf den späten Nachmittag oder den Abend verteilen. Ich würde bei unserer Hundeschule eher so mit maximal 150€/Tag rechnen.

    Ich komme übrigens auf eine andere Umsatzsteuer. Bei deinen 6000€/Monat ist ja die Umsatzsteuer schon drin, also entsprechen die 6000€ 119% und dann muss man zurückrechnen. Ich komme so auf 958€ ca. Sind immerhin 200€ weniger. Das macht am Netto schon was aus.