Beiträge von RafiLe1985

    Hallo zusammen,

    bei meinen Eltern lebt derzeit, neben ihrer eigenen Biewer-Hündin (3 Jahre alt, kastriert), die Golddust-Hündin (2 Jahre alt, auch kastriert) meiner Schwester.

    Meist verstehen sich die beiden ganz gut. Spielen zusammen, schlafen zusammen in einem Körbchen, etc. In letzter Zeit bekomme ich am Telefon aber immer wieder Kämpfe mit, die sich anhören, als würden die beiden sich zerfleischen.

    Meine Mutter sagt, es liegt daran, dass die Golddust-Hündin (obwohl sie eigentlich Gast ist) jegliche Ressourcen (Spielzeug, Kaustange, Platz auf dem Sofa) für sich beansprucht. Sobald die Biewer-Hündin sich erlaubt etwas zu nehmen, wird sie von der Golddust-Hündin angegangen. Es entsteht ein Kampf, den grundsätzlich die Golddust-Hündin gewinnt.

    Ich riet meiner Mutter, hier mehr zu managen und einzugreifen, die Golddust-Hündin mehr einzuschränken. Aber dann heißt es, ach, die tun sich doch nichts, die regeln das unter sich. Usw.

    Ich sehe das Ganze jedoch kurz vor der Eskalation... Meine Schwester ist auf die Betreuung ihrer Hündin durch meine Mutter angewiesen. Ich bin mir jedoch sicher, dass meine Mutter sie nicht mehr betreuen wird, sollte etwas Schlimmeres passieren.

    Meine Schwester traut sich nichts zu sagen. Sie ist froh, dass sie die Betreuung hat. Meine Bedenken werden abgetan.

    Was ist zu tun? Seht ihr überhaupt Handlungsbedarf?

    Bin für Tipps dankbar.

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,
    sie hat einen extem schlechten Stoffwechsel :( und wiegt 21,9kg (darf aber nicht mehr werden, weil sie sehr klein ist und Aglity macht). Auf dem Futter steht bei ihrem Gewicht 400g am Tag, aber daran halten wir uns schon lange nicht mehr :)
    Ich habe mich auch schon informiert und sie bekommt jetzt 150g TroFu und dafür noch 100-150g Obst, Gemüse, Quark, Joghurt oder Frischkäse und Reis oder Kartoffeln. Somit hat sie schonmal 250-300g Futter am Tag (was schonmal mehr ist).
    Wir wollen auch bald anfangen zu barfen, da sie rohes Fleisch besser abkann und dann bekommt sie noch ein bisschen mehr.
    LG

    P.S. Kot wird noch genauso gerne gefressen :(

    Also bevor ich meinem Hund das benötigte Futter entziehe, nur damit er an der Gewichtsuntergrenze bleibt, damit er Agility machen kann, suche ich mir doch lieber einen anderen Sport. Für Labbis ist Agility eh nicht so der Hit, da es sehr auf die Gelenke geht. Zudem, gerade wenn der Hund sportlich aktiv ist, muss er mehr Futter bekommen. Woher weißt du, dass sie einen schlechten Stoffwechsel hat? Wie hoch (Schulterhöhe) ist sie denn?

    Ich denke, es geht nicht um "Vorschlaghammer auf die Birne platzieren". Es geht um Klarheit und Konsequenz. Welches Verhalten ist erwünscht? Welches Verhalten ist unerwünscht? Erwünschtes Verhalten wird belohnt, unerwünschtes klar und unmissverständlich unterbunden.

    Ich denke übrigens nicht, dass man ein extra Signal braucht, damit der Hund vom Garten ins Haus kommt. Meine Eltern haben auch einen Garten. Wenn ich will, dass Newton rein kommt, wird er von drinnen gerufen. Oder wenn ich auch draußen war und ich ihn mit rein nehmen will, reicht ein körpersprachliches Reinschicken vollkommen aus. Ich trainiere da nicht extra ein Signal, nur weil ich wenn es hoch kommt, viermal im Jahr bei meinen Eltern bin.

    Hallo nochmal,

    da ich am iPad bin, versuche ich mal ohne Zitat-Funktion.

    Zunächst mal zum Wegrennen im Garten. Eine Schleppleine oder Hausleine gehört immer ans Geschirr. Ich wüsste nicht, wie ein Hund sich da gefährden könnte, wenn im Garten nichts an sich Gefährliches ist. Wenn du partout keine Schleppleine möchtest, würde ich es in diesem Fall so machen, dass ich ihm nachgehe, bis ich Zugriff nehmen kann. Und zwar nicht a la lustiges Fangen spielen, sondern immer wieder Weg abschneiden, blocken, etc. bis er es aufgibt. Und dann anleinen (mit einer normalen Leine) und nach drinnen führen. Das braucht allerdings Übung und einiges an Souveränität, Geduld und Standhaftigkeit. Daher würde ich erstmal die Schleppleine vorziehen.

    Zum Thema Donnerwetter beim Schnappen. Zunächst mal würde ich nicht die Hand wegziehen (was du vmtl aus Reflex gemacht hast, kein Vorwurf, ist normal) sondern den Hund da wegbefördern. Und zwar energisch und unmissverständlich. Meist reicht das schon. Bei Newton reicht das auf jeden Fall und der hat es auch teils faustdick hinter den Ohren. Wenn du Angst hast, dass er tatsächlich beschädigend beißen würde, würde ich mal Arbeitshandschuhe griffbereit haben. Einfach um deine Angst, du könntest verletzt werden, zu mindern. Wenn man nämlich ängstlich auftritt, kann es nicht klappen.

    Ich denke übrigens schon, dass es in diesem Fall ein Grenzen austesten war. Ein Hund sendet normalerweise mehrere Stufen an Warnsignalen, bevor er zuschnappt. Das blieb hier offenbar aus. Ich glaube auch nicht, dass ein so junger Hund bereits gelernt hat, Eskalationsstufen eins bis drei zu überspringen und direkt zuschnappt.

    Hallo,

    zunächst mal: Dominanz ist keine Charaktereigenschaft! Dominanz ist eine Verhaltensweise, die man durchaus unterbinden kann, wenn sie (wie in deinem Fall) unerwünscht ist.

    Ich finde es auch nicht in Ordnung, gleich eine Kastration in Erwägung zu ziehen. Dein Eddie ist gerade in der Pubertät. Es war dir im Vorhinein sicher bewusst, dass dies keine einfache Zeit sein wird, gerade wenn man sich einen Rüden anschafft. Ihn dann einfach zu kastrieren, fände ich dem Hund gegenüber schon sehr unfair. Man wollte einen Rüden, kommt irgendwann nicht mehr zurecht und dann wird er eben zurecht "geschnibbelt"...

    In der Pubertät hilft meines Erachtens nur eins: Weiter konsequentes Einfordern aller Regeln und allen bekannten Gehorsams. Er mag nicht rein kommen, wenn du ihn dazu aufforderst? Schade. Hausleine dran und das nächste Mal, wenn er sich widersetzt, kommt er trotzdem mit nach drinnen. Kommentarlos die Hausleine nehmen und ihn reinführen.

    Nach mir schnappen lassen würde ich übrigens nicht. Schon gar nicht ein zweites Mal. Newton hat noch nie nach mir geschnappt, aber wenn er es täte, gäbe es so ein Donnerwetter, dass er es sich besser gut überlegt, ob er das ein zweites Mal probiert...

    Das Verbellen von Geräuschen kann übrigens durchaus eine Unsicherheitsphase sein. Ich hin da bisher gut damit gefahren, das Bellen einfach zu ignorieren und ruhig weiterzugehen. Bei anderen Menschen und Hunden würde ich das allerdings schon unterbinden. Was hat denn dein Freund unternommen, als er angebellt wurde? Ist ja schließlich auch sein Hund...

    Insgesamt würde ich während dieser Entwicklungsphase sehr gut darauf achten, dass dem Hund klar gemacht wird, dass es so nicht läuft, wenn er versucht Grenzen auszutesten. Wie alt ist Eddie denn jetzt?

    Lg,
    Rafaela

    Achja, ein Hund aus dem Tierheim kommt eher nicht in Frage, meine Tante hätte schon gerne wieder einen Welpen.

    Ich frage mich immer immer wieder, wieso in jedem Thread, in dem man sagt, man möchte einen Welpen, mindestens einmal der Hinweis kommt, man solle sich doch mal bei erwachsenen Hunden im TS umsehen...
    Andersherum habe ich das noch nie bemerkt und würde wohl auch keinem einfallen... "Ich möchte einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz." - "Hey, warum nimmst du denn keinen Welpen?" Ich fände es super, wenn man es einfach mal so hinnehmen würde, dass jemand einen Welpen möchte. Für manche kommt ein Hund aus dem TS eben nicht in Frage... Für mich übrigens auch nicht.

    Ich hatte bei der Beschreibung auch direkt an einen Hovawart gedacht. Gibt's auch in schwarz. ;) Damit wäre das mit dem Kuschelfaktor auch erledigt. ;)

    Hallo,

    ich kenne dieses Verhalten von Newton auch. Ich glaube nicht, dass es in diesem Fall daran liegt, dass der Rückruf nicht gut genug beherrscht wird. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass in dem Moment in dem du Henry rufst, schon das Hirn komplett aus ist und er dich gar nicht mehr wahrnimmt. Und dann kann er eben auch nicht auf den Rückruf hören. Du bist komplett ausgeblendet. Interessant ist nur noch der andere Hund.

    Da ich ja mit Newton das gleiche Problem habe, berichte ich dir mal kurz von meinen Strategien.

    Vielleicht erstmal die ohne Schleppleine: Wenn ein anderer Hund in Sicht kommt, rufe ich Newton ab solange er noch ansprechbar und nicht fixiert ist. Ich habe da recht schnell herausgefunden, bis zu welcher Distanz er noch ansprechbar ist. Wenn er nicht zu dem Hund hin soll, behalte ich ihn dann bei mir. Ansonsten gebe ich ihn wieder frei und lasse ihn dann auch in Ruhe bis die Hundebegegnung stattgefunden hat. Diese Strategie löst natürlich nicht das Problem der Unansprechbarkeit. Dafür gibt es Strategie 2.

    Natürlich möchte ich, dass Newton über kurz oder lang ansprechbar bleibt, auch wenn da ein anderer Hund in Sicht kommt. Ich mache das im Moment so, dass ich ihm die Schleppleine dran mache und wenn ich merke, er ist fixiert, drehe ich einfach 180 Grad und gehe in die andere Richtung. Kurz bevor die Leine auf Spannung kommt, rufe ich seinen Namen. Durch den Ruck wird er dann aufmerksam und sieht, dass ich in die andere Richtung laufe. Sobald er sich in Bewegung setzt um nachzulaufen, sage ich seinen Rückruf. Wenn er angekommen ist, wird natürlich belohnt.

    Bisher klappt das bei mir ganz gut und hat auch schon in sofern Wirkung gezeigt, dass die Distanz bei der er noch ansprechbar ist, immer kleiner wird.

    Lg,
    Rafaela