Finde ich nicht. Wenn er jetzt dabei ganz vorsichtig und zögerlich auf den anderen Hund zugehen würde, ja, dann fände ich es auch einen Ausdruck von Unsicherheit. Aber er trabt frohen Mutes auf den Hund zu.
Beiträge von RafiLe1985
-
-
Für mich hört sich das nach Unsicherheit an, da das Nackenfell zusätzlich aufgestellt wird.
Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Newton stellt auch als das Nackenfell auf. Bei ihm ist es Show. Er will sagen, ey, guck mal, ich bin hier der größte Macker der rumläuft. Ich denke, er möchte damit seine (noch) fehlende Souveränität größeren Hund gegenüber überspielen.
Bei Hunden, die kleiner sind als er, stellt er sich nämlich schon wie ein total souveräner Altrüde hin und lässt sich überall beschnuppern.
Total interessant, diese Entwicklungsphase zu beobachten. -
Hallo,
Newton steckt auch gerade mitten in der Pubertät. Ich finde und fand es da bisher ganz wichtig, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Bei uns ist es so, dass ganz Vieles nun eben anders ist als früher und da muss man dann eben auch Prioritäten setzen, an was man nun am Dringlichsten arbeiten muss.
Ich mache mal ein Beispiel. Bei Newton hat der Abruf (früher) in allen Situationen super funktioniert. Auch aus dem Spiel ließ er sich ohne Probleme abrufen.
Heute ist es so, dass es sehr situationsbedingt ist, ob der Abruf funktioniert oder nicht. Da Newton im Moment sehr beschäftigt ist, draußen mit seinen Hormonen klarzukommen, habe ich nun erstmal die Priorität so gesetzt, mir den Abruf nicht kaputt zu machen.
Wenn ich also in Gegenden unterwegs bin, wo der Abruf (auch zur Sicherheit des Hundes) 100%ig funktionieren muss, kommt schon mal als erste Maßnahme die Schleppleine dran. Damit kann ich den Abruf durchsetzen, auch wenn er nicht darauf hören sollte.
In Gegenden, wo es nicht so schlimm ist (z.B. umzäunte Freilauffläche), wenn der Abruf nicht klappt, rufe ich ihn nur noch ab, wenn ich mir sicher bin, dass er auch kommt. Wenn beispielsweise ein anderer Hund in Sicht kommt, guckt Newton mich in der Regel an (es sei denn, der Hund ist schon zu nah da). Wenn ich in diesem Moment rufe und ein paar Schritte rückwärts gehe, kommt er auch. Und wird dann natürlich belohnt.
Ich könnte dir zahllose weitere Beispiele machen.
Ich denke, die Grundlagen, die du in der Welpenzeit gesetzt hast, sind sicher nicht vergessen. Aufgrund der körperlichen Entwicklung und der vielen neuen Reize, die so auf den Hund einströmen, werden sie verdrängt, überlagert, etc. pp.
Ich denke, das Motto ist, diese Phase so gut wie möglich zu managen, in dem Wissen, dass sie irgendwann vorbeigehen wird.
Grüße,
Rafaela -
Hallo,
ich denke, der erste Schritt wäre, herauszufinden, wie dieses Verhalten motiviert ist. Ist es nur Frust, weil sie zu dem anderen Hund hin möchte? Oder basiert es auf Angst? Oder will sie dich verteidigen?
Erst wenn das herausgefunden wurde, würde ich anfangen daran zu arbeiten. Sonst macht man unter Umständen genau das Falsche.
Grüße,
Rafaela -
Hallo,
ich denke auch, du wirst es merken, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
Alles hat immer seine positiven und negativen Seiten. Auf der einen Seite, ist es gut, dass es bei Tieren, die Möglichkeit gibt, sie zu erlösen um Ihnen (unnötige) Schmerzen zu ersparen. Auf der anderen Seite sieht man sich eben immer dieser Entscheidung gegenüber. Tiere können nicht sprechen und man kann auch nicht in sie hinein gucken. Wie kann man da abschließend beurteilen, welcher Weg nun der richtige ist? Ich denke, entweder wird die Situation so kritisch werden, dass der Tierarzt zum Erlösen rät oder dein Hund wird dir auf irgendeine Weise ein Zeichen geben, dass er gehen möchte. Manche Hunde gehen auch einfach, wenn ihre Zeit gekommen ist.
Unsere erste Hündin hatte einen Milztumor. Dieser wurde entfernt, nach einem Monat war der nächste da, samt Metastasen. Der TA erläuterte meinen Eltern, wie die Krankheit weiterverläuft (Milz platzt, Hund verblutet qualvoll innerlich) und dann haben sie sich entschieden, sie zu erlösen.
Liebe Grüße,
Rafaela -
hallo.
Ich bin 21 Jahre alt und Studentin .
Ich überlege seit längerem mir einen Hund zu kaufen. Ich wohne mit meinem freund in einer Wohnung und er ist allerdings nicht so dafür weil er meint das "wir" zu wenig Zeit für ihn hätten.
Allerdings sehe ich das anders da die längste Zeit die ich in der Uni bin einmal wöchentlich 6 Stunden sind und für de Zeit in der ich dort immer bin wurde ihn sowohl meine Schwiegermutter als auch meine Mutter nehmen. Das mit den Kosten habe ich auch schon mal durch gerechnet.
Ich bin mir bewusst das ein Hund sehr viel Aufmerksamkeit braucht.
Was ist denn eure Meinung zu meiner Situation ?
DankeschönHallo,
ehrlich gesagt hört sich mir das eher noch sehr unüberlegt an. Einen Hund zu haben, bedeutet mehr, als ihn zu versorgen und zu beschäftigen.
Ich hätte auch gerne im Studium schon einen Hund gehabt, aber wenn man sich mal bewusst gemacht hat, was das für eine Verantwortung bedeutet, kommt man unter Umständen sehr schnell zu dem Schluss, dass es nicht geht.
Ich musste zum Beispiel für meine Abschlussarbeit täglich von morgens bis am späten Nachmittag in der Bibliothek sein. Nicht, weil ich es wollte, sondern weil da einfach die Bücher (die zum Präsenzbestand gehörten) standen. Eine HuTa hätte ich nicht bezahlen können.
Im Studium war ich auch so teilweise von morgens 8 Uhr bis abends/nachts aus dem Haus. Da war man erst in der Uni, dann in der Mensa, dann wieder in der Uni, dann mit einer Freundin Kaffee trinken, dann in der Stadt was besorgen, dann kurz im Mäces zum Abendessen und dann bei einem Freund zum Spieleabend, schwups, war es halb 2 in der Nacht.
Ich würde sagen: Mach dir nochmal konkret Gedanken darüber, was es bedeutet, eine solche Verantwortung einzugehen, in einer Lebensphase wo vieles im Leben sich noch nicht gefunden hat.
Liebe Grüße,
Rafaela -
Es ist nichts passiert. Ergo musst du dir auch keine Gedanken machen. Nur das nächste Mal vllt sicherheitshalber kontrollieren ob das Tor zu ist.

-
Wenn es sicher kein Vermehrer ist sehe ich da kein Problem.
Es sind Mischlingswelpen. Natürlich stammen sie von einem Vermehrer. Mir würde auch die Tatsache, dass es nur einen Welpen gegeben haben soll, Sorgen machen. Was ist mit den Geschwistern passiert? Aber kenne mich nicht aus, ob es üblich ist, dass nur ein Welpe fällt bei solchen Vermehrern. Beim VdH-Züchter ist das doch eher unüblich, wenn es überhaupt vorkommt.
-
ich weiss das klingt in euren Ohren sehr naiv.
Aber so gesehen bin ich echt doof.
Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

Vielleicht schaust du dir mal die ganzen Welpen-Threads an, die es hier im Forum gibt.
Es gibt durchaus einige, in denen sich die Besitzer schon mit ganz normalen Verhaltensweisen eines gut sozialisierten, gesunden VdH-Welpen überfordert sehen. Ich kenne einen Fall hier aus dem Forum, der musste seinen Welpen sogar zur Züchterin zurückbringen, weil er überhaupt nicht klar gekommen ist.
Und dann einen Welpen nehmen, der unter Umständen zusätzlich Deprivationsschäden und gesundheitliche Probleme mitbringt?!
-
Ich versuche es mal von einem anderen Blickwinkel: Auch wenn du einen gesunden, gut sozialisierten Welpen bei dir aufnimmst, bedeutet das gleichzeitig Einschränkungen für dein Leben. Klar, wenn man sich einen Hund wünscht und sich frei dafür entscheiden kann, nimmt man diese Einschränkungen gerne in Kauf, keine Frage.
Wenn du (im schlimmsten Fall) einen kranken, schlecht sozialisierten Welpen bei dir aufnimmst, bedeutet das noch viel mehr Einschränkung. Einen kranken Hund kann man einerseits zum Beispiel nicht einfach so unbeaufsichtigt alleine zuhause lassen, während man arbeitet. Andererseits wirst du sicherlich keine Hundepension finden, die einen kranken Hund aufnimmt. [Manche Pensionen nehmen nicht mal läufige Hündinnen und/oder intakte Rüden.]
Bitte lass dir die Sache nochmal durch den Kopf gehen und versuche dir klar zumachen, was es bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Da steckt sehr viel dahinter, was man so als Nicht-Hundehalter gar nicht vermutet.