Hallo,
Newton steckt auch gerade mitten in der Pubertät. Ich finde und fand es da bisher ganz wichtig, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Bei uns ist es so, dass ganz Vieles nun eben anders ist als früher und da muss man dann eben auch Prioritäten setzen, an was man nun am Dringlichsten arbeiten muss.
Ich mache mal ein Beispiel. Bei Newton hat der Abruf (früher) in allen Situationen super funktioniert. Auch aus dem Spiel ließ er sich ohne Probleme abrufen.
Heute ist es so, dass es sehr situationsbedingt ist, ob der Abruf funktioniert oder nicht. Da Newton im Moment sehr beschäftigt ist, draußen mit seinen Hormonen klarzukommen, habe ich nun erstmal die Priorität so gesetzt, mir den Abruf nicht kaputt zu machen.
Wenn ich also in Gegenden unterwegs bin, wo der Abruf (auch zur Sicherheit des Hundes) 100%ig funktionieren muss, kommt schon mal als erste Maßnahme die Schleppleine dran. Damit kann ich den Abruf durchsetzen, auch wenn er nicht darauf hören sollte.
In Gegenden, wo es nicht so schlimm ist (z.B. umzäunte Freilauffläche), wenn der Abruf nicht klappt, rufe ich ihn nur noch ab, wenn ich mir sicher bin, dass er auch kommt. Wenn beispielsweise ein anderer Hund in Sicht kommt, guckt Newton mich in der Regel an (es sei denn, der Hund ist schon zu nah da). Wenn ich in diesem Moment rufe und ein paar Schritte rückwärts gehe, kommt er auch. Und wird dann natürlich belohnt.
Ich könnte dir zahllose weitere Beispiele machen.
Ich denke, die Grundlagen, die du in der Welpenzeit gesetzt hast, sind sicher nicht vergessen. Aufgrund der körperlichen Entwicklung und der vielen neuen Reize, die so auf den Hund einströmen, werden sie verdrängt, überlagert, etc. pp.
Ich denke, das Motto ist, diese Phase so gut wie möglich zu managen, in dem Wissen, dass sie irgendwann vorbeigehen wird.
Grüße,
Rafaela