Beiträge von RafiLe1985

    Deinen Hund würde ich da nicht noch mitmischen lassen...

    Nein, da hast du recht, auf keinen Fall. Schon allein wegen des großen Gewichtsunterschieds wäre mir das zu riskant (35kg vs. 3,5kg...). Wobei ich gelegentlich auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass gut sozialisierte, souveräne Hunde durchaus einiges klar regeln können.

    Newton hat zwar durchaus schon ein paar Sachen sehr gut selbst geregelt bekommen, aber trotzdem ist er mir da einfach noch zu jung und ungestühm.

    Was ich hier kritischer sehe als Deine eigene Situation und Einstellung ist diejenige Deines Freundes. Ziehen bei der Hundeanschaffung nicht alle am gleichen Strick kann das durchaus zu Streitpotential führen.

    Da kann ich nur zustimmen. Ich denke der Partner sollte auch von der Anschaffung eines Hundes überzeugt sein. Für mich wäre das zum Beispiel schon definitv ein Ausschlusskriterium. Ein Mann der mit Hunden nix anfangen kann oder sogar ablehnt, käme bei mir gar nicht mehr in die Tüte.

    Finde, es macht sehr wohl einen Unterschied... Ist es frustbasiert, sollte man Frustrationstoleranz trainieren, z.B. mit Standbyübungen. Ist es angstbasiert, würde ich mich langsam rantasten. Erst große Distanz, dann immer kleiner werdend. Verteidigt sie hingegen, würde ich es schlichtweg unterbinden.

    Klar, herrschen im Studium oft Bedingungen, die für einen Hund optimal sind, keine Frage. Jedoch finde ich es immer etwas problematisch, eine solche Entscheidung zu treffen, wenn man selbst noch abhängig von anderen ist.

    Mal ein simples Beispiel. Als Student hat man ja oft nicht einfach mal locker 3.000€ auf der Seite... Nehmen wir mal an, der Hund bräuchte eine kostspieligere OP. Die Eltern haben schon die 1.500€ für den Welpen bezahlt, zusätzlich vielleicht noch 500€ für die Erstausstattung. Und jetzt noch 3.000€ für eine OP?! So, was macht man dann? Hund ist krank, leidet unter Umständen. Man selbst hat das Geld nicht und die Eltern stellen sich quer.

    Ich würde da psychisch sehr darunter leiden, wenn ich wüsste, ich habe keine andere Wahl, als meinem Hund diese notwendige OP zu verwehren.

    Wir hatten einen ähnlichen Fall in der Familie, mit dem Unterschied, dass die HH bereits im Berufsleben stand und somit zumindest einen Privatkredit aufnehmen konnte, um die OP zu bezahlen.

    Klar, gibt es eine OP-Versicherung, aber ob man sich die zusätzlich zu Hundesteuer, Hundehaftpflicht, Tierarztkosten und Futterkosten, etc. als Student noch leisten kann ist fraglich...

    Huhu,

    habe nur deinen Eingangspost gelesen. Ich war mit Newton auch schon als Welpe in der Stadt. Lief alles gut, aber ehrlich gesagt, hab ich mich danach gefragt, ob das wirklich zum Repertoire eines Hundes gehören muss.
    Wenn ich zum Shoppen in die Stadt gehe, wäre der Hund sicher hinderlich und Spaß macht das sicherlich weder ihm noch mir.
    Natürlich gibt es Situationen, da ist es praktisch, wenn der Hund damit umgehen kann. Aber ich denke, man könnte den Hund da genauso gut daheim lassen.
    Ich nehme Newton nur noch mit in die Stadt, wenn es nicht anders geht.

    Grüße,
    Rafaela

    Danke, BigJoy. :)

    Also wie gesagt, das Hauptproblem ist wohl, dass meine Mutter den Handlungsbedarf gar nicht sieht oder ihn auch nicht sehen will.

    Mir ist eingefallen, dass sie mal gesagt hatte (als ich von diesem Dobermann gebissen worden war, weil ich dazwischen bin), dass sie sich das nie getraut hätte und dass sie sich das nichtmal bei Finchen und Blondy trauen würde.

    Mal sehen, Ende April besuche ich sie wieder. Da sehe ich dann live inwiefern sich die Situation verschlimmert hat. Vllt kann ich ihr auch mal zeigen, wie man die Golddust-Hündin einschränken und unterbrechen kann. Das Problem ist nur meist, dass Newton da immer direkt hingeht und versucht einzugreifen. Und ich dann erstmal ihn unterbrechen und blocken muss...

    Für mich hört sich das nach Unsicherheit an, da das Nackenfell zusätzlich aufgestellt wird.

    Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Newton stellt auch als das Nackenfell auf. Bei ihm ist es Show. Er will sagen, ey, guck mal, ich bin hier der größte Macker der rumläuft. Ich denke, er möchte damit seine (noch) fehlende Souveränität größeren Hund gegenüber überspielen.
    Bei Hunden, die kleiner sind als er, stellt er sich nämlich schon wie ein total souveräner Altrüde hin und lässt sich überall beschnuppern. :D Total interessant, diese Entwicklungsphase zu beobachten.

    Hallo,

    Newton steckt auch gerade mitten in der Pubertät. Ich finde und fand es da bisher ganz wichtig, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Bei uns ist es so, dass ganz Vieles nun eben anders ist als früher und da muss man dann eben auch Prioritäten setzen, an was man nun am Dringlichsten arbeiten muss.

    Ich mache mal ein Beispiel. Bei Newton hat der Abruf (früher) in allen Situationen super funktioniert. Auch aus dem Spiel ließ er sich ohne Probleme abrufen.

    Heute ist es so, dass es sehr situationsbedingt ist, ob der Abruf funktioniert oder nicht. Da Newton im Moment sehr beschäftigt ist, draußen mit seinen Hormonen klarzukommen, habe ich nun erstmal die Priorität so gesetzt, mir den Abruf nicht kaputt zu machen.

    Wenn ich also in Gegenden unterwegs bin, wo der Abruf (auch zur Sicherheit des Hundes) 100%ig funktionieren muss, kommt schon mal als erste Maßnahme die Schleppleine dran. Damit kann ich den Abruf durchsetzen, auch wenn er nicht darauf hören sollte.

    In Gegenden, wo es nicht so schlimm ist (z.B. umzäunte Freilauffläche), wenn der Abruf nicht klappt, rufe ich ihn nur noch ab, wenn ich mir sicher bin, dass er auch kommt. Wenn beispielsweise ein anderer Hund in Sicht kommt, guckt Newton mich in der Regel an (es sei denn, der Hund ist schon zu nah da). Wenn ich in diesem Moment rufe und ein paar Schritte rückwärts gehe, kommt er auch. Und wird dann natürlich belohnt.

    Ich könnte dir zahllose weitere Beispiele machen.

    Ich denke, die Grundlagen, die du in der Welpenzeit gesetzt hast, sind sicher nicht vergessen. Aufgrund der körperlichen Entwicklung und der vielen neuen Reize, die so auf den Hund einströmen, werden sie verdrängt, überlagert, etc. pp.

    Ich denke, das Motto ist, diese Phase so gut wie möglich zu managen, in dem Wissen, dass sie irgendwann vorbeigehen wird.

    Grüße,
    Rafaela