Beiträge von RafiLe1985

    Ihr würdet also eure Hunde alle bedenkenlos im aufgeheizten Auto warten lassen?! Interessant zu wissen... Es wird regelmäßig der Tierschutz angerufen, wenn Hunde im heißen Auto sitzen und hier soll es nun plötzlich kein Problem sein?! Verstehe diese Doppelmoral ehrlich gesagt nicht...

    Diese Heckütverriegelung kannte ich. Aber das ist ja so ein Minispalt, der da offen steht... Naja. Trotzdem danke für die Empfehlung.

    Eine transportable Transportbox habe ich. Das wäre eine Möglichkeit. Wenn man sie in der Nähe des Prüfungsgeländes abstellen darf.

    Hallo zusammen,

    ich bin heute echt fast vom Glauben abgefallen...

    Ich gehe mit Newton am ersten Mai-Wochenende zum Wesenstest des LCD in der Nähe von Frankfurt. In der Meldebestätigung steht, dass jeweils nur der zu prüfende Hund auf dem Gelände sein kann und die Halter als Helfer fungieren sollen. Nun ist es ja so, dass es Anfang Mai schon recht warm sein kann. Ich habe daher der Sonderleiterin geschrieben um zu fragen, ob die Hunde betreut werden, wenn es zu heiß ist, um sie im Auto zu lassen.

    Die Antwort von ihr hat mich echt geschockt... Sie schrieb, dass es bei solchen Prüfungen "üblich" wäre, dass die Hunde im Auto warten. Dann müsste ich halt im Schatten parken, die Scheiben mit Folie abdecken, den Kofferraum auflassen, etc.

    Also bei aller Liebe... Ich werde meinen Hund weder bei Hitze alleine im aufgeheizten Auto lassen noch werde ich meinen Kofferraum offen stehen lassen. Ich kann die Türen dann nämlich nicht verriegeln. Der Parkplatz ist vom Prüfungsgelände aus nicht einsehbar. Was die SL empfohlen hat um der Hitze entgegen zu wirken... Das ist doch ein Tropfen auf den (wortwörtlich) heißen Stein. Da man den ganzen Tag anwesend sein muss, wird ein eventueller Schatten in dem man geparkt hat, ja auch wandern. Und so eine Folie auf der Scheibe und offene Fenster, also ehrlich, die machen nicht viel aus.

    Nun überlege ich mir ernsthaft, ob ich überhaupt dahin fahre, wenn der Wetterbericht für diesen Tag "zu gut" sein sollte. Es kann doch nicht sein, dass es nur diese Lösung gibt.... Jemanden mitnehmen, der solange auf Newton aufpasst, geht leider nicht.

    Habt ihr mir einen Tipp was ich machen kann. Es kann mich doch keiner zwingen, meinen Hund solchen Bedingungen auszusetzen.

    Danke und Grüße,
    Rafaela

    Es war der Stadtwald. In Freiburg. In BaWü... Hatte ehrlich gesagt extra diesen Weg genommen, da auf den Hauptwegen (die breiter als zwei Meter sind) eben viele Radfahrer sind und man auf den kleinen Nebenwegen normalerweise unbehelligt laufen kann.

    Heute, mal wieder ein super Erlebnis. War mit Newton auf einem schmalen Waldweg unterwegs. Ging ordentlich bergab. Auf einmal hinter mir: "Achtung! Aus dem Weg!" Drei Mountainbiker, die den Berg herunter geprescht sind. Ein Glück ist alles gut gegangen. Sie hätten da gar nicht fahren dürfen, vermute ich. Der Weg war sicher keine zwei Meter breit...

    Hallo,

    also nicht ganz in diesem Ausmaß. Aber ich würde auch schon mal gefragt, ob Newton als Deckrüde zur Verfügung stehen würde. Worauf ich entgegnete, dass er gerne zur Verfügung steht, falls ich jemals mit ihm die Zuchtzulassung machen sollte und die potentielle Welpenmama ebenso eine Zuchtzulassung vom LCD oder dem DRC (Deutscher Retriever Club) hat. Damit war die Sache gegessen. ;)

    Lg,
    Rafaela

    Das ist aber eher so zu verstehen, dass man den Hund mit Sport, wie z.B. Agility, am Rad und beim Joggen über viele Kilometer mitlaufen lassen, stundenlange streckenlange Wanderungen usw. überlastet.

    Das heißt nicht, dass der Hund überwiegend in einer Box oder einem Schlafzimmer oder brav unterm Tisch hocken soll. Damit zieht man sich nur einen unterbemuskelten Hund ohne Ausdauer und bewegungsfreudige Lebensfreude groß - und er wird er viel zu früh faul und fett, da er im Lauf der Zeit viel zu träge wird und dann tatsächlich am liebsten rumliegt und pennt. Das ist zwar für den Halter bequem, aber traurig. So viel Potential und Intelligenz wird einfach brach liegen gelassen. Langweiliger reizarmer voraussehbarer Alltag - damit bekommt man jedes Lebewesen "klein" ...

    Klar schlafen manche Hunde viel, aber was sollen sie auch sonst tun, wenn nichts spannendes staffindet? Kopfarbeit, spielerische und geforderte Körperarbeit, Toben mit Artgenossen, seinen Menschen auch mal abwechslungsreich durch den Alltag begleiten und auch einfach mal ein gemütlicher Spaziergang, abhängen in der Natur an der frischen Luft mit Schnüffelorgien ... das alles sollten keine Ausnahmen fürs Wochenende sein, sondern möglichst täglich staffinden.

    Das die meisten Hunde sich fügen und trotz Unterforderung und Langeweile ruhig bleiben, hat nichts damit zu tun, dass das auch gesund ist für ihren Körper und ihren Geist. Manche werden auch einfach "verrückt" - kein Wunder - oder?

    Ja, oder man kann die Kirche auch einfach mal im Dorf lassen, also ehrlich... Du tust so als würde ich meinen Hund dazu zwingen Ruhe zu halten, weil ich zu faul bin, ihn angemessen zu beschäftigen. Wo liest du das bitte raus?

    Du machst aus täglich 90 Minuten in der Box ODER im Schlafzimmer alleine bleiben, dass er "überwiegend" dort gehalten wird. Ein Hund, der jeden zweiten Tag ausgiebig Gelegenheit zum Schwimmen hat ist deiner Meinung nach "unterbemuskelt", hat sicher wenig Ausdauer und wird auf Dauer faul und fett. Ein Tag in der Schule ist für dich also "reizarm"? Super, dann kann ich ja deinen Hund mal mitnehmen und gucken, wie der sich so schlägt, im Schulalltag...

    Naja, ich glaube ich brauche hierauf nicht weiter eingehen. Wenn man sich nicht die Mühe machen möchte, einen Thread gründlich zu lesen bevor man antwortet, kann man sich eigentlich eine Antwort sparen.

    Dass ein gerade mal 1-jähriger Labbi mit dem gebotenen Programm grundsätzlich unterfordert ist, sehe ich übrigens auch nicht. Jeden Tag mit in die Schule bzw. generell als Begleitung mit dabei, an die 2 Stunden Spaziergänge mit Aufgaben und Action, zusätzlich noch Hundeschule - klingt für mich doch angemessen und ausgewogen.


    Eben, das sehe ich genauso. Ich kenne viele Hunde, die deutlich weniger Programm haben. Einfach, weil sie als reine Familienhunde angeschafft wurden und nicht als Sportgerät oder Ausstellungsstück an dem man sich profilieren muss. Ich möchte jetzt damit niemanden angreifen, der mit seinem Hund Sport macht oder auf Ausstellungen geht, sondern möchte nur damit sagen, dass man dieses Modell genauso kritisch sehen kann, wie das Modell "Familienhund".

    So, bin wieder da. Ich gehe mal durch.

    RafiLe, verrate mir doch mal, was soll daran schlecht sein, wenn ein junger Hund einer relativ schweren und nicht gerade für seine berauschende Knochengesundheit bekannten Rasse so richtig Kondition aufbaut?

    Dazu zitiere ich mal von den Seiten des DRC:

    "In jedem Falle gilt aber, dass man einen Hund (großwüchsiger Rassen mit Tendenz zu Gelenksproblemen) bis zu 12 Monaten eigentlich nicht zu wenig, sondern nur zu viel bewegen kann. [...] KURZ: Die meisten Welpen großwüchsiger Rassen werden von ihren Besitzern im 1. Lebensjahr in puncto Bewegung unwissentlich massiv überbeansprucht. Ich persönlich halte einen 20-minütigen, flotten Spaziergang im ersten Lebensjahr schon eher für lang."
    Quelle: http://www.drc.de/gesundheit/welpenbewegung

    Genau diese Hinweise habe ich (unabhängig voneinander) von zwei erfahrenen Züchterinnen (allerdings vom LCD) erhalten. Und wieso sollte mal als frisch gebackener Neuhundehalter nicht dem Rat von Menschen vertrauen, die sich seit Jahren mit der Rasse beschäftigen?

    Newton wird am kommenden Dienstag ein Jahr alt. Laut Tierarzt ist er (bei Weitem) noch nicht ausgewachsen. Er hat mir empfohlen, das HD-/ED-Röntgen bei ihm erst mit 18 Monaten machen zu lassen, da er da ausgewachsen sein müsse.

    Natürlich bin ich jederzeit bereit, Newtons Pensum zu erhöhen, wenn es nötig wird. Aber wieso soll ich einen Hund, der sich, mal überzogen formuliert, in der Wohnung von einem Schlafplatz zum nächsten schleppt, über Gebühr belasten, gerade, wenn er zu einer Rasse gehört, die zu HD/ED neigt?


    Wird denn bisher überhaupt irgendetwas mit dem Hund gemacht, ausser spazieren gehen?

    Genau wenn man sich in den 2 Stunden aktiv beschäftigt und genau das hab ich noch nicht verstanden, wird beim Gassi in den 45 Minuten was getan, oder eben wirklich "nur" gemeinsam durch die Gegend gebummelt.


    Und zur Arbeit geht er mit, bleibt aber im Auto, oder ist das nur ab und an so?
    Was erlebt er denn auf der Arbeit?


    Auf die erste Fragen habe ich dir oben bereits ausführlich geantwortet. Schau mal hier:

    Also für mich ist eigentlich jeder Spaziergang mehr oder minder Training. Bei den 25-Minuten-Runden übe ich mit ihm Leinenführigkeit. Wenn wir den längeren Spaziergang an der Dreisam machen, darf er Stöckchen aus dem Wasser apportieren. Beim längeren Spaziergang auf der Freilauffläche gibt es Übungen zur Orientierung, Impulskontrolle, Abruf, etc. Zwischendrin darf er natürlich auch mit anderen Hunden rennen und toben, sofern es sich anbietet und passt.Bummeln an der Schleppleine gibt es bei uns nicht. Wenn wir nur mal "Bummeln" wollen, kann ich sie auch ab machen. Ich benutze die Schleppleine nur zum Training.


    Noch was zur Beschäftigung außerhalb von Spaziergängen. Newton kommt von Montag bis Freitag mit zur Arbeit. Die ersten beiden Unterrichtsstunden verbringt er pennend im Auto. Meiner Ansicht nach benötigt er diesen Schlaf auch. Denn wenn ich frei habe, verschläft er den kompletten Vormittag. Den restlichen Schultag ist er mit mir im Unterricht. Allerdings läuft das meist so ab, dass er kurz die Schüler begrüßt und sich dann unter dem Stuhl von einem Schüler (oder auch gelegentlich unter dem Pult) zusammenrollt und pennt. Die "Action", die er in den Unterrichtspausen (je 20 min.) hat, reicht ihm offenbar um dann weitere 1,5 Std seelenruhig zu schlafen (obwohl 30 Schüler im Raum sind und es da nicht immer absolut leise ist).

    Edit: Weiterhin haben wir noch ein bis zweimal die Woche Hundeschule. Am Wochenende gibt es meist auch einen Ausflug mit anderen Hunden, wo wir auch schon mal länger als die von mir angegebenen 60 Minuten unterwegs sind. Aber da gibt es kein Training, sondern da darf er einfach mal "Hund" sein. Weiterhin nehme ich Newton eigentlich überall mit hin. Außer natürlich da, wo er nicht mit hin kann (Schwimmbad, Fitnessstudio, Kino, Arzt, etc.) Edit Ende.

    Da Newton mein erster eigener Hund ist und ich davor auch keine Erfahrungen mit der Rasse hatte, habe ich mich zunächst einfach mal an die Informationen gehalten, die ich aus vertrauenswürdigen Quellen (Züchter, Homepages des LCD/DRC, Trainer) beziehen konnte, gehalten. Alle haben mir mehr oder minder dasselbe geraten.

    Wenn Newton vollständig ausgewachsen ist und der Grundgehorsam soweit sitzt, habe ich auch noch vor, Dummy-Training mit ihm anzufangen. Aber vom Ausgewachsen-Sein sind wir locker noch 6 Monate entfernt. Beim Grundgehorsam sind wir gut dabei. Wobei die Züchterin meinte, dass es auch bis zu drei Jahre dauern kann, bis der Labrador geistig "erwachsen" ist.

    Deiner Einstellung zur Auslastung stehe ich etwas skeptisch gegenüber, ich finde einmal 45 Minuten und dazu zwei kurze Löserunden ein bisschen knapp und gerade mit einem Labrador hast Du einen Hund, der ja schon Bock hat gefordert zu werden, auch gerade Nase und Kopf.

    Wollte dazu auch noch Stellung nehmen, hatte ich grad irgendwie nicht mehr im Kopf.

    Ich habe diese Einstellung ja quasi von einer Züchterin übernommen, die seit mehr als 15 Jahren Labbis jagdlich führt und züchtet. Sie fragte mich nach meinen Vorstellungen, wie ich den Hund auslasten möchte. Da ich es bisher nur so kannte, dass ein großer Hund mindestens drei Stunden Auslauf am Tag braucht plus zwei- bis dreimal die Woche Hundesport und ich mich darauf eigentlich auch schon eingestellt hatte, erzählte ich es ihr auch so. Und wie gesagt, sie warnte mich dann regelrecht vor diesem Programm und erklärte mir diese oben beschriebene Faustregel vom LCD. Auch die Züchterin von der ich Newton dann im Endeffekt geholt habe, ist der Meinung, dass zwei Stunden über den Tag verteilt schon die absolute Obergrenze sein sollten.

    Bisher habe ich auch nicht den Eindruck, dass Newton mehr braucht. Wochenends gehen wir zum Beispiel so zwischen halb acht und halb 9 seine 25-Minuten-Runde und dann liegt er bis mindestens 13 Uhr und pennt. Nach der längeren Runde meldet er sich dann meist vollständig für den Rest des Tages ab. ;)