Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    interessantes Thema. Ich habe mir vor ein paar Jahren auch darüber Gedanken gemacht. Nicht für mich, sondern für meine Eltern. Meine Eltern gingen da beide stramm auf die 60 zu. Mein Papa ist mittlerweile schon 60, meine Mama wird es in diesem Monat.
    Aufgrund diverser gesundheitlicher Gebrechen sind meine Eltern leider nicht mehr ganz so fit. 2012 musste unsere Yorkie-Hündin eingeschläfert werden und weil meiner Mama die Decke daheim auf den Kopf fiel (Papa Vollzeit bei der Arbeit, Kinder außer Haus, Entfernung 100km bzw. 200km) sollte möglichst schnell ein neuer Hund her.
    Da habe ich mir dann auch Gedanken gemacht, was es denn für eine Rasse sein könnte. Auf der einen Seite sollte es (meiner Meinung nach zumindest) kein ganz agiler Hund sein, weil meine Eltern einfach nicht mehr soooo viel laufen können und wollen. Auf der anderen Seite hätte ich es auch gut gefunden, wenn der Hund eine gewisse Größe gehabt hätte, weil ein kleiner Hund doch sehr wuselig ist und das unter Umständen problematisch werden kann, wenn man sich nicht mehr so gut bewegen kann.
    Nun ja, bevor ich zu irgendeinem Schluss gekommen war, war dann der nächste Yorkie da und die Sache hatte sich im Endeffekt erledigt.
    Ich hatte so an Englische Bulldogge, Kromfohrländer, Tibet Terrier gedacht.

    Welche Rasse ich haben werde, wenn ich alt bin, weiß ich noch nicht. Wenn man entsprechend erfahren mit der Erziehung ist, ginge sicher auch ein größerer Hund. Bei der Ausstellung wo ich war im Februar war eine älter Dame (70 aufwärts) die ihre Labbi-Hündin vorgestellt hat. Sie hatte die ganz toll im Griff. Sie hat mir jetzt nicht den Eindruck gemacht, als sei sie der Hündin nicht mehr gewachsen. Obwohl die Frau sehr zierlich wirkte.

    Grüße,
    Rafaela

    Guten Morgen zusammen,

    vielleicht kennt ihr euch damit aus... Angenommen ein Halter hat für seinen Hund vom Ordnungsamt die Auflagen Leinen- und Maulkorbpflicht bekommen. Er hält sich nicht dran, es kommt zur Beißerei, bei der ein Halter eines anderen Hundes gebissen wird. Der Hund wird beschlagnahmt und kommt zu neuen Haltern, die mit dem Hund intensiv arbeiten und bei denen er regelrecht aufblüht. Gelten die Auflagen dann weiterhin für die neuen Halter? Falls ja, gibt es einen Weg für die neuen Halter, wieder von den Auflagen befreit zu werden? Falls das etwas zur Sache tut: Es geht um BaWü und der Hund ist kein Listenhund.

    Grüße und danke,
    Rafaela

    kenne dafür viele labbies die ausgebildete therapiehund sind, aber dafür kaum geeignet sind weil sie zb. gegenüber fremden zu scheu sind. ua,

    Ich möchte hier mal kurz einhaken. Labbis die zu scheu gegenüber Fremden sind? Das Zuchtziel beim Labbi ist (fast schon extreme) Freundlichkeit gegenüber dem Menschen. Klar ist die bei jedem Labbi wohl unterschiedlich stark ausgeprägt, aber einen Labbi, der gegenüber Menschen scheu ist, habe ich noch nicht getroffen. Vermutlich gibt es die. Aber dieser Wesenszug ist sowohl bei der Rasse noch beim Therapiebegleithund erwünscht. Ich frage mich, wieso diese Hunde zur Ausbildung zugelassen wurden. Newton muss zum Beispiel erstmal den Wesenstest und/oder einen institutsinternen Eignungstest bestehen, bevor er zur Ausbildung zugelassen wird.

    Hallo,

    bei mir kommt es ganz auf die Situation an, ob und wenn ja wie ich eingreife. Newton ist (toi toi toi) mit allen anderen Hunden verträglich. Er ist aber auch erst ein Jahr alt.

    Wenn wir mit uns bekannten Hunden laufen, gab es noch nie einen Anlass einzugreifen oder irgendetwas für die Hunde zu regeln. Die meisten von diesen Hunden kennt Newton seit er ein kleiner Welpe war. Da gab es bisher weder Streit um Ressourcen (Futter, Stöckchen, Spielzeug, etc.) noch Stress unter den Rüden, wenn eine Dame hinzu kam.

    An der Leine darf Newton keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Daher ist da nur Handeln gefragt, wenn ein freilaufender Hund auf uns zu kommt, der sich nicht abrufen lässt. Je nachdem wie der sich nähert, reagiere ich dann. Je forscher er daher kommt, desto forscher reagiere ich auch. Bei einem Großpudel, der sich vorsichtig näherte, reichte schon ein ernster Blick und eine aufrechte Körperhaltung um ihn von dem Vorhaben, meinen Hund zu begrüßen, abzubringen. Wenn allerdings ein Hund mit einem Affenzahn angeschossen kommt und sich durch ein energisches Entgegengehen und lautes "Hau ab!" nicht beeindrucken lässt, stelle ich mich auch schon mal in den Weg. Wenn der Hund nicht ausweicht, ja, Pech, ich weiche auch nicht aus. Und dann knallt es halt mal. Spätestens das reichte bisher, um den Hund zur Umkehr zu bewegen. Zwischen diesen beiden Extremen ist meine Reaktion sozusagen stufenlos einstellbar. ;)

    Wenn beide Hunde im Freilauf sind kommt es ganz darauf an. Ich handle nach dem Motto: "Andere Hunde müssen sich von meinem Hund nicht nerven lassen. Und mein Hund muss sich von anderen Hunden nicht nerven lassen." Wenn ich merke, einem Hund wird es zu viel, wird der Kontakt unterbrochen. Sofern das möglich ist, nehme ich meinen Hund dann raus, leine ihn an, verabschiede mich und leine erst wieder ab, wenn wir in sicherer Entfernung sind. Dabei ist es mir auch herzlich egal, was oder wer der Auslöser ist. Wenn ich das Gefühl habe, die Interaktion ist für einen der Hunde keine positive, wird sie unterbrochen. Ist mein Hund der Auslöser, unterbreche ich ihn und nehme ihn raus. Ist ein anderer Hund der Auslöser und der Halter unternimmt nichts, regle ich das. Je nachdem was "vorliegt" reagiere ich halt. Hunde die "nur" aufreiten, werden einfach runtergepflückt. Hunde, die aufreiten, dabei grummeln, knurren oder gar beißen, werden auch schon mal unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gegen Hunde, die meinen attackieren (kam bisher ein Glück nur einmal vor), bin ich auch bereit notfalls sehr hart einzusteigen. Inklusive wegtreten, etc. Ich gucke sicher nicht zu, wie mein Hund zerbissen wird. Dann beißt der andere Hund lieber mich (passierte in diesem Fall auch) und dann bekommt der Halter eben die Konsequenzen zu spüren, die angemessen sind. Wenn ein Halter nicht fähig ist, seinen Hund so zu führen, dass er keine Gefahr für andere darstellt, ist das im Zweifel nicht mein Problem und dann geschehen ihm meiner Meinung nach die Konsequenzen auch zurecht. Aber ich hoffe ja doch, dass ich in so eine Extremsituation nie wieder kommen werde. Einmal reicht eigentlich...

    Generell denke ich, dass man aber keine pauschale Aussage machen kann, wie man wann reagiert und ab wann man eingreift. Ich finde es kommt immer ganz auf die Situation an und die Entscheidungen fallen ja manchmal in einem Bruchteil einer Sekunde. Im Extremfall hat man keine Zeit nachzudenken, da handelt man einfach. Klar, im Nachhinein kann man immer sagen, hätte/wäre/könnte...

    Nach dem Vorfall mit dem Dobermann habe ich mich auch gefragt, was wohl passiert wäre, wenn ich es hätte laufen lassen. Newton ist ja jetzt nicht grad zart besaitet. Aber hier war es im Endeffekt genau die richtige Entscheidung, dazwischen zu gehen. Der Halter war extremst verantwortungslos, hatte schon Auflagen (Maulkorb- und Leinenpflicht) und hat sich über diese einfach hinweg gesetzt und seinen Hund, trotz des Wissens, dass er anderen Hunden gegenüber aggressiv sein kann, frei laufen lassen. Wenn wenigstens noch ein Maulkorb drauf gewesen wäre... Aber nein...

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    ich weiß nicht, ob dieser Punkt hier schon angeführt wurde. Habe nicht alles gelesen. Aber ich fände es wichtig, dass der Hund auch eine gewisse Größe hat. Newton wird zum Beispiel in der Schule eingesetzt. Da ist jeder Zeit viel los und um einen Klein- oder Kleinsthund hätte ich da schon mehr oder weniger Angst. Bei Newton kann jetzt nicht viel kaputt gehen, auch wenn ein Schüler oder ein Kollege mal aus Versehen auf die Pfote treten sollte. Aber kommt natürlich auch auf das Einsatzgebiet an.
    Ich habe wie man im Avatar sieht einen Labbi, der im Sommer zum Therapiebegleithund mit Schwerpunkt Schule ausgebildet wird.

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    ich habe Newton beigebracht, dass er einen gewissen Abstand zur Tür halten muss. Das kann man auch alleine wunderbar trainieren. Natürlich brauchst du jemanden, der klingelt. Aber drinnen kannst du es alleine managen.
    Das mit dem der Hund darf nicht als erster durch die Tür gehen, finde ich ehrlich gesagt Schwachsinn.

    Grüße,
    Rafaela

    So, wollte nochmal kurz berichten. Newton bleibt ja jetzt im Arbeitszimmer, wenn ich ihn alleine lassen muss. In seinem Bereich liegt nur seine Decke drinnen und sein Wassernapf. Bisher lief da alles ganz gut.
    Ich versuche derzeit täglich mit ihm etwas an Apportierarbeit zu leisten. In der Schule hat er zum Beispiel die "Aufgabe" seinen Kong zu tragen. Oder wir gehen am Nachmittag an die Dreisam zum Stöckchen aus dem Wasser holen.
    Seither hat er auf jeden Fall nix mehr zerstört. Obwohl es im Arbeitszimmer auch Potential gäbe. Billyregale und so. ;)

    Huhu,

    ich wäre da auch vorsichtig. Meine Schwester hat so eine Modekreuzung. Die Kleine ist todkrank. :( Was spricht gegen einen Golden Retriever oder einen Pudel?

    Grüße,
    Rafaela