Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    ich würde hier Brustgeschirr und Schleppleine wieder auspacken. Und dann verstärkt an Barneys Orientierung an dir arbeiten. Ich fände es auch wichtig, dass er lernt, dass er erst nach deiner Freigabe zu anderen Hunden hingehen darf. Das geht wunderbar mit der Schleppleine.

    Ich würde übrigens auch üben, dass er abrufbar bleibt, wenn er was Interessantes zum Schnüffeln gefunden hat. Ich war schon in Situationen, da ist es nötig, dass der Hund sofort und ohne Umwege kommt und wenn er dann gelernt hat, es wird toleriert, wenn er sich irgendwo festgeschnüffelt hat, wird das nicht mehr so gut klappen.

    Insgesamt würde ich aber in dieser Phase nicht zu viel von Barney erwarten und nicht mit der höchsten Stufe der Ablenkung arbeiten. Lieber wieder ein paar Schritte zurück und klein anfangen.

    Newton (ein Jahr alt) lief bis vor ein paar Wochen auch nur an der Schleppleine, damit ich Zugriff auf ihn hatte. Mittlerweile ist die erste Hormonwelle wohl überstanden und er ist wieder 99% abrufbar. 100% schafft man eh nicht. ;)

    Grüße,
    Rafaela

    Ich glaube, dass man Welpen einfach besser an ihr zukünftiges Arbeitsfeld gewöhnen kann. Allerdings muss man sehr aufpassen, dass man ihn nicht versaut. Ganz schnell hat man eine schlechte Erfahrung, die dann ein Leben lang prägt. Ein erwachsener Hund ist da evtl. gefestigter und kann sowas ab. Das gilt aber nur für die wirklich gut sozialisierten.

    Da hast du vollkommen recht. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es ein unschlagbarer Vorteil war, dass Newton schon im Alter von 9 Wochen mit zur Arbeit kam. Zwar immer nur kurz und dosiert, aber er war dabei.

    Gerade in einer Schule ist ja, auch wenn in meinem Fall die Schüler schon älter sind, immer so einiges los und Newton ist da total entspannt. In einem Klassenraum, in dem 30 Schüler am selbstorganisierten Lernen sind (es wird herumgelaufen, das Zimmer verlassen, wieder gekommen, ganz leise ist es auch nicht), liegt er unter dem Pult und pennt.

    Ein Hund, der das erst im Erwachsenen-Alter kennenlernt, tut sich da unter Umständen schwerer, einfach weil er den Trubel nicht kennt.

    Allerdings ist es wirklich wichtig, dass man den Welpen dann so gut wie möglich schützt, damit er keine schlechten Erfahrungen macht. Newton kam ja im letzten Schuljahr nach den Pfingstferien bis zu Beginn der Sommerferien mit in die Schule. In diesen sechs Wochen habe ich sehr darauf geachtet, dass er vor allem in Ruhe gelassen wird. Gestreichelt werden durfte er nur am Ende der Unterrichtsstunde von maximal drei Schülern. Da wurden ganze Strichlisten geführt, wer als nächstes darf.

    Insgesamt muss ich sagen, würde ich das immer wieder so machen. Wobei der nächste Hund vermutlich kein Schulhund mehr wird. ;)

    Hallo,

    ich lasse Newton auch regelmäßig im Auto, wenn die Temperaturen entsprechend sind. Er geht ja mit auf Arbeit und da er, wenn ich frei habe, den ganzen Vormittag verschläft, lasse ich ihn die ersten 90min. im Auto, damit er noch in Ruhe eine Runde pennen kann. Früh morgens ist es ja noch recht kühl und die Kollegen lassen mir den Parkplatz frei, der als einziger den ganzen Tag im Vollschatten ist.

    In dem von dir geschilderten Fall, finde ich es schon krass, dass direkt die Scheibe eingeschlagen wurde. Vllt hat der Verursacher den Hund im Wagen auch nicht gesehen, und hat die Scheibe eingeschlagen, weil er in Wirklichkeit etwas stehlen wollte. Den Hund hat er dann als Vorwand genommen um seine Tat zu vertuschen...

    Bei meiner Nachbarin wurde auch mal die Autoscheibe eingeschlagen und der Rucksack aus dem Auto rausgeklaut. Sie hatte ihn auf dem Beifahrersitz abgestellt und ist nochmal kurz hoch, weil sie etwas vergessen hat. Als sie wieder kam, war die Scheibe eingeschlagen und der Rucksack samt Laptop und Geldbeutel weg...

    Aber manche Leute reagieren wie ich finde auch unverhältnismäßig.Ich habe im Winter nach dem Gassigehen noch kurz aufs Amt wollen, mich ummelden. Newton hat ja ein sehr dickes Fell mit reichlich Unterwolle (er geht das ganze Jahr über ins Wasser, auch im Winter) und zudem war die Box ausgelegt mit dicken, warmen Decken. Und er musste dann eben kurz im Auto warten. Es war auch wirklich kurz, eine Sache von 15 Minuten (weil ich einen Termin hatte). Als ich wiederkam stand schon eine mit dem Handy am Ohr an meinem Auto und wollte die Polizei rufen... Das sei Tierquälerei, bei der Kälte im Auto, bla bla bla... ;)

    Bin gespannt wie der Fall ausgeht. Berichtest du weiter?

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    vor Kurzem hatten wir glaube ich schon mal so einen ähnlichen Thread:

    Guckst du hier!

    Daher zitiere ich mich mal selbst:


    Was ich rückblickend noch anfügen würde: Was ich auch versuche ist, dass Newton möglichst überall mit hin kann. Er darf ein Glück mit auf die Arbeit und ist bei den meisten meiner Freunde und vor allem auch bei meiner Familie willkommen. Zu einigen Freunden kann ich ihn aber nicht mitnehmen und dann wäge ich schon ab, oder versuche irgendwie einen Kompromiss zu finden. Meistens läuft es darauf raus, dass ich versuche, den Zeitaufwand möglichst zu optimieren. Die Anfahrt und Abfahrt wird dann so organisiert, dass ich keine Umwege fahren muss (um Freunde aufzugabeln und heimzufahren, z.B.). Und dann dauert der Spieleabend halt mal nur vier statt fünf oder sechs Stunden.

    Machst du mit deinem auch eine Therapiehundausbildung ?
    Bei den meisten ausbildungsstätten werden alle Hunde zugelassen die angemeldet werden, denn die verdienen mit der ausbildung ja geld und ob sie am ende einsetzbar sind ist denen ja egal.
    ich kenne einige, nicht unbedingt labbis, die vom wesen her nicht optimal sind, zu scheu, zu nervös, nicht neutral gegenüber anderen hunden / menschen, ....

    Ja, Mitte August geht es los. Also so wie ich das verstanden habe, werden die Hunde schon überprüft. Laut Aussage der Leiterin kann ich diesen institutsinternen Eignungstest unter Umständen durch einen bestandenen Wesenstest ersetzen. Aber auch nur unter Umständen. Das entscheiden sie, wenn ihnen der Test vorliegt.

    Vertrauen ist das A und O.

    Ja, das finde ich auch. Ich finde, da muss man auch mal auf sein Bauchgefühl hören, welchem Arzt man vertrauen kann und welchem nicht.

    Bei mir hat ein Augenarzt mal ein Glaukom diagnostiziert. Ich bin zwei Jahre lang alle sechs Monate zu Untersuchungen, die recht teuer waren. Langsam ging es mir doch zu sehr ins Geld, da ich als Privatpatient ja erstmal immer vorstrecken muss. Als meine Mutter dann mal mit ihren Augenärztin, bei der sie schon jahrelang in Behandlung ist, meinen Fall besprochen hatte, empfahl die dringend mal eine zweite Meinung einzuholen. Das tat ich dann auch und siehe da, kein Glaukom. Meine Versicherung streitet derzeit mit dem Augenarzt um die Behandlungskosten...

    Hallo,

    also ich finde man sollte sich schon zu den wichtigsten Themen eine eigene Meinung bilden. Das kann man ja über mehrere Quellen (Internet, Züchter, andere Hundehalter, Hundetrainer, Tierärzte) tun. Wichtige Punkte finde ich zum Beispiel: Impfen - Ja oder n Nein? / Entwurmen - Ja oder Nein? / Kastration - Ja oder Nein?
    Wenn man das getan hat, sollte man sich dann finde ich auch nicht so leicht beirren lassen.

    Ich habe mich bezüglich der obigen drei Punkte entschieden. Über mehr muss ich mir im Moment noch keine Gedanken machen. Impfen, prophylaktisches Entwurmen: Ja. Kastration: Nein. Da kann der Tierarzt meiner Eltern (der grundsätzlich zwischen dem siebten und zwölften Lebensmonat kastriert) auf den Kopf stellen. Newton bleibt intakt. Sollte irgendwann aus medizinischen Gründen eine Kastration unumgänglich werden, kann er immer noch kastriert werden.

    Grüße,
    Rafaela

    Au weia. Wie viel wiegt den so ein Chi? 1,5kg? Hast du in solchen Situationen keine Angst um deinen Hund? Meiner wiegt locker das 20-Fache... Das kann sehr böse ins Auge gehen, wenn dein kleiner Chi mal an den falschen gerät. Mal deutlich gesprochen. Das mag sich jetzt krass anhören, aber einen Haps und er ist weg... :(

    Unter Umständen hast du bisher Glück gehabt und eventuelle große Hunde, die ihr getroffen habt, haben das einfach nicht ernst genommen. Newton ist hier mal von nem kleinen Biewer-Yorkie-Rüden angegangen worden. 3,5kg vs 35kg... Ich war ehrlich gesagt heilfroh, dass Newton da ein bisschen unbeholfen aus der Wäsche geschaut und mich fragend angeguckt hat. ;)

    Ich würde erstmal nur ausgewählte Kontakte mit anderen Kleinsthunden zulassen. Eventuell kann ein Trainer helfen?

    Mit "sich unterwerfen lassen" ist vermutlich auf die Seite legen gemeint? :dagegen:
    Grüße,
    Rafaela

    Das hat nichts mit "im Griff haben" zu tun .... DAS ist mE das geringste Problem.

    Aber ich habe jetzt eine 65 cm GP Hündin, die wiegt ca. 25-26 kg. Sie ist jetzt 14 Jahre alt und hat langsam altersbedingt Probleme mit der Hinterhand. Treppen laufen ist schwieriger - und von der Garage in den Wohnbereich muss man eine Treppe hoch. Meine andere GP Hündin konnte die letzten Jahre die Treppe nicht mehr wirklich allein laufen und musste getragen werden. Ins Auto hochheben, wieder aus dem Auto rausheben .... all das kann man mit 50, 60 vielleicht noch locker machen - aber mit 70 aufwärts? Da wird es für viele Menschen schon schwierig. Wenn ich mir mit Mitte/Ende 60 noch einen grossen Hund zutraue, dann muss ich aber bedenken ... wenn der Hund dann mal in das Alter kommt, in dem er körperlich abbaut und vermehrt Hilfe braucht, dann bin ich auch um die 80 oder drüber .... und wenn ich sehe, wie schnell im Verhältnis viele Menschen abbauen, wenn sie mal die Mitte 70 überschritten haben, dann sagt mir mein Verstand "hallo, denk daran, nicht nur Du wirst alt, auch dein Hund, .... und dann?".

    Ich hätte liebend gern wieder einen GP gehabt - aber da ich auf meine Eltern als DogSitter angewiesen bin und beide schon Mitte 70 sind, ist es nun ein Kleinpudel geworden. Mit fast 42 cm nun auch nicht gerade der allerkleinste Hund. Und die 10 kg auf dem Arm merkt man schon, wenn man sie trägt .... aber es sind halt doch keine 65 cm und 25 kg.

    Stimmt, da hast du vollkommen recht. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass es mir bei Newtons mittlerweile 35kg auch schon schwer fällt, ihn alleine zu heben. Ich bekomme es noch hin. Aber es ist schon grenzwertig.

    Wobei es auch auf die Lebensumstände ankommt. Ich wohne hier barrierefrei. Notfalls könnte ich auch ohne Auto auskommen, wenn ich in Rente bin. Futter wird von Fressnapf geliefert und auch wenn es hier nur einen wirklich schönen Gassiweg gibt. Prinzipiell wäre es möglich. Der Tierarzt ist auch in Laufdistanz.

    Und ich finde, einigermaßen gut zu Fuß sollte man als Hundehalter schon sein. Egal in welchem Alter. Ich würde mir zumindest keinen Hund mehr anschaffen, wenn ich wüsste, ich schaffe es einfach nicht mehr, eine dreiviertel Stunde am Stück zu laufen.

    Aber klar, es gibt immer Situationen, da wird es schwierig. Von dem her vllt doch etwas Kleineres im Alter? Mal schauen. Habe da noch 30 Jahre Zeit. :)

    ich würde auch mal gern wissen, wie ihr das "hingekriegt" habt.
    Mein Rüde, 15 Monate, ist zur Zeit echt anstrengend was andere Hunde betrifft. Im Grunde ist er der Inbegriff vom unerzogenen Tut-nix :roll: Wenn ich ihn lassen würde.
    Er rennt zu jedem Hund am Horizont (wirklich, er hat einen riesen großen Radius) hin, nicht mehr abrufbar. Belästigt Hündinnen und kastrierte Rüden, unkastrierte Rüden sind schnell uninteressant. Mit Schleppleine funktioniert der Abruf 1a, ebenso wie unsere Strategie des Anzeigens. Ohne Leine ist er weg :verzweifelt:
    Er sucht auch den ganze Spaziergang nur nach anderen Hunden. Wenn er am Horizont ein Fahrrad erspäht, hat er schon gesteigertes Interesse, weil an Fahrrädern ja gern mal Hunde laufen.

    Wir üben nun Impulskontrolle, Frusttoleranz und den Abruf. Das ist so deprimierend, da er sonst weder jagt noch zu Leuten hinläuft oder sonst Mist macht. Also muss eine Leine dran, weil ja an jeder Ecke ein Hund stehen KÖNNTE...

    In meinem Fall kann ich es gar nicht mehr so genau rekonstruieren, wie ich es hinbekommen habe. Die Züchterin hat zu mir gesagt, als ich zu Besuch war, dass Labbis viel über Blickkontakt machen. Auch in der Welpenschule und auch jetzt noch in der Hundeschule wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass immer erst ein Blickkontakt kommt bevor es irgendetwas (Leckerchen, Futter, Spielzeug, Freilauf, Erlaubnis auf's Sofa zu kommen, etc.) gibt.
    Das hat sich bei Newton irgendwie auf alles andere automatisch übertragen. Wenn er zum Beispiel draußen einen Hund sieht, guckt er mich an und wartet. Je nachdem wie die Situation ist, erhält er dann eine Freigabe oder wird abgerufen. Wenn er abgerufen wird, nehme ich ihn meist sicherheitshalber noch an die Leine. Es sei denn, ich bin mir sicher, dass das Dableiben 100&ig klappen wird.
    Er stand sogar schon mal vor einem Hasen und hat mich angeglotzt um zu warten, ob er da jetzt hin darf oder nicht. Natürlich durfte er nicht.
    Wobei ich auch sagen muss, dass Newton eine extrem hohe Reizschwelle hat. Das kommt vermutlich dadurch, dass ich ihn mit in die Schule nehme. Da können 30 Kinder über den Schulhof tollen und er liegt entspannt da und guckt nur.