Beiträge von RafiLe1985

    Wenn ihr Zuhause (noch) viel stress mit eurem Hund habt, wird auch der Urlaub stressig.
    Wenn euer Hund Zuhause gut "läuft" aber in fremnden Umgebungen (noch) stress hat/macht - wird auch der Urlaub stressig.

    Wobei beim Urlaub halt noch dazu kommt, dass der Hund dort erstmal fremd ist. Bei einigen Hunden spielt das schon eine Rolle finde ich. Meine Schwester kann ihre Kleine zum Beispiel nicht mit in den Urlaub nehmen, weil sie (also die Hündin) das zu sehr stresst.

    Hallo,

    mein Mittel der Wahl ist es, die Hunde bei der Interaktion genau zu beobachten und die Interaktion sofort zu beenden, wenn ich merke, es kippt. Dann kommt es meist erst gar nicht so weit.

    Leider gab es bei mir schon mal einen Vorfall, bei dem sich ein Dobermann ohne Vorwarnung (er kam plötzlich angerannt) auf meinen gestürzt hat und immer wieder versucht hat, zuzubeißen. Meiner hat sich gewunden und förmlich geschrieen und konnte sich nicht befreien. Dann bin ich dazwischen. War mir dann auch egal, ob ich verletzt werde. Bin dabei auch gebissen worden. Aber ich schaue sicher nicht zu, wie mein Hund zerbissen wird. Und dieser Hund meinte es ernst. Er hatte auch schon Auflagen, die der Halter nicht eingehalten hat.

    Aber meistens geschieht doch einiges an Interaktion, bevor es zum Krach kommt und ich finde durch vorausschauendes Verhalten gewinnt man da viel.

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    also ich denke, zunächst mal bist du dafür haftbar zu machen, weil es dein Hund ist. Wenn du eine Tierhalterhaftpflicht hast und diese die Betreuung des Hundes durch Dritte abdeckt, könnte auch die Haftpflicht zahlen. Rufe doch einfach mal bei der Schadenshotline deiner Versicherung an und frage nach.

    Grüße,
    Rafaela

    Hallo,

    wollte den Thread nochmal kurz hoch holen, weil noch eine Frage aufgetaucht ist. Ich habe ja nun Neuseeland tatsächlich gebucht. Eine Hundepension habe ich mittlerweile auch gefunden.

    Nun ist meine Überlegung ob es besser ist, Newton einfach die vollen drei Wochen in die Pension zu geben oder ob ich versuche einen Mix zu organisieren. Sprich, ich würde Freunde fragen, wer ihn wann in dieser Zeit nehmen kann und für die restliche Zeit, wo ihn eben niemand nehmen kann, kommt er in die Pension.

    Bis vor Kurzem fand ich diese Idee eigentlich ganz gut. Nun meinte eine Freundin aber, dass sie es für ihre Hündin besser fände, wenn sie die kompletten drei Wochen an einem festen Platz wäre. Sprich entweder komplett drei Wochen bei einem Freund/einer Freundin oder eben komplett drei Wochen in der Pension. Sie meinte, alles andere fände sie ein zu großes Hin und Her und auch verwirrend für den Hund, weil er sozusagen "rumgereicht" wird.

    Wie seht ihr das? Bin gespannt auf eure Meinungen.

    Danke,
    Rafaela

    Ich weiß nicht, ich bin immer etwas skeptisch, wenn von "hypersexuell" die Rede ist. Bei Menschen soll es das ja auch geben. Ist das ein erlerntes Verhalten? Oder wirklich eine Krankheit? Oder ist das einfach angeboren? Ich kenne mich da nicht gut genug aus, aber ich denke jede Sucht ist ja irgendwie selbstinduziert. Man fängt harmlos an und wenn man nicht aufpasst, verliert man die Kontrolle. So stelle ich mir das auch bei der Hypersexualität vor. Der Hund entdeckt während der Pubertät seine Hormone und wenn man das zu spät erkennt und nicht gegensteuert, ist das wie beim Junkie, der mit einem "harmlosen" Joint angefangen hat und schließlich bei LSD, Kokain, etc. landet. Und dann stelle ich mir auch die Frage, ob man dann noch auf das Verhalten so einwirken kann, dass es jemals besser wird. Oder ob dann nicht tatsächlich der "kalte Entzug" (sprich die Kastration) besser ist. Wenn Tierarzt und Trainerin schon zur Kastration raten und eigentlich nicht unbedingt pro sind. Und sich am Verhalten durch konsequente Arbeit wirklich nichts ändert, welche Möglichkeit hat man dann noch? Vllt noch jeweils eine zweite Meinung von einem anderen Tierarzt und einem anderen Trainer einholen. Das war's. Mehr geht meiner Meinung nach nicht. Was ich allerdings nicht machen würde, ist, einen zweiten Chip zu setzen. Er hatte ja schon einen Chip. Der lässt nach und er fällt trotz Trainings in die alten Muster zurück. Ich würde dann sagen ganz oder gar nicht. Obwohl ich persönlich von meiner Einstellung her auch contra Kastration bin.

    Hallo,

    ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber möchte trotzdem antworten. Ich denke, es kommt drauf an, was es für ein Urlaub sein soll und wie dein Hund so drauf ist.
    Ich mache so grob drei verschiedene Arten von Urlaub: Erholungsurlaub in Deutschland (am häufigsten), Städtetrips in europäische Großstädte (alle zwei Jahre in etwa) und Fernreisen in englischsprachige Länder (selten).

    Zu letzteren beiden Urlauben würde ich Newton nie mitnehmen. Ich glaube, da ist es für ihn (und für mich) einfach stressfreier, wenn er die Zeit bei Freunden oder in der Pension ist. Erstens die Flugreise. In der Box im Laderaum... Ich stelle mir das Stress pur vor. Zweitens, wenn ich zum Beispiel eine Städtereise mache, habe ich in der Regel ja kein Auto dabei. Da möchte ich dann Sightseeing machen, ein bisschen Shoppen, abends mal in ne Bar oder auch mal in einen Kinofilm oder ins Musical oder ins Theater. Das geht mit Hund alles nicht. Meistens dauert eine solche Städtereise auch nur wenige Tage und da mache ich mir keine Gedanken, wenn er in der Zeit mal fremdbetreut wird.

    Richtige und längere Fernreisen kommen bei mir eher selten vor. Kommendes Weihnachten fliege ich zum Beispiel drei Wochen nach Neuseeland. Das ist die zweite "große" Reise in meinem Leben. Und wer weiß, wann die nächste in diesem Stil kommt. Ich denke, da ist es schon ok, wenn Newton mal drei Wochen in der Pension ist.

    Zum Erholungsurlaub in Deutschland (mit Wandern, Schwimmen im See, etc.) kann Newton allerdings gerne und immer mitkommen. Das richte ich dann auch so ein, dass es möglichst für ihn und für mich entspannend ist. Das erfordert meiner Meinung nach ein bisschen Mehr an Organisation, aber wenn einen das nicht stresst, wird der Urlaub echt toll.
    Ich lege da bei der Auswahl der Unterkunft zum Beispiel sehr darauf wert, dass es Parkplätze (am besten in einer TG) direkt an der Unterkunft gibt. Das macht für mich vieles schon mal einfacher. Alleine auf dem fremden Zimmer würde ich Newton keinesfalls lassen, und wenn das Auto in der kühlen TG steht, kann ich ihn durchaus auch im Sommer mal kurz im Auto parken, z.B. wenn im Frühstücksraum keine Hunde erlaubt sind oder, wenn ich doch nochmal kurz in den Supermarkt muss. Das Programm am Urlaubsort wähle ich dann auch entsprechend. Wir haben jetzt am Bodensee zum Beispiel hauptsächlich Wanderungen unternommen und ich habe ihm unterwegs öfter mal Gelegenheit zum Schwimmen gegeben. Wenn wir von der Wanderung zurückkamen, haben wir uns dann im Hotelzimmer ein bisschen entspannt. Abends bin ich mit ihm dann noch ins Restaurant und dann ging es wieder zurück ins Hotel, wo ich dann noch gelesen oder einen Film angeschaut habe.

    Natürlich kommt es auch auf den Hund an, inwiefern ein Urlaub mit Hund Sinn macht. Newton ist jetzt relativ unkompliziert, weil er von Anfang an einfach immer überall wo es ging, mitgenommen wurde. D.h. er ist große Menschenansammlungen und Trubel gewöhnt und hat auch gelernt, sich ruhig zu verhalten und zu entspannen, wenn ich mal im Café oder im Restaurant sitze. Er hat im Allgemeinen eine sehr hohe Reizschwelle und hat auch Impulskontrolle und Frustrationstoleranz gelernt, d.h. ich kann ihn eigentlich gefahrlos überall ablegen, ohne dass es böse Überraschungen gibt. Am Bodensee waren Hunde im Frühstücksraum zum Beispiel erlaubt und dann habe ich ihn natürlich auch mitgenommen. Während ich dann am Buffet war, lag er ruhig an meinem Platz und hat gewartet. Was ich auch wichtig finde, ist, dass der eigene Hund mit anderen Hunden gut verträglich ist. Gerade am Bodensee war es so, dass da sooooo viele Hunde unterwegs waren. Wenn ich da einen unverträglichen Hund dabei hätte, fände ich es glaube ich eher stressig.

    Wenn man es gut organisiert, finde ich, kann so ein Urlaub mit Hund schon toll sein. Auch wenn man vllt mit einigen Einschränkungen leben muss. Eine Freundin, die zur gleicher Zeit am Bodensee war, hatte mich zum Beispiel gefragt, ob ich mit nach Konstanz zum Shoppen kommen wollte. Da habe ich dann eben dankend abgelehnt. Shoppen tue ich dann doch lieber ohne Hund.

    Liebe Grüße und schönen Urlaub,
    Rafaela

    Nochmal von mir kurz die Frage: Was wurde denn bisher unternommen um den Rüden in seinem Verhalten einzuschränken? Ich lese immer nur, er macht dies, er macht das, aber nicht, was dagegen unternommen wurde.

    Gibt es eventuell die Möglichkeit eine Einzelstunde bei einem guten Trainer zu nehmen, damit der sich das Verhalten mal anschaut? Unter Umständen kann das sehr aufschlussreich sein. Bei vielen Hunden macht es direkt einen immensen Unterschied von wem sie geführt werden.

    Glaub ich dir.
    Trotzdem ist deine Aussage sicher niemals für alle Züchter außerhalb des VDH zutreffend, genauso wenig wie im VDH alles Rosarot ist :D

    Ist aber Wurscht weil das wieder eine Endlos Diskussion geben würde.

    Ich sehe einfach keinen Grund, wieso man nicht im VdH züchten sollte. Ah stimmt, die haben doch tatsächlich Zuchtauflagen und verlangen Gesundheitsgutachten, bevor ein Hund in die Zucht darf. Das ist natürlich hinderlich... Aber stimmt, eine Endlos-Diskussion wollen wir nicht lostreten.