Beiträge von RafiLe1985

    Huhu,

    ich arbeite Vollzeit, allerdings zu 50% im Home Office, und habe zwei Hunde. Mein jüngerer Rüde ist Rettungshund. Das ist ein derart aufwändiges Hobby (10-12 Std pro Woche), dass ich mir ein weiteres Hobby zeitlich nicht leisten kann. Als mein älterer Rüde noch Einzelhund war, bin ich regelmäßig ins Fitnessstudio gegangen plus einmal die Woche zum Schwimmen. Da war der Zeitaufwand (inkl. Fahrt) ca. sechs Stunden die Woche. Das war kein Problem.

    Im Endeffekt ist es eine Frage der Organisation. Und ich weiß jetzt auch nicht, wie aufwändig dein Sportverein ist.

    Ich glaube, viele Neu-Welpenbesitzer machen den Fehler, dass der gesamte Fokus von Anfang an auf dem Welpen ist. Ich sehe es gerade bei einer sehr guten Freundin von mir. Da zieht Anfang Mai ein GP-Welpe ein. Das ist das absolute Highlight. Es wird sich extensiv belesen; entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung. Ich versuche es sanft zu dämpfen, aber naja, es ist halt der erste Hund. Da freut man sich mega drauf. Das ist doch bei Jedem so, der zum ersten Mal einem Hund ein Zuhause schenkt.

    Wenn dann irgendwann mal der dritte, vierte, fünfte Welpe einzieht, dann ist man da entspannter/gelassener. Klar ist es jedes Mal was Besonderes aber man weiß ja was kommt und wie es läuft. Da läuft der Welpe dann einfach nebenher im Alltag mit und wird quasi "nebenbei" groß.

    Ein Neu-Welpenbesitzer hat diese "Abgebrühtheit" halt noch nicht. Gerade deshalb fände ich es besser, wenn man eine Rasse wählt, die von Natur aus etwas gechillter ist. Mein Labbi war da echt ne gute Wahl. :) Wobei er auch sehr temperamentvoll und triebig sein kann. Aber zuhause halt ruhig und ne coole Socke. :)

    Wäre es möglich, dass du mit deiner Tochter einfach mal zu einem seriösen BC-Züchter gehst und ihr euch dort gemeinsam beraten lasst? Oft hilft es, wenn eine neutrale Instanz objektiv ihre Erfahrungen schildert.

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    (Ich hatte mir zu Anfang meines Hundewunsches auch einen Hütehund eingebildet. Durch die Beratung bei Züchtern dieser Rassen wurde es jedoch schnell klar, dass ein Hütehund eher nicht zu mir passt.)

    Und was vielleicht tatsächlich sein kann, und was wir nicht wissen, weil wir euch nicht kennen... Ich kenne einige Kinder/Jugendliche, die nicht ganz unkomplizierte Rassen echt super führen. In meiner Staffel ist eine Hundeführerin, die mit 10 Jahren angefangen hat einen BC in Agility auszubilden. Eine meiner Schülerinnen hat mit 9 Jahren ihren ersten DSH bekommen und ihn im Schutzdienst geführt. Mit damals 19 Jahren war sie schon mit einem Nachwuchshund in der Ausbildung. Natürlich spielen in diesem Alter die Eltern immer eine wichtige Rolle, klar. Aber ich halte das jetzt nicht für unmöglich, einen BC als Ersthund zu halten.

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    Ich kann das gerade total nachvollziehen: Ich möchte als Nachwuchshund einen Deutsch Drahthaar. Und da reden auch, sagen wir mal 95% der von mir Befragten (inkl. des Forums hier) dagegen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich einen Deutsch Drahthaar durchaus geführt bekomme.

    Deswegen finde ich es total wichtig, dass man sich im Vorhinein ausgiebig mit der Rasse befasst und unterschiedliche Leute befragt.

    Mit 13 hat deine Tochter doch sicher schon Referate halten müssen in der Schule. Vielleicht kann sie ein Referat vorbereiten zu ihrem Rassewunsch. Dazu muss sie dann an unterschiedlichen Stellen recherchieren. So bekommt sie sicher ein umfangreiches und realistisches Bild von der Rasse.

    Trotzdem halte ich den Sheltie immer noch für einen klasse Kompromiss! Und es wäre auf jeden Fall toll, wenn du deine Tochter überzeugen kannst, sich mal näher mit dieser Rasse zu beschäftigen.

    Ich hatte auch mit 14 meinen ersten Hund bekommen. Es war ganz klar, dass ich da für die Versorgung zuständig bin. D.h. ich wurde im Zweifel halt auch am Wochende recht früh geweckt, z.B. Als ich dann älter war, bin ich aber dann ggf. halt nachts um 3 noch angetrunken ne große Runde gelaufen damit ich dann länger pennen kann.

    Ich würde auch nen Kleinhund empfehlen. Sheltie find ich ne klasse Idee.

    Aber dann fällt schlussendlich wieder alles drauf zurück dass keine Halsbänder oä an den Hunden waren.

    Wobei mMn immernoch fraglich ist ob das gereicht hätte, weil ich mir nicht vorstellen kann wie man 2 Hunde im Tunnel mit Tötungsabsicht von einem anderen Hund runter zerren soll. Wenn man die einzige Person ist.

    Dann wäre ja trotzdem noch einer der Beiden am Hund geblieben und es wäre evtl gleich ausgegangen. Who knows?

    Das frage ich mich nämlich auch. Es ist fast unmöglich als einzelne Person zwei so vehemente Hunde von einem anderen zu trennen. Ich hatte ja Sam kurz weggeschafft, aber als ich dann Zero trennen wollte ist Sam schon wieder direkt auf den BC los. Ich hätte wesentlich mehr Hände gebraucht und das Mädchen wollte ich unter keinen Umständen miteinbeziehen.

    Entschuldigung, aber warum hast du um Himmels Willen zwei Malis wenn du ihnen nicht Herr wirst?! Ich hab nix gegen Mehrhundehaltung. Gar nicht. Ich habe selbst zwei Hunde… Aber man muss doch bitte wissen, was man sich zutrauen kann und was nicht. Also sorry, aber ich hab da null Verständnis für. Deine Hunde haben einen anderen Hund getötet. Das ist dir schon bewusst?! Und bitte, du hattest doch nicht ernsthaft vor, diese Hunde nach einem solchen Vorfall nochmal ohne Sicherung laufen zu lassen?

    Im Winter müsstest Du über Monate morgens im Dunklen raus,

    Aber muss das nicht jeder Hundehalter?

    Und es muss ja nicht die riesige Runde sein - wenn sie um 13 Uhr Feierabend hat, reicht doch morgens schnell zum Lösen. Ich dreh auch von November bis März die große Runde mittags statt vor Arbeitsbeginn.

    Man kann sich das ja auch flexibel einrichten. Mein erster Hund ging morgens nur kurz zum Lösen in den Garten. Die große Runde bzw. das sonstige Programm gab es erst wenn ich von der Schule heim kam.

    Heute drehe ich die große Runde auch morgens vor der Arbeit. Hauptsächlich deshalb weil ich am Nachmittag / Abend keine zwei Runden schaffen würde. Als Vollzeit-arbeitende Erwachsene hab ich ja heute mehr Verpflichtungen als damals als Schülerin.

    Ich gehe zwischen 5.30 und 6.30 Uhr eine große Runde. Die ist tatsächlich von ca. Oktober bis Mai im Dunkeln. Das macht mir aber nichts. Ich habe eine gute, sehr helle Stirnlampe. Die Hunde haben Leuchties. Und gegen Freilauf im Dunkeln spricht doch auch nichts.

    (Ich gehe nachts in Einsätze in teils sehr anspruchsvollen Waldgebieten. Da sucht der Hund auch freilaufend. Im Vergleich dazu ist eine Gassirunde im Freilauf im Dunkeln null Problemo.)

    Wollte ich auch mal machen, bin bis jetzt leider noch nie dazugekommen.

    Recht bekannt ist das Hundesporthotel Wolf in Oberammergau in Bayern. Die haben echt ein sehr vielseitiges Angebot, schau mal auf die Webseite, von Agi, Hoopers, Tricktraining, gemischten Kursen über Nasenarbeit wie Mantrailing ist da eigentlich alles dabei.

    Sogar Wandern, Wellness etc.:

    https://www.hotel-wolf.de/hundehotel-bayern-seminare.html

    Genau das hätte ich auch empfohlen. Da muss man allerdings oft sehr früh buchen. Aber vielleicht hat man auch mal Glück und es gibt Restplätze.