Beiträge von RafiLe1985

    Soweit hört sich das doch gut an. Den Welpen mit zur Arbeit zu nehmen ist gerade in der Anfangszeit sehr einfach da ein Welpe ja noch sehr viel schläft. Bis zu 22 Stunden am Tag. „Interessant“ wird es diesbezüglich erst später mit dem pubertäten Junghund.

    Die Stubenreinheit sollte halt im Vorhinein gewährleistet sein, aber auch das ist hinzubekommen. Evtl. kann da der Züchter ja auch schon Vorarbeit leisten.

    Newton kam im Alter von 8 Wochen zu mir und war fast stubenrein. Nach einer Woche Urlaub ging er bereits täglich mit zur Arbeit und hat da nicht ein einziges Mal reingepullert. :)

    In Fremdbetreuung würde ich einen Hund unter einem Jahr hingegen nicht geben. Mal stundenweise aufpassen, ja. Aber ganze oder halbe Tag, definitiv nein. Zum Einen weil da erziehungstechnisch zuviel daneben gehen kann in dem Alter, zum Anderen weil so ein Welpe/Junghund echt anstrengend sein kann und ich das niemandem zumuten wollen würde, auch nicht, wenn er es anbietet.

    Newton musste (weil es nicht anders ging) während meines Umzugs im Alter von 6 Monaten mal für einige Stunden fremdbetreut werden... Nun ja, die waren froh, dass ich ihn beizeiten wieder geholt habe...

    Habt ihr euch schon für eine Rasse entschieden?

    Gesetzt den Fall, Ihr würdet Euch einen Welpen kaufen, ist der ja auch nicht nach drei Wochen Urlaub so weit "fertig", dass er mit ins Pflegeheim kann. Wie willst Du diese Zeit überbrücken? Ich würde da durchaus ein Jahr mit einrechnen, bis der Hund dauerhaft mit kann.

    Das kann man pauschal mMn nicht sagen. Ich kenne mindestens ein Gegenbeispiel. ;)

    Impulskontrolle und Freilauftauglichkeit

    Nachdem ich nun längere Zeit nicht mehr dazugekommen bin, hier weiter zu schreiben, möchte ich heute was zum Thema Impulskontrolle und Freilauftauglichkeit schreiben.

    Das Thema war für mich besonders wichtig, da Newton ja Schulhund werden sollte. Man kann sich sicher vorstellen, dass ein Labrador mit 30kg+, der quer über den Schulhof einer Katze, einem Ball, etc. hinterher hetzt, eher suboptimal ist, auch wenn die "Kinder" in unserem Fall schon "größer" (15 Jahre und älter) sind.

    Anfangs haben wir ziemlich viel über Blickkontakt gemacht. Futter, Leckerli, Spielzeug, etc. alles erst nach zumindest kurzem Blickkontakt, der relativ einfach herzustellen war. Danach wurden Länge des Blickkontaktes und dann die Schwierigkeit ausgebaut, d.h. gegen Ende dieser Phase war auch teilweise ein Umdrehen seitens Newton nötig um den Blickkontakt herzustellen, der dann wiederum ein paar Sekunden gehalten wurde.

    Als das dann gut saß, fingen wir an, auch unter Ablenkung zu arbeiten. Erst natürlich bei geringer Ablenkung. Dann steigernd. Hier haben wir sehr viel mit der Schleppleine gearbeitet. Es lief quasi immer so ab: Newton erblickt etwas Interessantes (Mensch, Hund, Katze, Ball, Blatt, etc.), ich blockiere die Schleppleine, warte bis er sich umdreht und mich anschaut, "Genau.", Leckerli einschieben, fertig. :D Konkrete "Übungseinheiten" gab es allerdings gar nicht. Das wurde auf jedem Spaziergang so gemacht und hat sich in insgesamt 1,5 Jahren an der Schleppleine (mit kurzen Unterbrechungen) derart eingeschliffen, dass Newton es heute noch (!!!!) so macht, auch wenn er keine Schleppleine dran hat.

    Was natürlich gerade für den Freilauf ungemein praktisch ist! Reh-Sichtung, Blick zu mir, Lob, Abruf, Leckerchen, Leine dran, Leckerchen. Wobei ich die Leine gar nicht immer dran mache. Das mache ich davon abhängig, wie aufregend er das Ganze findet.

    Womit wir beim Thema Freilauftauglichkeit wären. Auch hier haben wir viel mit der Schleppleine gearbeitet. Mir war es zunächst wichtig, dass Newton immer sehr dicht bei mir bleibt, damit er lernt, sich an mir zu orientieren. Die SL wurde dann auf 1m gekürzt und dann einfach Quer-Feld-ein durch die Pampa. Mit abrupten Richtungswechseln, Kehrtwenden, etc. Ich hatte da das Glück, dass Newton das aus welchen Gründen auch immer mega spannend fand und so haben wir da ziemlich schnell Erfolge gehabt. Nach und nach wurde dann der Radius erhöht und wir waren dann relativ schnell bei den vollen 5m angekommen. Und dann wurde sie abgemacht, die Schleppleine. Genau für einen Monat, denn dann schoß der erste Saft in den Stengel (um es mal salopp zu formulieren) und die Gerüche draußen waren nun leider viel spannender als Frauchen (auch wenn sie zig Richtungswechsel pro Minute macht). Also Schleppleine wieder dran. Von vorne. Nach sechs Monaten war es dann wieder soweit, dass die Schleppleine weg konnte. Zu den Jahreszeitenwechseln (besonders Winter/Frühjahr und Herbst/Winter) gab es dann jeweils kurze Rückfälle, nach denen er wieder ein paar Wochen an die Schleppleine musste. Das Frühjahr 2017 war dann das erste Rückfall-freie. :gut: Auch der Winter 2017 begann ohne Rückfall. Schleppleine liegt mittlerweile ganz hinten im Schrank.

    Newton hat bis heute einen sehr kleinen Radius und ihm entgeht wirklich nichts. Wenn wir zusammen mit einer Schulklasse unterwegs bin, kann ich mich voll drauf verlassen, dass er selbständig darauf achtet, dass er dran bleibt. Wenn ich mit 30 Jugendlichen unterwegs bin, bin ich ehrlich gesagt auch gut beschäftigt, auf die Schüler zu achten. Wenn ich da noch laufend schauen müsste, wo der Hund ist... :headbash:

    Zur Freilauftauglichkeit gehört auch der Rückruf. Das habe ich ganz klassisch gemacht. Nur rufen, wenn ich sicher bin, dass er kommt und dann ausgiebig loben. Hat sehr gut geklappt. Newton steht beim ersten Pfiff da. :)

    Weil er da aber immer sehr gemach, gemach angetrottet kam, habe ich irgendwann einen Notfallrückruf aufkonditioniert. Das lief über Leckerchen treiben. Er sitzt vor mir, ich werfe ein Leckerchen nach rechts, er hetzt hin, sobald er es hat, kommt das Signal (bei uns "Komm, komm, komm,...") und ein Leckerchen fliegt in die andere Richtung. Sobald er es hat, wieder das Signal und nächstes Leckerchen wieder nach rechts. Auf diese Art und Weise kommt er nun direkt und sehr zügig zu mir. War auch leider schon einmal im Ernstfall in Anwendung und hat super geklappt. :)

    Insgesamt würde ich es wieder so machen. Newton läuft wirklich 80-90% frei. Einziger Nachteil, den diese tolle Freilauftauglichkeit hat, ist dass die Leinenführigkeit erheblich darunter gelitten hat. Da müsste ich das nächste Mal einen besseren Weg finden, das irgendwie in Einklang zu bringen.

    Der nächste Hund soll bitte genauso toll freilauftauglich sein, aber wenn es sein muss auch ordentlich an der Leine laufen. Das ist bei Newton bis heute ein Problem. Besonders wenn ich, wie zur Zeit, körperlich etwas eingeschränkt bin.

    Der GSS meiner Freundin wird ganzjährig draußen gehalten. Ich würde es halt von der Witterung abhängig machen. Und eurer ist natürlich noch sehr jung. Daher würde ich ihn erstmal im Haus behalten und es ihm ab einem gewissen Alter freistellen, wo er sich aufhält. Zumindest für den Übergang.

    Mein Hund wäre von Frühjahr bis Herbst auch non-stop draußen, wenn es möglich wäre...

    Danke für eure Beiträge.

    Der TA hat von Spülungen abgeraten, weil es sich dadurch auch verschlimmern könnte...

    Ich werde jetzt dann erstmal das Pipi-Aufschlecken unterbinden. Das ist ja recht einfach zu bewerkstelligen. Die Gerüche hier müsste er eigentlich gewohnt sein. Natürlich ist es möglich, dass die ein oder andere Hündin läufig ist, aber das wäre auch nicht so ungewöhnlich. Newton wird im April 4 Jahre alt und sollte aus größeren hormonellen Schwankungen eigentlich raus sein.

    Eiter ist gelegentlich mal dran; den schleckt er sich aber ab.

    Ok, das AB wird dann erstmal weggelassen; vor allem wenn ihr sagt, dass das jetzt nicht so schlimm aussieht.

    Was die Spülungen betrifft, werde ich jetzt mal warten, was unser Haustierarzt meint. Solange werde ich es halt beobachten.

    Wie sähe denn eine schlimme Form des Ganzen aus? Habt ihr Bilder? Werde aber auch mal Tante Google bemühen.

    Danke nochmals für eure Hilfe. :)

    Hallo zusammen,

    vor geraumer Zeit habe ich bei Newton einen Vorhautkatarrh entdeckt:

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    (Foto ist von gestern.)

    Ich war natürlich sofort bei unserem Tierarzt. Er hat Antibiotikum und Entzündungshemmer für fünf Tage verschrieben. Zusätzlich zweimal am Tag desinfizieren. Von Spülungen hat er abgeraten. Gebracht hat es nichts. Sieht immer noch so aus wie vorher.

    Mitte Februar haben wir einen Termin beim Haustierarzt meiner Eltern. Geht leider aus verschiedenen Gründen nicht früher. Im Moment beobachte ich es. Es wird weder schlimmer noch besser.

    Im Internet findet man verschiedene Tipps, die sich aber leider teilweise widersprechen. Deswegen wollte ich nun mal hier fragen:

    • Spülen: Ja oder nein?
    • Soll ich es zulassen, dass er sich "da unten" putzt?
    • Nochmal Antibiotikum für einen längeren Zeitraum holen?
    • Kann man das irgendwie wegbekommen? Ich habe gelesen, dass es mehr oder minder bleiben wird, trotz Behandlung. Mal schlimmer, mal weniger schlimm, aber im Prinzip bleibt das Problem bestehen.
    • Weiterhin habe ich gelesen, dass ein Vorhautkatarrh oft Symptom einer anderen Erkrankung ist. Welche Erkrankungen kämen da infrage?

    Newton verhält sich grundsätzlich normal. Er frisst, trinkt, löst sich normal. Gelegentliches Schnalzen und über die Lefzen schlecken, lässt mich aber doch befürchten, dass da irgendwas im Argen liegen könnte. Blutbild war zuletzt komplett i.O. Kotprofil ohne Befund.

    Welche Untersuchungen zur Ursache würdet ihr denn Mitte Februar machen lassen?

    Danke für eure Hilfe.

    Lg,
    Rafaela und Newton