Beiträge von RafiLe1985

    Ich glaube, hier geht es eher darum spazieren zu gehen - also einen Hund zu haben, der beim Gassi auf dem Weg herumläuft und nicht herumsitzt. Ich käme beim besten Willen nicht auf die Idee bei dieser Problematik derart vorzugehen. Das geht ja völlig am Thema vorbei.

    Meine Hunde lernen von Anfang an auf dem Weg zu bleiben.

    Also es wäre schon freundlich, wenn man diese Reininterpretiererei mal lassen könnte!

    Wo habe ich behauptet, das der Welpe die ganze Zeit sitzen soll?

    Es wurde nach Vorschlägen gefragt, wie das Problem in den Griff zu bekommen sei. Und das war mein Vorschlag. Punkt.

    Muss man da wirklich laufend drauf rumhacken?

    16 Wochen alte Welpen sollen schon in reizstarken Situationen zuverlässig auf "Sitz" hören? Auch auf Entfernung? Kann ich mir schlecht vorstellen. Und schon gar nicht, wenn der Welpe nicht schon mit 8 Wochen zu seinen Eigentümern kam, sondern wie bei vielen Rassen sinnvoll, erst später.

    Wir sind jetzt schon arg off topic. Ich weiß nicht, ob der TE das noch was nützt...

    Aber ja, tun sie. Das gilt jetzt sicher nicht für jeden Welpen mit dem auf Dummyarbeit hin trainiert wird. Kommt natürlich auch auf die „Verbissenheit“ des Halters an.

    Beim LCD wurde das Mindestalter für den Wesenstest zum Beispiel wieder von 12 Monaten auf 6 Monate abgesenkt. Weil bei vielen Hunden die dort vorgestellt wurden das Training derart im Vordergrund stand, dass man das „reine Wesen“ gar nicht mehr beurteilen konnte. Ich denke, das sagt alles.

    Aber es geht doch um einen Hund, der erst 16 Wochen alt ist.Kann der dann überhaupt schon verstehen, was so ein Pfiff soll? Und ich dachte, dass solche komplexen Sachen (Sitzenbleiben ein Kommando, dann warten auf nächstes Kommando) mit so jungen Hunden noch gar nicht geübt werden sollen, weil sie das überfordert. Also nur so vom Mitlesen, praktische Erfahrung habe ich ja nicht.

    Wenn du mal in den Dummybereich schaust... Die Pfiffe gehören zu den absoluten Grundlagen. Mit spätestens 16 Wochen sind in da alle Grundlagen gelegt.

    Aber gut, dass sind dann meist auch Leute die schon einige Hunde ausgebildet haben und entsprechend erfahren sind.

    Gerade das Sitz bekommt man eigentlich geschenkt. Und das auf Entfernung zu machen und mit dem Pfiff zu verbinden ist nun wirklich kein Aufwand.

    man muss dabei auch überlegen was man haben möchte. Bei mir ist ein Pfiff ein Rückruf. Und wenn ich ihn ins Sitz schicke versteht er doch gar nicht das er nicht an den Wegrand darf :???:
    Murphy darf zb ca 50cm vom weg abkommen sonst könnte er seine Geschäfte gar nicht erledigen er darf aber da nur parallel zum Weg und nicht 90° ab in den Wald. Murphy war anfangs an der Schleppleine und ich glaube das raus hat er nach dem 3. Mal so kapiert das er gar nicht mehr vom Weg abgekommen ist.

    Nur zur Info: Der Sitzen-Pfiff kommt aus dem Dummybereich. Komm-Pfiff ist ein anderer. Also weiß er schon, was er da tun soll. Nämlich umorientieren und mit der Front zu mir absitzen und zwar solange bis das nächste Kommando kommt oder ich eben auflöse.

    nun, das "Raus da!" kommt nicht erst, wenn der Hund im Wald steht, sondern wenn er den Weg verlassen will - also zum gleichen Zeitpunkt wie dein Sitzpfiff.
    Das Ergebnis beim "Raus da!" ist, dass der Hund auf dem Weg weiter läuft - also aus dem Bereich raus geht, der sein Interesse geweckt hat.
    Beim "Sitz" bleibt der Hund in dem Bereich, der den Reiz ausübt. Das wäre mir zu riskant. Egal, ob gemarkert wird oder nicht.

    Möchte ich eine Umorientierung, dann rufe ich meinen Hund; entweder als Rückruf oder einfach nur den Namen, damit sie sich zu mir orientiert - je nachdem,
    was gerade angezeigt ist.

    Die Motivation meines Hundes beim Verlassen des Weges kann ja ganz unterschiedlich sein, müssen ja keine Jagdreize sein, da brauch ich meinen Hund nicht jedesmal "festtackern".


    eben. Daher lässt sich das beim Welpen auch wunderschön etablieren, so dass der Hund es kann, bevor ihn die richtig starken Reize vom Weg runter locken.

    Ok, lassen wir das. Wir werden uns nicht einig. Muss auch nicht sein.

    Hier war die Rede davon, dass der Welpe zu weit in den Wald reinläuft.

    „Raus da!“ zu rufen, wenn der Hund noch gar noch gar nicht drin ist... Heißt für mich Abbruchsignal.

    Mir geht es wie gesagt um das Abwenden vom Reiz. Und ich mache das halt so. Punkt.

    "Raus da!" hat mein Hund innerhalb eines Spaziergangs verstanden. Klar, nicht perfekt, aber gut genug.

    Für das zuverlässige Ausführen von "Sitz", auch bei Ablenkung, hat mein Hund länger gebraucht. Auf Entfernung kann sie es bis heute nicht richtig, da ich es nicht brauche.

    Ich hab mir dein Video mal angeschaut. Ich persönlich finde, dass "Sitz" in dieser Situation relativ unelegant und sperrig ist. Wenn der Hund 2m vor dir ist, dann geht's ja noch, dann hockt der nur kurze Zeit bis du bei ihm bist, um ihn zu belohnen. Ist der Hund allerdings 5-10m oder noch ein Stückchen weiter von dir weg, dann kann der eine ganze Weile auf dich warten. Klar, könnte man den Hund auch auf Entfernung wieder auflösen, aber mein Hund würde dann das weiter machen, was ihn vorher interessiert hat - also der Gang vom Weg runter :ka:

    Es geht doch nicht um Eleganz... Es geht mir darum, dass er sich umorientiert zu mir und da dann sicher sitzt und nicht dem Reh/Hasen/etc. hinterher geht.

    Ich habe außerdem gemarkert, d.h. Newton wusste, dass die Belohnung zumindest unterwegs ist. Er wäre da auch sitzen geblieben, wenn es 10m gewesen wären.

    Im Endeffekt ist es Geschmacksache, aber MIR ist es zu riskant, ihn erst in den Wald durchstarten zu lassen, wo er dann vllt noch was hochmacht, womöglich in den Jagdmodus geht und dann zu hoffen, dass das „Raus da!“ auch klappt.

    Bei einem Welpen mag das in den Wald abdüsen sicher noch anders motiviert sein, aber der Welpe wird halt auch irgendwann erwachsen.

    Ich benutze „Raus da!“ auch. Aber nicht im Wald!

    find ich gar nicht.
    "Raus da!" lernt bei mir der Hund ganz nebenbei - dafür brauch ich keine extra Trainingseinheiten, das trainiere ich direkt im Alltag. Für "Sitz" hingegen brauch ich extra Trainingseinheiten und bis der Welpe etwas länger sitzen bleiben kann dauert es auch etwas.

    Eben das ist das Problem... Bis der Kleine das „nebenbei“ gelernt hat, dürfte einiges an Zeit vergehen. Zumal der Hund ja auch erstmal lernen muss, was überhaupt gemeint ist. Es frägt sich auch, wie zuverlässig das überhaupt klappt, wenn sie schon im Wald verschwunden ist.

    Sitzen-Pfiff ist da doch um Einiges sicherer. Und lässt sich wie gesagt ganz einfach trainieren. Dauert mMn keine Woche.

    dazu muss der Welpe/Junghund aber schon auf Entfernung das Sitz-Signal zuverlässig ausführen und danach muss man dem Hund dann sagen, was er als nächstes machen soll - denn er könnte ja nach Auflösen des Sitz-Signals weiter in Richtung vom Weg runter laufen...

    Das lässt sich meiner Meinung nach aber viel einfacher und schneller auftrainieren als ein zuverlässiges „Raus da!“