Beiträge von RafiLe1985

    Ob es nützt oder nicht, kommt auf dich an, nicht auf den Hund.

    Als Newton Junghund war, hatte ich ein ähnliches Problem. Er wurde in der Box extrem unruhig, wenn wir seinen liebsten Gassi-Ort anfuhren. Da habe ich es ähnlich gelöst. Hat aber zum Beispiel schon allein 20 Minuten gebraucht, bis ich überhaupt aus dem Auto aussteigen konnte...Geschweige denn von Kofferraumklappe oder sogar Box öffnen...

    Ja, da ist sie schon voller Vorfreude und dementsprechend natürlich aufgeregt, wie kann man das ändern?
    Sie darf vorher schon in den Garten und rennen, damit der erste Energieschub raus ist, trotzdem freut sie sich sehr, wenn wir dann Gassi gehen.

    Um das zu ändern, bedarf es eines recht langen Atems deinerseits.

    Wenn sie sich aufregt, passiert erstmal gar nichts. Sie muss lernen, dass sie nur durch ruhiges Verhaltens ans Ziel kommt.

    Der erste Schritt ist ja meist, dass man Richtung Haustür geht. Wenn sie da schon in Aufregung gerät, sofort abbrechen. Was Anderes machen. Sobald sie sich da absolut ruhig verhält, kommt der zweite Schritt. Sagen wir mal Halsband anlegen. Wenn du das Halsband nimmst, und sie gerät in Aufregung, erneut sofort abbrechen, Halsband weglegen, warten, ignorieren. Und so weiter.

    Das kann sich ziemlich lange hinziehen. Wichtig ist, dass sie durch Aufregung nie zum Erfolg kommen darf.

    Wie lange hatte sie denn nun Zeit, dieses Verhalten einzuschleifen? Je länger das bereits so läuft, desto länger wirst du brauchen, das wieder wegzubekommen.

    @RafiLe1985
    Ich weiß nicht, ob ich das echt durchziehen möchte. Sie hat echt Streß. Den Gedanken hatte ich aber auch schon.

    Aber wenn du sie immer nur weiterziehst, oder einfach hochnimmst und schnell vorbei trägst, hat sie überhaupt keine Chance zu erkennen, dass ihr überhaupt nichts passieren wird. Du hast ja kein Erziehungsproblem sondern ein Unsicherheitsproblem. Hochnehmen kannst du sie ja, wenn sie sich auf deinem Arm etwas sicherer fühlt, aber dann halt einfach mal stehen bleiben und warten, was passiert.

    Ich habe vor Kurzem etwas ganz ähnliches gehabt mit Newton. Ich habe eine neue kleine Dienstwohnung an meinem Dienstort bezogen. Sie hat einen Garten. Im Garten direkt nebenan wohnen ein Schäferhund und ein Pyrenäenberghund. Beides Rüden. Da war Newton anfangs auch sehr unsicher und hat gebellt. Der Schäferhund hat ihn bedroht, der Pyrenäenberghund war aber recht freundlich. Ich habe das einfach ausgesessen. Habe Newton weder bestätigt, noch das Bellen verboten. Habe einfach versucht, Sicherheit zu vermitteln. Hab den Pyrenäenberghund über den Zaun auch mal gestreichelt. Beim DSH habe ich mich das nicht getraut, zumal ich da sowieso nicht hinkäme, weil er nicht groß genug ist.

    Nach ein paar Tagen hatte sich das Problem vollkommen in Luft aufgelöst.

    Stell Dir mal vor gehst eine Straße entlang, es kommt Dein Nachbar an den Zaun gerannt. Er hält ein großes Messer in der Hand und brüllt Dich an: "Ich stech Dich ab, wenn Du hier noch mal vorbeikommst! Du blödes Arschloch. Du bist das Allerletzte. Verpiss Dich hier und lass Dich nie wieder blicken!" ... usw.

    Wie entspannt wärst Du da eigentlich so im Vorbeilaufen?

    Sobald ich erkannt habe, dass er mir trotz aller Drohungen nichts tun kann, weil er nicht über den Zaun kommt, wäre ich tiefenentspannt. Aber das zu erkennen, braucht eben einen Moment.

    Ich würde mal genauer unter die Lupe nehmen, was unmittelbar vor dem Verlassen des Hauses stattfindet. Wie verläuft der Vorbereitungsprozess. Schuhe anziehen, Jacke anziehen, Halsband anlegen, Leine dran machen, Schlüssel nehmen, etc. Wenn der schon von Unruhe und Aufregung gekennzeichnet ist, wäre es meiner Meinung nach nicht verwunderlich, wenn sie so "explodiert" sobald es rausgeht.

    Du könntest ihr auch einfach mal die Zeit geben, selbst zu erkennen, dass ihr Verhalten nicht zielführend ist. Sprich, ich würde das einfach mal aussitzen. Also direkt da stehenbleiben und warten bis sie von sich aus aufhört zu bellen. Vorausgesetzt, sie bellt nicht aus Spaß an der Freude. Dann ist das Verhalten nämlich selbstbelohnend und dann bringt aussitzen nix.

    Ich habe da mit Newton sehr oft gute Erfahrungen gemacht mit dieser Methode.

    Der Vermehrer möchte die Welpen vermutlich recht schnell loswerden, da sie nun anfangen Geld zu kosten. Die Hündin säugt vmtl nicht mehr, also muss zugefüttert werden.

    Warum wollt ihr euch denn aus dieser Quelle überhaupt einen Welpen holen?

    Jo, klar, war ein Unfall, die Welpen können nichts dafür und sollen nun gerettet werden... Und ein halbes Jahr später dann der nächste „Unfall“...

    Ich würde wie gesagt aus dieser Vermehrerei gar keinen Welpen nehmen. Was das Tierschutzgesetz über den Zeitpunkt der Abgabe sagt, wurde ja bereits mehrfach geschrieben.