Ich habe hier einen bald 4,5 Jahre alten Labrador-Rüden sitzen...
Die gute Nachricht zuerst: Das Allermeiste kommt auf natürlichem Wege wieder oben oder unten raus. Wir hatten schon allerlei "lustige" Sachen: Oropax, Verschlusskappe vom Ohrring, Teile von Spielzeug, etc. pp.
Vorsicht ist natürlich geboten bei spitzen und scharfen Gegenständen. Da würde ich tatsächlich nicht lange fackeln und sofort in die TK fahren. (Dass Sauerkraut irgendwie hilft, ist laut unseres Tierarztes eher Zufall und darauf sollte man sich keinesfalls verlassen.)
Nun die schlechte Nachricht: Aus einem Labrador wirst du das Staubsaugen nie ganz raus bekommen. Wenn du daher auf Nummer Sicher gehen willst, musst du wohl oder übel zum Maulkorb/Fressschutz greifen.
Was ich dir auf jeden Fall empfehlen würde, ist einen Anti-Giftköder-Kurs zu machen! Das hat bei uns zumindest insofern geholfen, dass Newton nun nur noch bestimmte Dinge aufnimmt. Menschen-Kacka zum Beispiel.
Tagsüber kann ich ihn mittlerweile so gut lesen, dass ich es rechtzeitig merke, wenn er was "Leckeres" in die Nase bekommt und in den allermeisten Fällen klappt es dann, ihn noch abzubrechen bzw. schnell hinzurennen und ihn manuell davon abzuhalten.
Nachts trägt er beim Gassi gehen einen Maulkorb. Da sehe ich nicht gut genug.
Bei einem verdorbenen Magen gibt es bei uns erstmal einen Fastentag. Dann ein paar Tage Schonkost. Und in den allermeisten Fällen hat sich das dann wieder. Bisher mussten wir nur einmal deswegen zum Tierarzt, weil er wirklich gar nichts behalten hat.
Ansonsten: Wenn dein Labbi wirklich mal was frisst, dass er notfallmäßig schnell in die Tierklinik müsste... Dann gibt es kein "sich überlegen, ob man fährt" oder "Sorgen machen". Bei einem Notfall stellt man sich die Frage gar nicht. Da gibt es nur eins: Ab in die Tierklinik. Oder anders ausgedrückt: Solange man sich noch überlegen kann, ob bzw. wann man in die Notfallambulanz fährt, ist es in der Regel nicht so schlimm als dass man müsste.
Noch ein abschließender Ratschlag aus dem Film Bridge of Spies: "Machen Sie sich denn gar keine Sorgen?" - "Würde das helfen?"