Beiträge von RafiLe1985

    Und das gern aus dem seriösen Tierschutz - dann hat man nämlich die ganzen "Welpensorgen" wie angeknabbert Kabel und Möbel nicht und der Hund kann auch schon alleine bleiben. Vorausgesetzt, er hat es bei seinem Vorbesitzer/Pflegestelle so gelernt. Und die Rassefrage steht auch hinten an. :D
    Ob der Hund während eurer Abwesenheit alleine in der Wohnung bleibt oder ihr dem Hund einen Zwinger zur Verfügung stellt kommt auf den Hund und eure Vorlieben an. Anbindehaltung ist allerdings verboten und birgt ein hohes Verletzungsrisiko - das geht also nicht.

    Blutigen Anfängern würde ich persönlich keinen Hund aus der Tierschutz empfehlen. Das wären mir zu viele Unbekannte.

    Entscheidet euch für eine Rasse, die zu euch passt (—> FCI-Gruppe 9) und sucht dann beim jeweiligen Zuchtverband (auf VdH-Mitgliedschaft achten) nach einem erwachsenen Hund.

    Einen Hund aus dem Tierschutz zu bekommen, dürfte ohnehin schwierig sein, weil ihr beide Vollzeit berufstätig seid.

    Edit: Hunde ohne irgendwelche Triebe sind in der Regel aus Stoff... Gerade Jagdtrieb hat fast jeder Hund...

    Hallo,

    Hunde sind tolle Alltagsbegleiter, die das Leben bereichern, keine Frage. Allerdings sind eure Anliegen bisher eher oberflächlicher Natur, sodass ich euch ermutigen würde, euch erstmal etwas intensiver mit dem Thema Hund zu beschäftigen bevor ihr an eine Anschaffung denkt.

    So allgemein wie du schreibst, kann man da jede und keine Rasse empfehlen...

    Für einen erwachsenen Hund sind fünf Stunden alleine bleiben sicher kein Problem. Unbeaufsichtigt allein im Garten und dazu noch angebunden, geht meines Erachtens gar nicht. Möchtet ihr einen Welpen, oder warum machst du dir Gedanken wegen Anknabbern? Ein erwachsener Hund tut das in aller Regel nicht.

    Für einen Welpen seid ihr zu lange außer Haus zur Arbeit. Fünf Stunden sind oft erst frühestens ab einen Alter von sechs Monaten möglich.

    Da ihr so ganz unbeschriebene Blätter seid was Hundehaltung betrifft, würde ich euch zu einem ruhigen Begleithund als ersten Hund raten.

    Newton hat sich früher auch alles geholt, was irgendwie in Reichweite war... Irgendwann ist mir die Hutschnur geplatzt und es gab so eine krasse Ansage, dass er es seither nicht mehr wagt auch nur in die Nähe von irgendetwas Essbarem zu gehen, das nicht für ihn gedacht ist... (Nun ja, zumindest, wenn es offenbar meins ist... Bei anderen Menschen kann man es ja mal probieren, ob diese Regel auch da gilt... ;))

    Warum Labbi und Co so oft empfohlen werden, ist halt - denke ich - dass sie so wenig aggressive Tendenzen haben.
    Ein pöbelnder, unerzogener Labbi ist ärgerlich und nervig, aber meistens nicht gefährlich für die Umwelt...

    Genauso ist es. Den Labbis hat man ein angemessenes Aggressionsverhalten vollkommen abgezüchtet. Stattdessen zeigen sie halt andere Verhaltensweisen, die dann zu allem Übel auch noch von den Besitzern reihenweise falsch interpretiert werden. ("Schau mal, er freut sich so.") Und schon ist man bei "Der tut nix. Der will nur spielen." Nicht!

    Es gibt mittlerweile viel aggressive Labbis.

    Aber da frag ich mich, ob die aus einer seriösen Zucht stammen, die auf Wesensfestigkeit achtet. Wohl eher nicht... Ich kenne genau einen "Labrador" der aggressiv ist. Der stammt aber halt vom Vermehrer um die Ecke...

    Also meiner Erfahrung nach sind Rüden im Umgang mit Kindern deutlich entspannter. Unsere Hündinnen meinen schnell mal, die Knirpse "erziehen" zu müssen. Und dann sieht man als auch mal einen Eckzahn...

    Selbiges gilt für die Verträglichkeit. Mein Rüde geht intakten Rüden aus dem Weg. Mit allen anderen verträgt er sich gut. Unsere Hündinnen finden andere Hündinnen schon mal per se scheiße. Und bei Rüden kommt es stark drauf an, wie sie sich verhalten. Vorsichtige, zurückhaltende Rüden dürfen zumindest ungestört atmen. Alle anderen werden kritisch beäugt und massiv zurechtgewiesen, wenn sie sich falsch bewegen...

    Bei Hündinnen sind auch die Läufigkeiten nicht zu unterschätzen.

    Also ich finde einen Rüden viel angenehmer und leichter zu händeln als eine Hündin. Deswegen wäre meine Präferenz immer ein Rüde.

    Das ist jetzt nur dr Aufhänger und nicht persönlich gemeint, aber wie "scheintot" soll ein Welpe/Junghund denn noch sein, ohne daß automatisch der Rat kommt, bei jedem welpentypischen Streß noch weniger Leben dem Tierchen zu gewähren. Bei 3 x 20 Minuten im Durchschnitt plus 2 x nur vor die Tür kommt das Jungtier nur knapp über 1 Stunde am Tag in Luft und Licht. Wie soll dabei ein gesunder Organismus entstehen? Man stelle sich vor, ein Pferdezüchter würde seine Fohlen/ Absetzer 23 h in einer Box halten! Tierquälerei! Bei einem Hund soll das aber gesund sein!?
    Meiner Meinung nach wird solchen Hunden verwehrt, jung zu sein und zu leben. Ja, möglicherweise resignieren sie und passen ihre Bedürfnisse dem minimalen Angebot an, das tut ein Ketten- oder Zwingerhund letztlich ja auch, aber Welpendummheiten auszuhalten, gehört für mich zur Hundehaltung dazu.

    Mein Viermonatiger kann 12 h den grossen Garten nutzen, wird bespielt, bekuschelt und spazierengeführt, macht Fehler und Dummheiten. Ist mal überdreht und mal gelangweilt. Da muß man drüber lachen und sich an der Lebensfreude selbst erfreuen, und nicht versuchen, diese Lebensfreude in Resignation zu ersticken, um schneller den fertigen Hund zu bekommen.

    Ich denke, man sollte hier keinesfalls pauschalisieren. Es kommt immer auf den jeweiligen Welpen drauf an. Mein Labrador Newton war damals mit vier Monaten auch mit zweimal 20 Minuten vollkommen ausreichend beschäftigt. Haben wir mehr gemacht, hat er schnell hochgedreht und kam auch nur sehr schwer wieder zur Ruhe. Zwischendurch gingen wir da lediglich mal vor die Tür zum Pinkeln.

    Mein ESS Hunter ist vergangenen Samstag vier Monate alt geworden. Wenn ich mit ihm nur zweimal 20 Minuten gehen würde, würde er mir zuhause die Tapete von der Wand machen. Er hat einfach ein ganz anderes Aktivitätslevel als Newton damals. Wir sind zweimal ca. 45 Minuten unterwegs. Dabei kennt er dann auch nur ein Gas, nämlich Vollgas. Newton ist auch ein sehr bewegungsfreudiger und vergleichsweise agiler Hund (für einen Labrador) aber gegen meinen wendigen Kleinen hat er (jetzt schon) echt Probleme mitzuhalten.

    Und je nachdem was die TE sich da für einen Mix ausgesucht hat, kann er sich eben mit dreimal 10-30 Minuten zu Tode langweilen oder ist eben mit dem Pensum so drüber, dass er überdreht.

    Ich würde auch schauen, dass der Welpe zuhause möglichst Ruhe hat und sich draußen ausleben darf. Freie Bewegung, so wie er kann und möchte, ist generell besser als stamm an der Leine gehen. Was in dem Alter sicher vermieden werden sollte, sind hohe Sprünge, Vollstopps, etc.

    Da das mittlerweile der gefühlt 1000000. Welpenblues-Thread ist... Du bist nicht alleine; es geht anderen auch so. Wird vorübergehen.

    Kannst ja mal im Welpen/Junghunde-Bereich etwas quer lesen. Da gibt es viele Leidensgenossinnen und -genossen.

    Ich habe bei jedem unserer Welpen die Welpenzeit sehr genossen. Mein Welpe ist gestern vier Monate alt geworden und langsam aber sicher verliert sich das Welpenhafte und die wirklich anstrengende Junghund-Phase steht bevor. Schade, dass es immer so schnell geht. :(

    Verstehe nicht, warum du nun ausfallend wirst. Was sind denn für dich „Arbeits-Labbis“? Befürchte, da liegt der Fehler.

    War vorhin unterwegs. Nun ausführlich.

    Bei den Labbis gibt es zwei Zuchtrichtungen. Standard-Zucht (--> "Showlinie") und FT-Zucht (--> "Arbeitslinie"). Innerhalb der Standard-Zucht gibt es drei Sparten: Standard, jagdliche Leistungszucht und spezielle jagdliche Leistungszucht.

    Jagdliche Leistungszucht bedeutet, dass beide Eltern Arbeitsprüfungen abgelegt haben. Spezielle jagdliche Leistungszucht bedeutet, dass beide Eltern und alle Großeltern Arbeitsprüfungen abgelegt haben. Diese Hunde werden oft jagdlich geführt und/oder auf Working Tests, etc. vorgestellt. Es sind aber wohlgemerkt Standardzuchten!

    Bei der FT-Zucht müssen beide Eltern FT-Champions sein. Und nur ein Labrador aus FT-Zucht wird in Retriever-Kreisen als "Arbeitslinie" bezeichnet!

    Ich hoffe, die Begrifflichkeiten sind nun geklärt. Ich war davon ausgegangen, dass @flying-paws die Begrifflichkeiten kennt und korrekt verwendet. Daher das Missverständnis.