Beiträge von RafiLe1985

    Meiner Meinung nach ist die sicherste Variante die Box im Kofferraum. Ganz ehrlich, ich mache da keinen großen Aufriss: Klappe auf, Box auf, Hund rein, Box zu, Klappe zu, und los.

    Meinen Zweithund Hunter haben wir aus der Nähe von Düsseldorf geholt. Der Freund, der mit war ihn abholen, wohnt allerdings 50km nördlich von mir. D.h. Hunter musste (als 9,5 Wochen alter Welpe, frisch vom Züchter) die letzten 50km in der Box mit Newton sitzen. War absolut kein Problem.

    Bei Newton habe ich es damals ähnlich gemacht. Er wurde einfach in die Box gesetzt und fertig.

    Also, wie gesagt: Keinen Aufriss machen. Learning by doing. Einpacken und los geht's.

    Ich finde schon, dass man sich da JETZT Gedanken machen sollte. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen: Warum nicht schon jetzt entscheiden, ob man "Hundemensch" wird oder nicht?

    Mit "Hundemensch" meine ich, dass man die Hundehaltung einfach von vornherein in sein Leben integriert bzw. als feste Größe ansieht. Wenn man weiß, dass man immer Hunde haben/halten möchte, richtet man sein Leben meiner Meinung nach schon komplett anders ein als ein Nicht-Hundehalter.

    Ein Beispiel aus meinem Leben: Mein Job macht mir sehr viel Spaß und ich bin auch jemand der sehr gerne mitgestaltet und Verantwortung übernimmt. Dieses Schuljahr werde ich mich auf eine Beförderungsstelle bewerben. Allerdings bin ich mir relativ sicher, dass das der vermutlich letzte Karriereschritt sein wird, den ich machen kann. Höhere Positionen sind einfach mit sehr viel mehr Arbeit (und sehr viel längeren Anwesenheitszeiten) verbunden die mit Hundehaltung nicht kompatibel sind. Im Moment (mit zwei jungen Hunden) ginge es vielleicht. Aber man muss auch daran denken, dass Hunde (vergleichsweise) leider sehr schnell altern. Wenn man bedenkt: Mein Ersthund Newton wird im April 5 Jahre alt! Und wenn ich dann einen Senior mit 10, 12, wenn es gut läuft 14 Jahren zuhause habe, geht es einfach nicht mehr, dass ich regelmäßig länger außer Haus bin.

    Was ich damit sagen will, liebe TE: Bei deiner derzeitigen Berufswahl Arzthelferin sieht es mit Hundehaltung wohl eher schlecht aus. Bzw. du wirst immer auf Dritte (Partner, Familie, professionelle Betreuung) angewiesen sein. Das finde ich persönlich als Voraussetzung schon einmal eher schlecht. Klar, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, und da wirst du nicht viel Möglichkeiten haben, "es passend zu machen", egal welche Ausbildung du machst. Allerdings hast du da ja noch deine Familie im Rücken, die dich unterstützen kann.

    Ich bin Lehrerin an einer berufsbildenden Schule und kenne mich daher etwas in der Berufsberatung aus. Tierarzthelferin fand ich einen super Vorschlag! Bei uns hier in der Tierklinik können Hunde zum Beispiel mitgebracht werden. Ich denke, da wären die Chancen sehr hoch, den Hund mitnehmen zu können. Was ich dir auch noch vorschlagen möchte, falls du dir das vorstellen kannst: Die Polizei sucht händeringend Azubis. Und die haben auch Diensthundeführer. Falls du keinen "Beruf mit Hund" ergreifen möchtest: Wir bilden Kauffrau/-mann im Büromanagement aus. Mit Abitur bekommst du da in der Regel gut eine Ausbildungsverkürzung und dann hast du einen Beruf gelernt, indem du sehr vielseitig einsetzbar bist und den man eigentlich in jedem Betrieb (unter Anderem auch in Betrieben in denen Hunde mitgebracht werden dürfen) braucht.

    Du bist zwar erst 18 und das ist relativ jung. Allerdings fangen jetzt halt so langsam die Lebensentscheidungen an. Dem sollte man sich bewusst sein. Natürlich kann man nicht sein gesamtes Leben vorausplanen, aber was man durchaus entscheiden kann, ist, ob man generell mit Hunden leben möchte oder nicht. Wenn man sich dafür entscheidet, dass man es möchte, bekommt man es irgendwie hin.

    Mein Hunter ist auch erst seit heute stubenrein. Er ist fast sieben Monate alt.

    Meine Definition von "stubenrein" ist, dass der Hund auf gar keinen Fall "rein machen" will und solange richtig Alarm macht, bis er nach draußen gebracht wird.

    Newton meldet sich anfangs auch eher subtil. Er kommt zu mir und legt den Kopf aufs Sofa, etc. Wenn ich nicht darauf reagiere, wird er aber immer massiver mit dem Melden. Je dringender es wird, desto lauter wird er. Einmal hab ich so fest geschlafen, dass er sogar ins Bellen kam. Und dann war's mega dringend. Wir haben es gerade noch so auf die Wiese geschafft.

    Hunter hat gestern, als er sich das erste Mal wirklich klassisch "gemeldet" hat, einfach angefangen, ziemlich laut zu jammern. Bin davon auch aufgewacht.

    Also: Ich glaube, dein Hund hat es noch nicht so ganz verstanden, was "stubenrein" bedeutet und ist noch darauf angewiesen, dass du ihn regelmäßig raus bringst. Ich würde daher sicherheitshalber immer einen Wecker stellen am Morgen.

    Meiner Meinung nach hat das nichts mit fehlender Erziehung zu tun. Das sind einfach „Umgangsformen“, die der Hund nicht beherrscht. Wo gibt‘s denn sowas, dass der Hund einfach ungefragt andere Menschen „belästigt“? :shocked:

    Generell würde ich hier erstmal den Umgang mit dem Hund unter die Lupe nehmen bevor groß mit Erziehung begonnen wird. Auch das Setting, das du beschreibst... Drinnen mit Leine in einer neuen Situation, vollkommen in Ordnung, ich denke, dass war eine gute Entscheidung. Diese muss dann aber auch vernünftig umgesetzt werden. Wieso ist in dieser Situation die gesamte Aufmerksamkeit auf dem Hund? Kein Wunder, dass er da nicht zur Ruhe kommt...

    Da wird sich an den Esstisch gesetzt, Kaffee und Kuchen gemacht und der Hund ignoriert.

    Du sagst, er ist bei dir seit er 8 Wochen alt ist. Wie alt ist er denn mittlerweile? Warum beherrscht er das noch nicht?

    Ich finde diesen „Sozialisierungswahn“ mittlerweile ganz schrecklich! Lieber selten sorgfältig ausgewählte, feste Gassi- und Spielkumpels treffen als mehrfach wöchentlich irgendwelche daher gelaufene Fremdhunde!

    Mein Zweithund hat zu Hunden die uns fremd sind überhaupt gar keinen Kontakt. Mit Hunden die wir kennen und von denen ich weiß, dass sie in Ordnung sind, darf er gerne interagieren. Aber die trifft man natürlich nicht täglich.

    Du schreist hessisch und dann ist deine Schule auch da oder?Hier bei uns (2 km weiter in Bayern) hab ich noch von keiner Berufsschule gehört wo das geht :-( steht auch in unserer Schulordnung, dass Hunde nicht erlaubt sind.
    Aber naja ich weiß auch nicht wirklich ob mein Hund da geeignet wäre :/

    Nein, meine Schule ist in Baden. „Als“
    heißt hier so viel wie „manchmal“.

    Hat Newton auch eine "Funktion" als Schulhund oder begleitet er dich einfach nur? An einer kaufmännischen Schule, also einer Berufsschule (?) sind die Schüler ja schon ein bisschen älter. :???:
    Zum Thema: Büro, Vollzeit - Gleitzeit und kurzer Arbeitsweg macht Hund möglich.

    Jein. Wir sind eine berufsbildende Schule mit unterschiedlichen Schularten. Wir haben zwei berufliche Gymnasien, ein Berufskolleg, eine Wirtschaftsschule und eben auch eine Berufsschule.

    Newton geht meist einfach nur mit. Konkret einsetzen tue ich ihn vielleicht einmal im Monat. Unsere Schüler sind 15 aufwärts.

    Ich kann dir nur enpfehlen, da etwas entspannter zu werden und/oder souveräner zu werden. Du bestimmst für deinen Hund und das würde ich bestimmt und unmissverständlich umsetzen.

    Ich hatte heute zum Beispiel Kollegen zum Adventstee da. Hunter blieb an der Leine. Es gab ein, zwei Nachfragen, warum er nun an der Leine sein müsse. Ich habe es erklärt und gut war‘s. Ich fange da nicht groß an zu diskutieren. Ich mache es, wie ich es für richtig halte und fertig. ;)

    Ab 16 Wochen müsste es peu a peu besser gehen mit dem Alleine bleiben. Einfach kein großen Aufhebens drum machen. Bewege dich in deinem Haus/deiner Wohnung ganz normal und sorge dafür, dass der Welpe nicht überall mit hin kann. Das wäre die erste Stufe. Wenn das gut klappt, kann man damit anfangen, etwas länger wegzubleiben.

    An Berufsschulen ist das leider nicht üblich. Ich wüsste auch nicht ob Wilma das nicht zu viel wäre, aber die Ruhe hat sie. Vielleicht wäre sie etwas zu zurückhaltend, aber naja geht ja eh nicht.

    Newton ist Schulhund an einer kaufmännischen Schule. Eingesetzt wird er aber eigentlich nur in den Vollzeit-Klassen. Obwohl die Teilzeit-Klassen sich auch als wünschen, dass er mitkommt. Und dann nehme ich ihn auch ab und an mal mit. :)

    Also unsere Treppe kann er erstaunlich schnell hoch und runter trampeln.. Grade wenns klingelt ;) Sieht von hinten auch eher amüsant aus.

    Leider ist er für seinesgleichen sehr groß und wächst auch vermutlich noch (66 cm bei 26 Kilo). Ich hab auch ein bisschen Angst um seine Gelenke. Kann es Sinn machen, mit einem Entlastungsgeschirr zu helfen?

    Ich würde ihn die Treppe selbständig gehen lassen. Das ist für die Gelenke am besten.