Es reichen aber ein paar Stunden die ein Hund unnötig da drinnen verbringen muss, nur weil das Problem nicht an der Wurzel gepackt wird. Die Ursache wird damit nicht aus der Welt geschaffen, sondern nur die Auswirkungen!
Würde mir mal Gedanken darüber machen, warum ein Hund alles in Stücke reißt wenn ich nicht im Haus bin. Da gibt es einen GRUND dafür! Aber ja, ist einfacher den Hund einfach Räumlich zu begrenzen und sich einzureden das es damit erledigt ist. 
Es ist wirklich traurig, das man es für selbstverständlich hält, einen Hund in einen kennel zu packen, während man sich woanders rumtreibt. Da hätte man die Anschaffung eines Hundes eher überdenken sollen,- ob man die Zeit und Muse dafür hat.
Es wäre echt klasse, wenn du es bei diesem Thema irgendwann schaffen würdest, über deinen eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Deine, meiner Meinung nach vollkommen überzogenen, Ansprüche an Hundehaltung kann ein Normal-Sterblicher einfach nicht erfüllen.
Es gibt Menschen, die müssen arbeiten, nicht zuletzt um sich den Luxus Hund überhaupt leisten zu können! Dürfen sich all diese Menschen keinen Hund holen, weil er Probleme mit dem Alleine sein haben könnte? Gut, ich stelle dann, nachdem ich schon drei Wochen Urlaub zur Eingewöhnung hatte, fest, mein Hund kann nicht gut alleine bleiben. Nochmal Urlaub wird nicht drin sein und würde sowieso auch nicht reichen, wenn der Hund wirklich ernsthaft Probleme damit hat. So kurzfristig finde ich keine kostenlose Betreuung; 500€ im Monat für eine professionelle Betreuung kann ich mir nicht leisten. Soll ich dann meinen Job kündigen und von Hartz 4 leben? Oder den Hund wieder abgegeben?
Ich frage mich echt, wie das in der Praxis gehen soll, was du verlangst?! Es sagt sich so leicht, "Dann musst du halt ne Betreuung suchen." Ja, mach das mal. Wie gesagt, meine Bekannte versucht das seit einem Jahr! Und sie ist jetzt wahrlich nicht schlecht vernetzt, im Gegenteil.
Eine Staffel-Kollegin passt regelmäßig auf den Hund einer ihrer Freundinnen auf, weil er auch nicht alleine bleiben kann. Sie ist Studentin, aber selbst sie kann das nur ab und an leisten, weil sie dann komplett angebunden ist und nicht einmal zum Supermarkt kann. Wer macht sowas freiwillig und das kostenlos oder für einen erschwinglichen Preis?
Ich hatte die Hündin von meiner Bekannten mal eine Woche als sie in Berlin war. Ich hatte mir am Wochenende vorher für die gesamte Woche eingekauft, hatte Ferien und null Freizeit geplant, weil die Kleine nicht alleine bleiben kann. Klar, eine Woche geht das mal. Sie hat auch schon Newton genommen; eine Hand wäscht die andere. Aber ich sag dir ehrlich, ich war froh, als ich nach der Woche wieder "frei" war.
Und wie gesagt, ich habe noch keine überzeugenden Argumente gehört, warum sich ein Hund nicht einige Stunden am Tag in einer großen Autobox aufhalten kann. Wir haben übernächstes Wochenende von 9-17 Uhr ein großes Trümmer-Training. Jeder der Hunde, die am Training teilnehmen, wird an diesem Tag mehrere Stunden im Auto in der Box sein. Zweimal eine halbe Stunde draußen für eine große Suche; dann warten sie im Auto. Sonst können sie in der Mittagspause als nochmal raus; in Trümmern geht das aber nicht, weil das zu gefährlich ist. Ich verspreche dir, dass keiner der Hunde da einen Schaden davontragen wird. Im Gegenteil, die sind nach ner großen Suche so platt, dass sie froh sind, wenn sie in der Box ihre Ruhe haben.
Wie gesagt, mich würde mal interessieren, wie man das dann in der Praxis (realistisch!!!!) bewerkstelligen soll, wenn man nach dem Urlaub feststellt, dass der Hund nicht alleine bleiben kann! Was ist an der Box so schlimm, dass man das nicht als Übergangslösung nutzen könnte? Welche psychischen und/oder körperlichen Schäden kann der Hund davontragen, wenn man das übergangsweise mal drei Monate macht? Solange ich da keine überzeugenden Antworten darauf erhalte/finde, werde ich weiterhin Boxen empfehlen!