Beiträge von RafiLe1985

    Ich habe auch einen wahnsinnigen Respekt vor dem Narkoserisiko. Es wird das gleiche Mittel verwendet wie bei der Einschläferung; nur eben in niedrigerer Dosierung. Allein dieses Wissen reicht mir...

    Newton musste bisher dreimal in Narkose (Röntgen auf HD und ED, Nähen nach einem Biss und Kastration), Hunter bisher noch nicht. Hunter wird im August einmal in Narkose gehen, auch zum Röntgen. Ich hoffe, weitere Mal bleiben ihm erspart. (Newton wurde aus medizinischen Gründen kastriert. Ansonsten hätte ich ihm auch diese Narkose erspart...)

    Was die anderen Leute sagen.... Zum einen Ohr rein, zum anderen raus! Es ist "nur" ein Hund. Das sollte für einen erwachsenen Menschen mit einem geordneten Leben und stabilen Umfeld doch machbar sein... Manchmal frage ich, was sich manche Leute denken, einem derart reinzureden.

    Ich kenne ein Wolfsspitz-Pärchen. Das sind allerdings in der Tat ganz schlimme Kläffer. Wenn das im Büro ein No-Go ist, würde ich tatsächlich nochmal überlegen ob es diese Rasse sein muss.

    Hallo,

    ich habe mir mal ein paar Stellen rausgepickt:

    möchten wir keinen sehr aktiven "Laufjunky" der ohne seine 3-5h laufen am Tag unausgelastet sein wird

    Ein solches Pensum täte den wenigsten Hunden gut. Unten dazu später mehr...

    keinen Jagdtrieb

    In diesem Fall müsste man eigentlich einen Stoffhund empfehlen. Keinen Jagdtrieb gibt es nicht. Und wenn es nur der Bewegungsreiz ist, dem der Hund hinterher geht. Erziehung ist das Schlüsselwort.

    Außerdem habe ich wegen dem "Gewässer" der Kläranlage bedenken, dass ein sehr wasserliebender Hund da ständig reinhüpfen möchte und ich tgl. die Hundedusche aktivieren muss

    Dann würde ich von Retrievern generell abraten. Mein Labrador (und alle anderen Retriever-Arten die ich kennen) steht sofort in jeder Pfütze drinnen.

    Die tägliche Runde von mind. 1h planen wir sowieso +/- Ausflüge, die weiteren Gassirunden werden eher 20-40 Minuten umfassen im Schnitt.

    Das finde ich nun wiederum ein bisschen dürftig. Eine Stunde am Tag plus Löserunden finde ich zu wenig, wenn das das "Alltagsprogramm" sein soll. (Man macht ja nicht jeden Tag einen Ausflug...) Drei bis fünf Stunden halte ich allerdings auch für zu viel.

    (Unsere Runden sind zweimal eine gute Stunde, nachmittags bei gutem Wetter auch mal 1,5 Stunden ausnahmsweise. Der Kleine macht Rettungshundearbeit, der Große ist Schulbegleithund. Beides sind Gebrauchshunde-Rassen.)

    Golden Retriever/Labrador

    Da würde ich wie gesagt davon abraten. Zumal das auch Gebrauchshunde sind und sich mit "nur Gassi" zwar irgendwie arrangieren, aber ideal finde ich das nicht. Beide Rassen sollten irgendwie eine "Aufgabe" haben. Aber wegen der Wasserproblematik fallen diese Rassen eh weg.

    Meine größten Bedenken derzeit sind die Beißhemmung beim Welpen

    Dann würde ich dir ehrlich gesagt von einem Welpen komplett abraten. Welpen "frisch vom Züchter" müssen Beißhemmung einfach erst noch lernen. Und auch wenn du akribisch aufpasst. Du wirst es nicht verhindern können, dass die spitzen Zähnchen mal an eine Kinderhand kommen...

    Muss es denn ein Welpe sein? Wenn ich eure Anforderungen so lese, sehe ich da ehrlich gesagt einen etwas älteren Hund ab 7 Jahren wo ihr erstmal schauen könnt, ob Hundehaltung überhaupt was für euch als Familie ist.

    Einen jungen, aufgeweckten, agilen Labrador Retriever/Golden Retriever der erstmal allerlei Flausen im Kopf hat und später noch in die Pubertät kommt (die bis ins dritte Lebensjahr hinein dauern kann), sehe ich hier ehrlich gesagt nicht.

    @RafiLe1985 ich schaue immer noch ganz ungläubig.
    Magst du mal erklären wie das funktioniert (die Frage ist ERNSTHAFT)

    Würde mich echt interessieren (ich bin davon ausgegangen, dass sich da ein oder 2 Nullen reingeschlichen haben)

    Wenn die Suchtaktik stimmt, kann es in der Tat so schnell gehen. Eine Hundenase kann Gerüche aufnehmen, die bis zu 300m entfernt sind.

    Man prüft am Anfang der Suche mit Babypuder wie der Wind steht. Je nachdem entscheidet man, wie man das Gebiet absucht. Am günstigsten ist es, wenn der Wind gerade rauszieht. Dann kann man den Hund quasi an der Grundlinie (im 90-Grad-Winkel zum Wind) entlang schicken. Er wird dann genau an den Stellen ins Gebiet rein gehen, wo er den Geruch bekommt. Und wenn er den Geruch mal hat, sind es bei einem erfahrenen Hund nur noch Sekunden bis zur Anzeige.

    Die Uhr läuft sobald der Hund los geschickt wird und wird angehalten sobald der Hundeführer „Anzeige“ sagt. Erst wenn der Hund dann ein zweites Mal angesetzt wird, wird die Stoppuhr wieder gestartet. Und dann bei der nächsten Anzeige wieder gestoppt.

    Bei der angesprochenen Prüfung lief es genau so. Hündin wurde am Rand angesetzt und an der Grundlinie entlang geschickt da der Wind günstig rauszog. Die erste Anzeige war bereits bei ca. 0:50. Die zweite dann bei ca. 2:40.

    Da der Hund ja 300m weit riechen kann, kannst du dann davon ausgehen, dass da keine Versteckperson mehr im Gebiet ist, wenn er einmal die komplette 100m lange Grundlinie lang ist.

    Natürlich läuft nicht jede Suche derart optimal und der Wind kann ja auch mal drehen. Dann muss man die Taktik ändern. Aber hier lief es so optimal.

    @Javik

    Ich habe aus der Staffel einen direkten Vergleich zwischen AL Goldie und SL Goldie. Der AL Goldie wäre mir persönlich too much für meinen normalen Alltag... Arbeiten tut er wirklich 1a! Hat in der Prüfung 30.000qm in 3 Minuten abgesucht... Der SL Goldie ist wesentlich gelassener und ist auch führiger bei der Arbeit. Er lässt sich zum Beispiel sehr gut schicken und agiert irgendwie bedachter. Der AL Goldie brettert halt drauf los weil er das Opfer direkt in der Nase hat. Muss man sich halt überlegen was einem lieber ist.

    Das kann man aber dadurch umgehen, daß man von Anfang einen Tagesrhytmus lebt, der sich am Arbeitsalltag orientiert. Ich habe zB das Alleinebleiben innerhalb der "Kernzeit" geübt, die durch meine Arbeit vorgegeben war. Cara war von Anfang an gewohnt, daß in dieser Zeit mehrere Stunden lang nichts Tolles passiert und ich dann auch mal abwesend war.
    Dagmar & Cara

    Theoretisch geht das sicher, nur an der praktischen Umsetzung ist es bei mir definitiv gescheitert. In den Ferien habe ich einfach nicht täglich Dinge zu tun wegen derer ich vier Stunden am Stück (oder länger) außer Haus sein muss... Und dann "mit Gewalt" weg gehen um dann vier Stunden irgendwo rumzulungern... Ne, hab ich dann doch nicht eingesehen.

    Ruhe herrscht in der Bude generell immer; daran lag es nicht.

    Wie gesagt: Als ich wieder regelmäßig arbeiten ging, ist der Knoten dann geplatzt. Das kann kein Zufall sein.

    Hallo,

    ich antworte dir direkt auf deinen Eingangspost und habe die anderen Beiträge nicht gelesen.

    Da ich dann noch auf meine Semesterferien warten muss, damit ich 14 Wochen zu Hause sein kann, dauert es im schlimmsten Fall bis Juli 2020.

    Ich halte das für sehr gefährlich und würde davon abraten, sich derart viel Zeit einzuräumen! Am besten wäre es, wenn du dir zwei, maximal drei, Wochen für die Eingewöhnungszeit nimmst und dann direkt zum Alltag übergehst. Beide meiner Hunde kamen als Welpen zu mir. Beim Älteren (Newton) hatte ich nur eine Woche Eingewöhnungszeit. Er kann und konnte schon immer problemlos alleine bleiben. Beim Jüngeren hatte ich (aufgrund der Sommerferien) satte sechs Wochen. Das habe ich bitter bereut! Der Jüngere hat extrem lange gebraucht bis er problemlos alleine bleiben konnte, weil er anfangs überhaupt keine Regelmäßigkeit in meinen Abwesenheiten erkannt hat. Es wurde erst besser als ich wieder regelmäßig zur Arbeit ging...

    Es ist nicht so, dass ich unbedingt einen reinrassigen Hund haben möchte, jedoch möchte ich auch die Rassen die in einem potentiellen Mischling sind, mir bewusst aussuchen.

    Einen Mischlingswelpen bitte ausschließlich aus dem Tierschutz und nicht vom Vermehrer! Auch wenn dir die Story vom Ups-Wurf aufgetischt wird: Oft steckt da leider System dahinter... Die Leidtragenden sind die Hunde...

    Was möchte ich mit meinem Hund machen?
    - ich möchte kontrolliertes Apportieren, also Dummyarbeit mit ihm betreiben
    - ich möchte ausgeprägte Suchspiele bis hin zur Fährten-/Spurarbeit machen
    - ich möchte mit ihm Fahrradfahren und Joggen gehen

    Das macht dir jeder gesunde Hund mit genügend Trieb. Ein bisschen genauere Vorstellungen wären gut um dich besser beraten zu können.

    Meine Eltern und die meines Freundes gehen in den nächsten 1/2/3/4 Jahren in Rente und hätten teilweise Zeit um sich mal um den Racker zu kümmern, sowie einige Freunde von uns auch.

    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Aber du wirst dann sicher andere Personen finden, die sich mal kümmern können, wenn es sein muss. In der Hinterhand hätte ich sowieso immer eine professionelle Pension.

    Mein Trainingsansatz richtet sich nach Anne Krüger-Degener

    Du wirst sicher bald merken, dass jeder Hund anders ist und selten die Trainingsbücher, etc. liest oder sich an einen bestimmten Trainingsansatz hält. Stur einer "Religion" zu folgen wird selten zielführend sein. In der Praxis kommt dann oft ein Mix aus unterschiedlichen Ansätzen raus.

    Meine favorisierten Hunderassen sind derzeit der Australien Kelpie, Magyar Vizsla, Nova scotia Duck tolling Retriever, ich stehe auch total auf die holländischen Schäferhunde

    Das sind doch sehr sehr unterschiedliche Rassen. Ich würde dir raten, dir zunächst nochmal genauere Gedanken zu machen, was du wirklich willst. Klar ist es möglich, dass derart unterschiedliche Hunde alle irgendwie passen. Aber manche passen halt besser als andere. Warum soll/muss es ein Gebrauchshund sein?