Beiträge von RafiLe1985

    Der Hauptunterschied ist hier halt, dass einen Hund zu haben kein Muss ist. Alternde Eltern sind halt früher oder später für jeden Realität und dann ist man eben in der Pflicht sich zu kümmern. Auch wenn man „nur“ (keinesfalls abwertend gemeint) ein adequates Pflegeheim sucht.

    Einen Hund anzuschaffen... Das ist Jedermanns freie Entscheidung. Und man kann sich eben auch dagegen entscheiden, wenn man nicht die entsprechenden Voraussetzungen dafür hat.

    @Vakuole Du hattest vor einigen Seiten mal gefragt, warum meine Hunde abends nach der Betreuung platt sind. Ich habe sie bei einer Nachbarin, die Landwirtschaft hat. D.h. sie sind den ganzen Tag draußen, laufen am Pferd mit, etc. Für meine beiden Jungs ist das wahnsinnig toll und so selten wie ich sie in Betreuung gebe, ist es auch vollkommen in Ordnung für mich, wenn unsere gemeinsame Nachmittagsrunde mal ausfällt. Aber jeden Tag wollte ich das nicht so haben, weil ich mich unter anderem deshalb für Hunde entschieden habe, damit ich aktiver werde und auch einen Grund hab bei jedem Wetter rauszugehen. :)

    Für mich sind es hauptsächlich drei Aspekte:

    • Ich möchte was von meinem Hund haben. Wenn der Hund den ganzen Tag in der Fremdbetreuung ist, ist er abends platt. Und um ganz früh morgens bei Dunkelheit und Kälte eine halbe Stunde um dem Block zu laufen... Da möchte ich mich doch ausgiebiger mit meinem Hund beschäftigen. Wenn man fix von 9 bis 17 Uhr arbeitet jeden Tag, wie viel Zeit bleibt da noch für den Hund? Man kommt heim, bereitet das Abendessen vor, isst anschließend. Dann noch die Küche wieder aufräumen, schwupps ist es halb 8. Der ganze restliche Haushalt konzentriert sich dann aufs Wochenende, wodurch auch da wenig Zeit bleibt für den Hund... Mir wäre das schlicht zu stressig und ich würde mich dann auch nicht groß der Hundehaltung erfreuen können, weil sie eher zu einer „Pflichtaufgabe“ wird. Muss halt gemacht werden...
    • Der finanzielle Aspekt ist auch nicht zu vernachlässigen. Im Durchschnitt hat der Monat 22 Arbeitstage. Jeden Monat 550€ für Hundebetreuung. Da kann ich doch gleich auf 80% runter gehen. Da hab ich dieselbe finanzielle Einbuße... Und bei 6h/Tag Abwesenheit brauche ich dann keine Fremdbetreuung mehr.
    • Man muss auch damit rechnen, dass eine Fremdbetreuung nicht dauerhaft geht, besonders wenn der Hund irgendwann alt und krank ist. Wer betreut denn freiwillig einen inkontinenten Hund, z.B.? Oder einen dementen Hund?

    Ich arbeite zwar auch Vollzeit (41,5 Std.), aber ich kann mir rund 50% dieser Zeit äußerst flexibel einteilen, d.h. nach 13 oder spätestens 14 Uhr kann ich es mir nach meinen Wünschen gestalten. Ich gehe dann erstmal mit den Jungs. Im Sommer auch gerne mal ausgiebiger. Ich kann mich ja dann nochmal abends für zwei, drei Stunden dran setzen. Oder ich arbeite mal am Wochenende ein paar Stunden. Teilweise habe ich mich auch schon so optimiert, dass ich gar keine 41,5 Stunden mehr brauche um meine Arbeit zu schaffen.

    Insgesamt bleibe ich auf jeden Fall dabei: Hätte ich einen 0815-Vollzeit-Bürojob ohne Flexibilität, hätte ich definitv keinen Hund. Und zwei Hunde sowieso nicht.

    Wenn deine Frau tatsächlich vor Hunden Angst hat, würde ich es mir sehr gut überlegen, ob ihr euch einen Hund anschafft. Und ob es dann ein Kleinhund sein muss, würde ich mir dreimal überlegen...

    Es kann durchaus vorkommen, dass beim Gassigehen mal plötzlich ein großer, nicht sehr freundlicher Fremdhund da steht... Und wenn man dann selbst Angst hat... Gute Nacht...

    Daher würde ich von Kleinhunden generell abraten und zu einem erwachsenen, souveränen, großen Rüden aus dem Tierschutz raten, der solche Begegnungen schon selbst bewältigen kann.

    Auf Hundebetreuung würde ich Hundehaltung nicht aufbauen wollen. Wenn das die Voraussetzungen wären... Also dass der Hund fünf Tage die Woche mehrere Stunden fremdbetreut werden muss... Dann hätte ich keinen Hund. Zumal es ins Geld geht... 500€ im Monat... Da kann man beruflich auch kürzer treten und sich dafür die Betreuung sparen.

    Woran man auch denken muss: Will ich (in der Zukunft) einen alten (vllt kranken) Hund auch 7,5 Std. alleine lassen? Wollte ich zumindest nicht.

    Das hat nichts mit Arbeits- oder Showlinie zu tun. Der DRC unterscheidet nur in Standardzucht und jagdliche Leistungszucht. Das kann man in den Zuchtordnungen der einzelnen Retrieverrassen nachlesen.

    Zum letzten Mal: Jagdliche Leistungszucht ist eine Richtung der Standardzucht. Bitte einfach mal entsprechend informieren. Danke.

    Das müssen wir ja hier nicht auseinanderklamüsern.
    Für mich sind Gebrauchshunde, Hunde die eine Gebrauchshundeprüfung ablegen können. Aber da gehen die Definitionen ja überall weit auseinander.

    Die Hunde dich ich kenne, die Gebrauchshundeprüfungen ablegen, entstammen ausnahmslos Standardzuchten.

    Wie gesagt, die klassische AL eignet sich in der Regel nicht für die Jagd sondern nur für den Sport.

    Aber wie schon gesagt, ist hier eigentlich auch nicht Thema und kann man bei Bedarf auch in einschlägiger Literatur nachlesen.

    Hat zwar nichts mit diesem Thread zu tun, aber zumindest beim DRC gibt es nur Standardzucht und jagdliche Leistungszucht bzw. spezielle jagdliche Leistungszucht. Das sind also keine "Unterkategorien".

    Jagliche Leistungszucht und spezielle jagdliche Leistungszucht gehört zur Standardzucht!

    Was als „Arbeitslinie“ bezeichnet wird, ist die sogenannte Field-Trial-Zucht und die werden äußerst selten jagdlich geführt. Das sind oft reine Sporthunde, für Dummy, o.Ä.