Beiträge von RafiLe1985

    Ich wollte mal fragen ob ihr mir ein paar Tipps habt. Hunter lässt sich derzeit sehr sehr leicht ablenken. In der offenen Anzeige schießt er zwar auf mich zu, schafft es aber nicht rechtzeitig zu bremsen, d.h. muss ein Bogen machen damit er es schafft, den Abstand einzuhalten und während des Bogens fallen ihm alle möglichen Dinge ein, die auch noch spannend sind. Sprich er bellt dann nicht sondern geht einfach schnuppern, etc.

    Wenn man ihn unterbricht, kommt er sofort zurück und bellt dann auch schön.

    Habt ihr noch andere Ideen, was man da machen könnte damit er sich wieder besser konzentrieren kann bzw. damit er weniger abgelenkt ist?

    Wenn ich ihn nun ständig unterbrechen muss, hab ich die Sorge, dass sich das einschleift und ich es dann mühsam wieder abbauen muss.

    Bin um jeden Tipp dankbar.

    Wo wir gerade bei schönen Erlebnissen mit Kindern sind: ich hatte eine Reitbeteiligung in Frankfurter Stadtnähe und da er enorm sicher im Gelände war, sind wir eben auch überall lang. An einem Feldweg saßen einmal drei Jungs zwischen 11 und 13 - meist mit Tieren etwas kritisch wenn sie schon etwas gockelig werden und rumpöbeln.

    Die drei aber ganz goldig: "Boa Junge, ein Pferd!"

    Der Größte meldete sich dann zu Wort: "Ein wunderschönes Pferd, dürfen wir es mal anfassen?"

    Dann standen alle 3 selig um das Pferd herum mit reichlich "Alter, ist das weich", vielen Kompimenten für die Schönheit des Tieres und vollends begeistert. Seitdem bin ich solchen Grüppchen gegenüber aufgeschlossener :D

    Sowas hatte ich auch mal. Ich war mit Klein-Newton (damals ca. 16 Wochen alt) am Seepark. Da kam uns eine größere Jungen-Gruppe entgegen. Hosen bis in den Kniekehlen, aus dem Ghettoblaster tönte Rap-Musik. Mega coole Jungs halt... ;) Hab mich schon auf irgendwelche doofen Sprüche eingestellt. Stattdessen sagte einer der Jungs: "Da ist wieder die Frau mit dem süßen Hund. Darf ich den mal streicheln?"

    Ich habe das alles ja offensichtlich überlebt - dennoch beweist das nicht, dass die damaligen "Sitten" sonderlich verantwortungsbewusst waren.

    Früher war es halt auch so, dass man nicht befürchten musste, dass das zehnjährige Mädel die Zigaretten, die sie scheinbar für Opa kauft, selbst rauchen wird. Genauso mit Alkohol, etc.

    Wenn die Eigentümerin der Wohnung euch die Haltung erlaubt, ist alles tutti. Dass die ganze Hausgemeinschaft zustimmen muss, wage ich mal zu bezweifeln. Ich würde mir den Schuh gar nicht anziehen. Da wird es sicher Leute geben, denen das nicht passt, wenn Hunde im Haus sind. Und wenn ihr diesen Weg geht, kann ich euch fast versprechen, dass das mit dem Hund nicht klappen wird.

    Ich wohne in einer Eigentumswohnung in einem 18-Parteien-Mehrfamilienhaus. Ich kenne hier mindestens drei andere Eigentümer, die keine Hunde hier haben wollen. Sie bringen das oft genug zum Ausdruck. Trotzdem können sie nichts machen. Es ist meine Wohnung und hier kann mir keiner verbieten, was ich tun und lassen soll.

    Mein Hunde machen keine Probleme, stören niemanden. Auch wenn ihnen hier schon (erfolglos) allerlei "Vergehen" angedichtet werden sollten. Man muss sich halt auch mal wehren.

    Eine Nachbarin von mir arbeitet Nachtschicht und hat auch zwei Hunde. Passt perfekt für sie. Wenn sie weg ist, schlafen die Hund sowieso. Wenn sie heim kommt, geht sie ne große Runde, frühstückt und legt sich dann hin. Nach dem Aufstehen wieder ne große Runde. Vor der Nachschicht dann nochmal kurz runter damit sie nochmal Geschäfte erledigen können.

    Ich würd‘s einfach mal ausprobieren.

    RafiLe1985 Das ist es eben. Meine findet zuhause manchmal nur sehr schwer zur Ruhe. Und ich frage mich, woran das liegt. Wo bist du bei der Rettungshundestaffel? Ich habe mir auch schon überlegt, das mit meiner zu machen. Klingt sehr interessant.

    Beim DRK. Mir macht es mega viel Spaß und ich finde auch die Gemeinschaft mit der Gruppe super. Reinschnuppern kannst du da völlig unverbindlich. Bei uns darf man zum Beispiel drei Wochen „einfach so“ ins Training kommen bevor man zu irgendwas verpflichtet wird.

    Allerdings ist es vor allem anfangs sehr zeitäufwändig. Zum regelmäßigen Training (insgesamt ca. 8-10 Stunden/Woche) kommen eine 9-tägige Helfergrundausbildung und eine mehrtägige Fachdienstausbildung dazu. Ziel ist immer die Einsatzfähigkeit, d.h. wenn du einen geprüften Hund hast, solltest du auch bereit sein, in Einsätze zu gehen, die in der Regel nachts stattfinden und nicht immer ungefährlich sind. Zusätzlich steht Öffentlichkeitsarbeit an. Also man ist gut beschäftigt. Für den Hund aber auf jeden Fall eine sinnvolle Aufgabe.

    Für‘s Dummytraining empfehle ich dir das Buch Kosmos Retrieverschule. Da wird die Handlungskette schrittweise aufgebaut und dann kommt es auch nicht dazu, dass der Hund das Dummy bunkert. Es wird zum Beispiel das Halten des Dummys separat aufgebaut.

    Dinge werfen (egal ob Dummy oder Stock) würde ich im Moment gar nicht machen sonst machst du dir das Dummytraining kaputt.

    Also wenn ich sehe, wie Kleinkinder panisch hochgerissen werden weil ich da mit zwei großen (angeleinten) Hunden komme oder es für die Mutter schon ein Problem ist, wenn der Hund mal am Kinderwagen schnuppert... Also dann ist es mir vollkommen klar, warum immer mehr Kinder Angst vor Hunden haben.

    In diesem Alter ist es ein sehr schmaler Grat zwischen Über- und Unterforderung. Genau die Mitte zu treffen, ist eher schwierig. Weiterhin wirst nur du das zuverlässig beurteilen können, was für deinen Hund zu viel oder zu wenig ist.

    Ich schildere dir mal den Alltag meines English Springer Spaniels. Ich denke, das dürfte von den Voraussetzungen her ähnlich sein. Er ist jetzt ein gutes Jahr alt.

    Morgens und nachmittags geht es jeweils ca. 45 Minuten Gassi, hauptsächlich im Freilauf und mit meinem Ersthund (Labbi) zusammen, d.h. da ist Action angesagt. Rennspiele, gemeinsames Schnüffeln, etc. Die Nachmittagsrunde fällt je nach Wetter und verfügbarer Zeit auch mal länger aus. Abends geht es nochmal zum Pinkeln für ca. 10 Minuten auf die Wiese. Mittwochs und samstags ist Training (Rettungshundestaffel). Mittwochs drei Stunden auf dem Platz; Samstags in der Regel fünf (selten auch bis zu acht) Stunden im Gebiet. In dieser Zeit ist Hunter zweimal für ca. 10-20 Minuten an der Reihe; die restliche Zeit über ist er im Auto. Zusätzlich üben wir noch ca. einmal die Woche ca. 15 Minuten Unterordnung. Ansonsten ist hier Ruhe angesagt. Ich bin alleinstehend und mache teilweise Home Office, d.h. mein Haushalt ist eher ruhig. Drinnen wird auch nicht gespielt. Es gibt allenfalls mal einen Kauartikel.

    Ich habe den Eindruck, dass er mit diesem Pensum ganz zufrieden ist. Zumindest findet er zuhause sehr rasch Ruhe und schläft auch die meiste Zeit.

    Sowas Ähnliches hatte ich auch schonmal. Nur dass Newton nicht gebellt hat... Wir waren im Urlaub in Seefeld in Tirol. Wir kamen gerade von einer Wanderung und ich wollte mir in der Innenstadt noch ein Eis genehmigen und setzte mich in ein Eiscafé. Neben mir eine Familie mit zwei Kids; der ältere Bub ständig am Kibbeln mit dem Stuhl. Strenge Blick in Richtung Eltern halfen nichts. Einer unserer Schüler hat sich bei sowas mal einen Schädelbasisbruch geholt... Schließlich habe ich was gesagt... Dass das gefährlich ist, usw. Nein, ihr Thorben-Hendrik müsse eigene Erfahrungen machen und was mir einfiele... Ich hab dann gezahlt und erhebe mich zum Gehen. Newton steht auf, Thorben-Hendrik erblickt Newton, erschrickt und fällt natürlich vom Stuhl. Es ist Gott sei Dank nichts passiert. Nur die Eltern ein riesiges Drama gemacht. Ich war natürlich Schuld. Sie wollten meine Personalien etc. Ohne Polizei rücke ich sie aber nicht raus. Die wollten sie aber nicht rufen also bin ich gegangen...