Beiträge von RafiLe1985

    Meine Meinung ist halt das da zu früh begonnen wurde. Wir fangen erst später an und haben solche Probleme gar nicht erst. So lange Eigenanzeige würde hier auch nichts bringen. Das machen wir nur anfangs zwei, dreimal damit der Hund versteht wo er sein Futter bekommt. Ich würde dazu tendieren wieder gezogene mit Fremdopfern zu machen und den Hund richtig heiß aufs Opfer.

    Und über diese Stadien seid ihr scheinbar nicht hinweg sonst würde der Hund ja anständig verbellen. Meiner Meinung nach wurde zu früh zu viel verlangt und aus dem Verhalten sieht man die Überforderung sprich Übersprungsverhalten.

    Wie gesagt, ich bin nicht der Meinung, dass es Überforderung oder Übersprung ist. Ich denke auch, dass ich genügend Erfahrung mit Hunden habe um das beurteilen zu können. Nichtsdestotrotz kann ich diese Möglichkeit ja Mittwoch mal mit den Ausbildern besprechen.

    Ob man früher oder später anfängt, darüber lässt sich sicher streiten. Mit Newton habe ich ja auch früh begonnen und wenn man sieht, wie er heute arbeitet, hat mich das schon bestätigt. Es gibt viele Hunde, die als Welpen angefangen haben und das sind heute absolute Verlasshunde, die auch die schwierigsten Aufgaben meistern und noch bei keiner einzigen Prüfung durchgefallen sind.

    Eine befreundete Staffel mit der wir öfters (v.a. in Trümmern) trainieren, lässt die Hunde erst ab einem Jahr in die Trümmer (wegen Gelenke und so, vollkommen überholt eigentlich). Wenn man da sieht, wie bei manchen Hunden schon verschiedene Untergründe ein Problem sind oder der Hund partout nicht in die Röhre rein will, weil es dunkel ist oder weil da Plastikflaschen am Boden liegen... Dann bin ich schon froh, dass wir so früh begonnen haben und Hunter das "einfach so" mitnimmt.

    Dass man während der unterschiedlichen Entwicklungsphasen Rückschritte macht, halte ich für normal und finde ich jetzt keinen Grund, deshalb einen frühen Beginn abzulehnen. Das kennen wir doch vom Alltag auch. Mit acht Monaten dreht der Hund noch im Flug um, wenn man ihn ruft. Schon einen Monat später, sind dann plötzlich erstmal andere Dinge interessant. Deswegen zweifelt man ja aber auch nicht gleich seine komplette Erziehung an. Der Hund wird halt erwachsen und dann bearbeitet man halt die Stellen, an denen es hakt.

    Im Alltag sind mit Hunter derzeit Spaziergänge im Wald Thema. Da ist er mit dem Kopf überall, nur nicht bei mir. Früher oder später muss er dann an die Leine, weil er dann komplett die Ohren auf Durchzug hat. Und daher denke ich auch, dass es im Gebiet genau das gleiche Problem ist.

    Was ich mir höchstens auch noch vorstellen könnte... Denn es gibt ja durchaus auch Hunde, die lassen sich bei der Arbeit (auch in der Pubertät) nicht ablenken... Es könnte daran liegen, dass ihm eine offene Anzeige (aus seiner Sicht) "zu einfach" ist. Diesen Schluss ziehe ich daraus, dass er sich in den Trümmern auch immer abgelenkt war, wenn ich (oder die Fremdperson) offen irgendwo rum lag. Wenn es für ihn schwierig war bzw. er richtig ausarbeiten musste, wo der Geruch her kommt, ist er immer schön am Ball geblieben und hat auch ordentlich angezeigt.

    In Kaiserslautern gab es zum Beispiel ein Versteck, das war mega schwierig. Da haben nur Hunter und eine weitere Hündin (die fünf Jahre alt ist und auch schon als Welpe begonnen hat) so angezeigt, wie wir es uns wünschen. Wir möchten, dass die Hunde möglichst genau dort rein bellen wo der Geruch raus kommt.

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    Die anderen Hunde haben zwar auch angezeigt aber halt wie gesagt nicht ins Loch gebellt. (Oben kam nix raus, haben wir mir Puder getestet. Der Geruch kam allein aus dem (vorderen) Loch.)

    Macht ihr tatsächlich zur Zeit nur Eigenanzeigen?

    Ich kenne Hunde, die ihren Besitzer einfach nicht gerne verbellen. Smilla ist so eine, der Hund unserer Trainerin (mehrfach geprüft und erfahren), verbellt seine Besitzerin überhaupt nicht.

    Wir machen tatsächlich nur Eigenanzeigen um das erste Bellen aus dem Hund zu locken. Danach gar nicht mehr.

    Vielleicht würde es dadurch leichter und auch wieder interessanter!?

    Ja, wir machen derzeit nur Eigenanzeige. Das Problem hat begonnen bei „fremden“ Opfern. Deswegen sind wir überhaupt zurück zur Eigenanzeige.

    Mich anzubellen, damit hat Hunter jetzt kein Problem. ;) Ich kann nachher mal ein Video machen. :D

    Wir arbeiten komplett ohne Eigenanzeige.

    Ja, es gibt auch bei uns in der Nähe eine andere Staffel die immer noch komplett ohne Eigenanzeige arbeitet. Das ist der „alte“ Stil und hat leider sehr viele Nachteile. In unserer Staffel wird seit über 10 Jahren nur noch über Eigenanzeige aufgebaut. Wir stellen um, sobald die Eigenanzeige einwandfrei klappt und sobald es ein Problem gibt (Bedrängen, etc.) wird sofort wieder zur Eigenanzeige zurück gegangen. Bis es halt wieder klappt.

    Hunter war eigentlich auch schon umgestellt. Aufgrund des Problems sind wir nun aber wieder zurück.

    Vorab: Ich hab keinen Plan, was ihr mit offenen und anderen Anzeigen meint..... aber auch Hunter ist ja nur ein Hund, egal was er sucht.

    In dem Alter sortiert sich das Hirnchen neu. Zwei Schritte zurück für ein paar Wochen und dann sitzt alles plötzlich bombenfest.

    Offene Anzeige heißt, dass er davor nicht sucht. Es geht allein um die Anzeige. Hin rennen, verbellen, bestätigen, fertig,

    Den Schritt zurück a la direkte Bestätigung fürs Ankommen möchte ich wie gesagt nicht machen. Er hat wahnsinnig lange gebraucht bis er verstanden hat, dass er bellen muss. Wenn ich ihn jetzt wieder nur fürs Ankommen bestätige, mache ich mir da vermutlich echt was ganz Zentrales kaputt.

    Ich versuche es, wie geschildert.

    Naja unsere fangen aber erst etwas später an ihre Neugier etc dürfen sie früher ausleben. Unsere jungen machen nur Bellübungen und ganz kurze Anzeigen erst wenn das richtig zuverlässig sitzt geht es ein paar Schritte weiter. Dann kennen sie aber auch schon vp in allen möglichen Positionen also sitzend, liegend etc. Angefangen hab ich erst mit einem halben Jahr und er war nicht jede Woche dran. Sobald etwas hakt oder droht zu Haken gehen wir einen schritt zurück.

    Ich habe halt mit Hunter schon mit zehn Wochen angefangen. Über diese Stadien sind wir längst hinweg. Die Ablenkbarkeit ist sicher seiner Entwicklungsphase geschuldet. Was er tun muss, weiß er. Wie gesagt, das Problem haben wir nur im Gebiet. Auf dem Platz (d.h. ohne größere Ablenkung) zeigt er sehr zuverlässig an. Da sind wir gerade dabei, das Bellen auszubauen.


    Greta ist ja bald 2 Jahre alt und seit sie 10 Wochen ist , trainiere ich in der Rettungshundestaffel. So langsam wird sie jetzt stabil in allem. Wir haben eine ganze Zeitlang immer nur Übungen gemacht, wo sie keine Fehler machen kann. Nur mal als Beispiel: Als Jagdhund kann sie suchen, das war ihr manchmal wichtiger als das Finden. Sie ist zur Person hin, gefunden und schnell weiter die nächste suchen. Also war wirklich monatelang nur eine Person versteckt. Die hat dann sofort, als Greta ankam intensiv mit ihr gespielt. In der Zwischenzeit hat sich die nächste Person versteckt und weiter ging es. So hat sie gelernt bei der Person zu bleiben. Mittlerweile klappt es gut.

    Mit einem Jahr sind die Hunde keinesfalls stabil.

    Ich glaube, meine Philosophie ist da ein bisschen anders. Ich arbeite an dem, was der Hund noch lernen soll. Suchen kann Hunter auch spitze. Da fehlt ihm halt noch Erfahrung. Wobei er in den Trümmern für sein Alter echt schon Erstaunliches leistet.

    Ich habe es jetzt wie gesagt so vor, dass wir erstmal nur noch offene Anzeigen üben. Wenn er das in der ersten Runde toll macht, darf er in der zweiten Runde suchen. Wenn nicht, gibt‘s in der zweiten Runde halt nochmal offene Anzeige. Solange bis es wieder klappt.

    Abstände werden wir wie gesagt verkürzen und insgesamt einfach schneller bestätigen. Eventuell könnte man als Hilfe nochmal die Faust (ohne Leckerli drin) als Hilfe raus halten.

    Wir arbeiten mit so jungen Hunden noch gar nicht so, bei uns gibt es solche Probleme gar nicht. Das so junge Hunde noch leicht ablenkbar sind ist ja voraussehbar da stellen wir von Haus aus nur Aufgaben die auch ein so junger Hund lösen kann.

    Naja, Hunter ist mittlerweile ein Jahr alt. Also so jung ist das nun auch nicht mehr.

    Aus Interesse: Was machen denn die Junghunde bei euch sonst so?

    Würde ebenfalls einen Schritt zurückgehen.

    Bist du denn sicher, dass er das Schnüffeln aus Ablenkung heraus anfängt und nicht als Übersprungshandlung, weil er ggf. doch noch nicht immer sicher ist, was er tun soll?

    Du könntest das Ankommen auch wieder festigen, indem ihr erst ein paar Trainings lang einen Schritt zurückgeht und ihn nur ankommen lasst, und dann recht schnell dazu übergeht, ihn nach einem Beller sofort zu bestätigen.

    Ja, es ist sicherlich Ablenkung. Das Problem besteht auf dem Platz wie gesagt nicht. Nur im Gebiet. Da es noch nicht so lange her ist, dass er das Bellen angefangen hat, bestätige ich bereits nach zwei oder drei Bellern.

    Danke euch. Abstand verkürzen werden wir auf jeden Fall machen. Auch werden wir ihn solange nur offene Anzeigen machen lassen bis das Problem „behoben“ ist, d.h. er wird dann in nächster Zeit keine Suchen mehr machen.

    Ihn direkt fürs Ankommen bestätigen ist ne Idee. Ich befürchte aber, dass sich das negativ aufs Bellen auswirkt. Er bellt noch nicht so lange und ich befürchte, dass er dann restlos verwirrt ist. Soll er bellen, oder jetzt doch wieder nicht?

    Wissen was er tun soll, tut er. Auf dem Platz haben wir dieses Problem nicht und wenn ich ihn unterbreche, kommt er ja sofort an und bellt.