Beiträge von RafiLe1985

    Hallo zusammen,

    so, ich komme nun endlich mal zum Antworten. In der Schule war Endspurt angesagt. Aber jetzt ist das Schuljahr geschafft... :)

    Wie ernst war es denn?

    Hunter hat gemeint er muss den großen Macker raushängen lassen und Newton hat sich das halt nicht gefallen lassen. Es war laut und sah ganz gefährlich aus, es ist aber nichts passiert. Und den Kleinen hab ich ja dann auch direkt rausgezogen, als es los ging.

    Für mich stellt sich halt die Frage warum du schon viel reglementieren musst. Ich mein, du hast ja nun 2 Rassen die ja nun wirklich sehr artgenossenverträglich sind.

    Weil Hunter ein kleiner Kontrolletti ist. Das reglementieren sieht so aus, dass ich sehr genau darauf achte, wer wann wohin geht, wer wann wo liegt und wer wann wo was frisst.

    Ich füttere seit ein paar Monaten getrennt. Newton hat im Beisein von Hunter immer heftiger geschlungen. Einmal war er vor Hunter fertig und da ist er richtig aggressiv auf Hunter drauf und hat ihn von seinem Napf quasi weg gebissen (ohne Beschädigung allerdings). So schnell konnte ich gar nicht gucken. Es gab natürlich einen mega Anschiss für Newton, den er auch akzeptiert hat. Seither füttere ich aber getrennt, nicht nur um solche Attacken zu vermeiden, sondern auch um beiden Hunden den Stress beim Fressen zu nehmen.

    Ansonsten muss ich bei Türen darauf achten, dass Newton vor Hunter durch geht weil Hunter sonst aggro wird. Anfangs war das bei jeder Tür so. Mittlerweile sind es nur noch drei bestimmte Türen an denen es so ist.

    In der Wohnung ist es so, dass Hunter immer Newton zuvor kommen wollte. Wenn Newton auf seinen Lieblingsplatz unter dem Sofa wollte, z.B. hat das Hunter nicht gepasst und da er so schnell und wuselig ist, hat er es geschafft, vor Newton da unten zu sein. Genauso wenn Newton zu mir liegen wollte. Hunter hat das blitzschnell bemerkt und sich quasi vorgedrängelt. Das habe ich ihm aber mittlerweile auch größtenteils ausgetrieben.

    Newton muss mit deiner Hilfe lernen sich nicht alles Gefallen zu lassen und Hunter muss merken, dass Frauchen zur Not durchsetzt was Newton nicht kann, er muss also immer auf ihn hören.


    Damit er von seinem Egotrip ein bisschen runter kommt würde ich ihm in nächster Zeit ein paar Privilegien entziehen. Er frisst als Zweiter, geht erst nach Newton aus der Tür, wenn Newton zum Kuscheln kommt hat er seinen Platz neben dir zu räumen etc ...

    Ja, das ist genau der Punkt. Danke. Newton lässt sich von Hunter sehr viel gefallen! Wenn das ein fremder Jungrüde wäre, da hätte es längst geschnackelt, aber ordentlich. Ich weiß, dass Newton dieses "Programm" drauf hat, aber bei Hunter hat er es (ich muss fast sagen leider) noch niemals ausgepackt.

    Er lässt sich von Hunter jedes Spielzeug abnehmen zum Beispiel. An der Dreisam: Newton fischt das Spielzeug aus dem Wasser, schwimmt damit ans Ufer. Hunter nimmt's ihm weg (und er gibt es auch bereitwillig her!).

    Die anderen Punkte, berücksichtige ich schon. Das klappt auch meiner Einschätzung nach ganz gut.

    In dem gesamten Jahr in dem Hunter jetzt hier ist, gab es vier Situationen bei denen die beiden aneinander geraten sind oder wären. Einmal das mit dem Fressen, das ich oben geschildert habe, dann die beiden Situationen vom Eingangspost und einmal hat Hunter Newton den Weg versperrt. Da gab's auch direkt nen Einlauf von mir. Das mit dem Weg versperren kam seither auch nicht mehr vor.

    Ich würde ehrlich gesagt nicht trennen und Konfliktvermeidung betreiben, sondern das Gegenteil.

    Bei den meisten Situationen ist das ja per se der Fall. Die einzige Situation, wo ich den Konflikt vermeide, ist beim Fressen. Das ist mir einfach zu heiß. Ich stand daneben und es ging so schnell... Ich möchte so eine Situation ehrlich gesagt nicht nochmal... Zumal das Fressen an sich schon stressig ist für die Hunde wenn sie "gemeinsam" fressen.

    Da würde ich dir auch empfehlen mal genauer zu schauen was sonst so zwischen deinen Jungs abgeht. Weil aus dem Nichts heraus bekommen die sich nicht einfach in die Wolle, da gibt es meistens einige Vorstufen.

    Klar, aus dem Nichts heraus ist es auch nicht geschehen. Ich erkenne das normalerweise schon früh. Und habe ja auch zwei der vier Situationen rechtzeitig verhindern können, weil ich es Newton angesehen habe, das da was nicht passt. Hunter sehe ich das noch nicht so gut an. Ihn kenne ich ja auch noch nicht so gut wie Newton.

    Wie macht ihr das mit dem Alleinbleiben, gerade wenn die Hunde deutlich Gewicht- und Größenunterschied haben?

    Lasst ihr sie zusammen alleine?

    Zusammen alleine sein ist kein Problem bei den beiden. Ich habe sie anfangs gefilmt. Da lassen sie sich in Ruhe bzw. liegen zusammen auf dem Hundebett oder kuscheln sogar. Da gab es noch nicht eine einzige bedenkliche Situation. Ist auch irgendwie logisch, weil ich bin ja nicht da... ;)

    Sowas staut sich dann gerne mal über Wochen auf und es kann sein, dass da immer noch mehr dazu kommt. Auch Sachen die du gar nicht siehst und wahrnimmst z.B. dass Newton irgendwo nicht hin darf oder liegen darf etc. Du hast ja deine Augen nicht überall, bist mal nicht da usw. Bei uns war es so, dass der Ältere irgendwann explodiert ist und dann richtig grantig war. Der hat das wochenlang toleriert bis dann der ganze Frust aus ihm raus kam.

    Wobei ich das eigentlich gar nicht schlecht fände, wenn Newton da mal eine deutliche Ansage machen würde. Ich weiß, dass er das kann. Warum er es bei Hunter nicht tut, ist mir ein großes Rätsel!

    Die letzten Tage war jetzt alles ruhig. Gestern waren wir mit einer Hündin spazieren. Auch da gab es absolut keinen Stress. Ich werde einfach weiterhin gut aufpassen, besonders mit Ressourcen und sofort einschreiten, wenn der Kleine wieder aufmuckt. ;)

    Danke auf jeden Fall für euren Input. Hilft mir sehr. :)

    Ich glaube das „gesunde“ Selbstbewusstsein ist in den falschen Zusammenhang geraten. Das Verhalten Newton gegenüber hat natürlich absolut nichts mit gesundem Selbstbewusstsein zu tun. Das ist allenfalls maßlose Selbstüberschätzung. ;)

    Ich meinte das als allgemeine Beschreibung seines Wesens. Er ist vollkommen unerschrocken bei jeglichen Umweltreizen und auch fremden Menschen und anderen Hunden gegenüber.

    Löcher gab es auch keine. Es war halt laut und viel Getöse, aber beschädigt wurde keiner von beiden.

    Das mit den Ressourcen werde ich nun noch besser im Blick behalten und nun noch kleinschrittiger Verhalten erlauben oder auch nicht. Ich reglementiere eh schon viel, aber jetzt wird halt noch mehr reglementiert.

    Danke für euren Input. :)

    Hallo zusammen,

    mein jüngerer Rüde Hunter ist nun ein gutes Jahr alt und wird wohl langsam erwachsen... Heute morgen ist er wegen eines in der Küche stehenden, verschlossenen (!) Futtersacks mit meinem älteren Rüden Newton aneinander geraten. Später dann am Nachmittag, gab es nochmal Streit um die Kongs. Da habe ich es aber rechtzeitig erkannt und den Kleinen sofort am Schlawittchen gepackt und kurz vom Großen separiert bis er sich wieder beruhigt hatte.

    Der Große ist eigentlich ein sehr souveräner Rüde, der Streit aus dem Weg geht, sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, wenn er angegangen wird. D.h. wenn weggehen, beschwichtigen, etc. nicht funktioniert... Verprügeln lässt er sich definitiv nicht... Unterwerfen würde er sich denke ich eher auch nicht... Der Kleine ist wie gesagt noch ein Jungspund. Durch die gemeinsame Arbeit in der Rettungshundestaffel hat er einerseits ein gesundes Selbstbewusstsein, andererseits aber auch ein sehr gutes Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber. Er ist definitiv Keiner, der andere Hunde bedrängt oder gar mobbt. Er hat sich anderen Hunden (egal ob Rüde oder Hündin) gegenüber bisher immer manierlich verhalten.

    Der Große war dem Kleinen gegenüber bisher immer sehr gutmütig und nachsichtig. Bei fremden Rüden packt er da ein ganz anderes Repertoire aus als meinem Kleinen gegenüber. Der Große hat nie einen anderen Fremdhund beschädigt, egal wie „frech“ dieser auch war. Aber auf den Boden drücken und bedrohen hatten wir schon zweimal bei jeweils sehr renitenten Junghunden... Wenn es dem Kleinen hier drum geht, die Rangordnung anzuzweifeln, würde ich sehr stark vermuten, dass er da das Nachsehen haben wird...

    Heute ging die Aggression beide Male vom Kleinen aus. Das erste Mal habe ich es wie gesagt zu spät erkannt und es lief schon als ich eingriff. Der Große hat sich aber definitiv nur verteidigt. Sobald ich den Kleinen rausgezogen hatte, war es für den Großen erledigt. Beim zweiten Mal habe ich es eher am Großen erkannt, dass da zwischen den beiden gerade was „abläuft“ weil er beschwichtigt hat. Sobald ich den Kleinen gepackt hatte, hat der mit Knurren und Bellen los gelegt und der Große ist wieder weg gegangen.

    Beides Mal waren Ressourcen im Spiel. Klar ist, dass ich mit Ressourcen nun noch vorsichtiger umgehe. Ich füttere bereits seit Monaten getrennt, weil es da auch schon mal eine Auseinandersetzung gab. Nun wollte ich aber von den erfahrenen Mehrhundehaltern mal wissen, wie ihr die Situation einschätzt und ob ihr Tipps habt, wie ich solche „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen den beiden Jungs vermeiden kann? Will der Kleine gerade einfach mal austesten, ob die derzeitige Rangordnung noch so Bestand hat? Geht es wirklich „nur“ um Ressourcen? Prinzipiell kann man ja alles irgendwie als Ressource betrachten: Mich, den Platz auf dem Sofa, etc. Soll ich immer einschreiten, oder die beiden das einfach mal „klären“ lassen?

    Bin gespannt auf eure Beiträge und bedanke mich schon mal für den Input.

    Labbis neigen zu Hotspots. Die können aus solchen Zeckenbissen schon mal entstehen... Gut im Auge behalten. Sobald es geschwillt, kahl wird, suppt, stinkt: Entweder zum Tierarzt oder (falls du es früh erkennst) selbst ausscheren, regelmäßig mit Rivanol säubern, Betaisadona drauf, trocken halten und schauen, dass er nicht dran kratzt oder schleckt.

    Das Wichtigste wurde denke ich schon gesagt: Authentisch, klar, konsequent. 20 Mal vom Sofa schubsen würde es bei mir nicht geben. Es gibt ein "Nein!" und wenn er es nochmal versucht, gibt es Körbchen-Arrest. Und zwar solange bis es akzeptiert wurde, dass er da nun zu liegen hat. Wenn du ihn 20 Mal vom Sofa schubst, hat das nichts mit Konsequenz und schon gar nichts mit Erziehung zu tun. Das ist ein lustiges Spiel und der, der den längeren Atem hat, gewinnt halt. In vielen Fällen ist es der Hund... ;) Das nur als Beispiel.

    Ich bin auch jemand, der vor allem dieses von Hundewiesen hält: Abstand!

    Wir hatten hier bis vor Kurzem eine wirklich sehr weitläufige Hundewiese (genannt Wolfswinkel). Mittlerweile wird da gebaut. Uni, Wohnhäuser, das neue SC-Stadion. Es war also ein wirklich sehr großes Areal.

    Trotzdem konnte man da nicht hingehen. Zumindest nicht, wenn man darauf bedacht ist, seinen Hund möglichst sinnvoll zu sozialisieren und zu erziehen. Da waren nur Halter mit "Tutnixen", die "das schon unter sich regeln". Ganz schlimm. Mit Newton habe ich leider den Fehler gemacht, da regelmäßig hinzugehen. Das bereue ich heute sehr.

    Mit meinem jüngeren Rüden habe ich das anders gehandhabt. Bis vor Kurzem hatte er zu fremden Hunden überhaupt gar keinen Kontakt. Er durfte nur mit Hunden in unserer Staffel oder mir bekannten Nachbarshunden (und natürlich meinem Großen) laufen. Das hat ihm sehr gut getan. Mittlerweile darf er auch mal zu mir unbekannten Hunden hin, wenn die sich einigermaßen höflich nähern. Er ist da sehr selbstbewusst und sicher.

    Dennoch muss ich auch heute noch ein genaues Auge drauf haben da er noch nicht als "fertiger" Rüde wahrgenommen wird. Sobald mir an der Interaktion etwas nicht passt, nehme ich ihn raus.

    Kommt auf den Hund an und wie erfahren er ist. Mein jüngerer Rüde ist regelmäßig zum Trümmer-Training auf Baustellen oder in extra dafür aufgebauten Trainingszentren. Ihm würde ich das zutrauen, dass er das einschätzen kann. Mein älterer Rüde ist sehr erfahren im Wandern. Da sind wir auch schon Steige hoch, etc. Auch ihm würde ich das zutrauen.

    Einen Junghund der keinerlei Erfahrung mit Höhe hat, würde ich allerdings auch an die Leine nehmen.

    Morelka Siehe den Post von RafiLe1985

    Ich kenne nicht einen Wurf, in dem alle drei Farben rausgekommen sind. Daher werden ja u.a. auch DNA-Profile gemacht, um zu wissen, welche Farben man verpaart.

    Beim DRC weiß ich nicht, aber beim LCD ist eine solche Verpaarung verboten. Der Farbcode ist oft auch durch den Erbgang klar. Aber in den Fällen in denen er nicht klar ist, muss der Farbcode ermittelt werden bevor der Hund verpaart wird.