Beiträge von RafiLe1985

    Es sind ja erst ein paar Tage

    Herrje, die Kleine ist erst ein paar Tage da... Entspann dich, hör auf dich unter Druck zu setzen, kneif die Arschbacken zusammen... Das ist ein kleines Hundekind und kein Teufel...

    Die Welpenzeit ist die schönste Phase im Hundeleben...

    Wie hast du vor, sie zu beschäftigen? Du hast da immerhin einen Jagdgebrauchshund geholt. Falls du da in die Richtung was geplant hast, würde ich jetzt damit beginnen. Da werden nämlich Leute sein, die sich mit Hunden dieser Art auskennen und dir sicher rückmelden werden, wie toll dein Hund ist.

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    Ich bin mit meinem Zweithund Hunter seit er 10 Wochen alt ist in der Rettungshundestaffel. Diese Arbeit schweißt zusammen und ist gut für die Bindung. Außerdem war es echt toll zu sehen, was der kleine Mann schon geleistet hat in seinem jungen Alter. :)

    Es kommt drauf an, was man als "Baustelle" bezeichnet. Für mich sind nur Erziehungsdefizite "Baustellen". Und diese sollte man doch spätestens wenn der Hund erwachsen ist (sofern er als Welpe kam) behoben haben. Alles Andere sind für mich Wesenszüge oder einfach der Charakter des jeweiligen Hundes. Auch Junkies haben meiner Definition nach keine "Baustellen"; das ist schlicht Suchtverhalten...

    Newton hat demnach keine Baustellen mehr. Hunter dafür umso mehr. Das Aussteigen aus der Box ist noch nicht so wie ich es mir wünsche. Außerdem beißt er manchmal immer noch in die Leine... Weiterhin sind wir beim Gehorsam auch noch nicht fertig. Manchmal ist die Ablenkung einfach noch zu groß. Das ist derzeit auch unsere "Baustelle" bei der Rettungshundearbeit. Sicher habe ich was vergessen... Hunter ist erst ein gutes Jahr alt. Er ist nich ganz so ein Spätentwickler wie Newton, daher hoffe ich, dass wir so mit 2,5-3 Jahren damit durch sind. :)

    Ich wohne Gott sei Dank einigermaßen im Grünen bzw. Lösemöglichkeiten sind nicht weit entfernt. Jedoch habe ich schon in Städten (auch mit Hund!) Urlaub gemacht, da war es echt sehr dürftig... In Meersburg am Bodensee zum Beispiel musste ich erstmal geschlagene zehn Minuten laufen, bis es endlich eine Möglichkeit gab. Newton war damals noch recht jung und da sind 10 Minuten bis Pipi schon sehr lang. Seither war ich da auch nicht mehr im Urlaub.

    Ich weiß nicht, ob das jetzt schon kam, aber eine andere Möglichkeit wäre auch, die Fütterungszeiten so zu ändern, dass am Abend kein Haufen mehr "ansteht". Ich füttere meine Hunde morgens und am späten Nachmittag. Häufchen machen sie (beide) morgens ein großes und Nachmittags ein kleines. Zum Pinkeln wird sich ja irgendwo eine Gelegenheit finden?

    Egal, wie du es jetzt löst, wichtig ist es, dass du eine deutliche Ansage machst und eine klare Grenze ziehst! Ansonsten werden dich die Nachbarn unter Umständen immer weiter bedrängen und immer dreister werden mit ihren Forderungen. Das kann ich leider aus leidvoller Erfahrung berichten. Und das würde ich nicht nur in der aktuellen Wohnung so handhaben sondern auch in der neuen!

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    Mein Opa litt jahrelang unter seiner Nachbarin. Er war schwerhörig. Ständig fand die Nachbarin irgendwelche angeblichen "Lärmbelästigungen"... Das ging soweit, dass mein Opa sich kaum mehr traute, sich in der Wohnung zu bewegen, weil er Angst hatte, dass wieder etwas kommt. Ferngesehen wurde nur noch mit Kopfhörern, selbst die Uhr, die alle Stunde mal schlägt, musste er ausstellen... Nach seinem Tod haben wir die Wohnung dann an einen Kapitalanleger verkauft, der sie nun als Studenten-WG vermietet. Insgeheim hoffe ich, dass die neuen Bewohner regelmäßig bis in die Nacht auf dem Balkon sitzen, sich unterhalten und dabei laut Heavy Metal hören... :D

    Ich wär mir garnicht mal sicher das die Agression beim Fressen von Newton ausging.

    Es kann durchaus sein das er immer schneller geschlungen hat (und Streß hatte) weil Hunter signalisiert hat das er den Napf auch will. Und dann ist er irgendwann eskaliert.

    Das kann natürlich sein und würde auch erklären warum Newton immer heftiger geschlungen hat. In meiner Dienstwohnung ist es so, dass ich sie durch ein Babygate trenne. Da sehen sie sich auf jeden Fall beim Fressen. Hier ist es so, dass der eine in der Abstellkammer frisst und der andere in der Küche mit einer Tür dazwischen.

    Mehr dazu noch unten.

    Kontroletti... Hm. Würd ich jetzt bei der Beschreibung nicht sehen, aber du kennst die Hunde ja besser.

    Doch, ich bin mir da relativ sicher, dass er ein Kontrolletti ist. Er ist mir anfangs auf Schritt und Tritt gefolgt. Wenn ich aus der Tür ging, hat er versucht, das mit aller Macht zu verhindern, z.B. Bei Newton wurde auch sehr kontrolliert, was er macht. Wenn Newton aufstand um sich wo anders hinzulegen... Da hatte Hunter schon ein genaues Auge drauf, wann er wo hin geht. Auch beim Abtrocknen nach dem Gassi. Ich trockne grundsätzlich zuerst Newton ab, weil von ihm nicht soviel Feuchtigkeit weg geht... Da wurde Hunter anfangs richtig aggro bis hin zum Bellen...Mittlerweile habe ich diese Dinge ganz gut im Griff, daher nur beispielhaft.

    Achso, ich denke nicht das Newton da was zu lernen hat.

    Er müsste es ja gar nicht lernen. Ich weiß, dass er (gerade mit Jungrüden) sehr deutlich und effektiv kommunizieren kann. Und Hunter ist definitiv auch ein Hund, der sich davon beeindrucken ließe. Ich frage mich nur eben, warum er es nicht tut...

    Bei einem jungen Flat-Rüden und einem jungen Labbi-Rüden musste er schon mal sein gesamtes Repertoire auspacken, weil sie ihn wirklich nicht in Ruhe lassen wollten... Er ging weg, kein Effekt. Er stellte das Nackenfell, kein Effekt. Er grummelte, kein Effekt. Er hob die Lefze, kein Effekt. Er schnappte ab, kein Effekt. Irgendwann waren wir beim auf den Boden drücken und bedrohen... Beim Flat hat das geholfen; beim Labbi sogar das nicht... Unglaublich. Aber wie gesagt, ich weiß, dass er das kann und er weiß, dass ich ihm diese Kommunikation erlaube und ihn solche Begegnungen auch selbst bewältigen lasse. Das sind unbedarfte Jungrüden, die halt lebhaft sind und spielen wollen. Da denke ich, dass das ein erwachsener souveräner Rüde auch mal selbst lösen kann. Warum er das bei Hunter nicht tut, ist mir echt ein Rätsel... Klar, er weiß auch, dass ich da ein Auge drauf habe, dass Hunter ihn nicht nervt, etc. Aber ich glaube einfach, dass es sehr effektiv wäre, wenn Newton mal eine deutliche Ansage machen würde.

    (Unsere Mädels daheim, haben Hunter direkt die Hausordnung verlesen als er das erste Mal da war. Drinnen wird nicht gerannt, die Sofas sind tabu und für alles außer Atmen braucht man eine Sondergenehmigung... :D Hat er sofort verstanden. Es heißt jetzt nicht, dass ich das von Newton "erwarte"! Ich bin mir schon bewusst, dass ich das zu regeln habe. Es wäre nur eine wahnsinnige Hilfe, wenn er "helfen" würde.)

    Mal davon abgesehen hat Newton dann ja auch Stress wenn er unfreiwillig ständig in Konflikte gerät.

    Naja, das waren jetzt vier Situationen in einem Jahr. Ich würde das nicht als "ständig" bezeichnen. Die Beiden verstehen sich sonst wirklich sehr gut. Dass es mal ne "Meinungsverschiedenheit" gibt, finde ich normal. Und häufig kam das ja bisher auch nicht vor.

    Ich hab bei Grisu damals bewusst solche Situationen geübt. Also ich würde mich in der konkreten Situation hinstellen und Hunter klar durchschicken (abstoppen vorher, durchaus aus wegschicken, wenn er durch will, und genau jetzt weil ich es will gehst du durch) und dann Newton genauso auf Ansage hinterher schicken. Und wenn Hunter auch nur im Ansatz fixiert, ganz deutlicher Abbruch und wegschicken. Meine Tür, meine Regeln.

    Danke, das werde ich mal probieren. :bindafür:

    Woran machst du fest, dass Hunter ein Kontroletti ist? Rein nach den Beschreibungen hätte ich ihn jetzt nicht als unsicher eingestuft, eher als leicht grössenwahnsinnigen Jungrüden, der mal schaut, was geht....

    Dazu habe ich jetzt oben schon was geschrieben. Ihm passt es einfach nicht, wenn Newton "eigene Entscheidungen" trifft, um es mal grob zusammenzufassen.

    Die Situation beim Fressen finde ich ist eine gute Möglichkeit, um das friedliche lösen zu lernen.

    Wobei ich beim Fressen jetzt erstmal mit der Trennung so weiter machen werde bis Newton nicht mehr derart schlingt. Er hat sich teilweise schon richtig verschluckt... Da ist mir die Gefahr einfach zu groß, dass er da mal was in die falsche Röhre, etc bekommt... Was ich machen könnte ist, dass Newton zuerst frisst und Hunter abliegt. Und dann Newton abliegt und Hunter frisst. Fändet ihr das eine gute Idee? Ich möchte den Futterneid auf keinen Fall irgendwie schüren. Das wären meine Bedenken bei diesem "Verfahren".

    Ich bin erstaunt wie tolerant ihr seid.

    Man muss sich halt überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass sich etwas bessert, wenn man Stress macht. Und wenn die Fronten dann mal verhärtet sind, erreicht man sowieso nichts mehr.

    Wie gesagt, gerade in einer Großstadt gibt es überall Lärm- und sonstige Störquellen. Und bei mir ist es so... Bevor ich hier nen Trompetenspieler im Haus habe, habe ich hier lieber bellende Hunde.

    Gestern war hier wieder ein unangemeldeter Rave im Industriegebiet. Da rufe ich die Polizei an und es ist erledigt. Ob da die Nachbarn dann noch zusätzlich auf der Terrasse sitzen und quatschen. Who cares?

    Wobei ich sagen muss, dass ich auch relativ unempflindlich bin, was Lärm angeht. Berufsrisiko bei mir, sozusagen. ;)

    Ich würde mich anstelle des TE da nicht zu sehr rein steigern. Die Dame scheint doch gesprächsbereit zu sein. Wie gesagt, Bell-Protokoll führen und dann einfach nochmal unten klingeln. Vielleicht ist ihr das Ausmaß gar nicht so sehr bewusst.

    Wenn die Hunde wirklich jede Woche 40 Stunden alleine sind, fände ich das auch zu viel, ja. Allerdings frage ich mich, ob du das wirklich zweifelsfrei beurteilen kannst. Die Dame hat dir ja offenbar auch freiwillig Auskunft über die Betreuungssituation der Hunde gegeben. Unterstellst du ihr, dass sie dich angelogen hat?

    Das Gebell kann natürlich nerven, verstehe ich. Aber ich sage mal so... Wenn man in einer Großstadt wohnt oder wohnen will, muss man eben mit gewissen Geräuschkulissen bzw. Störfaktoren leben. Ob das nun bellende Hunde sind oder Musiker im Haus oder Bahngleise oder eine große Durchgangsstraße, etc. ist eigentlich fast persönliche Präferenz. Wenn man das nicht möchte, muss man sich irgendwas in Alleinlage suchen.

    Was du machen kannst, wäre mal eine Woche lang ein Bell-Protokoll schreiben und dann nochmals mit der Dame zu sprechen. Sie scheint ja ganz zugänglich. Vielleicht kommt sie ins Grübeln wenn sie schwarz auf weiß sieht, wie viel ihre Hunde eigentlich bellen. Oft nimmt man das als Hundebesitzer gar nicht so schlimm wahr. Über mir wohnt ein Wolfsspitz-Pärchen. Ich blende deren Gebell mittlerweile aus und könnte gar nicht sagen, wie oft die wann bellen...