Beiträge von RafiLe1985

    Wir haben in der Staffel (bis auf den jüngsten Labbi) nur Labbis aus klassischen Linien. Manche, die den Labbi nur als fette, faule Labratonne oder distanzlosen, überschwänglichen Clown kennen, wären sicher erstaunt, was diese Hunde alles leisten können, wenn man sie entsprechend fördert.

    Halter die Hundesport etc. machen, wenden hunderte Stunden im Jahr für dieses Hobby auf. Ich hab mal zusammengezählt, weil ich seit 1. August genau ein Jahr dabei bin... Es waren über 700 Stunden...

    Bei Dummy, Agility, Schutzdienst, etc. vermute ich ähnliche Zahlen.

    Ganz ehrlich, wer ein solches Hobby nur aus „Minderwertigkeitskomplexen“ beginnt, der hört spätestens nach neun Monaten damit auf... Weil es DAS dann doch nicht wert ist...

    Ich habe es eben schon in dem angesprochenen anderen Thread geschrieben, deshalb hier nur die Kurzversion.

    Wer einen Gebrauchshund hat und diesen immer „nur“ als Familienhund gehalten hat und hält, wird niemals erfahren und erleben, was die „Arbeit“ diesen Hunden gibt. Er wird es somit auch nicht nachvollziehen können, warum es Menschen gibt, die der Meinung sind, dass diese Hunde rassegerecht beschäftigt werden müssen.

    Newton ist ausgebildeter Schulhund und seit ca. zwei Jahren fertig mit der Ausbildung. Nebenbei haben wir in alles Mögliche rein geschnuppert, Dummy, Nasenarbeit, Crossdogging. Alles aber ohne Wettbewerbsgedanken, denn er hat ja seine eigentliche Aufgabe.

    Mit Hunter betriebe ich nun sehr ernsthaft Rettungshundearbeit. Er ist ein English Springer Spaniel (wohlgemerkt aus einer nicht-jagdlichen Zucht) und wenn man sieht, wie er bereits in seinem jungen Alter arbeitet... Ehrlich, da kamen mir schon manches Mal fast die Tränen vor Stolz (und ich bin normalerweise nicht nah am Wasser gebaut...) Und jetzt stelle ich mir vor, dieser Hund dürfte nur Gassi gehen, allenfalls mal nen Dummy suchen... Ne, echt nicht...

    vorher schrieb jemand, dass das nur Nebenherlaufen auch bei Spaziergängen, nicht hundefreundlich sei.

    Warum soll das nicht hundefreundlich sein?

    Ich meine das nicht wertend, sondern ehrlich interessiert.

    Weil ich das mit meinem Hund auch so mache zb bei Spaziergängen, wir laufen halt beide. Oder ich Radel u Hund läuft nebenher im Freilauf

    Falls du mich meinst...

    Ich bezog mich auf Joggen, Radfahren, etc. Da kann der Hund überhaupt gar nicht seinen Interessen nachgehen. Null. Da muss er stupide immer im gleichen Tempo laufen, kann nirgends schnüffeln, geschweige denn mal im Bach baden, mit Artgenossen interagieren, etc.

    Der Eingangspost kam mir einfach so rüber als hätte der Hund einfach da zu sein um die Bedürfnisse des Halters zu erfüllen... Aber wehe der Hund hätte Bedürfnisse... Das wird als störend empfunden und möchte man nicht...

    Spoiler anzeigen

    Ich sage nicht, dass mit jedem Hund zwingend gearbeitet werden muss. Es gibt zig Hunde (auch Gebrauchshunde), die „nur“ als Familienhunde gehalten werden. Und jemand, der einen solchen Gebrauchshund einfach nur als „seinen“ Familienhund kennt und nie gesehen hat, was die „Arbeit“ diesen Hunden gibt, wird es auch nie verstehen, warum es Menschen gibt, die darauf bestehen, dass diese Hunde gearbeitet werden...

    Ich führe zwei Gebrauchshunde, auch wenn der Labrador bei Vielen leider nicht mehr in diese Kategorie fällt oder es belächelt wird, wenn man ihn dazu zählt. Beide Hunde haben eine Aufgabe. Der English Springer Spaniel ist auf dem Weg zum Rettungshund. Der Labrador ist sehr breit aufgestellt. Er war mein erster Hund für den ich 100%ig selbst verantwortlich war und da wollte ich einfach mal gucken, was mir an „Arbeitsmöglichkeiten“ so zusagt. Ausgebildet ist er zum Schulbesuchshund. Sportlich haben wir in Unterschiedliches reingeschnuppert, vor allem Dummy, Nasenarbeit und Crossdogging. Im Moment ist er auch eher Hobby-Rettungshund, weil es sich einfach oft anbietet.

    Solange ich Hunde dieser Kategorie halten kann und möchte, werden sie eine Aufgabe haben. Kann oder möchte ich es irgendwann nicht mehr, wird es halt ein kleinerer Begleithund. Havaneser gefallen mir sehr gut, zum Beispiel.

    Ich weiß, dass man mit dieser Meinung öfters allein auf weiter Flur steht... Macht mir aber nichts. Ich stehe dazu und wenn ein Züchter nicht möchte, dass seine Hunde gearbeitet werden, wird es halt ein anderer Züchter. (Das ist mir tatsächlich bei der Spaniel-Züchtersuche untergekommen...Für mich unglaublich eigentlich, aber ließ sich nicht ändern, die Meinung der Dame.)

    Ich befürchte so einen Hund gibt es nicht... Wieso möchtest du überhaupt einen Hund? Verstehe ich nicht... Der Hund dürfte ja quasi gar nichts bei dir machen außer eben existieren... Finde ich kein schönes Leben für einen Hund.

    Es hört sich so an, als ob der Hund für dich da zu sein hat, aber wehe er hätte Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen...

    Begleitung beim Sport, ok. Aber auch da ist der Fokus auf deinen Bedürfnissen als auf denen vom Hund. Ein Hund hat nichts davon, wenn er am Rad mitläuft oder beim Joggen. Außer eben Bewegung. Wann darf der Hund seinen Interessen nachgehen?

    Vielleicht wäre es besser, sich einen gleichgesinnten, menschlichen Sportpartner zu suchen?

    Zuchtordnung SCD

    Unter Punkt 2: Zuchttauglichkeit steht das gewünschte zu Erbkrankheiten.

    Was die Frage Rüde oder Hündin betrifft, denke ich nicht, dass es da bei den ESS Besonderheiten gibt. Es ist wie bei anderen Rassen auch persönliche Präferenz.

    (Ich finde, dass Rüden allgemein führiger sind als Hündinnen. Das beobachte ich auch in der Staffel. Kann aber natürlich auch Zufall sein, dass wir gerade die sehr führigen Rüden abbekommen haben.)

    Ich muss mal was zu den Silber, Charcoal und co fragen.

    Ich habe eine Frau kennengelernt die Stein und Bein schwört ihrer sei reinrassig, sogar mit Gentest, nicht VDH weil da ja nicht anerkannt, aber alte Englische Linien.

    Ich gab dann nichts mehr gesagt, aber das ist doch Schwachfug, oder?

    Ja, ist Unfug. Der AKC hat das auch lange behauptet. Mittlerweile haben sie aber diese Farben auch wieder rausgenommen.

    Für silver, charcoal, champagner braucht man ein dilute-Gen. Das haben Labbis originär nicht. Oder eben nen Weimaraner... ;)

    Meine beiden Hunde sind mittlerweile beide alt genug um selbst zu wissen, wann sie pinkeln müssen und wann nicht. Ich gehe in der Regel zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett und stehe zwischen 5 und 6 Uhr auf. Abends geht's nochmal vor die Tür bevor es ins Bett geht. Der Kleine kann immer pinkeln, der Große macht manchmal, manchmal aber auch nicht. Morgens ist dann er erste Weg wieder zum Pinkeln. Wenn sie nachts mal ein dringendes Geschäft haben, melden sie sich. Kommt aber eher selten vor.