Beiträge von RafiLe1985

    Bei uns in der Rettungshundestaffel ist Unterordnung ja ein Teil der Prüfung. Wir haben da eine sehr kompetente Ausbilderin in der Staffel. Unter ihrer Anleitung habe ich das ganz langsam und Schritt für Schritt aufgebaut. Mit Newton hatte ich das ja damals komplett alleine versucht. Das hat nicht so gut geklappt. Also ich finde, wenn man neu ist, ist es am besten, wenn man da bei jedem Training wirklich kompetent angeleitet wird.

    Ruhetage gibt es bei uns eigentlich hauptsächlich meinetwegen. Den letzten Ruhetag gab es vergangenen Freitag. Da ging der Alarm um halb 3 Uhr nachts. Im Einsatz 9km gelaufen. Um kurz nach 8 Uhr morgens zuhause. Dann Wanderung auf dem Feldberg. Abends habe ich dann noch in der Hundeschule ausgeholfen... Bilanz 23km. Am Freitag gab es dann nur Löserunden. Wobei wir da halt dann auch schon wieder bei 6km waren insgesamt... Bis die Herren leer gepinkelt sind...

    Ansonsten gibt es Ruhetage eher selten. Wenn ich krank bin oder wenn wir es eben am Tag zuvor "übertrieben" haben. Wenn einer der Hunde Ruhe halten muss, natürlich auch.

    Hallo,

    zunächst mal Glückwunsch zum Neuzugang! Wie ist denn die Konstellation bei euch? Rassen, Alter, Geschlecht?

    Ich will mich an die 5Min. Regelung halten,

    Die 5-Minuten-Regel ist Humbug. Außerdem bezieht sie sich auf das gezielte Gehen an der Leine. Willst du echt bei dem schönen Wetter mit dem Zwerg 23,5 Stunden am Tag zuhause hocken? Also ich wollte das nicht.

    Ich hatte vergangenes Jahr auch die Konstellation erwachsener, sehr bewegungsfreudiger Ersthund und sehr junger, aufgeweckter Welpe. Ich bin seltenst getrennt gegangen. Halt dann, wenn ich für den Welpen eine Betreuung organisieren konnte. Ansonsten kam der Welpe immer mit. Zwischendurch habe ich ihn mal eine Weile in der Rucksack gesetzt und an einer Kaustange nagen lassen. Wenn er draußen (also nicht im Rucksack) war, ist er aber auch mit dem Großen umher gefetzt.

    Klar, soll man mit einem Welpen keine Gewaltmärsche machen, aber mal ne dreiviertel Stunde, Stunde draußen in der der Welpe sich frei bewegen darf... Ich glaube nicht, dass das schadet.

    Was die Orientierung des Welpen am Ersthund betrifft: Das würde mich jetzt gar nicht stören. Meinem Welpen hat das sehr gut getan. Und selbstständig werden die Kleinen schon früh genug! Das muss man mMn nicht künstlich erzwingen durch getrenntes Gassi gehen.

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    Bei mir hat jeder Hund eine Aufgabe, bei der er nur mit mir alleine zusammen arbeitet. Der Große Schulhund, der Kleine Rettungshund.

    Ich bin da auch eher schmerzfrei. Bei uns laufen die Welpen mit 14 Wochen über Trümmerfelder... Alle werden mit 2 Jahren geröngt. Da hat keiner HD, etc.

    du hast auch weitaus kleinere Rassen, die nicht wie der DSH zu massiven Störungen im Bewegungsapparat neigen. Und was jetzt Trümmerfelder hiermit zu tun haben weiß ich auch nicht. Ich gehe mal davon aus dass man Junghunde da nur mal 5 Minuten kontrolliert laufen läßt damit die Bewegungen geschult werden und sie es schon mal kennen. Das ist für mich keine aussergewöhnliche Belastung.

    Ich habe auch nicht speziell von meinem Hund geredet. Wir haben da sowohl Rassen dabei, bei denen HD, ED, etc. ein Thema ist.

    Wie stellst du dir das vor, dass man einen Welpen/Junghund "kontrolliert" über Trümmer laufen lässt?

    Außerdem ist DSH nicht gleich DSH. Ich kenne einige DSH, die keine 40kg-Brocken sind. Insofern wäre es interessant zu erfahren, was für eine Züchtung der TE da besitzt.

    Solange wir den Hund vom TE nicht kennen bzw. live gesehen haben, würde ich auf keinen Fall zu irgendwelchen Extremen, weder in die eine noch die andere Richtung raten. Der goldene Mittelweg ist ohnehin meist der beste.

    Ich bin da auch eher schmerzfrei. Bei uns laufen die Welpen mit 14 Wochen über Trümmerfelder... Alle werden mit 2 Jahren geröngt. Da hat keiner HD, etc.

    Was ich mit einem Hund diesen Alters nicht machen würde, sind regelmäßige Dauerläufe an der kurzen Leine wo er gezwungen ist dein Tempo mitzulaufen.

    Aber im Freilauf/an der Schleppe mal 500m über die Wiese spautzen... Ehrlich, was soll daran schlecht sein?! Solange er das in seinem eigenen Tempo machen darf...

    Diese 5-Minuten-Regel halte ich ebenso für Humbug. 30 Minuten für einen 6 Monate alten Gebrauchshund? Echt nicht. Ich bin mit beiden Hunden mehr gelaufen in diesem Alter. Morgens ca. 20 Minuten. Nachmittags ca. 45-60 Min. Abends nochmal ca. 10-20 Min. zum Lösen. Davon ca. 80% im Freilauf (morgens, nachmittags) und abends an der kurzen Leine. Hat keinem meiner Hunde geschadet... Der Große wurde mit 1,5 Jahre geröngt. HD-A2/A2, ED-0. Der Kleine wird im kommenden Frühjahr geröngt.

    Ich würde einen gemeinsamen Spaziergang mit beiden Hunden machen.

    Beide an der Leine und auf neutralem Boden.

    Genau so würde ich es auch machen. Ein Garten etc. scheint ja nicht vorhanden zu sein?

    Wenn es gut läuft, kann man die Hunde gegen Ende des Spaziergangs an geeigneter Stelle auch mal ableinen. Meiner Meinung nach sind die Ängste deiner Tochter, dass der Chi weglaufen könnte, unbegründet. Wo soll er denn hin?!

    Also für mich wäre "Herzchen in den Augen" jetzt auch nicht das entscheidende Kriterium. Die Fragen, die ich mir an deiner Stelle stellen würde, wären: Möchte ICH einen zweiten Hund? Ist der erste Hund aus dem Gröbsten raus? Möchte ich ein (intaktes?) Pärchen halten?

    Ich fand es jetzt keine mega Umstellung als der zweite Hund dazu kam. Klar, mussten sich am Anfang die alltäglichen Abläufe neu einspielen... Das war aber nach 10 Tagen gegessen. Wobei ich dazu sagen muss, dass mein Zweithund als Welpe kam.

    Was bei der Haltung von zwei Hunden mMn noch immens wichtig ist, ist, dass beide Hunde sehr gut im Gehorsam stehen bzw. dass der Ersthund bei Zuzug des Zweithund sehr gut im Gehorsam steht und mit dem Zweithund ein ähnliches Level angestrebt wird. Ich finde nichts schlimmer, als dass man gleich zwei Hunde hat, die tun und lassen, was sie wollen. (Sehe ich im Alltag leider sehr häufig.)