Meine Schwester hat sich im Studium einen Hund geholt. Dieser muss jetzt bei meinen Eltern leben weil Hundehaltung nicht mit ihrem Berufsleben vereinbar ist. Soweit die (n=1)-Studie... 
Generell würde ich eher Folgendes überlegen: Ihr seid beide sehr jung, d.h. euer Leben wird sich noch mehrfach verändern. Wenn ich bedenke, wie ich Anfang 20 gelebt habe und wie ich heute, 15 Jahre später lebe... Das ist ein himmelweiter Unterschied.
In der Lebenszeit des Hundes (10-15 Jahre) werdet ihr beide einen Berufseinstieg machen, (man hofft es nicht) euch vielleicht trennen oder vielleicht auch heiraten und (falls gewünscht und möglich) Kinder bekommen.
Überlegt euch, ob ihr gewillt seid, den Hund in all euren Lebensentscheidungen einzuplanen. Und zwar so, dass der Hund in der Regel gute Haltungsbedingungen erlebt. (Dass übergangsweise mal saure-Kirschen-Zeit sein kann, davor ist keiner gefeit. Aber das sollte eben nur übergangsweise der Fall sein.)
Das kann unter Umständen bedeuten...
... dass man länger einen Job sucht bis man einen findet der passt (und damit auf Geld verzichtet).
... dass man eventuell erstmal nicht Vollzeit arbeiten kann (und damit auf Geld verzichtet).
... dass man länger nach einer größeren Wohnung sucht bis man eine findet in der HH erlaubt ist.
Usw. diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Was ich auch noch wichtig finde: Seid ihr in soweit finanziell unabhängig, dass ihr den Hund vollständig alleine finanzieren könnt? Auch wenn ihr eine Kranken- bzw. OP-Versicherung habt. Erstmal muss man das Geld vorstrecken. Habt ihr "mal eben so" knappe 2.000€ frei verfügbar, die ihr für TA-Kosten "verbraten" könnt? Bei 2.000€ ist man nämlich sehr sehr schnell. 3.000€ wären besser. Falls ihr diese Frage derzeit mit Nein beantworten müsstet, wäre das schon für mich ein KO-Kriterium.
Generell würde ich euch raten, erstmal im Berufsleben anzukommen, dieses nach hündischen Bedürfnissen auszurichten und dann den Hund holen.