Ich kenne keinen Züchter, der einen Welpen deswegen behalten würde. Keinen. Ist wie gesagt auch nicht nötig, da der Züchter auch nichts Anderes tun kann als der neue Besitzer. Nämlich abwarten, regelmäßig drauf schauen (ggf. auch mit tierärztlicher Unterstützung) und ansonsten Däumchen drehen.
Und die Wurfabnahme wird so und so mit 8 Wochen gemacht weil die anderen Welpen ja ausziehen, d.h. im Abnahmeprotokoll steht das ohnehin drin. Da ist es doch Wurst, ob der Welpe nun beim Züchter oder im neuen Zuhause drauf wartet, dass der zweite Hoden absteigt. Der neue Besitzer kann da ja nun auch wenig falsch machen, bzw. kann vom Züchter ggf. angeleitet werden. Und wenn es nur das ist, dass der Züchter den neuen Besitzer zum Tierarzt schickt um den Abstieg bestätigen zu lassen.
Wie gesagt, der LCD wollte die schriftliche Bestätigung des TA und hat das auch in Newtons Profil so vermerkt. Bei Hunter (SCD) reichte der Züchterin meine mündliche Bestätigung. Beim TA war ich bei ihm deswegen nicht.
Umgedreht kann ich mir vorstellen, dass dann einige Interessenten abspringen würden bzw. teilweise auch müssten, wenn der Züchter die Welpen einfach mal länger behält. Vielfach wird sich doch extra Urlaub genommen oder sonst irgendwie ein guter Moment zum Einzug abgepasst.
Bei Newton ist der fehlende Hoden in der 12. Lebenswoche abgestiegen, also Mitte Juli. In seinem Fall wäre es problemlos gegangen, ihn erst dann abzuholen weil ich kaum noch Unterricht hatte zu dieser Zeit. Bei Hunter allerdings ist der fehlende Hoden erst in der 16. Lebenswoche abgestiegen, d.h. Mitte September. Da hatte das Schuljahr bereits begonnen und ich hätte keine Möglichkeit mehr gehabt, dann einen Welpen aufzunehmen. Folglich hätte ich der Züchterin absagen müssen und der Welpeneinzug hätte sich bei mir um ein ganzes Jahr verschoben...
Und alles nur wegen eines läppischen nicht abgestiegenen Hodens? Ne, ehrlich nicht. Aber wie gesagt, üblich ist es auch nicht, dass ein Züchter einen Welpen deswegen länger behält.