Ich möchte gerne Hundesport machen, am liebsten Mantrailing oder Rettungshundearbeit. Wäre aber auch für Dinge wie Flyball oder Agility zu begeistern :)
Wir sind nicht übertrieben sportlich, joggen oder Radfahren sind nicht soo unser Ding. Wir verbringen aber recht viel Zeit draußen und unsere Urlaube finden auch eher am Campingplatz statt als im Hotel.
Was wir uns wünschen:
Keine übertriebene Aggressivität. Es ist ok, wenn er andere Hunde doof findet, aber er sollte Menschen gegenüber aufgeschlossen bis freundlich sein.
Mittelgroß. Also er sollte nicht größer als ein Schäferhund sein.
Er sollte gerne mit dem Menschen zusammen arbeiten, also WTP sollte schon vorhanden sein, kein kompletter Sturkopf.
Gesunde Rasse. Wir möchten keine Qualzuchten unterstützen und es wäre auch gut, wenn es eine Rasse ist, die nicht dafür prädestiniert ist viele Wehwehchen zu haben.
Nicht zu bellfreudig. Wir leben in einem alten Mietkomplex, er sollte also nicht das Bedürfnis haben jeden Pups zu melden, denn die Wände hier sind dünn.
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Hallo,
wie ernst ist es dir mit der Rettungshundearbeit? Hast du dich bereits informiert, wie das "Angebot" bei dir vor Ort ist? Unterschiedliche Staffeln bieten unterschiedliche Sparten an. Nur Fläche gibt es überall. Aber ich kenne Staffeln, die keine Mantrailer haben und andere Staffeln, die nicht in Trümmern ausbilden. Wenn es dir mit der Rettungshundearbeit ernst ist, würde ich dir empfehlen, vor Anschaffung das mal live anzuschauen. (Sofern das im Moment möglich ist.) Oder zumindest mal mit den Ausbildern zu sprechen.
Je nachdem welche Sparten du anvisierst, kann man dir dann unterschiedliche Hunde empfehlen. Für Trümmer würde ich zum Beispiel keinen allzu schweren Hund aussuchen. Für Fläche ist es praktisch, wenn das Fell pflegeleicht ist. Das ist beim Mantrailing aber wiederum ziemlich wurst. Auch bezüglich Bellfreudigkeit: In Trümmern arbeiten zum Beispiel ausschließlich Verbeller (=Hund, die ihren Fund durch Bellen anzeigen).
Natürlich gibt es unter den verschiedenen Rassen auch Allrounder, mit denen man alles machen kann. Eventuell würde ich dann eine solche Rasse wählen. Bzw. halt einen entsprechenden Mix. (Beim Mix solltest du allerdings drauf achten, dass er maximal drei Jahre alt ist.)
Retriever sind natürlich immer ein guter Griff. Es gibt ja sechs Retriever-Sorten. Jede hat seine Vor- und Nachteile. Das alles aufzuschreiben, finde ich aber müssig, wenn du dir noch keine genaueren Gedanken gemacht hast, welche Sparte(n) es werden soll(en). Für Trümmer würde ich die "großen" Retriever zum Beispiel ausschließen: Chessie, Curly, die meisten SL-Labbis und SL-Goldies (wegen Gewicht). Aber wie gesagt, dazu vielleicht später mehr, wenn du Genaueres weißt.
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Wenn ich mir nochmal einen Retriever für die Rettungshundearbeit aussuchen müsste, wäre es wohl ein Labrador aus einer jagdlichen Zucht oder eine Arbeitslinie. Gundog's Choice, Beechdales, hab ich im Blick. 
Im Moment führe ich einen English Springer Spaniel als Rettungshund. Der Hund ist ein Traum. Easy auszubilden, absolut zuverlässig. Im Alltag unkompliziert. Er ist morgen 2,5 Jahre alt und wir sind im März für die Prüfung (Fläche) vorgesehen. Obwohl durch Corona teilweise nur sehr eingeschränkt oder gar nicht trainiert werden konnte. D.h. Prüfungsreife in deutlich unter drei Jahren. Dafür, dass es mein erster Rettungshund ist, finde ich das top. :)
Andere Rassen in unserer Staffel (außer Labbi, Goldie und Mali), die total zuverlässige und tolle Rettungshunde sind: Pudelpointer, Setter-Mix, Border Collie.